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Tipps und Tricks Was tun gegen Hitzepickel?

Hitzepickel: junge Frau, Sommer, Schwitzen
© Kaponia Aliaksei / Shutterstock
Huch, ist das plötzlich heiß. Jetzt heißt es Haut zeigen, wenn da nicht die Pusteln wären. Hitzepickel heißen die Nervensägen, die wir gerne wieder loswerden wollen. Wir sagen, wie!

Hitzepickel werden vor allem mit Babys und Kleinkindern in Verbindung gebracht, Erwachsene sind jedoch genauso betroffen. Die gute Nachricht vorweg: Hitzepickel sind gesundheitlich absolut ungefährlich. Aber sie können uns stören, einen fiesen Juckreiz und ein Brennen auf der Hautoberfläche auslösen und Entzündungen verursachen. Die Pickelchen machen sich besonders gern an Körperstellen breit, wo sich viele Schweißdrüsen befinden. Dazu zählen vor allem Achseln, Dekolleté, Rücken, Po, Oberschenkel und Arme. Dort, wo wir die Hitzepickel definitiv nicht gebrauchen, und wenn sie schon da sind, nicht immer komplett mit Kleidung abdecken können.

Bei Babys und Kleinkindern haben es Hitzepickel besonders leicht, denn die Hautporen sind noch relativ klein, wodurch eine Verstopfung der Schweißdrüsen schnell verursacht werden kann. Die Pickelchen entstehen dann vorrangig durch das Tragen von zu warmer und dicker Kleidung oder durch das Tragen einer Windel.

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Was sind eigentlich Hitzepickel?

Hitzepickel sind kleine Bläschen/Pusteln auf der Haut, die entstehen, wenn die Ausführungsgänge von Schweißdrüsen verstopfen. Häufig, im Sommer, wenn Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit herrschen, deshalb werden sie auch gern Hitzeausschlag oder Schweißbläschen genannt. Sie entstehen öfter in Hautfalten oder Arealen, an denen besonders viele Schweißdrüsen sitzen, wie in den Achseln, am Dekolleté oder zwischen den Schultern.

Welche Arten von Hitzepickel gibt es?

Es gibt vier Arten von Hitzepickeln, die dabei unterschiedliche Symptome aufweisen.

  1. Miliaria cristallina: Hierbei handelt es sich um die mildeste Form von Hitzepickel. Auf der Epidermis, äußerlichen Zellschicht der Haut/Oberhaut (auch als Stratum corneum bekannt), entstehen durch den Verschluss der Schweißdrüsen kleine, farblose Pickelchen. Die Bläschen sind frei von Bakterien, manchmal sind sie mit sehr sehr wenig Flüssigkeit gefüllt. Die Hitzepickel können nach einer gewissen Zeit aufplatzen.
  2. Miliaria rubra: Es findet eine Verengung unterhalb der Körnerzellschicht (Stratum granulosom), tieferliegende Schweißdrüsen, statt. Hierbei handelt es sich im Vergleich zur obigen Art von Hitzepickel um die dritte Schicht der Oberhaut, die in diesem Fall von Hitzepickeln betroffen ist. Die Bläschen sind gerötet, die betroffenen Hautstellen jucken. Als Auslöser von Miliaria rubra sind Bakterian oder eine irritative Schweißwirkung verantwortlich.
  3. Miliaria pustulosa: Ein stärkerer Bakterienbefall, auch als bakterielle Superinfektion bekannt, ist die Ursache für diese Form von Hitzepickeln. Die Pickel entzünden sich in der Regel und fangen an sich zu eitrigen Pusteln zu entwickeln.
  4. Miliaria profunda: Diese Art von Hitzepickeln kommt eher selten vor. Bei Miliaria profunda sind die tiefliegenden Ausführungsgänge verstopft. Feste, oft schmerzhafte Knoten sind die Folge.

Welche Symptome bringen Hitzepickel mit sich?

Der Hautausschlag zeigt sich vor allem durch

  • Bildung von Bläschen/ kleinen Pickelchen
  • Brennen
  • Juckreiz

Die Bläschen sind in der Regel so groß wie ein Hirsekorn und befinden sich auf der Hautoberfläche, genauer gesagt: dort, wo man viele Schweißdrüsen besitzt und dadurch häufig schwitzt. Meist sind die Hitzepickel mit einer klaren bis milchigen Flüssigkeit gefüllt. Je nach Verstopfungsgrad der Schweißdrüsen, können die Pickel sehr schmerzhaft sein und an der Hautoberfläche ein Brennen oder ein Jucken auslösen.

Was tun gegen Hitzepickel?

Die kleinen oberflächlichen Hitzepickel treten schnell auf, wenn der Körper überhitzt ist und jucken – sie verschwinden aber auch schnell wieder, wenn eine Abkühlung erfolgt.

Tipp: Bleiben die weißen Pickelchen länger bestehen, hilft oft eine Behandlung mit Hautgel, das Zink oder Kieselerde enthält. Alternativ helfen Arzneimittel aus der Homöopathie. 

Wer zu Hitzepickeln neigt, kann auch schon vorbeugen: Enzympeelings reinigen selbst empfindliche und unreine Haut sanft und beugen verstopfte Talgdrüsen vor.

Bei starkem Juckreiz besonders bei kleinen, roten Pickelchen (Miliaria rubra) sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann euch nach einer Untersuchung ein juckreizstillendes Anti-Allergie-Medikament (Antihistaminika) gegen die Hitzepickel verschreiben. In der Regel wird auch gern eine Creme auf Zinkbasis verordnet, denn die wirkt entzündungshemmend, unterstützt die Wundheilung und mildert den Juckreiz.

Sofortmaßnahmen bei Hitzepickeln

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  • Raus aus der Hitze und einen kühleren Ort suchen.
  • Keine zu warme und enge Kleidung tragen. Luftige Kleidung aus Baumwolle und Leinen hingegen sind gute Materialien im Sommer, in denen der Körper nicht allzu schnell schwitzt, dadurch die Schweißdrüsen auch nicht so schnell verstopfen und die Produktion von Hitzepickel weitestgehend vermieden werden.
  • Auch dickes und warmes Bettzeug sollte umgangen werden.
  • Bitte nicht die Hitzepickel kratzen, egal, wie stark sie jucken. Lindert dieses Kratzen eher, indem ihr auf die betroffene Hautstelle klopft oder sie kühlt.
  • Auf koffeinhaltige Getränke, Alkohol, scharfe Gewürze und üppige Mahlzeiten, die die Produktion von Schweiß verstärken und lästige Hitzepickel begünstigen, verzichten – Salbeitee trinken.
  • Gegen die Schweißproduktion hilft auch ein spezielles Puder aus der Apotheke, der Schweiß absorbieren kann und die Haut (zum Beispiel mit Silber) beruhigen und trocken halten kann, sodass die Verbreitung von Bakterien möglichst verhindert und Hitzepickel somit gar nicht erst entstehen.
  • Alternativ gibt es ein speziell entwickeltes Antitranspirant, dass bei starkem Schwitzen wahre Wunder bewirken soll.
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  • Weitere Tipps: Sonnenschutz ohne Konservierungs- und Duftstoffe verwenden. Die Haut wird dadurch nicht unnötig gereizt, juckt nicht und Hitzepickel haben ein schweres Spiel. Wir erklären euch alles, was ihr zum Thema Sonnencreme wissen solltet.
  • Hausmittel: Lauwarme bis kühle Duschen sind jetzt ein Traum für euren Körper. Alternativ könnt ihr euch mit einem feuchten Waschlappen abtupfen.
  • Babys hilft es, die Windeln öfter zu wechseln, um ein feucht-warmes Klima zu umgehen. Auch wenn sie öfter mal ohne Windeln krabbeln, beugt ihr super Hitzepickel vor.

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