Was tun gegen Hautfetzen am Finger?

Hautfetzen am Finger sehen nicht nur ungepflegt aus, sie birgen auch Gefahren. Ziehen wir sie ab, entzündet sich das Nagelbett. Wir haben Tipps gegen die kleinen Nervensägen.

Knibbeln oder schneiden? Keins von beiden!

Dieses Problem kennen wir wirklich ALLE. Gelegentlich bis dauerhaft bilden sich an unseren Fingern rund um die Nägel kleine Hautfetzen.

Die kleinen Risse und Fetzen sind aber nicht nur ein optisches Problem. Viren und Bakterien können durch die kleinen Verletzungen schneller in den Körper eindringen und Entzündungen provozieren. Und dann tut's weh. Wenn eine Nagelbettentzündung entsteht, ist oft ein operativer Eingriff in örtlicher Betäubung oder eine Antibiotikatherapie notwendig.

Oft ist die Versuchung groß, die lästigen kleinen Dinger einfach mit einer spitzen Schere am Ansatz abzuschneiden. Keine gute Idee, denn dann kann die Nagelhaut schnell tiefer einreißen und sich böse entzünden. Das gilt auch fürs Knibbeln, wenn wir mit den Fingern daran herumziehen und die überstehende Haut der Länge nach abziehen. Verletzungen sind dabei vorprogrammiert und die Wahrscheinlichkeit, dass Blut fließt, ist groß. Besser eignet sich eine Nagelhautzange, mit der man die Hautfetzen ohne Verletzungen abknipsen können.

Autorin besiegt Akne

So vermeiden wir die Hautfetzen

Wenn die Haut trocken ist, entstehen die kleinen Fetzenmonster. Um vorzubeugen, hilft Pflege. Ideale Inhaltsstoffe gegen trockene Haut und brüchige Nägel sind Harnstoff wie Urea oder Glyzerin, die viel Feuchtigkeit spenden. Und zwar täglich. Wir haben ein paar hilfreiche Strategien, um die Haut um den Fingernagel mit Feuchtigkeit zu versorgen.

1. Hilfe mit Soforteffekt: Auf dieses Beautyprodukt schwören wir, weil es WIRKLICH sofort wirkt und die Hautfetzen gleich weniger sichtbar macht. Ein Nagelpflegestift. Mit dem rund um den Fingernagel fahren, am besten mehrfach täglich. Das Produkt gibt es von vielen Herstellern (zum Beispiel Sally Hansen, Artdeco, Weleda oder Dr. Hauschka). Wer lieber tuscht, kann auch zu einer Fläschchenvariante mit integriertem Pinsel greifen.

2. Vitamin E in Öl: Das tut der Haut sofort richtig gut. Vitamin E macht sie geschmeidig, beruhigt und hilft bei der Wundheilung. Mandelöl, Kokosöl oder Olivenöl auf ein Wattestäbchen geben und um den Nagel auftragen. Wer mag, kann auch ein Tante-Tilly-Memorial Handbad daraus machen. Dazu einfach das Öl in eine kleine Schüssel geben und die Hand länger darin eintauchen.

3. Super DIY-Handmaske: Das macht die Hände streichelzart. Eine Avocado zerdrücken, etwas Olivenöl dazugeben und die Masse auf die Hände auftragen. Baumwoll-Beautyhandschuhe (gibt's in der Apotheke) anziehen und mindestens 30 Minuten einwirken lassen.

4. Rissig und trocken: Wenn die Hände dauernd trocken sind, hilft eine Joghurtmaske. Einfach auftragen, Baumwoll-Beautyhandschuhe darüberziehen und einwirken lassen.

5. Der Klassiker: Cremen, cremen, cremen – das hilft natürlich auch. Wer nicht mit handelsüblicher Handcreme zufrieden ist, das Gefühl des Eingecremtseins nicht mag, kann auch zu Nagelhautcreme greifen. Die versorgt die sensible Nagelhaut mit Feuchtigkeit und schmiert nicht.

Text: saro
Mode- & Beauty-Newsletter

Beauty-Newsletter

Euer wöchentliches Style-Update mit den wichtigsten Modetrends, neuen Frisuren, spannenden Make-up-Looks und Inspirationen!