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Irre! Behörde fordert Intim-Waxing mit Sicht ins Freie


Brazilian Waxing ist ja eine sehr intime Angelegenheit. Umso schockierender, dass eine österreichische Behörde nun fordert, das diese mit Sicht ins Freie stattfinden muss.

Die "Beauty Bar" in der österreichischen Hauptstadt Wien ist ein Kosmetik-Salon wie viele andere auch. Neben Massage, Maniküre und diversen Enthaarungs-Methoden werden dort alle typischen Behandlungen angeboten. Vor allem um letzteren Service herrscht nun aber ein riesen Wirbel. Denn: Die Waxing-Anwendungen werden, wie in Beauty-Salons typisch, in separaten Räumen durchgeführt. Das sorgt für Diskretion. Denn wenn wir mal ehrlich sind, möchte sich wohl niemand kleine Härchen im Intimbereich in einem öffentlichen Raum entfernen lassen, während neben einem schon direkt die nächste Kundin liegt. Doch genau das scheint jetzt eine Aufsichtsbehörde zu fordern.

Intim-Waxing mit Blick ins Freie: WARUM?

Besitzerin Katja Wagner bekam Besuch vom Arbeitsinspektorat und das fordert, Intim-Enthaarungen nur in Räumen mit Fenstern ins Freie durchzuführen. Das ist jedoch für die Besitzerin des Schönheitssalons nicht möglich. Die Waxing-Räume befinden sich nämlich im 1. Stock des Stores und haben im Moment keine Fenster. Doch selbst wenn diese im Zuge eines Umbaus eingerichtet werden würden, würden diese aufgrund der Architektur des Hauses nur in den Flur führen. Das ist der Behörde jedoch nicht genug.

Die Reaktion der Besitzerin: Anstatt für viel Geld einen Umbau vorzunehmen, der aufgrund des Grundrisses sowieso keine Sicht ins Freie gewähren könnte, platziert sie die Waxing-Plätze einfach ins Erdgeschoss - direkt in die Schaufenster, die für Passanten einsehbar sind. Das sei für sie die einzige Möglichkeit, dem Wunsch der Beamten nachzukommen.

Um der Öffentlichkeit zu zeigen, wie unsinnig dieser Wunsch der Beamten ist, postete Katja Wagner diesen Eintrag auf Facebook, mit dem Hinweis, dass alle Beamten die sich waxen lassen wollen, ein Pofalten-Waxing umsonst bekommen:

Doch warum forderte das Arbeitsinspektorat überhaupt eine Sicht ins Freie?

Das Sozialministerium begründete seine Entscheidung damit, dass ein Raum ohne Fenster für die Angestellten nicht zumutbar sei. Außerdem gäbe es keinen adäquaten Notausgang und eine optimale Be- und Entlüftung. Zudem seien arbeitsrechtliche Versäumnisse festgestellt worden. Bislang gab es seitens der Behörden keine Reaktion auf die Radikalmaßnahme der Besitzerin.


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