Das Seifenstück feiert sein cooles Comeback

Seife ist nur was für die Hände? Falsch – die neuen Stücke sind extra für Gesicht und Dekolleté gedacht. Wir verraten euch, wo es die Wunderwaffen zu kaufen gibt.

Sie darf in keinem Haushalt fehlen: die gute alte Seife. Dass man sie jedoch nicht für die Gesichtspflege verwenden soll, hört man immer wieder. Der Grundgedanke klingt logisch: Wir können nicht erwarten, dass etwas, das Hände und Füße blitzeblank macht, auch unserer feinen Gesichtshaut gut tut. Klassische Seife trocknet die Haut aus und bringt den Säureschutzmantel durch einen hohen pH-Wert aus der Balance.

Schonwaschgang am Morgen  Wascht ihr euch zweimal am Tag das Gesicht? Das könnt ihr euch sparen! "Die Haut sollte allabendlich schonend, aber gründlich und mit einem zum Hauttyp passenden Produkt gereinigt werden. Am Morgen reicht warmes Wasser. Ausnahme: sehr fettige Haut; die profitiert auch morgens von einem entsprechenden Reinigungsprodukt", so Dr. Paes. Und wie sieht es mit Gesichtswasser aus? "Bei Reinigungsmilch oder -öl ist es ein absolutes Muss, da Gesichtswasser die Pflegerückstände entfernt. Bei allen anderen Reinigungsprodukten kann es helfen, den pH-Wert der Haut schneller zu stabilisieren. Ist sie gesund, bekommt sie das aber auch allein hin."  Richtig layern - die Reihenfolge ist wichtig!  Erst das Serum und dann die Creme? Oder doch andersrum? Dr. Paes weiß, wie's geht: "Beim täglichen Pflegekonzept kann man sich an der Konsistenz der Produkte orientieren. Flüssigere Texturen sind zuerst dran. Nach der Reinigung kann man mit einem Serum starten und dann ein auf den Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut angepasstes Produkt auftragen. Zum Schluss folgt, bei absehbarer Sonnenexposition, ein guter UV-Schutz." Ganz wichtig: Ihr solltet nicht zu viele verschiedene Produkte benutzen, da es die Haut überfordern könnte. Außerdem solltet ihr die einzelnen Schichten jeweils kurz einwirken lassen.  Sanfter peelen - oder gar nicht  Gepeelte Haut fühlt sich zart an, leuchtet rosig - und nimmt Wirkstoffe besser auf. Gute Gründe also, um ein Peeling ins abendliche Beauty-Ritual einzubauen. "Ein- bis maximal zweimal pro Woche genügen", rät Dr. Pia M. Paes. "Andernfalls kann die Schutzbarriere der Haut geschädigt werden. Meist gut vertragen werden Enzym-Peelings, die eine porentiefe Reinigung ermöglichen, ohne die Haut durch Schleifpartikel zu irritieren. Ist sie sehr empfindlich, sollte man aber ganz aufs Peelen verzichten. Das gilt auch bei entzündlichen Erkrankungen wie Akne oder Rosacea." Weiterer Softie-Tipp: Peeling-Pulver, die mit Wasser angemischt werden.

Sanfte 'Soap Bars' fürs Gesicht

Komplett auf das gute Stück müssen wir dennoch nicht verzichten. Es muss ja nicht gerade Kernseife sein - wer das richtige Produkt verwendet, gönnt seinem Gesicht sogar eine Extra-Portion Pflege. Zu den neuesten Beauty-Trends gehören spezielle Soap Bars aus synthetischen Tensiden ("Syndets"). Sie sind auf den pH-Wert der Gesichtshaut abgestimmt und enthalten wertvolle Pflegestoffe wie Sheabutter oder Hafermilch. Diese sanfte Reinigung ist perfekt für das anspruchsvolle Dekolleté und den Hals geeignet.

Wo kann man diese Seifen kaufen?

Die Produkte sind im Handel und online erhältlich. Zum Beispiel "Atoderm Pain" von Bioderma und "A-Derma Dermatologisches Syndet" von Pierre Fabre, beide um 5 Euro.

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