Wieso tun wir uns das an? Absurdes im Auftrag der Schönheit

Manchmal tun wir verrückte Dinge im Badezimmer. Sogar Schmerzhafte! Und alles nur, um schöner zu werden. Mal unter uns: Macht ihr das auch?

1. Brazilian Waxing

Es reicht oft schon der pure Gedanke daran, uns erschaudern zu lassen. Wenn das heiße Wachs abgezogen wird, reißt es nicht nur die Schamhaare mit, sondern auch gleich die komplette Haarwurzel. Autsch. Jeder, der es macht, muss auch bedenken: Nachwachsende Haare können in die Haut einwachsen – das ist ebenfalls schmerzhaft. Ob sich das lohnt, muss jede für sich selbst entscheiden.

2. Wickeln gegen Cellulite

Die Dellen stören – den einen mehr, den anderen weniger. Wer nicht mit einer Riesenportion Gleichmut gesegnet ist und sich dem Kampf gegen die Cellulite stellen will, testet gern mal DIY-Methoden. Eine davon ist, den mit Anti-Cellulite-Creme wohl präparierten Oberschenkel mit reichlich Frischhaltefolie zu umwickeln. Handtuch drüberdecken und eine halbe Stunde ruhen. Und hoffen, dass uns niemand sieht.

3. Wimpernzange benutzen

Sie sieht aus wie ein Operationswerkzeug und erzeugt tatsächlich Angst. Zumindest bei Anfängerinnen. Die Wimpernzange muss korrekt angewendet werden, sonst kann sie unsere Wimpern abbrechen oder ausreißen. Hier die drei wichtigsten Regeln: Eine gute Wimpernzange kaufen (auf Schutzpölsterchen der Metallschienen achten), die Zange immer VOR dem Tuschen benutzen, dann vorsichtig zusammendrücken (ohne dabei die Haut einzuklemmen).

4. Augenringe eliminieren

Geschwollene Augen sind die Ursache für Beauty-Wahnsinn aller Art. Einen Löffel ins Eisfach legen und ihn morgens auf die Lider drücken, gehört zu den harmlosen kleinen Tricksereien, die tatsächlich helfen können. Sieht nur etwas komisch aus am Frühstückstisch. Schlimmer sind absurde Geheimtipps, wie Hämorrhoidencreme unter die Augen schmieren (enthält neben Cortison oft auch lokal betäubende Inhaltsstoffe sowie Wirkstoffe, die im Gesicht Allergien auslösen können) oder Kokosöl ums Auge zu tupfen (die Fette kriechen ins Auge, können es reizen und legen sich wie ein Film aufs Auge).

5. Hunderte von Euros ausgeben

Mehr als 200 Millionen Euro wandern in Deutschland allein für Wimperntusche jedes Jahr über die Ladentische. Tendenz steigend. Ein intensiver Blick auf unsere Kontoauszüge offenbart: Unsere Schönheitspflege ist teuer. Wir wollen zwar nicht ohne sie leben, müssen uns aber eingestehen: Manchmal schlagen wir über die Strenge. Und kaufen auch Produkte, die uns nach dem Ausprobieren enttäuschen. Kleiner Trost: Es gibt sogar Kosmetik-Fehlkäufe, die wir aus Kulanz der Verkäufer der Hersteller umtauschen können, wir erklären euch, welche das sind.

6. Zeitfresser Badezimmer

Hand aufs Herz: Wie lange braucht ihr morgens im Bad? Die Statistik sagt, es sind ca. 28 Minuten für Frauen und 25 für Männer. Klingt nicht viel, oder? Aber denkt nochmal nach: An die Zeit, die wir brauchen, um den perfekten Lidstrich zu ziehen, die Locken noch einmal mit dem Heizstab zu definieren und das Mini-Contouring zu schminken... Vom abendlichen Abschmink- und Nachterholungsprogramm mal abgesehen.

8. Produkte horten

Mal ganz ehrlich: Euer Badezimmer hat Ähnlichkeit mit einer 10-Quadratmeter-Douglas-Filiale? Die Liste der dringend benötigsten Produkte ist lang. Primer, Anti-Pickel-Stick, Concealer, Serum, Foundation, loser Puder, Make-up-Fixierspray, Shampoo, Conditioner, Sprühkur, Schaumfestiger, Hitzeschutzspray für die Haare, 25 Lippenstifte mindestens (immerhin essen wir in unserem Leben statistisch gesehen 875!), verschiedene Mascaras mit unterschiedlichen Effektversprechen und viele, viele mehr lagern in unseren Badezimmern. Schön, sehr notwendig – aber eigentlich Wahnsinn, oder?

9. Lippen boosten

Wer träumt nicht von einem vollen Kussmund? Absurd wird es, wenn wir unsere Ersparnisse ernsthaft für Schlauchbootlippen opfern wollen, Lippenstifte mit Boost-Versprechen kaufen oder vor dem Spiegel Posen üben, in denen unsere Lippen Angelina-Jolie-esk aussehen. Noch absurder: Sich in diesen Haltungen noch via Selfie abzulichten und in sozialen Netzwerken zu posten.

10. Zupfen bis die Tränen kommen

Autsch! Augenbrauen zupfen kann ganz schön schmerzhaft sein. So schmerzhaft, dass uns dabei die Tränen kommen. Ebenfalls auf der Liste der quälenden Badezimmer-Aktivitäten: Oberlippenhaare zupfen, Pickel ausdrücken, Waxing diverser Körperzonen, Beine rasieren, dabei abrutschen und sich am Glätteisen verbrennen.

11. Wimpern kleben

Der Augenaufschlag einer Zapf-Puppe ist den wenigsten gegeben. Deshalb muss, wer Klimperwimpern will, Fake Lashes kleben. Das heißt: DIY-Set mit Wimern und Kleber besorgen, Pinzette bereitlegen und den Lidrand bearbeiten. Von der unangenehmen Schwere, die sich dann auf den Augenaufschlag legt, mal abgesehen, muss die Pracht am Ende des Abends ja auch wieder runter. Es sei denn, man entscheidet sich für dauerhafte Wimpern und unterzieht sich einer stundenlangen Verlängerungsprozedur, die nicht gerade günstig ist.

12. Wimpern färben

Wer schon einmal bei der Kosmetikerin seine Wimpern färben lassen hat, weiß: das ist eine brennende Angelegenheit. Auch wenn das neue Wunderpräparat angeblich so schonend ist, das uns die Beauty-Expertin anpreist, fangen unsere Augen nach dem Auftragen sofort an zu tränen und kribbeln. Und dann ist das Ergebnis auch nicht unbedingt so, wie wir es uns erhofft haben. Der Wimpernrand ist dunkel, da die Haut mitgefärbt wurde und die Wimpern sind zwar schwarz, aber so fein und dünn, dass wir trotzdem tuschen. Absurd, oder?

13. Der große Beauty-Cocktail

Wie vielen Wirkstoffen setzen wir unsere Haut eigentlich täglich aus? Abhängig von unserer Beauty-Routine summiert sich da einiges. Schon allein bei der Reinigung und Pflege unserer Gesichtshaut. Reinigungsschaum- oder -milch, vielleicht noch Mizellenwasser, um auch jede Pore sauber zu bekommen, Gesichtswasser, Serum, Tagescreme mit UV-Filter oder Nachtpflege, Augencreme, Gesichtsmaske... Und das alles noch von verschiedenen Herstellern und für verschiedene Hauttypen? Wir empfehlen, um die Haut nicht unnötig zu irritieren, bei einer Pflegelinie zu bleiben, denn die enthalten zumindest in der Basis die gleichen Wirkstoffe.

Text: saro
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