Fußbad zum Selbermachen: Das entspannt und tut so gut!

Ob zur Entspannung oder Heilung von diversen Krankheiten und Entzündungen: Wir erklären, warum ein Fußbad sinnvoll sein und wie man es selber machen kann.

Fußbäder: Wann sind sie zu empfehlen?

Genauso wie Maniküre und Pediküre gehören auch Fußbäder für viele Menschen zur regelmäßigen Beauty-Routine. Wenig überraschend, wenn man weiß, dass Fußbäder wahre Wunder bewirken können. Im Sommer eignen sie sich zum Beispiel hervorragend zur Entspannung und Abkühlung. Darüber hinaus können sie bestimmte Krankheiten und Entzündungen bekämpfen.

Entscheidend ist dabei die Zusammensetzung der Fußbäder. So helfen sie zum Beispiel bei Nagelbettentzündungen, bei der Bekämpfung von Fußpilz und Hornhaut, bei Fieber oder Erkrankungen wie Blasenentzündungen, Menstruationsbeschwerden oder Erkältungen. Viele nutzen ein pflegendes Fußbad auch als Vorbereitung für eine Pediküre oder zur Hautpflege. Auch wenn wir uns ans Entfernen unserer Hornhaut machen und Schrunden behandeln wollen, ist ein Fußbad zur Vorbereitung perfekt.

Damit das Fußbad seine Wirkung voll entfalten kann, sollte man die passenden Produkte dafür gezielt einkaufen oder sich anhand eines Rezeptes selber ein Bad zusammenstellen.

Hautpflege und Pediküre-Vorbereitung: Das tut dem Fuß einfach gut

Während sich unsere Hände über regelmäßige Beauty-Behandlungen freuen können, geraten die Füße oft in den Hintergrund. Dabei ist auch die Fußpflege sehr wichtig und kann bestimmte Erkrankungen gegebenenfalls sogar vorbeugen. Auch Hornhaut muss gar nicht erst entstehen, wenn man die Füße regelmäßig pflegt.

Dazu gehört auch ein Fußbad: Einfach warmes Wasser in eine große Schüssel geben, drei Teelöffel Honig hinzugeben und gut verrühren. Die Füße für 15 bis 20 Minuten ins Wasser legen.

Ein Bad in Öl

Alternativ kann man anstelle des Honigs auch ein paar Tropfen Teebaum- oder Olivenöl in das warme Wasser geben und die Füße darin baden. Abschließend gut abtrocknen, ggf. vorsichtig mit einem Bimsstein abreiben und anschließend mit spezieller Fußcreme oder feuchtigkeitsspendendem Arganöl einreiben. Trockene und rissige Haut und Hornhaut gehören damit der Vergangenheit an.

Wichtig: Möchte man Öle in ein Wasserbad geben, benötigt man einen Emulgator, um die Substanz wasserlöslich zu machen. Lässt man den Emulgator weg, wird sich das Wasser nicht mit dem Öl verbinden und Letzteres wird in Form von Perlen auf der Wasseroberfläche schwimmen. Als Emulgator eignen sich Molkepulver, Sahne, Honig oder andere fette Milchprodukte.

Ihr wollt schöne Füße? Wir haben die 10 besten Tipps für die Fußpflege.

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Fußpilz: Dieses Fußbad-Rezept hilft

Ein Thema, über das Frauen oft nicht offen sprechen, ist Fußpilz. Dieser ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch Schmerzen oder Juckreiz hervorrufen. Damit dieser wieder verschwindet, kann man zu einem Fußbad greifen, das die Heilung unterstützt. Hauptzutat ist dafür ein ganz simples Hausmittel: schwarzer Tee.

  • Sechs Teebeutel in einen Liter warmes Wasser geben und diesen gut ziehen lassen.
  • Nach etwa 15 Minuten die Füße ins Wasser halten.
  • Nach weiteren 20 Minuten die Füße herausnehmen und gut abtrocknen.

Da Feuchtigkeit der Nährboden für Pilze ist, sollte immer darauf geachtet werden, die Füße schnell und ordentlich zu trocknen. Das im schwarzen Tee enthaltene Tannin bekämpft den Fußpilz.

Diese ätherischen Öle sind gut gegen FußpilzTeebaumöl, Manukaöl, Lavendelöl und Myrrhenöl.

Auch gegen Nagelpilz kann ein Fußbad – allerdings nur in begleitend zu einer Nagelpilz-Behandlung – unterstützen. Essig kann, ähnlich wie Teebaumöl, in geringem Maße Pilze abtöten. Um den Nagelpilz vollständig zu beseitigen, reicht ein Fußbad in Essig aber nicht aus. 

Dieses Fußbad hilft bei Erkältungen

Wer unter Fieber leidet, kann mit einem Fußbad zusätzlich zur Senkung der Körpertemperatur beitragen. Dazu circa acht Tropfen Zitronenöl in warmes Wasser einrühren. Die Füße dann für 15 bis 20 Minuten in das Wasser halten. Bei Bedarf kann das Fußbad an mehreren Tagen hintereinander wiederholt werden.

Alternativ kann man auch einen speziellen Badezusatz in warmes Wasser geben und seine Füße darin baden. Das ist die etwas zeitsparendere Variante.

Ansteigendes Fußbad nach Kneipp

Droht eine Erkältung? Schon beim ersten Halskratzen, Niesen oder Frieren, aber auch bei chronischen Erkrankungen der Nasen-Nebenhöhlen soll nach Kneipp das ansteigende Fußbad helfen.

Und so funktioniert es: 

  • Ihr braucht dafür ein Thermometer.
  • Beide Beine in eine Fußwanne mit ca. 33 Grad Celsius warmem Wasser stellen. Etwa 20 Minuten immer mal wieder heißes Wasser dazugießen, bis die Wassertemperatur maximal 40 Grad Celsius erreicht.
  • Anschließend die Füße gut abtrocknen.
  • 20 Minuten ausruhen. 

Fußschweiß: Dieses Fußbad hilft gegen Schweißfüße

Schweißfüße sind nicht gerade ladylike (gentlemanlike übrigens auch nicht), weshalb wir vieles tun, um sie zu bekämpfen. Die wirksamste Variante ist ein Fußbad:

Dazu wieder warmes Wasser in ein großes Gefäß geben, etwas Salbei (in Form von Salbeiblättern oder auch Salbeitee) oder Eichenrinde hinzugeben. Damit Schweißfüße dauerhaft der Vergangenheit angehören, sollte das Fußbad eine Woche lang täglich angewandt werden.

Diese ätherischen Öle helfen gegen Schweißfüße: Bergamotteöl, Zypressenöl, Salbeiöl und Rosmarinöl.

Zitronenbad gegen Stress

Stresskiller Fußbad! Wenn ihr ein paar Tropfen Zitronenöl ins Fußbad gebt, hebt das nachweislich die Stimmung. Auch bei Erkältungen wirksam. Außerdem kann man ein Zitronenfußbad auch hervorragend mit anderen ätherischen Ölen wie Rosmarin, Eukalyptus, Kiefernnadel und Thymian verfeinern.

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Beruhigendes Fußbad am Abend

Ein absoluter Klassiker zur Beruhigung ist natürlich Lavendel. Ein paar Tropfen reines Lavendelöl ins warme Wasser (es gibt auch Lavendelbadezusätze, die außerdem noch die Haut pflegen sollen) geben und nach dem Trockentupfen die Füße mit Lavendel-, Rosenöl (hilft gegen innere Unruhe und entkrampft) oder Melissenöl (soll bei Nervosität und Ängsten beruhigen) einmassieren und wärmende Wollsocken anziehen. 

Achtung: Wann man Fußbäder meiden sollte

Ein Fußbad kann zwar wahre Wunder bewirken, doch nicht immer ist es auch zu empfehlen. Denn: Fußbäder (ob warm oder kalt) können die Durchblutung beeinflussen. So trägt warmes Wasser zur Entspannung und Entkrampfung bei. Kaltes Wasser dagegen sorgt dafür, dass sich die Gefäße zunächst verengen und dann wieder weiten. Deswegen ist von warmen Fußbädern abzuraten, wenn man unter Krampfadern oder arteriellen Durchblutungsstörungen leidet. Kalte Fußbäder sind bei einem Harnwegsinfekt, bei Bluthochdruck und arteriellen Durchblutungsstörungen nicht zu empfehlen. Wer sich unsicher ist, sollte seinen Arzt um Rat bitten.

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