Falten – was können wir wirklich gegen sie tun?

Die goldenen Regeln gegen Falten kennen wir. Nicht rauchen, nicht trinken, UV-Schutz. Aber was können wir eigentlich noch tun, um Falten wieder glatt zu bügeln?

Falten – woher kommen die denn überhaupt?

Wir sitzen in einem Boot. Denn Falten kriegen wir alle. Die einen mehr, die anderen weniger. Aber was entscheidet eigentlich, ob unsere Haut lange glatt bleibt oder schnell knittert? Umwelteinflüsse, unsere Gene, unser Lebensstil? Studien haben herausgefunden, dass lediglich 20 bis 30 Prozent der Hautalterung genetisch bedingt sind. Die restlichen 70 bis 80 Prozent entstehen durch Umwelteinflüsse, zum Beispiel durch UV-Strahlung und Luftverschmutzung, aber auch durch den individuellen Lebensstil – Ernährung, Nikotin, Alkohol und Schlafgewohnheiten spielen bei der Faltenbildung eine Rolle. Lachfalten oder kleine Fältchen lassen wir uns ja noch gefallen. Besonders im Fokus der Kritik stehen allerdings die Stirnfalten. Wie ihr diese Nervensägen auf eurer Stirn im Zaum haltet, verraten wir in unserem Special zum Thema Falten.

Falten wegcremen – funktioniert das?

  • Die Versprechen klingen verlockend: "Faltentiefe um 50% reduzieren in nur 4 Wochen"? Her mit der Wundercreme! Einige Prophezeihungen der Kosmetikindustrie geben zwar ein bisschen zu weit, aber mit effektiver Hautpflege, die auf den Hauttyp und das Alter abgestimmt ist, kann man einiges erreichen. 
  • Retinol ist zum Beispiel ein nachgewiesener Anti-Aging-Booster, der besonders in Nachtpflege integriert wurde. Retinol ist allerdings ein Wirkstoff, der sensibel eingesetzt werden sollte. In Deutschland darf er, da Retinol die Haut stark reizen kann, nur in einer Höchstkonzentration von 0,3 Prozent eingesetzt werden. In den USA sind bis zu ein Prozent erlaubt. Wichtig: Niedrig dosiert starten und die Haut langsam daran gewöhnen. Außerdem macht der Wirkstoff die Haut lichtempfindlicher – tagsüber einen hohen UV-Schutz (möglichst LSF 50) einsetzen. Wer unsicher ist, welcher UV-Schutz zu welchem Hauttyp passt, kann sich an unserem Test orientieren, in dem wir Sonnenschutzspray, Gelsticks und Lotionen ausprobiert haben. Die besten Sonnenschutzprodukte aus unserem Redaktionstest 2018: Welche Sonnencreme fürs Gesicht ist am besten?
  • Hyaluronsäure versorgt unsere Haut mit Feuchtigkeit – die braucht sie dringend, um nicht zu knittern. Wir haben Gesichtscreme mit Hyaluron getestet und erklären, wie genau Hyaluron unsere Falten aufpolstern kann.
  • Q 10 ist ein Antioxidant, das uns schützt. Freie Radikale greifen die Struktur unserer Haut an. Antioxidantien wie das Coenzym Q10 unterstützen sie, länger glatt zu bleiben.
  • Kollagen gilt als die Anti-Aging-Waffe schlechthin. Im Hype: Kollagendrinks, die als Schönmacher von innen fungieren und unsere Bindegewebsfasern zum Durchhalten animieren.
  • Rhamnose heißt ein pflanzliches Zuckermolekül aus Birken, das die Produktion neuer Hautzellen anregen soll.
  • Eine Studie hat uns im letzten Jahr verblüfft: Sonnencreme macht Falten rückgängig. Durch das regelmäßige Cremen mit Sonnencreme werden Hautschäden nicht nur verhindert, das Hautbild insgesamt verbesserte sich in einem Versuch - Mimikfalten wurden reduziert und Pigmentflecken weniger sichtbar.

Welche Lebensmittel helfen gegen die Hautalterung?

Wir können gegen die Hautalterung auch innerlich rebellieren – mit den richtigen Nahrungsmitteln. Ein Hoch auf:

Kakaobohnen! Sie haben einen höheren Gehalt an Antioxidantien als grüner Tee oder Rotwein. Studien haben gezeigt, dass der regelmäßige Verzehr von Kakao die Hautalterung verzögert. Wie dieser Hauteffekt zustande kommt, wurde bisher noch nicht geklärt. Allerdings meinen wir damit nicht den stark gesüßten Kakao, den wir uns mit Milch zum Sonntagsfrühstück anrühren. Zucker hat nämlich einen negativen Effekt auf unsere Zellen und lässt uns schneller altern. Wir meinen: reines Kakopulver, das reich an Flavonoiden ist, die uns besonders vor schädlichen Einflüssen der UV-Strahlung schützen können. Das gilt auch für dunkle Schokolade. Je höher der Prozentteil an Kakao, desto höher der Gehalt an Flavonoiden.

Haferflocken! Der Anteil an Silizium, das für die Elastizität der Haut verantwortlich ist, sinkt mit zunehmendem Alter. Haferflocken sind prima Siliziumlieferanten, genau wie Zwiebeln, Mais, Kartoffeln, Reis und Hirse.

Kokoswasser! Kokosmilch enthält besonders viel Kinetin - einen wirksamen Anti-Aging-Stoff für unsere Haut.

Dunkle Beeren! Holunderbeeren, schwarze Johannisbeeren, Brombeeren – in ihnen stecken reichlich Antioxidantien. Die schützen unsere Zellen und kämpfen tapfer gegen freie Radikale.

Nüsse! Walnüsse strotzen nur so vor Omega-3-Fettsäuren, Proteinen und Alpha-Linolensäuren, die unsere Hautalterung bremsen können.

Noch mehr Beauty-Food zählen wir hier auf: 20 Lebensmittel für schöne Haut und glänzendes Haar. Außerdem sollten wir darauf achten, unsere Haut mit Vitaminen von innen zu versorgen:  Vitamin C schützt unsere Haut vor freien Radikalen. Es steckt in Zitrusfrüchten wie Zitronen und Orangen, aber auch in Brokkoli und Kohl. Vitamin E steckt in Fisch, Paprika, Nüssen und Pflanzenölen. Das Zellschutzvitamin schützt die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen, zum Beispiel vor aggressiven Sauerstoffverbindungen.

Falten minimalinvasiv entfernen

Es gibt verschiedene Methoden, Falten mit minimalinvasiven Methoden zumindest zeitweise zu mildern. Es muss nicht immer Botox sein, das können auch moderne Verfahren, die das Gesicht nur sanft liften. Wer sich dafür entscheidet, sollte sich intensiv bei einem Dermatologen beraten lassen, der sich auf ästhetische Medizin spezialisiert hat. Eine der Methoden ist zum Beispiel das 

  • Liquid Lifting, die Unterspritzung mit Hyaluronsäure, die etwa 12 Monate anhält. Die Hyaluronsäure braucht Zeit, um sich in den Hautschichten zu entfalten, das ist nach etwa 3 Monaten erreicht. Geeignet für feine Linien rund um den Mund und auf der Stirn, aber auch in den Nasolabialfalten (von der Nase zum Mundwinkel) und Marionettenfalten (vom Mundwinkel zum Unterkiefer).
  • Mit körpereigenen Fettzellen arbeitet die Mikro-Liposomen-Technik, bei der Zellen aus Oberschenkeln, Po oder Bauch entnommen werden, in kleinste Bestandteile zerlegt und dann mit einer Mikroinjektion in die Falte gespritzt werden. 
  • Microneedling ist ebenfalls eine verjüngende Methode, bei der mit einem feinen Nadelroller die oberste Hautschicht leicht verletzt wird. Die Reaktion des Körpers heißt "Reparieren" und er schüttet Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure aus, die die Haut straffen.
  • Schlaffe Kinn- und Wangenkonturen und Hängebäckchen kann ein Fadenlifting straffen. Es stärkt das Bindegewebe und das Material der Fäden – oft wird Polymilchsäure verwendet – regt die natürliche Kollagenproduktion an.
saro
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Falten: Lachfalten im Gesicht
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