Leberfleck und Muttermal entfernen – Ablauf und Methoden

Leberfleck oder Muttermal – wo liegt da der Unterschied? Wie behalte ich die Pigmentflecken im Auge, um keinen Hautkrebs zu bekommen? Und was ist zu tun, wenn sie sich verändern und der Hautarzt sie entfernen will? 

Wie entsteht ein Leberfleck oder Muttermal?

Leberflecken und Muttermale (lat. "Nävus") bilden sich, wenn sich viele pigmentbildende Zellen an derselben Hautstelle konzentrieren. Der körpereigene Farbstoff Melanin ist für die dunkle Färbung in der Haut verantwortlich. Wir finden sie in unterschiedlichen Größen und Formen über auf dem Körper verteilt. 

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Muttermal und Leberfleck – gibt es Unterschiede?

Muttermal, Leberfleck, Pigmentfleck – alles eins? Medizinisch gesehen ist es so: Muttermale und Leberflecke sind Pigmentflecken, aber ein Muttermal entsteht bereits vor der Geburt. Ein Leberfleck entsteht erst im Verlauf des Lebens. 

1, 2, 3… Wo kommen die denn alle her?

  • Generell gilt: Der Hauttyp bestimmt oft die Menge der Leberflecken. Je heller eine Haut ist, desto mehr braune Flecken sind auf dem Körper zu finden. 
  • Im Laufe unseres Lebens erhöht sich die Zahl der Leberflecken, bedingt durch Sonneneinstrahlung und hormonelle Einflüsse.
  • Viele Frauen merken, dass die kleinen Hautmale während einer Schwangerschaft zunehmen. 
  • Britische Forscher fanden in einer Studie heraus – Menschen mit Leberflecken haben weniger Falten. Logisch – wer UV-Strahlung minimiert, reduziert auch den Alterungsprozess der Haut.
  • Die meisten Menschen haben etwa 30 und 40 Leberflecke.
  • 15 Prozent der weißen Bevölkerung haben mehr als 100 dieser braunen Punkte. 

Harmlos? Wie sieht der Leberfleck aus?

  • Verändert sich ein Leberfleck in Farbe oder Form, ist generell Vorsicht geboten.
  • Hautmale mit einem Durchmesser von über fünf Millimetern sollten regelmäßig kontrolliert werden.
  • Der dunkle Fleck ist nicht rund, sondern eine Hälfte sieht ganz anders aus als die andere? Dieses Merkmal ist ein Hinweis auf Schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom).
  • Die Außengrenzen des Leberflecks wirken verschwommen oder wie ausgefranst? Wenn der Rand Unregelmäßigkeiten aufweist oder die Haut verhornt oder schuppig ist, sollte ein Dermatologe ihn untersuchen.
  • Ist der Leberfleck erhaben (steht knubbelartig hoch), und verändert seine Größe, ist ein Check ratsam.
  • Vom Hautarzt werden Leberflecke und Muttermale nach der ABCD(E)-Regel untersucht. Dabei steht A für Asymmetrie, B für Begrenzung, C für Farbe (color), D für Durchmesser und E für Erhabenheit/Erhöhung.

Hautkrebs-Screening: Wie oft sollte der Hautarzt die Male kontrollieren?

Sicherlich ist es wichtig, auch selbst Leberflecken im Auge zu behalten , grundsätzlich sollte das aber ein Dermatologe regelmäßig beim Hautkrebs-Screening tun. Das ist für gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre kostenfrei möglich und von den Hautärzten empfohlen. Wichtig: Vor der Vorsorgeuntersuchung Nagellack und Körperschmuck entfernen, er kann Hautstellen verdecken. Auf Make-up verzichten.

Was können Hautkrebs-Apps?

Eigentlich klingt es nach einer prima Erfindung: Seit einiger Zeit werden Screening-Apps zur Hautkrebs-Erkennung angeboten, die Fotos von Leberflecken checken können.

Und so funktioniert es: Die App vergleicht die Bilder mit Fotos aus einer Datenbank, sucht nach Ähnlichkeiten mit vorhandenen Bildern und bewertet so das Hautkrebs-Risiko. Außerdem müssen die Benutzer Fragen über Lebensstil und Gesundheit beantworten. Dermatologen sehen die Apps kritisch und warnen vor Fehlern bei der Handhabung und alleingelassenen Patienten nach einer Diagnose.

Leberfleck oder Muttermal entfernen – diese Möglichkeiten gibt es

Wenn der Hautarzt dazu rät, den Leberfleck oder das Muttermal entfernen zu lassen, ist das eine vorbeugende Maßnahme, um nicht an Hautkrebs zu erkranken. Manchmal wählen Patienten die Entfernung auch aus kosmetischen Gründen. Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Behandlungsmethoden – je nach Größe empfiehlt der Hautarzt oder ästhetische Chirurg, welche Methode passt.

  • Die am häufigsten angewandte Methode ist die Exzision, das operative Herausschneiden von Leberflecken. Die einzige Behandlungsmethode, die die komplette Wucherung restlos aus der Haut entfernt. (Behandlung unter Betäubung, Dauer: ca. 30 Minuten.)
  • Leberfleckentfernung mittels Laser:  Das Muttermal/der Leberfleck wird weggelasert, mit dem Nachteil, dass im Anschluss keine Untersuchung auf Hautkrebs im Labor durchgeführt werden kann. Diese Methode ist also nur für die Entfernung aus ästhetischen Gründen geeignet. Unbedingt einen erfahrenen Dermatologen auswählen. Die Kosten liegen etwa bei 50-100 Euro pro Leberfleck.
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