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Weg mit den Augenfältchen!


Der Sommer ist fast vorbei, geblieben ist eine edle Bräune - aber leider auch Augenfältchen vom in-die-Sonne-blinzeln. Zum Glück gibt's in der Kosmetik super Tricks, die die Augen strahlen lassen.

Trockenheitsfältchen

Jeden Morgen, wenn wir aufwachen, beginnt für unsere Augen die Schwerstarbeit: Viele tausend Mal pro Tag klappen die Lider auf und zu, reagieren auf Mimik und Licht. Dabei ist unsere Haut gerade hier extrem dünn und zart. Kein Wunder, dass sich Sonnenstress, Erschöpfung und Anspannung schnell an den Augen ablesen lassen und sich Augenfältchen eingraben.

Erste Hilfe: Augencremes gegen Augenfältchen

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... die reichlich Feuchtigkeit binden. Auch spezielle Feuchtigkeitspads und -masken polstern die Haut sichtbar auf und mildern Augenfältchen. Dafür sorgen Wirkstoffe wie Hyaluronsäure, Aloe vera oder Glycerin. Visagisten, die Models selbst nach einer verrauchten Nacht in der Disco wieder kameratauglich machen müssen, arbeiten zusätzlich mit Tricks, die die Augen sofort zum Strahlen bringen und Augenfältchen kaschieren: Sie mischen zum Beispiel etwas Feuchtigkeitslotion mit cremefarbenem Lidschattenpuder.

Ähnlich funktionieren Cremes, deren Silikonöle mit Glanzpartikeln vermischt sind, sich hauchfein in den Augenfältchen anlagern und sie optisch ausbügeln. Wenn sich die Augenfältchen mit den Jahren schon tiefer eingegraben haben, ist eine Dauerbehandlung angesagt - mit Wirkstoffen aus der Anti-Aging-Forschung: Retinol (Vitamin A) zum Beispiel regt die Zellerneuerung an und festigt das Bindegewebe. Biotechnologisch gewonnener Hefeextrakt und Vitamin C stimulieren die Kollagen-Synthese und animieren so die Haut, sich wieder ein eigenes Polster zuzulegen. Und japanische Forscher haben einen Wirkstoff entdeckt, der die Haut anregen soll, selber den Feuchtigkeitsbinder Hyaluronsäure zu produzieren. Aus dem Land des Lächelns kommt auch eine spezielle Akupressur-Technik, deren tägliche Anwendung die Entstehung von Augenfältchen jahrelang hinauszögern soll.

So geht's: Zuerst über dem inneren Augenwinkel unterhalb der Braue drücken, dann im Augenwinkel, in der Mitte unter dem unteren Lidrand, am äußeren Augenwinkel und am Ende der Augenbraue. Das Ganze ein paar Mal wiederholen.

Geschwollene Lider

Doch nicht nur Augenfältchen lassen uns müde aussehen. Oftmals sind es geschwollene Lider, die den Blick trüben. Vor allem morgens kommt es für viele dicke: Über Nacht fließt nämlich der Lymphfluss langsamer, so dass der Wasserstau sich bis in die Augen bemerkbar machen kann. Die Folge sind geschwollene Lider und Augenfältchen.

Erste Hilfe: Augen zu und durch!

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Models schwören auf Tiefkühlkost, die sie samt Packung aufs Gesicht legen. Unser Tipp: Babybeißringe aus dem Tiefkühlfach. Oft funktioniert das Abschwellen aber auch per Fingerdruck: Die Reflexzonenpunkte der Augen-Lymphe liegen zwischen allen Fingern (da, wo Frösche Schwimmhäute haben). Auf jeden dieser Punkte 10 Sekunden drücken, lockern, drücken, lockern, 4-mal je Hand. Zusätzlich bringt Birkenblättertee (2 TL pro Tasse, 5 Min. ziehen lassen) den Stoffwechsel in Schwung und regt die Nierentätigkeit an.

Wer allerdings ständig unter geschwollenen Lidern leidet, braucht eine Dauerbehandlung: Kaffee ist nicht nur ein bewährtes Mittel, um in Gang zu kommen - sein Koffein nützt auch in Augencremes. Dort hilft es neben grünem Tee, Kastanien-Extrakt und Vitamin C, die Blutzirkulation anzuregen. Bei Vichy hat man den Wirkstoff Dextran-Sulfat, der in der Medizin gegen Ödeme hilft, kosmetisch abgewandelt. Er soll nun in einem Augengel Schwellungen reduzieren. Leichtes Klopfen beim Auftragen kurbelt den Lymphfluss zusätzlich an. Achtung: permanente Schwellung der Augen kann auch ein Hinweis auf eine Allergie oder Störung der Nierenfunktion sein - das sollte unbedingt ein Arzt untersuchen!

Dunkle Ringe

Sie haben weder Knitterfältchen noch geschwollene Lider, dafür aber dunkle Ringe unter den Augen? Das Problem haben viele Frauen. Die Schatten sind oft angeboren und harmlos: Es sind nichts anderes als feine Blutgefäße, die durch die zarte Haut schimmern. Bei Stress, Übermüdung und leider auch ab 40 treten sie deutlicher hervor, weil die Durchblutung der Haut nicht mehr so reibungslos funktioniert.

Erste Hilfe: Wegmogeln!

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Ein Concealer lässt Augenringe verschwinden, vorausgesetzt, man trifft den richtigen Ton; der sollte nämlich immer eine Nuance heller sein als die Haut. Und so wird die Farbe schön gleichmäßig: zuerst eine leichte Augencreme einklopfen, um die Haut geschmeidig und weich zu machen. Dann den Concealer mit einem Lippenpinsel hauchdünn bis zu den inneren Augenwinkeln verteilen und mit dem Zeigefinger einklopfen. Erhellend sind außerdem Cremes, die lichtreflektierende Pigmente enthalten und die Augenpartie wie ein Weichzeichner ins rechte Licht rücken.

Eine Dauerbehandlung, die nach und nach die Schatten ganz verschwinden lässt, gibt es leider noch nicht. Erste Erfolge bringen aber (wie bei geschwollenen Lidern) Cremes, die die Mikrozirkulation in Gang bringen und einen Blutstau in den feinen Gefäßen verhindern.

Rote Augen

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Und wenn Sie mal rot sehen? Dann protestieren die Augen mit Brennen - auf Kneipenluft, Dauerstarren auf den Monitor und schlechte Sichtverhältnisse.

Erste Hilfe bei gereizten Augen

Ruhe bitte! Sehr gut entspannen Augen unter Beuteln mit schwarzem Tee (unter kaltes Wasser halten und für 15 Minuten auf die Augen legen). Sein Tannin wirkt beruhigend bei Rötungen. In Apotheken gibt es eine "Augenfrische" mit Auszügen aus Augentrost, Kamille, Wundklee, Fenchel und Schwarztee, die auf Pads geträufelt und für zehn Minuten auf die Augen gelegt wird. Oft tun's auch schlichte, fusselfreie Wattepads, die mit eiskaltem Thermalwasser oder kalter Milch getränkt werden. Wer unter den Kompressen mit geschlossenen Augen eine liegende Acht beschreibt, lockert gleichzeitig die Augenmuskulatur.

Falls die Augen trocken sind, hilft auf die Schnelle ein herzhaftes Gähnen, damit sie sich mit Tränen füllen. Angenehm sind Spülungen mit einprozentiger Sole-Lösung (1 g Salz auf 100 ml destilliertes Wasser), das entspricht der Konzentration in unserer Tränenflüssigkeit. Am besten geht das mit einer Augenbadewanne aus der Apotheke. Und falls man vorm Zubettgehen noch dran denkt, dass die Nacht lang und verraucht war: Eine Augensalbe mit Dexpanthenol beruhigt die Schleimhäute schon im Schlaf.

Für eine Dauerbehandlung kann Augentrost - der Name sagt's - genau das Richtige sein. Die wissenschaftliche Bezeichnung Euphrasia bedeutet Frohsinn und Wohlbefinden, und Euphrasia-Augentropfen sollen genau das bringen. Bewährt hat sich auch das homöopathische Mittel Ruta D4 zum Einnehmen.

Mit Vorsicht genießen

Make-up bei empfindlichen Augen. Lidschatten, Mascara, Kajal und alles, was nah ans Auge kommt, kann auch leicht hineingeraten. Bei einer Nahaufnahme des Tränenfilms stellten Dermatologen fest, dass sich Kosmetika im Laufe des Tages darauf ablagern. Und das verträgt nicht jede. Weniger Risiken bergen hypoallergene Produkte, bei denen auf Alkohol, Duft-, Farbstoffe und weitgehend auch auf Konservierungsmittel verzichtet wurde. Auch wichtig: Mascara-Bürstchen nach drei Monaten wegwerfen und Lidschattenpinsel regelmäßig auswaschen, damit Bakterien keine Erfolgsaussichten haben. Und Vorsicht bei grüner Schminke! Sie enthält Kupferoxide beziehungsweise Chromdioxid-Teilchen, die empfindliche Augen reizen können.

Fotos: Oliver Klocke;Produktion: Merle Rebentisch;Haare und Make-up: Serena Goldenbaum;Text: Kirstin Bock

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