Gesichtscreme selber machen: Anleitung & Tipps

Gesichtscreme selber machen ist gar nicht schwer: Hier findest du Rezept und Anleitung, um deine eigene Gesichtscreme herzustellen!

Gesichtscreme selber machen: Natürlich und ohne Zusatzstoffe

Strahlend schöne Haut braucht entsprechende Pflege – das regelmäßige Auftragen von Gesichtscreme spendet Feuchtigkeit und macht unsere Haut angenehm weich. Oft enthalten Cremes aber viele chemische Zusatz-, Duft- und Konservierungsstoffe. Wer genau wissen möchte, was in seiner Gesichtscreme drin ist, stellt sie ganz einfach selber her. Hier zeigen wir dir ein Basis-Rezept für Gesichtscreme, welches du beliebig mit ätherischen Ölen auf deine Bedürfnisse anpassen kannst.

Vorteile selbst gemachter Gesichtscreme:

  • Du weißt genau, was drin ist, und kannst die Creme auf die Bedürfnisse deiner Haut anpassen.
  • Einmal besorgt, reichen die Inhaltsstoffe ewig. So schonst du auch deinen Geldbeutel!

Gesichtscreme selber machen: Voraussetzungen

Sauberkeit ist das A & O beim Herstellen von Cremes, andernfalls können sich Bakterien und Pilze ausbreiten und die ganze Creme zunichtemachen! Das heißt, dass dein Arbeitsbereich und alle notwendigen Utensilien gereinigt und desinfiziert werden müssen:

  • Reinige dafür die Arbeitsflächen mit Essigreiniger.
  • Sterilisiere die Gläser und Behälter. Hier erfährst du, wie du Gläser sterilisieren kannst!
  • Desinfiziere alle Arbeitsutensilien mit Alkohol.
  • Wasche deine Hände gründlich und desinfiziere sie.

Gesichtscreme selber machen: So geht's

Für 100 Gramm Creme brauchst du:

  • 15 Milliliter Pflanzenöl (z. B. Arganöl, Distelöl oder Mandelöl)
  • 3 Gramm Emulsan (in Apotheken erhältlich)
  • 2 Gramm Sheabutter (alternativ eignet sich Kakaobutter oder Carnaubawachs)
  • 30 Milliliter Destilliertes Wasser (oder Rosenwasser)
  • Ätherische Öle (z. B. Manukaöl oder Teebaumöl)

Utensilien:

  • Topf
  • 2 Schalen (hitzebeständig)
  • Kleine Schraubgläser für die fertige Creme
  • Küchenthermometer
  • Pürierstab
  • Feinwaage

Anleitung:

  1. Setze in einem Topf 250 ml Wasser auf und bringe es zum Kochen.
  2. Positioniere eine Schale auf dem Topf, sodass du das Schälchen als Wasserbad nutzen kannst.
  3. Gib 2 Gramm Sheabutter oder eine der Alternativen in das Schälchen und schmelze sie.
  4. Nun fügst du das Emulsan sowie das Pflanzenöl hinzu. Das Emulsan fungiert als Emulgator. Das heißt, es bringt zwei nicht mischbare Flüssigkeiten (Öl und Wasser) dazu, eine Emulsion einzugehen.
  5. Sobald alles sehr flüssig ist, nimmst du den Topf vom Herd.
  6. Lass die Temperatur der Inhaltsstoffe auf 40 Grad sinken (Küchenthermometer verwenden, da Genauigkeit gefragt ist!).
  7. Positioniere nun die zweite Schale in dem Topf. Fülle das destillierte Wasser hinein und erwärme es auf 40 Grad (auch hier genau abmessen). Achtung: Der Inhalt beider Schalen muss bei 40 Grad liegen: Nur so kann der nächste Arbeitsschritt – das Emulgieren – gelingen!
  8. Fülle das erwärmte Wasser in das Schälchen mit den anderen Zutaten und püriere alles gut mit einem Pürierstab. Dadurch vermischst du Wasser und die fetthaltigen Inhaltsstoffe. Es entsteht eine Emulsion.
  9. Sobald du eine cremige Masse erzeugt hast, ist die Gesichtscreme fertig. Wenn du möchtest, kannst du der Creme noch ein paar Tropfen ätherische Öle hinzufügen. Das verleiht der Creme einen angenehmen Duft und pflegt zusätzlich!
  10. Fülle die fertige Creme in ein kleines Schraubglas (alle Arbeitsmittel müssen steril sein!) und notiere das Datum darauf.

Haltbarkeit: Die Gesichtscreme muss im Kühlschrank gelagert werden und hält sich so circa zwei bis drei Wochen.

Tipp: Du kannst die Gesichtscreme auch in mehrere kleinere Gläser abfüllen und einfrieren.

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Gesichtscreme variieren

Durch die Wahl des entsprechenden Pflanzenöls und durch die Zugabe eines ätherischen Öls, kannst du die Creme auf deinen Hauttyp abstimmen. Für trockene Haut eignet sich zum Beispiel als Pflanzenöl Mandel-, Avocado- oder Kokosöl. Teebaumöl wiederum wird geschätzt für seine antibakterielle Wirkung. Du kannst auch Parsun hinzugeben (flüssiger UVB-Filter), das als leichter Lichtschutzfaktor wirkt und die Creme mit LSF 5 ausstattet.

Bei der Zugabe anderer Stoffe musst du lediglich beachten, dass du den pH-Wert der Gesichtscreme beeinflussen kannst. Der pH-Wert der Haut liegt zwischen vier und sechs. Der Wert der Creme beträgt 5,5 und sollte sich nicht verändern, da er sonst die Haut schädigen könnte. Wenn du weitere Inhaltsstoffe hinzufügst, vergewissere dich mit einem im Handel erhältlichen Indikatorpapier, ob der pH-Wert noch der Vorgabe entspricht!

Tipp: Eine selbst gemachte Gesichtscreme ist eine wunderbare Geschenkidee für Freunde und Familie.

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