Gefährliche Lippenpflege: Balsam mit Mineralöl belastet

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Nahezu jede Frau hat einen Lippenpflegestift in greifbarer Nähe. Umso erschreckender, dass die Pflegeprodukte krebserregende Inhaltsstoffe enthalten. Das zeigen unabhängige Produkttests.


Lippenpflegestifte gelten als praktische Beauty-Helfer und finden sich wohl bei jeder Frau in greifbarer Nähe. Nun stehen sie allerdings im Verdacht uns krank zu machen. Der , der als gefährlich eingestuft wird, heißt 'Mineralöl'. Längst verwenden ihn immer mehr Kosmetik-Hersteller in ihren Produkten, da er feuchtigkeitsspendend wirken soll. Trotzdem sind Paraffine schon öfter in die Kritik geraten, weil sie die Haut abdichten und am Atmen hindern sollen.

Stiftung Warentest: Mineralöl in Lippenbalsam fördert Krebsrisiko

Bei einem Test der "Stiftung Warentest" fand man etwa heraus, dass die Verwendung von Lippenpflege noch viel schlimmere Risiken birgt. So sollen sich die in den Mineralölbasis enthaltenen aromatischen Kohlenwasserstoffe, kurz MOAH ("Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons") und gesättigten Kohlenwasserstoffe, kurz MOSH ("Mineral Oil Saturated Hydrocarbons") in unseren Körpern anlagern. Diese Substanzen stehen im Verdacht krebserregend und erbgutverändernd zu wirken.


Warum sind die Inhaltsstoffe 'MOAH' und 'MOSH' nicht verboten?

Mineralöle sind in der deshalb so beliebt, weil sie sehr haltbar und günstig sind und keine Allergien verursachen. Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. (IKW) schreibt dazu in einer Stellungnahme: "Vor ihrem Einsatz in kosmetischen Mitteln werden Mineralöle und -wachse hochgradig gereinigt. Die Mengen, in denen MOAH auch nach höchster Reinigung noch enthalten sein können, sind nach unserem derzeitigen Kenntnisstand unbedenklich für den Verbraucher."

Trotz der Risikobewertung von "Stiftung Warentest", ist der Einsatz von Mineralölen weiterhin gesetzlich zulässig. Über die Lippen vom Körper aufgenommen, gelten die Substanzen als relativ unbedenklich, wie auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) versichert: "Gesundheitliche Risiken durch die Aufnahme von Mineralölen in Kosmetika über die Haut sind für Verbraucher nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu erwarten", so Professor Dr. Dr. Andreas Luch, Leiter der Abteilung Chemikalien- und Produktsicherheit. Die verschiedenen Hersteller von Lippenpflegeprodukten (Labello, Carmex, Blistex, Bebe, Nivea, etc.) versichern außerdem, sich an die gesetzlich vorgeschriebene Mengenkonzentration von Mineralöl zu halten.

Warum kann die Lippenpflege trotzdem gefährlich sein?

Auch wenn die Substanzen erst mal nur auf die Haut aufgetragen werden und somit nicht sofort eine Gefahr entsteht, können die Inhaltsstoffe beim Essen, Trinken und Lippen ablecken direkt in den Körper gelangen und so potenziell der Gesundheit schaden. Einem aktuellen TV-Bericht des "NDR" zufolge, nimmt ein Konsument dadurch im Durchschnitt jedes Jahr etwa vier komplette Pflegestifte zu sich.

Natürliche Lippenbekenntnisse

Wer wissen möchte ob sein Lippenpflegestift ebenfalls die Mineralöle 'MOSH' und 'MOAH' enthält, wirft am Besten einen Blick auf die Inhaltsstoffliste. Identifizieren lassen sich die Substanzen durch Namen wie 'Cera Microcristallina', 'Mineral Oil', 'Petrolatum', 'Paraffinum', 'Paraffinum Liquidum' oder 'Petrolatum'. Vorsicht ist außerdem bei Vaseline geboten. Diese besteht fast ausschließlich aus Mineralölen. Wer lieber komplett auf chemische Zusatzstoffe in Lippenpflegestiften verzichten möchte, setzt besser auf Produkte von Naturkosmetik-Herstellern. Diese enthalten ausschließlich Fette und Öle auf pflanzlicher Basis und pflegen die Lippen ohne bedenkliche Inhaltsstoffe samtweich.

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