Schwitzen zwischen und unter den Brüsten: Was hilft?

Frauen mit großem Busen kennen das Problem: Unter und zwischen den Brüsten kann man ganz schön ins Schwitzen geraten. Wir haben bei einer Dermatologin nachgefragt, was hilft.

Schwitzen zwischen den Brüsten
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Schwitzen unter und zwischen den Brüsten

Es ist unangenehm: Wenn es heiß ist oder wir Sport treiben, kann es passieren, dass sich unter und zwischen unseren Brüsten der Schweiß sammelt. Besonders, wenn sich auf der Kleidung nasse Flecken zeigen. Darunter leiden viele Frauen, gerade wer einen größeren Busen hat, kennt das Problem. Wir haben bei einer Dermatologin nachgefragt, was man gegen übermäßige Schweißbildung rund um die Brüste tun kann.


Dr. Corinna Peter ist Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten. In ihrer Praxis in Hamburg bietet sie intensive, fachliche Beratungsgespräche für die Gesundheit und das Wunsch-Hautbild ihrer Patienten an.

BRIGITTE: Ist es schädlich, wenn die Haut zwischen den Brüsten ständig feucht ist?

Dr. med Corinna Peter: Ja, aus zwei Gründen: Zum einen wird die Hautbarriere durch den Feuchtigkeitsverlust gestört und ist dadurch anfälliger für Krankheiten wie Ekzeme. Zum anderen bietet das feucht-warme Milieu einen Nährboden für Hefepilze.

Kann das Schwitzen auch Ursache für Pickelbildung sein?

Pickel können ein Anzeichen für einen Hefepilz sein. Es kann aber auch sein, dass die Follikel in der Haut durch das ständige Schwitzen entzündet sind, wodurch ebenfalls kleine Pickelchen zwischen oder unter den Brüsten entstehen können. Ist man sich unsicher, sollte man auf jeden Fall einen Dermatologen aufsuchen.


Wie pflegt man die Haut am besten, wenn man im Brustbereich schwitzt? Auch wenn man das Bedürfnis verspürt, diesen Bereich besonders gründlich waschen zu wollen, ist das keine gute Idee: Zu viel Duschgel würde die Hautbarriere nur noch mehr schädigen - besser ist es, die Haut mit einem milden Waschgel oder Duschöl zu reinigen.

Und was hilft, wenn es im Brustbereich durch die Schweißbildung zu unangenehmen Gerüchen kommt?

Der Geruch kommt nicht vom Schweiß, sondern von den Keimen, die den Schweiß zersetzen. In diesem Fall sollte man die Haut mit antibakteriellen Lösungen wie beispielsweise Tricolosan oder Octenisept reinigen. Diese Mittel, die es ohne Rezept in der Apotheke gibt, sind sanft zur Haut, entfernen aber die Bakterien, die für den Geruch verantwortlich sind. Auch Hefepilzen wird so vorgesorgt.

Was kann man tun, wenn die Haut wund ist?

Wunde Stellen entstehen durch Reibung - daher sollte man diese auf jeden Fall vermeiden, damit die Partien abheilen können. Tagsüber kann es helfen, ein Leinenläppchen zwischen die Hautfalten zu legen und luftige Kleidung zu tragen. Zum Abheilen sind Lotionen mit Gerbstoffen wie z. B. Tannosynt gut: Sie wirken entzündungshemmend und juckreizlindernd.

Kann Puder zur Vorbeugung von wunden Stellen verwendet werden?

Ja, auf jeden Fall! In Pudern sind Zinkpartikel enthalten, die die Haut trocken halten. Dadurch schwitzt man weniger und es entsteht weniger Reibung. Wer zwischen den Brüsten keinen Puder benutzen mag, kann auch flüssiges Puder nehmen, sogenannte weiße Schüttelmixturen, die die Haut mit Zinkoxid und Talk trocken halten.

Und wie sieht es mit Deo aus?

Deos mit Alumniumsalzen hemmen die Schweißbildung, können also helfen. Zwar stehen diese Deos gerade in der Kritik - wenn der Leidensdruck aber sehr groß ist, würde ich sie dennoch empfehlen. Praktisch sind z. B. die Vliestücher von "Sweat off", mit denen man einfach nur über die betroffenen Hautstellen fahren muss.

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