Hautpflege bei Schuppenflechte

Wenn die Haut krank ist, braucht sie spezielle Pflege. Was Schuppenflechte reizen kann und was sie beruhigt.

Schuppenflechte sanft behandeln

Grundsätzlich gilt: Der Hautarzt sollte die Pflege mit dem Patienten abstimmen. Ein Try-and-Error in Sachen Cremediagnose ist bei einer Schuppenflechte viel zu riskant.

Die Hautpflege muss bei Schuppenflechte besonders reizfrei sein. Das bedeutet, dass Stoffe verwendet werden sollten, die mit der Hautphysiologie verträglich sind. Aggressive Tenside zur Reinigung sind tabu, sie würden die Haut nur noch weiter austrocknen. Deshalb sind rückfettende Substanzen gefragt. Die INCI-Liste eines Produkts, die die Inhaltsstoffe angibt, sollte möglichst kurz sein, frei von Konservierungs- und Duftstoffen sowie Emulgatoren. Inhaltsstoffe wie Harnstoff (Urea), Glyzerin, Hyaluronsäure, Vitamin E oder Kollagen halten die Haut feucht.

Die Haut leidet bei Schuppenflechte meist unter Feuchtigkeitsmangel. Bei eher fettiger Haut sollten Cremes und Lotionen verwendet werden, die einen niedrigen Fett- und hohen Wassergehalt haben. Salben mit hohem Fettgehalt und wenig Wasser sind dagegen für die fettarme, trockene Haut besser geeignet. Es gilt: Nass auf nass, trocken auf trocken.

Es gibt speziell für Schuppenflechte (Psoriasis) entwickelte Serien von Pflegeprodukten, die diesen Anforderungen entsprechen. Pflegeserien mit Hamamelis sollen gegen den Juckreiz helfen, Kamillen- und Sonnenhutextrakt, Weihrauchharz und Spitzwegerichextrakt wirken entzündungshemmend. Generell geeignet sind Produkte, die essenzielle Fettsäuren enthalten, die barrierestabilisierend und entzündungshemmend wirken wie Linolsäure (Sojaöl, Distelöl, Phosphatidylcholin), Alpha-Linolensäure (Leinöl, Hagebuttenkernöl) und Gamma-Linolensäure (Nachtkerzenöl).

Auch in der Ernährung spielen essentielle Fettsäuren bei Schuppenflechte eine große Rolle. Den Einfluss dieser Fettsäuren zeigt das seltene Vorkommen der Psoriasis bei Eskimos, die sehr viel Fisch essen. Bei Eskimos, die sich auf unsere Essgewohnheiten umgestellt haben, steigt die Psoriasisrate auf den "Normalwert".

Text: Sabine Rodenbäck

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