10 Tipps zur Gesichtsreinigung

Gesichtsreinigung muss sein – und zwar so gründlich und so sanft wie möglich. Kein Problem mit einem Waschprogramm, das genau zur Haut passt.

Gesichtsreinigung für fettige Haut

Fettige Haut verträgt schäumende Waschcremes. Falls öfter Mitesser und Pickel auftauchen, sind Syndets bei der Gesichtsreinigung wichtig, die auf den pH-Wert der Haut abgestimmt sind. Auch gut: antibakterielle Waschgele, die Unreinheiten ausbremsen. Auf keinen Fall Seife für die Gesichtsreinigung nehmen, die kann die Pickelplage noch verstärken.

Gesichtsreinigung für empfindliche Haut

Empfindliche Haut braucht den Schonwaschgang der Gesichtsreinigung: Reinigungsmilch oder -gel mit beruhigenden Essenzen wie Thermalwasser oder weißer Tee – möglichst ohne Duftstoffe. Damit Kalkrückstände vom Wasser oder Reste der Reinigungsmilch die sensible Haut nicht reizen, das Gesicht mit alkoholfreier Lotion klären. Alternative: Thermalwasser aufsprühen und Haut abtupfen.

Gesichtsreinigung für reife Haut

Reife Haut braucht ein Extra an Pflege bei der Gesichtsreinigung: Regenerierend wirken Reinigungscremes mit glättendem Nachtkerzenöl und Seidenproteinen oder Substanzen aus Phytohormonen wie etwa Soja.

Gesichtsreinigung für Mischhaut

Eigentlich bräuchte eine Mischhaut für die verschiedenen Hautpartien unterschiedliche Pflegeprogramme - doch das wäre ziemlich umständlich! Versucht es darum mit Produkten, die den trockenen Partien Feuchtigkeit spenden, aber nicht fetten. Wascht das Gesicht mit einer pH-neutralen Reinigungslotion. Wer mag, tupft Nase, Kinn und Stirn anschließend mit einem Gesichtswasser gegen Unreinheiten ab - spart Wangen und Hals aus. Auch Masken oder Peelings für fettige Haut können gezielt in der T-Zone angewendet werden.

Gesichtsreinigung für trockene Haut

Für trockene Haut ist Reinigungsmilch, -creme oder -öl ideal, die den Teint mit rückfettenden Lipiden oder Feuchtigkeitsbindern wie Iris-Extrakt pampern. Dann mit Tonic nachreinigen, das frei von austrocknendem Alkohol ist, oder einen praktischen One-Step-Cleanser nehmen.

Bitte nicht übertreiben!

Wer reinigt, entfettet die Haut – und das ist Stress für sie. Deshalb Sätze wie "Das A und O jeder Pflege ist die gründliche Reinigung" nicht vergessen! Wenn ihr euch nicht schminkt, reicht die Dusche aus. Nur Make-up muss abends runter. Reste könnten sonst die Haut reizen und zu Pickeln und Rötungen führen, getuschte Wimpern abbrechen.

Masken, Peelings und Co.

Peelings mit abgerundeten Mikrokügelchen entfernen sanft den (winterlichen) Grauschleier aus losen Hornschüppchen und lassen die Haut wieder rosig schimmern (bei trockener Haut einmal, bei fettiger Haut zwei- bis dreimal die Woche anwenden). Sanft zu Sensibelchen: soft exfoliierende Enzyme.

Vorsicht beim Abschminken!

Beim Abschminken nicht hin- und herrubbeln, sondern die Tusche möglichst behutsam lösen. Sonst brechen die Wimpern, und die sensible Haut wird gezerrt. Bei empfindlichen Augen außerdem keine ölhaltigen Produkte nehmen. Öle können die Bindehaut reizen – das ist besonders unangenehm für Kontaktlinsenträgerinnen.

Reinigende Masken

Reinigungs-Masken peelen und pflegen zugleich: Mikrokügelchen steigern beim Auftragen die Durchblutung, Enzyme und Fruchtsäuren lösen Hautschüppchen. Grüner Tee beruhigt trockene Haut während der Einwirkzeit. Unreine Haut wird mit Fango, Ton oder Sandelholzerde geklärt: Fango und Erde nehmen überschüssiges Fett auf, und Sandelholz zieht die Poren zusammen. Ist zusätzlich Menthol drin, macht die Maske schnell wieder frisch, und Algen helfen, die Feuchtigkeit zu halten. Nach dem Antrocknen (dauert etwa drei bis zehn Minuten) werden diese Masken mit lauwarmem Wasser abgewaschen oder mit feuchten Watte-Pads abgenommen. Sogenannte Peel-off-Masken bilden beim Trocknen auf der Haut einen elastischen Film und werden zusammen mit den Hornschüppchen wie eine zweite Haut abgezogen.

Gesichtswasser – ja oder nein?

Ein Gesichtswasser braucht ihr nicht unbedingt. Wenn ihr eins benutzt, sollte es ohne Alkohol sein. Danach tragen eine fettreiche Creme (Wasser-in-Öl-Emulsion) auftragen, die die Feuchtigkeit in der Haut hält. Falls ihr lieber eine leichtere Creme verwenden möchtet, sollte sie Glycerin oder Hyaluronsäure enthalten, die beide ebenfalls Wasser in der Haut binden können. Wer zwei, drei Stunden später schon wieder Spannungsgefühle hat, sollte sofort auf eine reichhaltigere Creme umsteigen.

Text: Marina Knippel
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