Schönheits-OPs

Hier findet ihr alles, was ihr über verschiedene Schönheits-OPs wissen müsst, bevor ihr euch unters Messer legt.

Falten spritzen mit Botox: Report aus der Wissenschaft

Botox ist der derzeit schillerndste Stoff der Wissenschaft. Doch das Wegspritzen von Falten muss gelernt sein - für Ärzte in Deutschland gibt es darum jetzt den Botox-TÜV.

Wenn es gut läuft, spürt man den Stich der Spritze nicht. Wenn es gut läuft, sieht man nicht einmal ein Tröpfchen Blut. Aber gerade läuft es nicht gut. Die junge Ärztin fiepst wie eine gequälte Katze vor sich hin. Sie sitzt auf einem schwarzen Stuhl, den Kopf gegen die weißgetünchte Wand gelehnt. Das Zimmer ist neonhell, es ist ein Behandlungsraum der Universitätsklinik St.-Josef-Hospital in Bochum.

Die Menschen im Zimmer unterhalten sich nicht. Sie stehen im Kreis und schauen auf die junge Ärztin hinab. Sie ist sehr schön. Blonde Haare, blaue Augen, glatte Haut, Typ stilbewusste Karrierefrau - liefe ihr nicht gerade vor Schmerz die Nase. Mit den Füßen wippt sie hektisch auf und ab, die Arme fest an den Körper gepresst. Dann schreit sie auf: "Ahhh!" Die letzte Injektion Botox unter die Nase, direkt unter den Nasensteg, sitzt - das reizt die empfindlichen Nerven. Die junge Frau wirkt verschwitzt. "Danke", flüstert sie artig dem Kollegen zu, der ihr die Spritzen verpasst hat. Im Raum: erleichtertes Lachen. Botox boomt. Kein Gift wird mehr geliebt.

Botox prägt das Lächeln der Berühmtheiten auf den roten Teppichen rund um den Globus und verspricht ewige Schönheit, bei sachgemäßer Anwendung sogar risikofrei. 3,2 Millionen Mal pro Jahr wird das Nervengift, das eigentlich Botulinumtoxin A heißt, in den USA gespritzt, geschätzte 50.000 Mal in Deutschland - dabei steigt die Nachfrage um jährlich fünf bis zehn Prozent. Weil sich mit Botox also eine Menge Geld verdienen lässt, haben sich 14 Ärzte aus ganz Deutschland an diesem Samstag in Bochum eingefunden, um das Spritzen zu üben und damit eine zertifizierte Schulung zu absolvieren, den so genannten Botox-TÜV, der von der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie seit 2006 angeboten wird - gegenseitige Injektionsversuche inklusive. Und die scheinen auch bitter nötig.

"Aua!", hört man in Behandlungsraum Nummer zwei. Eine Ärztin aus Rheinland- Pfalz, geschätzte 60 Jahre, schwedenblond, liegt auf einer schwarzen Lederliege. Über sie beugt sich ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aus Nordrhein-Westfalen, braun gebrannt, füllig. Jeder Arzt darf in Deutschland Botox spritzen, Radiologen wie Kinderärzte, auch ohne Fortbildung.

Mit einem weißen Kajalstift malt der HNOler allerlei Kreise in die Luft und markiert schließlich drei Punkte über jeder Augenbraue. Spritzt man Botox an die richtigen Stellen, wirkt es nach etwa zwei bis sieben Tagen, lähmt dann drei bis acht Monate die damit behandelten Gesichtsmuskeln und radiert so Denkerfalten auf der Stirn oder Lachfalten um die Augen aus. Spritzt man Botox an die falschen Stellen, bringt es Augenlider zum Hängen, lässt Augenbrauen in die Höhe wandern, legt es Teile des Gesichtes lahm. Der HNOler konzentriert sich. Am Vormittag war ihm von einem der beiden Seminarleiter noch ein Anatomiekurs empfohlen worden ("Sie glauben ja gar nicht, was man da heutzutage alles lernt"). Jetzt injiziert er munter das wasserklare, stark verdünnte Gift entlang der markierten Stellen.

Vier feine Blutstropfen stehen der Frau mittlerweile auf der Stirn, und um die Punktierungen schwillt die Haut ein wenig an. Von Botox-Göttern wie dem Franzosen Dr. Jean-Louis Sebagh, der seine Patientinnen, zu denen auch Popstar Madonna gehört, in vier Minuten babypoglatt spritzt und danach zum Lunch schickt, als wäre nichts geschehen, sind die Schüler hier in Bochum noch weit entfernt. Vielleicht will sich der HNO-Arzt darum auch nicht selber spritzen lassen. "Erstens habe ich Aspirin geschluckt, und das verträgt sich nicht mit Botox", erklärt er. Das stimmt sogar - vorausgesetzt, er hat das Schmerzmittel wirklich genommen. "Zweitens habe ich morgen was Dringendes vor, Hämatome im Gesicht wären da schlecht." Er scheint seinen Kollegen nicht wirklich zu trauen.

Skrupel, in seiner Praxis selbst Botox zu verabreichen, hat er aber keine: "Wir Ärzte versuchen verzweifelt, neue Märkte aufzutun." Und sein Kollege aus Erlangen erklärt: "Die Medizin verändert sich immer mehr dahin, dass du dich privat aufstellst. Die Nachfrage ist ja da."

Damit hat er Recht: Laut einer Studie der Acredis AG, dem ersten unabhängigen Beratungszentrum für plastische und ästhetische Chirurgie, haben 28,1 Prozent der deutschen Frauen die konkrete Absicht, in den nächsten fünf Jahren einen schönheitschirurgischen Eingriff machen zu lassen, oder können sich eine Schönheits-Operation grundsätzlich vorstellen. Einer, der unter anderem dank Botox bereits im Wohlstand angekommen zu sein scheint, ist Dr. Klaus Hoffmann, stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Ruhr- Universität Bochum, Leiter der Abteilung für ästhetische und operative Medizin und einer der beiden Leiter des heutigen Botox-Seminars.

Hoffmann ist ein Mann mit freundlichem rundem Gesicht, der mit seinen 46 Jahren wirkt wie Ende dreißig, die Haare erstaunlich schwarz, die Stirn erstaunlich glatt, als hätte er im Leben noch nichts wirklich Schlimmes erlebt. Dr. Klaus Hoffmann trägt eine grün umrandete Rolex am Arm, einen Hermès-Gürtel um die Hüften und die eigenen Initialen auf die Oberhemdtasche gestickt - klassisch, modisch, teuer.

Hoffmann gilt als einer der besten ästhetisch-plastischen Dermatologen der Republik. Und er sorgt sich um das Ansehen seines Berufsstandes. "Nirgendwo wird so viel gelogen wie in der Ästhetik", sagt er. "Es gibt Ärzte, die behaupten: 'Das hab ich schon tausendmal gemacht', obwohl sie gerade erst anfangen. Bei einigen lautet das Motto 'See one, do one, teach one', also 'Schau bei einer Behandlung zu, mach sie einmal selber und unterrichte sie dann'. Das kann ja gar nicht gutgehen!" Als einer der Seminarleiter der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie (DGBT) will er dagegen angehen.

Die DGBT hat sich vor allem der Ausbildung angehender Botox-Ärzte verschrieben, zwei Tage à sieben Stunden dauert der so genannte Botox-TÜV, bestehend aus theoretischem Teil und praktischen Übungen - die Ärzte sollen wirklich verstehen, wie gespritzt werden soll. Doch ist man nach dem TÜV schon ein guter Botox-Arzt? "Ich würde sagen, einigermaßen gut ist man nach 50 Patienten", sagt Dr. Klaus Hoffmann. "So ist das in der Medizin, auch eine Blinddarm-OP muss man circa 50-mal üben." Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte sich unbedingt einen routinierten Botox-Spezialisten suchen - TÜV hin oder her!

Nur 17 Prozent der deutschen Frauen finden den eigenen Körper gut - das ist das Ergebnis einer Befragung, die Acredis, unabhängiges Beratungszentrum für plastische und ästhetische Chirurgie, in Zusammenarbeit mit der Strategieberatung "zehnvier" zum Thema Schönheit und Schönheits-Chirurgie in Deutschland gemacht hat. An der Internet-Befragung beteiligten sich 2020 Frauen zwischen 20 und 70 Jahren.

Exklusiv in BRIGITTE die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung:

83 Prozent aller befragten Frauen sind unzufrieden mit einem oder mehreren Körperteilen. Fast die Hälfte der Befragten stört ihr Bauch oder ihre Figur allgemein, gefolgt von den Hüften, dem Po, den Beinen.

84,1 Prozent der Interviewten stimmen trotzdem der Aussage zu: "Mein Partner liebt mich so, wie ich bin."

56,8 Prozent der Frauen würden - ganz unabhängig von der Liebe ihres Partners - gern etwas an ihrem Körper verändern. Schönheits-Operationen werden hierzulande vor allem als Mittel zur Steigerung des Selbstwertgefühls verstanden. Immerhin 36,4 Prozent der befragten Frauen finden, dass Schönheits-OPs inzwischen etwas ganz Alltägliches sind - aber mehr als die Hälfte der Frauen geben zu, nichts oder fast nichts über sie zu wissen. Vor allem haben die Befragten Angst davor, nicht den richtigen Operateur zu finden, nach der Operation starke Schmerzen aushalten zu müssen, oder sie fürchten Komplikationen.

Trotzdem haben 28,1 Prozent der Frauen die konkrete Absicht, in den nächsten fünf Jahren einen schönheitschirurgischen Eingriff machen zu lassen - zumindest können sie sich das grundsätzlich vorstellen. Besonders begehrt dabei: Bauchdeckenstraffungen, Fettabsaugungen, Brustverkleinerungen und Bruststraffungen.

Botox-Infos

Ist Botox gefährlich? Zwar wurden jetzt in einem Tierversuch Abbauprodukte des Giftes in Rattengehirnen nachgewiesen, aber das Mittel wurde in 100-fach höheren Dosen injiziert. Experten gehen davon aus, dass die Spritzen beim Menschen nicht schädlich sind, wenn sie richtig gesetzt werden. Gespritzt werden alle Mimikfältchen. Falten um den Mund herum sind schwierig zu behandeln.

Wie lange hält Botox? Zwischen drei und acht Monaten. Manche Frauen brauchen mit den Jahren immer mehr Botox, wahrscheinlich weil sie Antikörper bilden, dann wird eine ein- bis zweijährige Pause empfohlen. Andere müssen sich zunehmend seltener spritzen lassen - wahrscheinlich gewöhnen sie sich manche Bewegungen ab, weil sie bestimmte Muskel nicht mehr anspannen können.

Wie teuer ist Botox? Eine Botox-Sitzung kostet 250 bis 400 Euro. Tiefe Falten werden zuerst mit Botox lahmgelegt und danach mit Fillern (meist Hyaluronsäure) aufgefüllt, dazwischen sollten mindestens zwei Wochen liegen. Die Kosten für Filler beginnen bei 400 Euro.

Wie finde ich einen Botox-Spezialisten? Dermatologen, die sich auf ästhetische Eingriffe spezialisiert haben, und ästhetischplastische Chirurgen kennen sich aufgrund ihrer Ausbildung am besten aus und wissen, wo sie spritzen und wo lieber nicht. Adressen zum Beispiel über die Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie (www.derminform.de, Stichwort Arztsuche) oder die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (www.derma.de, Stichwort Hautärzte). Andere Ärzte sollten mindestens den Botox-TÜV der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin- Therapie haben (www.dgbt.de, Stichwort Patienten-Informationen). Informationen über die Qualität von Schönheits-Chirurgen gibt's bei www.acredis.de. OP-Erfahrungen weitergeben kann man bei www.patientenfeedback.com.

Tattoos entfernen: Methoden, Kosten und Risiken

Laser-Kliniken und Hautärzte mit Laser-Erfahrung sind die besten Adressen, wenn Sie Tattoos entfernen lassen wollen. Zwar bieten auch einige Permanent-Make-up- oder Tätowierungs-Studios Behandlungen an, aber diese setzen oft ungeeignete Geräte wie z. B. Blitzlampen ein, die das Gewebe stärker schädigen als ein medizinischer Laser. Außerdem ist das Personal nicht so gut geschult wie ausgebildete Dermatologen.

Adressen von Ärzten, die Tattoos entfernen, gibt es zum Beispiel bei der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft www.ddl.de

Wie lange dauert das? Tätowierungen zu entfernen geht nie husch, husch. Wer sich irgendwann auf Ibiza am Strand einen winzigen Stern hat stechen lassen, ist aber schon mal ganz gut dran: Laien-Tattoos lassen sich meist besser weglasern als Tätowierungen vom Profi, weil die in tieferen Hautschichten sitzen und meist dichter gestochen sind. Solche Kunstwerke müssen bis zu zwanzig Mal unter den Laser, bis sie verblassen. Bei von Laien gestochenen Tattoos reichen dagegen manchmal schon fünf Behandlungen.

Dazwischen muss sich die Haut mindestens sechs Wochen lang regenerieren, am besten über mehrere Monate. Wie lange die einzelnen Sitzungen genau dauern, hängt von der Größe des Tattoos und der Pulsfrequenz des Lasers ab.

Faustregel: Eine eurogroße Tätowierung braucht etwa zwei bis drei, eine handtellergroße Tätowierung fünf bis sieben, der gesamte Unterarm etwa 20 bis 30 Minuten pro Laser-Behandlung.

Tut das weh? "Viele Patienten empfinden die Tattoo-Entfernung schmerzhafter als das Stechen", sagt Dr. Sabine Stangl, Dermatologin und Laser-Spezialistin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. An empfindlichen Körperstellen wie z. B. am Knöchel tut es mehr weh als etwa auf dem Oberarm.

Auch wenn alles gut klappt, können Brandblasen entstehen. Lokale Betäubungsmittel lindern den Schmerz - am besten rechtzeitig vor dem Termin fragen, denn diese Mittel brauchen 30 Minuten, bis sie wirken.

Was kostet es? Je nach Größe des Tattoos muss man mit etwa 50 bis 200 Euro für eine Laser-Sitzung rechnen. Ein großes Profi-Tattoo zu entfernen kann also schnell mehrere tausend Euro kosten, ein kleines schlägt mit mindestens 250 Euro zu Buche. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für solche Eingriffen nie, da sie aus medizinischer Sicht nicht notwendig sind.

Wann ist der richtige Zeitpunkt? Nach dem Lasern darf die behandelte Stelle zwei bis drei Wochen lang nicht der Sonne ausgesetzt werden. Auch Schwimmbad oder Badewanne sind erst mal nicht so günstig - darum die Laser-Termine am besten so planen, dass sie nicht direkt vor dem Urlaub oder mitten im Hochsommer stattfinden. Ein paar Monate nach der Tattoo-Entfernung kann die Haut immer noch ein wenig heller sein, aber im Laufe der Zeit nimmt sie wieder eine natürliche Farbe an.

Bleibt die Farbe im Körper? Der Laserimpuls zerkleinert die Farbpigmente, so dass sie von der Lymphflüssigkeit aus der Haut transportiert werden können. Aber nur ein kleiner Teil wird nach außen abgegeben, die meisten Pigmentreste sammeln sich in den Lymphknoten oder sogar in der Leber an und bleiben dort - und zwar für den Rest des Lebens.

Eine unangenehme Vorstellung, zumal viele Tattoo-Farben Schwermetallverbindungen mit Chrom oder Kobalt enthalten. "Ob diese Einlagerungen gesundheitsschädlich sind, ist bisher noch nicht genügend erforscht", sagt Dr. Sabine Stangl.

Lassen sich alle Farben gleich gut weglasern? Mit dem heute üblichen Verfahren lassen sich dunkle Farben leichter entfernen als helle, denn der Laser "erkennt" blaue und schwarze Farbpigmente besser. Gelbe oder hautfarbene Tattoos dagegen sprechen manchmal gar nicht auf die Lasertherapie an. "Die Entfernung von bunten Tattoos ist immer sehr risikoreich", sagt Dr. Sabine Stangl. "Oftmals raten wir bei sehr farbigen und großen Tätowierungen ganz davon ab."

Auch Permanent-Make-up ist besonders schwer zu behandeln, denn dabei kommen vor allem Braun- und Rottöne zum Einsatz. Bei diesen besteht die Gefahr, dass die Farbe erst einmal umschlägt, statt zu verschwinden: Rot wandelt sich zum Beispiel in Schwarz um. Das lässt sich dann zwar in den meisten Fällen irgendwann auch entfernen, aber erst einmal muss man mit der neuen Farbe leben - was zum Beispiel bei einer tätowierten Lippenkontur sehr unangenehm sein kann.

Einen schwarzen Lidstrich am Wimpernrand mit dem Laser zu behandeln ist dagegen kein Problem: Der Augapfel wird dabei mit einer winzigen Metallschale geschützt, so dass ihm nichts passieren kann.

Wie schnell kann man wieder Sport treiben? Nach dem Lasern wird die Haut weiß, schwillt an und kann brennen wie bei einem schweren Sonnenbrand. An Armen und Beinen haben einige Patienten ein Gefühl wie bei einem Muskelkater. Nach der Laser-Sitzung verschorft die Haut und muss erst einmal in Ruhe abheilen. Damit sich nichts entzündet, verordnen die Ärzte eine fettige, antiseptische Salbe, die man regelmäßig auftragen muss.

Laser-Expertin Stangl empfiehlt, in den ersten sieben bis zehn Tagen nach der Behandlung keinen Sport zu treiben: "Durch die Bewegung können Krusten abplatzen, und die Wunde heilt langsamer. Außerdem besteht beim Schwitzen erhöhte Infektionsgefahr."

Aptos-Methode, das Faden-Lifting

Aptos-Fäden bestehen aus Polyurethan und sind eigentlich ein Nahtmaterial aus der Chirurgie. Sie werden auch "Russische Fäden" genannt nach dem Erfinder der Aptos-Methode, dem Moskauer Dermatologen Dr. Marlen Sulamanidze. Unter Lokalbetäubung werden mehrere Fäden mit einer Nadel wie ein Netz parallel zur Hautoberfläche in das erschlaffte Unterhautfettgewebe gezogen. Ideal ist die Aptos-Methode, um Hängebäckchen und nach unten gezogene Mundwinkel wieder anzuheben.

Wirkung Wie jeder andere Fremdkörper werden die Fäden im Laufe der Zeit von Bindegewebe umhüllt. Auf diese Weise entsteht der Volumenzuwachs, der den Liftingeffekt ausmacht.

Effekt Das endgültige Resultat ist erst nach rund drei bis fünf Monaten zu sehen. Dann ist es jedoch dauerhaft, wobei die Haut normal weiter altert.

Risiken und Nebenwirkungen Nach dem Einziehen der Fäden sind diese Stellen leicht geschwollen. Auch kleine Blutergüsse und Spannungsgefühl können auftreten. Zu oberflächlich gesetzte Fäden schimmern durch die Haut. Sind sie zu lang, können sie herausrutschen und müssen nachträglich gekürzt werden. Asymmetrien bzw. eine schiefe Mimik entstehen, wenn der Arzt die Aptos-Technik nicht perfekt beherrscht. Allerdings lassen sich die Fäden trotz ihrer Widerhaken in der Anfangsphase ohne Probleme wieder herausziehen.

Verhalten nach der Behandlung In den ersten Tagen nach der Aptos-Behandlung sollte man seine mimischen Bewegungen reduzieren, vor allem keine Grimassen schneiden. Ebenso körperliche Anstrengungen, Sport, Sonne und andere Hitzeeinwirkungen vermeiden, damit die Fäden in Ruhe einwachsen können.

Kosten ab 1200 Euro

Armstraffung - mit dem Skalpell

Durch den natürlichen Alterungsvorgang der Haut oder bei starkem Gewichtsverlust kann es zur deutlichen Erschlaffung der Haut im Oberarm-Bereich kommen. Bei einer fast zigarettenpapierartigen Hautfältelung ist eine operative Entfernung dieser Partie die einzige Möglichkeit, wieder eine straffere Optik zu erreichen. Mehrere Straffungstechniken stehen bei einer Armstraffung zur Verfügung, die in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf oder unter Vollnarkose durchgeführt werden. Eine beidseitige Armstraffung dauert etwa zwei Stunden.

Wirkung Jeder plastische Chirurg hat sein eigenes Verfahren. Manche führen einen Schnitt in Form eines einfachen oder doppelten "S". Andere bevorzugen den "aufrechten Hockeystick" oder eine "V-Y-Plastik". Das Ziel aller Armstraffung-Methoden ist es, nicht nur eine möglichst unsichtbare, sondern auch kurze Narbe an der Innenseite des Oberarmes zu hinterlassen. Das wird allerdings dadurch erschwert, dass die "Schwimmflügelchen" meist vom Ellbogen bis fast in die Achselhöhle reichen. Sind überflüssiges Haut- und Fettgewebe entfernt, werden für zwei bis drei Tage Drainagen eingelegt. Sobald die Wundränder verschlossen sind, werden die Oberarme straff verbunden.

Effekt Nach sechs Wochen, wenn die Hauptschwellungen abgeklungen sind, sieht man das Ergebnis. Form und Proportionen der Oberarme verbessern sich allerdings noch weiter über die folgenden drei bis sechs Monate. Bei dem endgültigen Resultat geht man von einer Haltbarkeit von acht bis zehn Jahren aus.

Risiken und Nebenwirkungen Bei solch größeren Wunden können stets Blutergüsse und Sekrete oder bakterielle Entzündungen die Heilung beeinträchtigen. Möglich sind auch Asymmetrien und Unregelmäßigkeiten sowie Nervenschädigungen mit bleibenden Gefühlsstörungen. Wulstige Narben, sogenannte Keloide, werden wesentlich durch Spannungen an den Wundrändern mitverursacht. Ungeeignet für eine Armstraffung sind Patienten mit wiederkehrenden Entzündungen im Bereich der Achselhöhle oder starker Schweißneigung (Hyperhidrosis).

Verhalten nach der Behandlung Am Anfang kann es zu leichten Schmerzen und Schwellungen kommen. Nach drei Wochen werden die Fäden gezogen. Eine Art Kompressionsstrumpf für den Arm sollte sechs Wochen lang tagsüber getragen werden. Während dieser Zeit ist alles zu vermeiden, was eine ruckartige Spannung auf die Nähte ausübt - in erster Linie Sport. Wie bei allen frischen Narben sollte eine direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Ebenso das Solarium.

Kosten Eine Armstraffung kostet ab 4000 Euro für beide Arme.

Photothermolyse - Hautschäden wegblitzen

Die Blitzlampentherapie, abgekürzt IPL (Intense Pulsed Light), arbeitet mit der Energie einer Blitzlampe. Der Lichtstrahl wird von Wasser, dem roten Blutfarbstoff oder dem Farbstoff des Haares in Wärme umgewandelt. Dies führt zur Zerstörung der betroffenen Trägersubstanz. Die Eindringtiefe des Strahles ist von der Wellenlänge abhängig. Auf einer Neuentwicklung der "fraktionierten Photothermolyse" basiert der Fraxel-Laser. Dabei werden nur ca. 20 Prozent der Haut auf einmal behandelt, der Rest bleibt intakt.

Wirkung Mit der IPL-Methode lassen sich rote Äderchen, Pigmentflecken und störende Haare wegblitzen. Während das Handstück über die Hautoberfläche fährt, spürt man allenfalls ein Brennen bis Stechen. Der Fraxel-Laser stanzt ähnlich wie bei Pixeln in der digitalen Fotografie winzigste Punkte aus der Haut. Das soll durch die angeregte Kollagenstraffung in der Lederhaut bei gleichzeitiger Regeneration der Oberhautzellen eine Hautverjüngung bewirken. Auch Altersflecken, Sonnenschäden, vergrößerte Poren und flache Narben lassen sich auf diese Weise beseitigen.

Effekt Durch die IPL-Bestrahlung kommt zur so genannten Photo-Oxidation in der Haut. Ausgelöst durch diesen Prozess verdunkeln sich die Pigmentflecke zunächst leicht und werden anschließend vom Körper abgestoßen. Um ein kosmetisch ansprechendes Ergebnis zu erzielen, sind zwischen ein und vier Behandlungen im Abstand von vier Wochen erforderlich. Bei dem Fraxel-Laser wird eine beginnende Hautstraffung nach etwa zwei bis drei Tagen sichtbar. Auch hier verfärben sich die gepixelten Stellen bräunlich und schälen sich dann, bis die reorganisierte obere Hautschicht das tote Gewebe Stück für Stück ersetzt. In der Regel sind mehrere Sitzungen in monatlichen Abständen nötig. Das optimale Ergebnis zeigt sich nach vier bis fünf Monaten und hält mehrere Jahre bei entsprechender Lebensführung.

Risiken und Nebenwirkungen Leichte Schwellung und Rötung in den ersten drei bis fünf Tagen sind nach einer Photothermolyse normal. Eine unsachgemäße Behandlung kann bei beiden Methoden zu Pigmentverschiebungen und Narben kommen.

Verhalten nach der Behandlung Die Photothermolyse-Methoden sind so minimal invasiv, dass keine Ausfallzeiten zu erwarten sind. Allerdings muss die Haut mindestens sechs Wochen vor schädigender UV-Strahlung geschützt werden. Mindestens LSF 30 verwenden. Nur so lassen sich Pigmentverschiebungen vermeiden. Um eine starke Hautdurchblutung zu verhindern, ist auf Sport oder körperliche anstrengende Aktivitäten, heiße Bäder oder Sauna je nach Größe des behandelten Areals und Heilungsverlaufes mindestens einen Tag lang, unter Umständen bis zu einem Monat zu verzichten. Make-up ist schon nach einem Tag möglich, sofern keine offenen oder nässenden Wunden bestehen.

Kosten Je nach Größe der zu behandelnden Hautpartie kostet die IPL-Technologie ab 150 Euro pro Sitzung, die Behandlung mit dem Fraxel ab 1000 Euro.

Arme straffen mit der Saugkanüle

Grundsätzlich gehören die Oberarme zu den Zonen, die für eine Fettabsaugung als kritisch angesehen werden, weil die Ergebnisse nicht immer befriedigend ausfallen. Nur wenn die Haut noch einigermaßen fest und eine größere Fettmenge zu ertasten ist, kann man die Silhouette schlanker saugen. Dagegen können schlaffe und wabbelige Oberarme nur durch eine operative Armstraffung mit dem Skalpell wieder in Form gebracht werden. Bei der Absaugung der Arme ist eine Dämmerschlafanästhesie möglich, aber mit Hilfe der Tumeszenz ist sie auch sehr gut in örtlicher Betäubung und ambulant machbar. Der Eingriff dauert etwa zwei Stunden.

Wirkung In der Regel sind drei Minischnitte nötig, durch die dann die Saugkanüle eingeführt wird - zwei rechts und links vom Ellenbogen, einer im hinteren Bereich der Achselhöhle. Mittels einer Tumeszenzlösung, die mit schmerzstillenden Medikamenten versehen ist, wird zuerst das entsprechende Areal des Oberarmes aufgebläht. Nach halbstündiger Einwirkzeit wird die lange Kanüle ins das "aufgeweichte" Fettgewebe geschoben, das sich nun leichter absaugen lässt. Da man der Vibrations-Lipektomie, die mit einer vibrierenden Kanüle arbeitet, eine sehr gute Rückbildung der Haut nachsagt, wird diese mehr und mehr eingesetzt. Die von vielen Frauen gewünschte "Taillierung" im Bereich der Oberarme erfordert vom Operateur viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Gleichzeitig entfernen lassen sich kleine Speckröllchen zwischen Achsel und Brustansatz, die unschön über den BH-Rand quellen.

Effekt Bis zu neun Monaten dauert es, bis sich der zu groß gewordene Hautmantel endgültig auf die neue, schlankere Oberarmform zurückgeschrumpft hat. Durch Kompressionswäsche lässt sich dieser Rückbildungsprozess maßgeblich unterstützen. Ein gutes Zwischenergebnis wird man bereits nach sechs bis acht Wochen feststellen können. Die einmal abgesaugten Fettzellen sind für immer entfernt.

Risiken und Nebenwirkungen Beim Arme straffen mit der Saugkanüle sind Schwellungen und Blutergüsse in den ersten drei Wochen normal. Auch ein muskelkaterähnlicher Schmerz kann unangenehm sein. Zu den größeren Risiken gehören Nervenverletzungen mit Gefühlsstörungen und die Verletzung größerer Gefäße mit starker Blutung.

Verhalten nach der Behandlung Mindestens zwei bis vier Wochen trägt man einen Stützverband in Form einer Kompressions-Bolerojacke oder fester Stulpen, die über den Oberarme gezogen werden. Nach einigen Tagen kann man wieder arbeiten. Allerdings sollte man körperlich anstrengendere Aktivitäten und Sportarten sechs Wochen lang unterlassen. Auch Sonne, Sauna und andere Hitzeeinwirkungen können den Heilungsprozess negativ beeinflussen.

Kosten Das Arme straffen mit der Saugkanüle kostet ab 3000 Euro für beide Arme.

Lippenkorrektur mit dem Skalpell

Während sich bei kurzem Abstand zwischen Nase und Oberlippe das Lippenrot am besten durch Auffüllen vergrößern lässt, ist bei einem großen Abstand die operative Lippenvergrößerung besser geeignet. Dabei wird die Lippenrot-Lippenweiß-Grenze nach oben versetzt oder beim Lippen-Contouring der Abstand zur Nase verkürzt. Die Lippenkorrektur kann ambulant durchgeführt werden, erfordert aber eine Lokalbetäubung plus Dämmerschlaf.

Wirkung Der erste Schnitt bei einer Lippenkorrektur erfolgt entlang des Lippenrots. Entsprechend des Vergrößerungswunsches wird einige Millimeter über der Oberlippe der zweite Schnitt gesetzt. Das Hautstück dazwischen wird entfernt, das Lippenrot nach außen gestülpt und an die obere Linie genäht. Mit dieser Technik kann bei Bedarf auch die komplette Lippenform verändert werden. Für das Lippen-Contouring, das die Oberlippe aufwölbt, indem der Abstand zur Nase verkürzt wird, sitzt der feine Schnitt unterhalb der Nasenöffnungen.

Effekt Bei der Versetzung des Lippenrots ist der Mund mindestens eine Woche lang dick geschwollen. Obwohl man dann bereits wieder unter Leute gehen kann, ist das Ergebnis erst nach zwei bis drei Monaten endgültig. Anders beim Contouring: Der Effekt ist sofort sichtbar, weil die Manipulation nicht direkt am Mund stattgefunden hat. Die Resultate sind dauerhaft, wobei im Laufe des Alterungsprozesses die Lippe wieder absinken kann.

Risiken und Nebenwirkungen Bei einer Lippenkorrektur besteht die Gefahr von Infektionen und wulstigen Narben. Ein wochenlanges Taubheitsgefühl kann auftreten. Auch Asymmetrien und eine optisch nicht zufriedenstellende Mundform sind möglich. Entlang der Schnittstelle entsteht meist eine scharf konturierte, feine Narbe.

Verhalten nach der Behandlung Durch Kühlung und Hochlagern des Kopfes im Liegen lassen sich die Schwellungen reduzieren. In den ersten Tagen sollte man auf eine lebhafte Mimik verzichten, ebenso wenig sprechen und kauen. Nach fünf Tagen werden die Fäden gezogen, doch erst in circa zwei Wochen nach der vollständigen Heilung kann die Narbe überschminkt werden. Anstrengende Sportarten müssen die ersten drei Wochen unterbleiben. Mehrere Monate einen hohen Sonnenschutz am Mund benutzen, um keine Schwellungen zu provozieren.

Kosten Eine Lippenkorrektur kostet je nach Methode ab 1500 Euro.

Artecoll, winzige Kunststoffpartikel

Permanente Faltenfüller wie Artecoll bestehen aus einer Trägersubstanz, in diesem Fall Kollagen, und winzigen Acrylpartikeln. Bei vergleichbaren dauerhaften Fillern wie Dermalive sind die Acrylate in Hyaluronsäure eingebettet. All diese Substanzen müssen tief ins Gewebe gespritzt werden und eignen sich deshalb nur für ausgeprägte Falten wie die in der Nasolabialregion. Artecoll wird auch zur Lippenvergrößerung eingesetzt.

Wirkung Während sich die Trägersubstanz langsam abbaut, bildet sich neues Bindegewebe um die Kunststoffkügelchen und fixiert diese für immer an der Injektionsstelle. Auf diese Weise wird die Haut von innen aufgepolstert und die Falte geglättet.

Effekt Das Resultat ist bei Artecoll sofort sichtbar und dauerhaft. Da die Haut aber trotzdem weiter altert, können sich daneben neue Falten bilden.

Risiken und Nebenwirkungen Rötungen, Schwellungen, Allergien. Das Implantat kann sich noch nach Jahren in der Haut verhärten. Zu oberflächlich gespritzt, bildet Artecoll sichtbare, helle Knötchen. Dermalive wird von vielen Ärzten überhaupt nicht mehr verwendet, weil häufig entzündliche Verhärtungen unter der Haut entstehen. Diese so genannten Granulome sind kaum zu therapieren und müssen schließlich chirurgisch mit großen, sichtbaren Narben entfernt werden. Verhalten nach der Behandlung Bei Unterspritzungen am Mund in den ersten Tagen die Mimik reduzieren. Sonne und andere Hitzeeinwirkungen vermeiden, um keine Entzündungen zu forcieren.

Kosten Eine Behandlung mit Artecoll kostet ab 600 Euro.

Gegen Falten: Botox legt überaktive Muskeln lahm

Botulinumtoxin A wird aus dem Bakterium Clostridium botulinum gewonnen. In geringer Dosierung kann die potentiell giftige Substanz eine positive Wirkung im menschlichen Körper erzeugen. Wird sie in einen spezifischen Muskel gespritzt, hemmt sie die Freisetzung des Botenstoffes Acetylcholin und beruhigt somit den überaktiven Muskel. In der Neurologie findet Botulinumtoxin A schon seit Jahrzehnten bei Muskelverkrampfungen (Spasmen) Anwendung. In der Augenheilkunde wird es zur Behandlung des Strabismus ("Schielen") eingesetzt. Inzwischen gehört das Lähmungsgift auch in der ästhetischen Medizin zum Standard. Derzeit sind verschiedene Produkte auf dem Markt unter den Handelsnamen Dysport®, Botox®, Vistabel®, Xeomin®.

Wirkung Es entspannt den Muskel, der die so genannten dynamischen Falten verursacht, also die Falten, die z. B. durch das Runzeln der Stirn entstehen. Aber auch "Zornesfalten" zwischen den Augenbrauen, Falten um die Augen herum, an Mund oder Kinn lassen sich damit beheben. Die Substanz wird in kleinen Abständen direkt in den Muskel gespritzt. Indem der Muskelzug auf die darüber liegende Haut wegfällt, glättet sie sich von selbst. Weil Botox kein Faltenfüller ist, müssen extrem tiefe Einziehungen zusätzlich mit einem Füllstoff wie Hyaluronsäure oder Kollagen aufgepolstert werden.

Effekt Der glättende Effekt tritt in der Regel erst nach 2 bis 7 Tagen sicht- und spürbar ein. Wenn man während dieser Zeit die behandelten Muskeln möglichst aktiv bewegt, verteilt sich die Substanz besser und erhöht die Wirksamkeit. Bei voller Wirkung ist der Muskel entspannt und lässt sich nicht mehr bewegen. Andere Muskeln sind davon nicht betroffen, deshalb bleibt die natürliche Ausdruckskraft im Gesicht erhalten. Auch Berührungs- und Schmerzempfinden bleiben unbeeinflusst. Die lähmende Wirkung hält etwa 3 bis 6 Monate an. Risiken und Nebenwirkungen Komplikationen sind selten. Dazu gehören Blutung oder blaue Flecken an der Einstichstelle, Infektion, Rötung, Juckreiz oder kurzzeitiger Kopfschmerz. Eine optische Asymmetrie sowie eine vorübergehende Schwäche des Augenlids bzw. ein Tieferstehen der Brauen sind in der Regel auf Behandlungsfehler des Arztes oder Missachtung der ärztlichen Anweisungen durch den Patienten zurückzuführen. Deshalb sollte man sich stets an einen Arzt wenden, der über genügend Erfahrung im Umgang der Substanz verfügt.

Verhalten nach der Behandlung Normalerweise ist die behandelte Stelle bereits nach einer Stunde vollkommen unauffällig. Allerdings sollte man für mindestens 24 Stunden auf kosmetische Manipulationen im Gesicht wie Masken, Massagen, Peelings und auch Brauenzupfen verzichten. Das gleiche gilt für Sport, Sauna, Sonne bzw. Solarium.

Kosten Kosten für eine Behandlung mit Botox gegen Falten: ab 300 Euro pro Behandlung, je nach verwendeter Menge

Mesotherapie gegen Haarausfall

Zu den neuesten Behandlungsmöglichkeiten gegen Haarausfall gehört die 1952 von dem französischen Arzt Dr. Michel Pistor entwickelte Mesotherapie. Mit 50 bis 100 Mini-Einstichen werden die Wirkstoffe mit einer feinen Nadel oder einer speziellen Spritzpistole, der "Mesogun", genau dort in die Kopfhaut eingebracht, wo sie gebraucht werden. Die Mesotherapie kann bei jeder Art von Haarausfall angewendet werden, egal ob er durch eine Erkrankung verursacht ist wie der kreisrunde Haarausfall, durch Medikamente nach einer Chemotherapie oder ob er genetische Ursachen hat. Bei Frauen sind am häufigsten Scheitelbereich und Haaransatz betroffen.

Wirkung Die Injektionslösung wird individuell für jeden Patienten zusammen gestellt. Sie enthält Procain, Vitamine, Spurenelemente und vor allem durchblutungsfördernde Substanzen. Das Wichtigste ist, dass die Wirkstoffe an die Wurzel gelangen, um die Durchblutung in der Haarpapille anzuregen.

Effekt Nach drei Monaten zeigt sich der erste Nachwuchs. Nicht selten merkt man schon nach der ersten Behandlung, dass die Kopfhaut besser durchblutet ist, sich weniger schuppt und rosiger aussieht.

Risiken und Nebenwirkungen Die Therapie ist langwierig und nicht immer so erfolgreich, wie man es sich wünscht. Insgesamt erstreckt sie sich über drei bis vier zehnminütige Sitzungen im Abstand von zwei Wochen. Weitere dreimal wird im Abstand von vier Wochen nachgespritzt, dann je nach Erfolg und Bedarf alle drei bis sechs Monate. Nicht behandelt werden sollte bei Krebs und bei starken Allergikern. Procain und andere Inhaltsstoffe in der Mesolösung können Unverträglichkeiten hervorrufen.

Verhalten nach der Behandlung Die ersten zwei Tage dürfen die Haare nicht gewaschen werden, um die Wirkstoffe nicht wieder auszuschwemmen. Auch sollte man den Körper nicht mit Sport übermäßig belasten.

Kosten Ab 200 Euro pro Sitzung

Botox strafft Hals und Dekolleté

Der oberflächliche Halsmuskel (Platysma) kann mit der Zeit in zwei senkrechten Strängen sichtbar hervortreten. Er lässt sich mit zehn symmetrisch verteilten Injektionen ruhig stellen. Um das Dekolleté zu glätten, sind circa 18 bis 24 Einstiche nötig. Sie beginnen beidseitig in Schulterhöhe und werden bis zum Brustansatz fortgesetzt.

Wirkung Wird das Lähmungsgift Botox in den verantwortlichen Muskel gespritzt, blockiert es dort gezielt die Nervenimpulse. Dadurch kann der entsprechende Muskel nicht mehr wie gewohnt angespannt werden. Das Behandlungsresultat ist eine deutlich gestraffte Hals- und Dekolletépartie. Bei sehr starker Faltenbildung ersetzt Botox jedoch nicht den Effekt eines Halsliftings, da nicht alle Falten bei der Behandlung verschwinden.

Effekt Der erste Effekt nach der Behandlung mit Botox tritt nach etwa 48 bis 72 Stunden ein und erreicht seine maximale Wirkung nach 7 bis 14 Tagen. Die Wirkung hält 4 bis 6 Monate an, in manchen Fällen auch länger. Risiken und Nebenwirkungen Wie bei jeder anderen Injektion in de Haut kann es zu einer Hautreizung kommen, einer Infektion oder zu leichten Schwellung kommen. Seltener entsteht an der Einstichstelle ein Bluterguss. Solche unerwünschten Erscheinungen bilden sich aber innerhalb von wenigen Tagen von selbst zurück.

Verhalten nach der Behandlung In der Regel ist die behandelte Stelle bereits nach einer Stunde vollkommen unauffällig. Für mindestens 24 Stunden sollte man alles unterlassen, was die Durchblutung des behandelten Muskels fördert. Dazu gehören kosmetische Behandlungen wie Masken, Massagen und Peelings, Sport, Sauna und Sonnenbaden.

Kosten ab 500 Euro

Botox gegen übermäßiges Schwitzen

Übermäßiges Schwitzen, die sogenannte Hyperhydrosis, ist ein häufiges Problem, das das ästhetische Empfinden des Betroffenen häufig stark beeinträchtigt. Auch hier wird das Lähmungsgift Botox aus dem Bakterium Clostridium botulinum erfolgreich eingesetzt. Speziell in den heißen Sommer-Monaten kann die Botox-Spritze eine große Hilfe sein. Für die Botox-Behandlung werden nach dem "Gießkannenprinzip" 10 bis 15 Einstiche gesetzt.

Wirkung Wird das Bakterieneiweiß in die Achselhöhlen oder auch Handinnenflächen oder Fußballen in Nähe der Schweißdrüsen gespritzt, blockiert es gezielt die dorthin geleiteten Nervenimpulse. Auf diese Weise wird der übermäßige Schweißfluss und das Schwitzen verhindert. Andere Nervenfunktionen wie Fühlen oder Tasten durch die Haut, bleiben davon unbeeinflusst. Effekt Die Wirkung setzt wie beim Faltenglätten erst nach durchschnittlich zwei bis fünf Tagen ein. Die maximale Wirkung ist nach etwa zwei Wochen erreicht und hält vier bis acht Monate. Um die Wirkung aufrecht zu erhalten, wird jedoch empfohlen, einen Abstand von circa vier Monaten zwischen den Botox-Behandlungen einzuhalten. Bei fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung bleibt die Wirkung von Botox allerdings aus. Grund hierfür ist das Vorhandensein von Antikörpern gegen das Nervengift.

Risiken und Nebenwirkungen Die Botox-Behandlung ist nicht ganz schmerzfrei, aber eine lokale Betäubung ist möglich. Nur gelegentlich kommt es bei dem Eingriff zu vorübergehenden Rötungen oder Schwellungen an den Einstichstellen. Bei Eingriffen an Füßen und Händen kann es durch die Schwächung der Muskeln zu einer Störung der Feinmotorik beispielsweise von Daumen und kleinem Finger kommen.

Verhalten nach der Botox-Behandlung Starke Hitzeeinwirkung, Sauna und Sonnenbaden sollten am Tag der Injektion vermieden werden. Es könnte Schwellungen provozieren und die Infektionsgefahr steigern. Ebenso sollte in diesem Zeitraum kein Sport getrieben werden.

Kosten Die Behandlung mit Botox gegen übermäßiges Schwitzen kostet circa 400 Euro pro Seite. Die Medikamentenkosten bei der Achselbehandlung werden teilweise von den Krankenkassen übernommen.

Mesotherapie: Hautverjüngung aus der Spritzpistole

Das Prinzip der Mesotherapie wurde 1952 von dem französischen Arzt Dr. Michel Pistor begründet. Er hatte damit ein therapeutisches Verfahren entwickelt, das mit wenig Wirkstoff genau am richtigen Ort eine optimale Wirkung erzielt. Durch die punktgenauen Mikroinjektionen in die Haut mittels feinster Kanülen oder einer speziellen Spritzpistole ("Mesogun") bleibt die Menge der verabreichten Substanzen gering, ist aber durch die gezielte Anwendung in unmittelbarer Nähe zum "erkrankten" Ort besonders wirksam. Im Bereich der ästhetischen Medizin lässt sich die Mesotherapie besonders gut zur Hautverjüngung von Gesicht, Hals, Dekolleté und Händen einsetzen. Gute Erfolge werden vor allem erzielt bei müder Haut, wie sie typisch ist für Raucher und nach häufiger intensiver Sonnenexposition.

Wirkung Die Basis der Injektionslösung, die großflächig mit oft 70 bis 80 mikrofeinen Einstichen in die subkutanen und epikutanen Schichten der Haut eingebracht wird, besteht aus einer Hyaluronsäure. Sie wird vom Arzt, individuell auf den Hautzustand des Patienten abstimmt, mit weiteren Substanzen angereichert. Das können Vitamine, Proteine und Aminosäuren sein, aber auch Immunstimulanzien wie Echinacea. Da die verjüngende Mischung genau dort in die Haut gelangt, wo die meisten Gefäße sitzen, tritt eine schnelle und langfristige Hautverjüngung und Regeneration ein.

Effekt Schnelle Erfolge darf man nicht erwarten. Das Gewebe gewinnt erst mit der Zeit wieder an Spannkraft, sieht praller und straffer aus, kleine Fältchen verschwinden. Bis die gewünschte Hautverjüngung erreicht ist, sind meist drei Anwendungen erforderlich. Die zweite sollte nach vier Wochen und die letzte nach acht Wochen durchgeführt werden. Zur Erhaltung wird alle sechs bis zwölf Monate eine Auffrischung empfohlen. Wie lange der Effekt der Hautverjüngung letztendlich anhält, ist nicht vorhersehbar, da sich die Substanzen individuell sehr unterschiedlich abbauen können.

Risiken und Nebenwirkungen Je nach Hauttyp können zwei bis drei Tage lang Rötungen und Schwellungen sichtbar sein. Allergien auf Hyaluronsäure sind nicht bekannt, aber gegenüber den anderen verwendeten Substanzen könnten Überempfindlichkeiten auftreten. Deshalb muss vom Arzt vorher eine gründliche Anamnese erfolgen. Bei einer bereits zu stark erschlafften Haut, bleibt die Mesotherapie erfolglos.

Verhalten nach der Verhandlung Über zwei Tage sollte keine Sonnenbestrahlung erfolgen. Auf die behandelten Stellen keine Salben und keinen Puder geben, außer wenn vom Arzt verschrieben. Grundsätzlich gilt: viel Sonne, Rauchen und Stress reduzieren die Erfolge der Behandlung.

Kosten Je nach Mischung der Injektionslösung und der behandelten Fläche ab 200 Euro

Calciumhydroxylapatit, die Knochensubstanz

Calciumhydroxylapatit (CaHa) ist ein Gel, das auf einer synthetischen Version von CaHa-"Mikrospheren" basiert und damit den Bestandteilen von unseren Knochen und Zähnen sehr ähnlich ist. Ärzte spritzten die Substanz bislang zum Gewebeaufbau in Knochen, jetzt auch unter tiefe Nasolabialfalten und die "Marionetten"-Falten, die sich vom Mundwinkel senkrecht nach unten ziehen. Calciumhydroxylapatit wird auch verwendet zur Korrektur der Kieferkontur, der Nasenform und zur Vergrößerung eines zu kleinen Kinns. Nicht geeignet ist es für Zornesfalten und die Augenregion. Gelangt Calciumhydroxylapatit dort in die Gefäße, besteht die Gefahr zu erblinden. Der Handelsname lautet Radiesse®.

Wirkung Calciumhydroxylapatit wird linear oder punktuell tief in die Haut unter die Falte gespritzt, um sie anzuheben. Empfindliche lassen vorher besser eine Betäubungscreme auf die Stellen auftragen. Hinterher streicht der Arzt das Implantat mit dem Finder aus und massiert die Stellen leicht, um eine Knötchenbildung zu vermeiden.

Effekt Der Fülleffekt von Calciumhydroxylapatit ist sofort sichtbar. Die Mikrospheren werden langsam, über zwei Jahre abgebaut. Weil um die Partikel herum ein Wachstum der Kollagenmatrix angeregt wird, wird die Wirkung als dauerhaft angegeben. Doch durch den fortschreitenden Alterungsprozess muss man trotzdem nachbehandeln, soll die Wirkung erhalten bleiben.

Risiken und Nebenwirkungen Die Haut kann ein bis zwei Stunden nach der Spritze leicht gerötet sein. Wird das Implantat zu oberflächlich eingebracht, können kleine, weiße Knötchen auf der Haut sichtbar und tastbar werden.

Verhalten nach der Behandlung Zwei bis drei Tage nach dem Unterspritzen sollte man seine Mimik "disziplinieren". Auf Sonne, Sauna und Solarium eine Woche lang verzichten. Kosten ab 800 Euro

Dermabrasion - Feinschliff für die Haut

Die Dermabrasion ist eine mechanische Schälkur. Dabei wird die Haut mit einer rotierenden Diamantfräse kontrolliert abgetragen. Der einstündige Eingriff muss unter örtlicher Betäubung oder Dämmerschlaf unter sterilen OP-Bedingungen erfolgen.

Wirkung Durch das Abschleifen der Hautoberfläche bei einer Dermabrasion wird absichtlich eine Schürfwunde erzeugt, die das Zellwachstum anregt. Auf diese Weise werden kleine Hautunebenheiten wie Narben, Aknenarben, Altersflecken und -warzen beseitigt. Besonders geeignet ist die Dermabrasion für den so genannten Rüschenmund mit vielen kleinen Fältchen um die Lippen, oder auch für die gesamte Wangenpartie.

Effekt Die Gesichtshaut wird durch eine Dermabrasion regeneriert, geglättet und erscheint frischer, gestraffter. Allerdings dauert es ca. zwei Wochen bis der Schorf abfällt und die neue, glatte Haut zum Vorschein kommt. Je nach Tiefe der Dermabrasion hält das Ergebnis mehrere Jahre an.

Risiken und Nebenwirkungen Wird bei einer Dermabrasion zu wenig Haut abgetragen, ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend. Bei zu aggressivem Abschleifen kann es durch die Beeinträchtigung tieferer Gewebeschichten zu Rötung und Narbenbildung kommen, die auch langfristig bestehen bleiben können. Durch Wundheilungsstörungen können sich ebenfalls überschießende Narben bilden, die unter Umständen Schmerzen und weitere kosmetische Beeinträchtigungen verursachen.

Verhalten nach der Behandlung Sobald der Schorf abgefallen ist, kann die immer noch gerötete Haut überschminkt werden. Die Rötung hält bis zu 12 Wochen an. Für die ersten sechs Monate nach dem Eingriff muss ein hoher Sonnenfilter aufgetragen werden, wobei direkte Sonnenstrahlung zu vermeiden ist. Zwei Wochen vor und vier Wochen nach der Hautabschleifung sollte man nicht rauchen, um den Heilungsprozess nicht zu stören.

Kosten ca. 1800 Euro

Doppelkinn entfernen - absaugen oder auflösen?

Ein Doppelkinn wird durch Übergewicht hervorgerufen, kann aber auch genetisch bedingt sein. In jedem Fall wird es durch äußerst hartnäckige Fettansammlungen im Hals-Kinn-Bereich verursacht. Nimmt man das Fett zwischen die Finger nehmen und streckt die Zunge heraus, erkennt man den Anteil, der entfernt werden kann. Das ist häufig eher wenig, da ein Teil des Kinns, von Muskeln gebildet wird. Drei Möglichkeiten stehen zur Auswahl, überflüssiges Fett los zu werden und das Doppelkinn zu entfernen: per Liposuktion absaugen, mit dem Medikament Lipostabil ("Fett-weg-Spritze") oder der Radiofrequenztherapie ("Accent"') auflösen.

Wirkung Bei der Liposuktion wird unter Betäubung zuerst eine Tumeszenzlösung in das Doppelkinn infiltriert. Dadurch hebt sich die Haut vom Knochen und Muskel ab, und das Fett lässt sich anschließend leichter mit einer feinen Kanüle absaugen. Bei der Fett-weg-Spritze wird das Medikament Lipostabil, das bisher vor allem zur Behandlung von Fettembolien in den Venen genutzt wurde, über etwa zehn Einstiche eingespritzt. Innerhalb der nächsten Wochen löst sich das Fett auf und wird über den Stoffwechsel abgebaut. Ähnlich funktioniert die Radiofrequenztherapie. Nur wird dabei im Fettgewebe eine Wärme von 45 Grad erzeugt und so die Fettzelle zerstört.

Effekt Wird das Fett abgesaugt, ist das Resultat sofort sichtbar, und es bleibt bei dem einmaligen Eingriff. Bei der Fett-weg-Spritze löst sich das Fett allmählich auf. Um gute Ergebnisse zu erzielen, muss man mit drei bis vier Behandlungen in vierwöchigen Abständen rechnen. Auch bei der Radiofrequenztherapie sind mehrere Anwendungen, allerdings im Abstand von nur einer Woche, nötig. Sind die Fettzellen erst einmal verschwunden, bleibt das Ergebnis dauerhaft.

Risiken und Nebenwirkungen Die Liposuktion ist eine Operation mit entsprechenden Risiken wie Nachblutungen, Nerven- und Gefäßverletzungen. Sieben bis zehn Tage muss man mit Auffälligkeiten wie Blutergüssen und Schwellungen rechnen. Beherrscht der Arzt die Technik nicht, kann es bei allen drei Methoden zu Asymmetrien und Dellen führen, bei der Radiofrequenztherapie sogar zu Verbrennungen. Hier ist das Resultat auch am wenigsten vorhersehbar. Das Medikament Lipostabil ist bisher für den Einsatz in der ästhetischen Medizin nicht zugelassen. Es wird daher im so genannten "Off-Label-Verfahren" angewendet und nur bei ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung des Patienten gespritzt.

Verhalten nach der Behandlung Die ersten vier Tage nach der Fettabsaugung muss ständig eine Kopfbinde getragen werden, damit sich die Haut zurückzieht. Nach einer Woche ist man wieder gesellschaftsfähig, soll sich allerdings mindestens sechs Wochen schonen, keine aggressiven Sportarten betreiben und Hitzeeinwirkungen meiden. Bei der Radiofrequenzbehandlung und der Fett-weg-Spritze kann die Haut hinterher für kurze Zeit gerötet sein, man ist aber sofort wieder einsetzbar. Sauna und Sonne sind für die Zeit des Behandlungszyklus tabu.

Kosten Ein Doppelkinn zu entfernen kostet je nach Methode ab 175 Euro pro Behandlung. Liposuktion ab 1000 Euro, Fett-weg-Spritze ab 180 Euro pro Behandlung, Radiofrequenztherapie ab 175 Euro pro Behandlung

Polymilchsäure, der Volumengeber

Milchsäure kommt natürlicherweise auch im menschlichen Körper vor, etwa im Darm oder den Muskeln. Die Polymilchsäure, die in der Chirurgie seit über 25 Jahren verwendet und jetzt auch in der Ästhetik eingesetzt wird, ist ein synthetisch hergestelltes Polymer auf der Basis von Milchsäure. Die Milchsäure-Teilchen werden vom Körper über einen längeren Zeitraum komplett abgebaut und resorbiert. Das Produkt, das unter dem Namen SculptraTM bekannt ist, muss immer in die Tiefe des Unterhautgewebes gespritzt werden. Als typische Einsatzgebiete gelten stark ausgeprägte Falten in der unteren Gesichtshälfte sowie tiefe Nasolabial- und Mundwinkelfalten. Darüber hinaus können auch Volumen- bzw. Konturdefekte wie Hohlwangen oder schlaffe, runzelige Partien in diesen Arealen korrigiert werden. Ärzte bezeichnen Polymilchsäure deshalb auch als "Liquid Facelift".

Wirkung Das eingespritzte Implantat regt in der Haut eine Neubildung von Bindegewebe an. Sofort nach der Behandlung ist eine Auffüllung der Falten und Volumendefekte sichtbar. Allerdings können einige Tage später die Falten kurzfristig wieder wie vor der Behandlung aussehen, nachdem das in der Polymilchsäure enthaltene Wasser vom Körper resorbiert wurde.

Effekt Erst nach sechs bis acht Wochen tritt der endgültige Effekt ein. Dann entscheiden Arzt und Patient gemeinsam, ob weitere Behandlungen mit Polymilchsäure erforderlich sind. In der Regel sind zwei Sitzungen in zwei- bis fünfwöchigem Abstand sinnvoll. Das Ergebnis kann zwei bis drei Jahre anhalten.

Risiken und Nebenwirkungen Im Allgemeinen ist die Injektion schmerzlos, eventuell tritt an der Einstichstelle ein kurzes Brennen auf. Die Nebenwirkungen, die bei allen Injektionen auftreten können, sind vorübergehende kleine Blutergüsse, lokale Rötungen oder leichte Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe. Kleine Knötchen oder verhärtete Bereiche an den Injektionspunkten können bei Überkorrekturen auftreten und müssen vom Arzt nachbehandelt werden. Nicht anwenden sollte man das Produkt im Falle einer Entzündung oder Infektion in der Nähe des Areals, das behandelt werden soll.

Verhalten nach der Behandlung Der Patient muss den behandelten Bereich nach Anweisung des Arztes massieren. Das trägt dazu bei, das Produkt gleichmäßig zu verteilen und minimiert das Risiko von Knötchen.

Kosten 350 bis 800 Euro pro Behandlung

Facelifting - gestrafft wird nach Maß

Das Ausmaß einer Gesichtsstraffung richtet sich nach der Hauterschlaffung. Kleiner Eingriffe, so genannte Miniliftings, wirken nur auf den Wangenbereich. Gestrafft wird lediglich die Haut, nicht aber das darunter liegende Muskelgewebe. Das Ergebnis hält deshalb auch nur maximal zwei Jahre. Unter Experten gilt ein Mini-Facelifting als wenig effektiv und ist auch nur für junge Patienten mit ebenso minimalen Problemen geeignet. Das Midface-Lifting begrenzt sich auf die Mittelpartie des Gesichts, wenn die Erschlaffung nur die Wangenregion betrifft, während die Hals-Kinn-Kontur noch glatt ist. Es kann auch mit dem Endoskop ausgeführt werden. Beim großen Facelifting werden Schläfen, Wangen und Hals behandelt. Bei Bedarf kann auch eine Straffung der Stirn einbezogen werden. Alle Faceliftings werden in Dämmerschlaf oder Vollnarkose durchgeführt

Wirkung Beim Midface hebt der Operateur nicht so viel Haut wie beim großen Facelifting ab, aber sowohl Haut- als auch Fett- und Muskelschicht werden gestrafft. Die etwa vier Zentimeter langen Schnitte liegen in der behaarten Kopfhaut über dem Ohr und innen im Mund in Höhe der Nasenflügel oder am unteren Lidrand. Eine innere Naht zieht die abgesackten Fettpolster der Wangenregion nach oben, wo sie in ihrer ursprünglichen Position fixiert werden und wieder mit dem Gewebe verwachsen. Über einen Schnitt im behaarten Schläfenbereich, der sich rings um das Ohr fortsetzt, wird eine tiefe Bindegewebsschicht mit Muskeln und Fett (super musculo-aponeurotic system = SMAS) fast komplett von der Gesichtshaut gelöst und mit Fäden wieder hochgezogen. Man spricht deshalb auch von einem SMAS-Lifting. Die Haut wird anschließend locker und ohne Zug wieder darüber gelegt, Überschüssiges wird abgeschnitten. Soll auch die Stirn gestrafft werden, ist ein zusätzlicher Hautschnitt erforderlich, der in der Stirnmitte hinter der Haargrenze beginnt und beidseitig bis zur Schläfe reicht.

Effekt Nach dem Midface-Lifting ist die Wangenpartie geglättet und sitzt wieder an ihrer jugendlich hohen Position auf den Wangenknochen. Es ist geeignet für jüngere Patienten zwischen 30 und 40 Jahren und soll sieben bis acht Jahre halten. Sobald auch der Hals deutliche Alterungsspuren zeigt, ist eine komplette Straffung des Gesicht-Hals-Region erforderlich. Damit ist eine Verjüngung um zehn bis 15 Jahre zu erreichen, die bis zu zehn Jahr sichtbar ist. Die Haut sieht frischer und glatter aus.Tiefe Nasolabial- und Augenfalten bzw. Augenringe bleiben davon unbeeinflusst. Auch der genetische und durch die Lebensweise bedingte Alterungsprozess geht unberührt weiter.

Risiken und Nebenwirkungen Wundschmerz, Blutergüsse und Schwellungen sind gering, sofern beim Facelifting schonend operiert wurde. Da für die meisten Schnitte heute ein Nahtmaterial verwendet wird, das sich innerhalb von drei Wochen selbst auflöst, entfällt oft sogar das Fädenziehen ganz. Taubheits- und Spannungsgefühle, speziell im Halsbereich können mehrere Wochen bis Monate anhalten. Bleibende Lähmungserscheinungen treten auf, wenn der Operateur den Gesichtsnerv verletzt. Falsche Zugkräfte beim Zurückverlagern des Wangenfetts können Mundwinkel und Ohrläppchen verziehen bzw. Asymmetrien verursachen. Zu aggressives Facelifting macht die Optik maskenhaft. Bei Spannung gibt es unschöne Narben oder Haarverlust. Nachblutungen, die durch einen starken Hustenstoß oder Blutdruckanstieg entstehen, müssen sofort behandelt werden, sonst stirbt das betroffene Gewebe ab (Nekrose).

Verhalten nach der Behandlung Nach dem zwei- bis vierstündigen Eingriff beim Facelifting wird ein gepolsterter Kopfverband angelegt, der am nächsten Tag durch einen elastischen Verband ersetzt wird. Er sollte in der ersten Woche öfters auch tagsüber, dann bis zu vier Wochen nur noch nachts getragen werden. Während der ersten sieben Tage nach dem Facelifting viel ruhen, den Kopf nicht vornüber beugen. Lymphdrainagen bei der Kosmetikerin ab dem dritten Tag beschleunigen die Heilung. Mit Gymnastik frühestens nach vier Wochen wieder beginnen. Bei Sportarten mit starken Erschütterungen wie Joggen, Tennis, Reiten bis zu drei Monaten aussetzen. Die Narben aus Lichtschutzgründen mit Make-up abdecken, sobald sie abgeheilt sind. In der Sonne grundsätzlich einen starken Sonnenschutz verwenden, dann bleibt das Resultat länger erhalten.

Kosten Kosten für ein Facelifting: Minilifting ab 2000 Euro, Midface-Lifting ab 4000 Euro, großes Facelifting ab 6000 Euro. Zusätzlich berechnet werden Klinikaufenthalt und Narkose.

Lippenmodellierung: Mehr Volumen für den Mund

Mit zunehmendem Alter reduziert sich das Fettgewebe unter der Haut, und der Gehalt an Hyaluronsäure verringert sich. Die Folge: Das Lippenrot wird schmaler und Fältchen entstehen. Um mehr Volumen zu erzeugen, aber auch um ungleiche Lippen auszugleichen, wird eine Füllsubstanz eingespritzt. Am verträglichsten sind Bio-Implantate wie Kollagen, Hyaluronsäure und Eigenfett, weil sie vom Körper resorbiert werden können. Wegen der Schmerzhaftigkeit einer Lippenmodellierung ist eine Lokalanästhesie empfehlenswert.

Wirkung Die Hyaluronsäure wird mit einer dünnen Nadel punktuell in die Lippenfläche und ihre Konturen eingespritzt oder in einer Linie unter die Lippengrenze "getunnelt". Das Eigenfett muss unter sterilen OP-Bedingungen zuerst aus Oberschenkel oder Bauch mit einer Saugkanüle entnommen und gereinigt werden, bevor es in die Lippen implantiert wird. Bei Rinderkollagen muss vier Wochen vor der Behandlung ein Verträglichkeitstest durchgeführt werden. Bei dem neuen Kollagen aus Schweinesehnen entfällt er.

Effekt Da das Lippengewebe sehr empfindlich ist, entstehen oft starke Schwellungen, die meist innerhalb einer Woche zurückgehen. Beim Unterspritzen von Eigenfett kann es sogar länger dauern. Erst wenn die Schwellungen abgeklungen sind, lässt sich das Ergebnis beurteilen. Kollagen muss alle drei bis sechs Monate nachgespritzt werden, Hyaluronsäure hält maximal acht Monate. Bei Eigenfett bleibt der Effekt sechs bis zwölf Monate bestehen, wobei sich nicht alle Fettzellen wieder abbauen. Rauchen und zuviel Sonne verkürzen die Haltbarkeit aller Füllstoffe.

Risiken und Nebenwirkungen Außer den üblichen Begleiterscheinungen einer Injektion kann ein mehrwöchiges Taubheitsgefühl auftreten. Das Eigenfett kann sich an verschiedenen Stellen der Lippe unterschiedlich stark abbauen.

Verhalten nach der Behandlung In den ersten Tagen sollte man extreme Temperaturen und intensive Sonne meiden, da sich sonst das Risiko für eine Entzündung erhöht.

Kosten Kosten für eine Lippenmodellierung: Hyaluronsäure und Kollagen ab 500 Euro, Eigenfett inklusive Fettentnahme ab 1000 Euro.

Nasen-Korrektur - ein schwieriger Fall

Eine Nasen-Korrektur und andere operative Veränderungen der Nase gehören aufgrund ihrer komplizierten Anatomie zu den schwierigsten Eingriffen in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Der Operateur muss bei einer Nasen-Korrektur nicht nur Knorpel und Knochen verändern, sondern gleichzeitig abschätzen können, wie dadurch die spätere Optik beeinflusst wird. Oft fehlt dieses Gespür, deshalb ist das Ergebnis in 10 bis 15 Prozent der Fälle unbefriedigend. Durch einen operativen Eingriff kann eine Höcker- oder Schiefnase begradigt, eine Langnase verkleinert oder eine Sattelnase aufgebaut werden. Sinnvoll ist so eine Nasen-Korrektur erst dann, wenn das Wachstum endgültig abgeschlossen ist, also erst ab dem 18. Lebensjahr. Die Operation in Vollnarkose kann je nach Aufgabenstellung 60 bis 80 Minuten dauern.

Wirkung Um die äußere Form zu korrigieren, nimmt der Chirurg bei einer Nasen-Korrektur Veränderungen am Nasenknochen und am Nasenknorpel vor. Die Einschnitte liegen in den Schleimhäuten direkt hinter den Nasenlöchern und hinterlassen keine sichtbaren Narben. Bei der "geschlossenen Rhinoplastik" wird nur mit Einblick durch die Nasenlöcher operiert. Manche Ärzte bevorzugen die "offene Rhinoplastik", bei der der Nasensteg unterhalb der Nasenspitze durchtrennt wird, um eine bessere Übersicht vom Inneren der Nase zu gewinnen. Die feine Narbe liegt so versteckt in den Hautspaltenlinien, dass sie später nicht auffällt. Mit Hammer, Meisel und Skalpell wird ein zu breiter Nasenrücken schmäler und ein Höcker abgetragen. Manchmal benötigt der Arzt bei einer Nasen-Korrektur zusätzliches Material, um eine Nasenspitze anzuheben oder den durchhängenden Rücken einer Sattelnase aufzubauen. Dazu werden körpereigene Knorpel oder Knochen aus Ohr, Rippe oder Hüfte verwendet. Kunststoffe und Silikon in der Nase werden häufiger vom Körper abgestoßen. Nach erfolgter Nasen-Korrektur wird die Haut wieder über das neu geformte Gerüst gelegt und darüber ein formender Verband aus Pflaster, Gips und festen Schienen angebracht.

Effekt Etwa zwei Wochen nach der Nasen-Korrektur wird der Verband abgenommen. Der Korrektureffekt ist zwar bereits deutlich zu sehen, allerdings zeigt sich das endgültige Ergebnis erst nach vier bis sechs Monaten. Manchmal dauert es noch länger, bis auch Restschwellungen zurückgegangen sind. Die erfolgreich korrigierte Nase hält normalerweise ein Leben lang.

Risiken und Nebenwirkungen Von den Unbequemlichkeiten des Nasengips und die dadurch beeinträchtigte Atmung abgesehen, ist eine Nasen-Korrektur harmlos und wenig schmerzhaft. Auch die Gefahr einer Wundinfektion oder Verletzung des Tränenkanals ist bei einer Nasen-Korrektur gering. Mögliche Blutungen lassen sich leicht unter Kontrolle bringen. Wenn die operierte Nase wieder abschwillt, können Unregelmäßigkeiten sichtbar werden. Bei einer dicken Haut, die nur wenig schrumpft, kann eine Verkleinerung zu gering ausfallen. Ein verstärkter Narbenzug führt dazu, dass die Nasenspitze absinkt. An dieser Stelle kann auch über längere Zeit ein Taubheitsgefühl bestehen.

Verhalten nach der Behandlung Es ist sinnvoll, die ersten ein bis zwei Nächte nach einer Nasen-Korrektur im Krankenhaus zu verbringen. Während dieser Zeit stabilisieren Tamponaden die Nasenscheidewand und saugen abfließende Sekrete auf. Nach etwa fünf Tagen wird der Nasengips durch einen unauffälligeren Pflasterverband ersetzt, damit ist man dann auch wieder arbeitsfähig. In der ersten Woche sollte man nicht flach schlafen und auch nur flüssige oder weiche Nahrung zu sich nehmen. Küssen ist 14 Tage lang verboten. Auf Ball- und Kampfsportarten, bei denen die Nase Verletzungen riskiert, muss man mindestens zwei Monate verzichten. Auch direkte Sonne, Solarium und Sauna sowie das Tragen von schweren Brillengestellen verzögern die Heilung.

Kosten Eine Nasen-Korrektur kostet ab 4000 Euro. Die Krankenkassen zahlen nur bei einer medizinischen Indikation, nicht aber bei einer Korrektur der äußeren Nase.

Haare lasern: Das sollten Sie wissen

Um Haare im Gesicht und am Körper zu entfernen, kommen heute unterschiedliche Lasersysteme wie langgepulste Alexandrit-, Rubin-, NeodymYAG- oder Diodenlaser sowie hochenergetische Blitzlampen (IPL-Technologie) zum Einsatz. Die modernen Geräte haben in etwa die gleiche Effektivität beim Haare lasern und unterscheiden sich hauptsächlich in der Handhabung. Das Behandlungsziel besteht in einer sogenannten permanenten Haarreduktion, d. h. die Verminderung der Anzahl der Haare, ihrer Dicke und Pigmentierung. Am besten funktioniert es bei heller Haut und dunklen, dicken Haaren, deshalb sollte man sich einige Zeit vorher auch nicht mehr bräunen. Blonde, helle und sehr feine Haare sprechen weniger gut auf das Haare lasern an.

Wirkung Die dunklen Haare leiten genügend Energie in die Tiefe des Haarschafts, um dort durch die thermische Wirkung die Haarpapille zu zerstören. Da jedes Haar zyklisch wächst und ausschließlich in seiner Wachstumsphase Kontakt mit der Papille hat, sollte das Haare lasern alle drei bis sechs Wochen erfolgen.

Effekt In der Regel sind sechs bis acht oder mehr Behandlungen desselben Areals notwendig, um einen zufrieden stellenden dauerhaften Erfolg zu erzielen. Man geht heute bei gutem Ansprechen davon aus, dass etwa 70 bis 80 Prozent der Haare nach dem Haare lasern ausbleiben. Der spärliche Nachwuchs ist außerdem wesentlich feiner.

Risiken und Nebenwirkungen Zu Blasenbildung, Narben und Störungen der Pigmentierung kommt es nur bei falscher Handhabung der Enthaarungsgeräte. In Zweifelsfällen sollte deshalb immer zuerst eine Probebehandlung durchgeführt werden. In empfindlichen Regionen wie auf der Oberlippe und der Bikinizone fühlt man bei der Behandlung einen unangenehm stechenden Schmerz.

Verhalten nach der Behandlung Nach der Laserepilation ist die Haut gereizt und kann leicht gerötet sein. Während der Therapie sollte die direkte Sonnenbestrahlung gemieden werden und auch danach ist ein mehrwöchiger konsequenter Lichtschutz empfehlenswert. Andernfalls riskiert man Pigmentverschiebungen. Kosten 150-200 Euro pro Sitzung

Ohren anlegen

Stehen die Ohren in einem Winkel von mehr als 30 Grad vom Kopf ab, entsprechen sie nicht mehr dem Ideal. Jeder zwanzigste Mitteleuropäer wird damit geboren. Ursache dafür ist eine zu geringe Krümmung des Ohrknorpels oder eine zu schwach gefältelte Ohrmuschel. Gerade Kinder leiden extrem unter "Segelohren", deshalb empfiehlt sich eine operative Korrektur noch vor Schuleintritt oder spätestens bis zum zehnten Lebensjahr vor Beginn der Pubertät. Die sogenannte Otopexie ist der einzige ästhetische Eingriff, der bereits im Kindesalter durchgeführt werden kann, da die Ohren im Unterschied zu anderen Körperteilen bereits mit fünf Jahren nahezu "ausgewachsen" sind. Um die Ohren enger an den Kopf anzulegen, muss der Ohrknorpel neu geformt und in dieser Form fixiert werden. Bei Erwachsenen und Schulkindern wird der 90-minütige Eingriff in Lokalanästhesie durchgeführt, bei kleineren Kindern empfiehlt sich beim Ohren anlegen eine Vollnarkose.

Wirkung Um an den Ohrmuschelknorpel zu gelangen, legt der Arzt den Hautschnitt an die Rückseite des Ohrs oder innerhalb des Ohrmuschelrands. An diesen Stellen verheilt er später nahezu unsichtbar. Mit einer Feile oder einem feinen Diamantschleifkopf dünnt er den überschüssigen Knorpel so weit aus, bis er sich in die gewünscht Form legt. Drei bis vier feine Nähte fixieren ihn. Manchmal müssen beim Ohren anlegen Knorpelteile entfernt oder Implantate verwendet werden, um ein optisch schönes Ohr zu modellieren. Nach dem Eingriff werden die Ohren mit einem Pflaster und zusätzlich mit einem Mützenverband geschützt.

Effekt Pflaster und Fäden werden etwa zehn Tage nach dem Ohren anlegen entfernt, dann lässt sich die neue Form der Ohren beurteilen. Um ein Abknicken der Ohrmuschel beim Schlafen und im Liegen zu verhindern, ist es wichtig, in den ersten drei Wochen im Bett ein weiches Stirnband zu tragen. Hält man sich an diese Vorsichtsmaßnahmen, ist das Ergebnis dauerhaft.

Risiken und Nebenwirkungen Unmittelbar nach der Operation muss man mit leichten Schmerzen und Schwellungen rechnen. Abgesehen von den üblichen Operationsrisiken wie Nachblutungen, Infektionen und Wundheilungsstörungen verläuft das Ohren anlegen, die sogenannte Otopexie, meist ohne Komplikationen. Vereinzelt können Blutergüsse auftreten, die punktiert werden müssen. Führen Narbenbildung und Spannung, unter der der operierte Knorpel steht, erneut zu Deformierung der Ohrmuschel, ist ein zweiter Eingriff nötig.

Verhalten nach der Behandlung Haare waschen ist nach dem Ohren anlegen erst wieder erlaubt, so bald die Fäden gezogen sind. Aber auch dann sollte man die Ohren noch sehr vorsichtig behandeln. Bis die endgültige Form nach zwei Monaten erreicht ist und auch alle Schwellungen restlos abgeklungen sind, sollten Kinder auf Ballspiele und Erwachsene auf schwere körperliche Arbeit und Ballsportarten verzichten.

Kosten Das Ohren anlegen kostet ab 1800 Euro.

Eigenhaartransplantation

Die sicherste Möglichkeit zur dauerhaften "Aufforstung" der Kopfregion ist die Eigenhaartransplantation. Von der preisgünstigeren Einpflanzung künstlicher Haare ist dringend abzuraten. Sie bringt nicht nur optisch wenig zufriedenstellende Ergebnisse, der Organismus reagiert mit Abstoßung auf den Fremdkörper. Seit 1982 die "Punktiertechnik" eingeführt wurde, lassen sich nicht nur Geheimratsecken, sondern auch kreisrunder Haarausfall und eine bereits fortgeschrittene Glatzenbildung mithilfe einer Eigenhaartransplantation zu einem ästhetisch sehr zufriedenstellenden Ergebnis wieder behaaren.

Wirkung Entnommen werden die Haare für eine Eigenhaartransplantation aus dem Nacken. Auf diese Region haben die Hormone, die den genetisch bedingten Haarausfall steuern, kaum Einfluss. Daraus erklärt sich auch, warum selbst Glatzenträger dort meist noch beachtlichen Haarwuchs besitzen. Das entnommene Transplantat ist zehn bis zwölf Zentimeter lang und zwei bis fünf Zentimeter breit. Die Wunde wird sofort vernäht. Vor der Verpflanzung wird das Hautstück in zwei bis drei Millimeter feine Streifen (Grafts) zerlegt. Darauf sitzen jeweils ein bis fünf Haarwurzeln. Über punktförmige Einschnitte pflanzt der Arzt sie dann in die zuvor betäubte kahle Kopfhaut ein. Manche Ärzte legen zum Schluss einen Kompressionsverband mit physiologischer Kochsalzlösung an.

Effekt Dass die Haare nach der Eigenhaartransplantation erst einmal ausfallen, ist normal. Oft erst nach Monaten beginnt es auf dem Kopf zu sprießen. Die Anwachsrate der Transplantate wird auf 90 Prozent geschätzt. Pro Sitzung kann der Chirurg zwischen 3000 und 5000 Haare verpflanzen. Je nach Ausdehnung der Kahlstellen sind deshalb mitunter mehrere Behandlungen notwendig. Dazwischen sollte jeweils eine achtmonatige Pause liegen.

Risiken und Nebenwirkungen Die größte Gefahr bei einer Eigenhaartransplantation besteht darin, dass die verpflanzten Haare nicht anwachsen. Erhöht ist das Risiko bei Diabetes, Infektionen oder wenn der Arzt "schlampig" gearbeitet hat. Bei extrem fetter Kopfhaut bilden sich häufig kleine Pusteln oder Hornzysten (Milien) im "Empfängerareal". Sie sind ungefährlich, müssen aber vom Arzt geöffnet und entleert werden. Wurde bei der Eigenhaartransplantation die Wuchsrichtung der zukünftigen Haare nicht beachtet, entsteht ein schlecht kämmbarer Wildwuchs auf dem Kopf. Ist die Haardichte oder der Haarverlauf an der Stirngrenze aus ästhetischer Sicht nicht zufriedenstellend, muss eine weitere Verpflanzung erfolgen. Leichte Spannungsschmerzen sind in den ersten Tagen normal. Bei Implantationen im Stirnbereich können unter Umständen auch Schwellungen entstehen, die sich bis zu den Augen ausdehnen.

Verhalten nach der Behandlung 48 Stunden nach der Eigenhaartransplantation kann der Verband entfernt werden. Anschließend ist Duschen und Waschen der Kopfhaut mit einem antiseptischen Shampoo erlaubt. Einige Operateure empfehlen, 30 Tage nach dem Eingriff mit einer dreimonatigen Minoxidilbehandlung zu beginnen, um das Haarwachstum zu unterstützen. Die 2,5-prozentige Lösung muss täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Arbeiten kann man bereits nach einem Tag wieder. Auf Sport, Sauna und direkte Sonne sollten man mindestens vier Wochen verzichten, weil jeder Blutdruckanstieg das Einheilen der Grafts stören könnte. Alkohol und Rauchen ist während der ersten Woche tabu. Die Krusten, die sich an den Implantatstellen bilden, keinesfalls abkratzen.

Kosten Eine Eigenhaartransplantation kostet ab 2500 Euro. Kassenübernahme nur in Ausnahmefällen wie bei Haarverlust durch Unfall.

Ohrenkorrektur - jünger und praller

Mit der Zeit wird auch die Haut an den Ohrläppchen schlaffer oder sie werden durch das häufige Tragen von schweren Ohrringen größer. Um sie wieder in ihre pralle, jugendlich tropfenförmige Form zu bringen, hilft eine Ohrenkorrektur, ein kleiner chirurgischer Eingriff unter Lokalbetäubung. Wer keine Operation möchte, kann sie mit einem Hyaluronsäure-Gel wie es auch zur Faltenunterspritzung benutzt wird aufpolstern lassen.

Wirkung Bei der Ohrenkorrektur, der chirurgischen Verjüngung, wird aus dem geweiteten Ohrläppchen ein entsprechender Keil herausgeschnitten, um die neue Rundung zu formen. Die Naht ist so fein, dass sie fast unsichtbar verheilt. Bei der nicht-chirurgischen Ohrenkorrektur wird Hyaluronsäure in das Ohrläppchen gespritzt. Feine Knitterfältchen vor dem Ohr können acht Wochen später zusätzlich mit Thermage behandelt werden. Durch die Radiofrequenzenergie wird das Gewebe so tief erwärmt, dass es zu einer Kollagenneubildung mit hautstraffender Wirkung kommt.

Effekt Bei der chirurgischen Ohrläppchenkorrektur ist das Ergebnis sichtbar, sobald die Schwellungen zurückgegangen sind. Die Unterspritzungsmethode zeigt einen sofortigen Effekt, hält aber nur zwischen sechs und zwölf Monaten. Bei einer Ohrenkorrektur mit dem Thermage-Verfahren sind Langzeitergebnisse nach etwa zwei Monaten zu beurteilen, wenn eine Kollagenneubildung stattgefunden hat.

Risiken und Nebenwirkungen Neben den üblichen Operationsrisiken wie Nachblutungen und Infektionen ist bei einer Ohrenkorrektur eine Formasymmetrie möglich. Anfängliche Schwellungen und Rötungen der Ohrläppchen sind normal.

Verhalten nach der Behandlung Am ersten Tag nach der Ohrenkorrektur sollte man auf Haarwaschen möglichst verzichten. Bis die Schwellungen und Rötungen abgeklungen sind, nichts unternehmen, was die Durchblutung steigert. Die Fäden werden nach fünf bis sieben Tagen gezogen.

Kosten Operative Ohrenkorrektur ab 1000 Euro, Verjüngung mit Hyaluronsäure ab 300 Euro, Thermage ab 600 Euro

Halsstraffung - macht die Konturen klarer

Bei einer Halsstraffung wird meist die untere Gesichtspartie einbezogen. Die Chirurgen sprechen dann von einem Face-Neck-Contouring. Liegt eine Schwäche des Platysma-Muskels vor, der sich vom Unterkiefer bis zum Schlüsselbein zieht, entsteht der wabbelige Truthahnhals. Ebenso können die beiden senkrechten Muskelstränge im Alter deutlich hervortreten. Der Schnitt für die Halsstraffung liegt vor dem Ohr in der natürlichen Falte und endet hinter dem Ohr im behaarten Bereich. Die Platysma-Stränge werden über ein bis zwei kleine Schnitte unter dem Kinn gestrafft. Der mehrstündige Eingriff bei einer Halsstraffung erfolgt in Vollnarkose oder Dämmerschlaf.

Wirkung Zuerst löst der Operateur bei einer Halsstraffung die Haut von den unteren Wangen bis zur Halsmitte schonend ab und strafft dann die Platysma-Bänder, indem er sie wie ein inneres Mieder zusammennäht. Anschließend wird die Haut in Richtung Ohr nach oben gezogen, der Überschuss entfernt. Sind die Nähte verschlossen und gegebenenfalls eine Drainage zum besseren Abfließen des Wundsekrets hinter dem Ohr gelegt, wird ein gepolsterter Kopfverband angebracht.

Effekt Sobald Kopfverband und Drainage am nächsten Tag entfernt sind, sieht man den geglätteten Hals mit den neuen klaren Konturen. Das endgültige Ergebnis ist da, sobald die Schwellungen nach der Halsstraffung vollständig abgeklungen sind. Nach der Halsstraffung rechnet man mit einer Haltbarkeit von acht bis zehn Jahren.

Risiken und Nebenwirkungen Möglich sind nach einer Halsstraffung anfänglicher Wundschmerz, starke Schwellungen und länger anhaltende Hautverfärbungen. Nervenverletzungen auf Grund der Manipulation am Muskelgewebe sind dagegen selten. Ein Taubheitsgefühl bis in den Wangenbereich kann sich über mehrere Monate hinziehen.

Verhalten nach der Behandlung In den ersten Tagen nach der Halsstraffung möglichst wenig sprechen und kauen, nicht mit dem Kopf nach unten bücken. Von körperlicher Arbeit, Sport und Sonne sollte man eine zweiwöchige Auszeit nehmen.

Kosten Eine Halsstraffung kostet ab 3500 Euro, Face-Neck-Contouring mit Platysmaplastik ab 7000 Euro.

Fruchtsäure-Peeling - schön geschält

Für chemische Peelings werden meist Fruchtsäuren oder Trichloressigsäure (TCA) benutzt. Je höher konzentriert die Säure ist, desto aggressiver wirkt sie in der Haut und desto länger sind die Ausfallzeiten. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass die Konzentration des Fruchtsäure-Peelings genau auf den Hauttyp und die Wünsche des Patienten abgestimmt wird. Bei einem so genannten Weekend-Peel bleibt man beruflich voll einsetzbar, weil die Säure über vier Wochen lang in steigender Konzentration auf die Haut aufgetragen wird. Phenol wird bei uns wesentlich seltener angeboten als in den USA, weil es ein tiefes Abschälen der Haut bewirkt mit unnatürlich aufhellendem Effekt.

Wirkung Ein leichtes Fruchtsäure-Peeling mit gering konzentrierter Säure macht den Teint einfach nur frischer und ebenmäßiger. Eine mitteltiefe Schälkur beseitigt Fältchen, Pigmentflecken, vergrößerte Poren und flache Narben. Ein Tiefenpeeling, bei dem die Säure unter Lokalanästhesie oder Dämmerschlaf mehrfach aufgetragen wird, reicht bis ins Bindegewebe und bewirkt zusätzlich eine Hautstraffung.

Effekt Je nach Stärke der Schälkur ist die Haut erst mehr oder weniger stark gerötet und schuppt sich anschließend. Nach einem tiefen Fruchtsäure-Peeling nässt sie und schwillt an. Erst nach 14 Tagen ist die Wunde so weit abgeheilt, dass man wieder gesellschaftsfähig ist. Die Haltbarkeit der Softpeelings liegt bei etwa sechs Monaten. Nach mitteltiefem Schälen beträgt sie ein bis zwei Jahre, während eine Tiefenschälkur den Teint oft bis zu fünf Jahren jünger aussehen lässt.

Risiken und Nebenwirkungen Wird die Säure zu stark konzentriert oder der Hauttyp falsch eingeschätzt, kann es zu Bläschen- und Krustenbildung kommen sowie länger anhaltenden Rötungen. Infolge können bleibende Narben entstehen. Dunklere Hauttypen können auf ein Fruchtsäure-Peeling mit bleibenden hellen Flecken (Hypopigmentierungen) reagieren. Wichtig: Nicht bei Neurodermitis anwenden, weil sie durch die Fruchtsäuren einen Schub bekommen kann.

Verhalten nach der Behandlung Bei starken Fruchtsäure-Peelings dürfen in der Zeit, bis sich die Haut erneuert hat, nur die vom Arzt verschriebenen Cortisonsalben und Antibiotika angewendet werden. Weil die neu gebildete Haut sehr empfindlich ist, muss weitere zwei Monate eine reizarme Pflege ohne Duft- und Konservierungsstoffe bzw. ohne Fruchtsäuren benutzt werden. Wichtig: Mindestens vier Wochen lang die Sonne meiden und danach mit LSF 30 schützen.

Kosten Diese Kosten müssen Sie für ein Fruchtsäure-Peeling rechnen: Fruchtsäure ab 125 Euro, TCA ab 250 Euro - jeweils pro Sitzung

Laser & Co.: Pigmentflecken an den Händen verfeinern

Die Haut an den Händen weist nur eine geringe Talgdrüsendichte auf. Außerdem fehlen ihr für eine ausgleichende Fettung und Befeuchtung die notwendigen Talgdrüsenfette. Und schließlich ist der Handrücken kaum mit Bindegewebe unterpolstert. Deshalb zeigen sich gerade hier oft schon frühzeitig Pigmentflecken, Keratosen und Elastizitätsverlust mit Fältchen. Die Handrücken können gelasert, gepeelt oder mit Vereisungstherapie behandelt werden. Wichtig ist, dass der ausführende Arzt viel Erfahrung im Umgang mit den einzelnen Methoden hat und der Patient sich exakt an die Verhaltensmaßnahmen hält. Bei extrem dünner Haut ist keine der Methoden zu empfehlen, wenn die Erwartungshaltung zu hoch ist.

Wirkung Laser - Für ausgeprägtere Lichtkeratosen und UV-Schäden eignen sich der ultragepulste CO2- oder der Erbium-Yag-Laser. Da die Behandlung schmerzhaft ist, muss das Gewebe vorher betäubt werden. Sanfter mit kürzerer Behandlungs- und Heilphase behandelt der neue ActiveFX, ein CO2-Laser mit geringerer Energie, der die Haut nicht durchgängig verdampft. Dunkle Spots und Pigmentflecken am Handrücken lassen sich auch mit einem Rubin- oder Alexandrit-Laser entfernen. Anfangs verfärben sich die bräunlichen Spots erst weiß und werden innerhalb der nächsten ein bis zwei Tage dunkelbraun bis schwarz. Zwischen dem 10. und 14. Tag fällt die Verfärbung - es ist keine Kruste - ab.

Peeling - Trockenheitsfältchen und Pigmentierungen und bedingt auch ein Elastizitätsverlust der Haut lassen sich bei einer Schälkur mit hochprozentiger Fruchtsäure (50-70%) oder 20%iger Trichloressigsäure (TCA) entfernen. Meist werden die Unter- und Oberarme mitgepeelt. Bis zu zwei Wochen muss die Haut mit Vitamin A-Säuren und evtl. auch Bleichcremes vorbereitet werden. Das Peeling kann je nach persönlicher Empfindlichkeit mehr oder weniger schmerzhaft sein. Hinterher sind die Stellen zwei bis drei Tage leicht gerötet, dann erhält die Haut ihre normale Farbe zurück und schält sich. Nach maximal drei Wochen ist die obere Schicht wieder intakt.

Kryotherapie - Mittels flüssigem Stickstoff lassen sich Alters- und Pigmentflecken, Keratosen, auch Warzen und Krebsvorstufen vereisen, aber keine Muttermale. Die Substanz wird aufgesprüht oder mit einem tiefgefrorenen Stift direkt aufgetragen. Sofort tritt eine schneeartige Verfärbung der Haut ein, die sich wie bei einer Erfrierung von außen nach innen zurückzieht. Wichtig ist, dass nur die oberen Teile der Epidermis vereist werden. In den nächsten Tagen bilden sich ein Schorf oder bei zu starker Vereisung auch eine Kruste auf den vereisten Stellen, die spätestens nach zwei Wochen von selbst abfällt.

Effekt Nach 14 Tagen beim Lasern bzw. Vereisen und bis zu drei Monaten nach einem Peeling zeigt sich das Ergebnis. Doch nur bei entsprechenden Verhaltensweisen, vor allem einem bedingungslosen Sonnenschutz, ist mit einem länger haltbaren und guten Ergebnis zu rechnen.

Risiken und Nebenwirkungen Wird beim Lasern zuviel Strahlenenergie aufgebracht, kann es zu einer mitunter lang anhaltenden Hypopigmentierung der Haut (weiße Flecken) kommen. Wird zu tief gepeelt, kann es Narben geben. Die Kryotherapie hat den Nachteil, dass sie schwer dosierbar ist. Deshalb kommt es nicht selten zu Blasenbildung, was die Gefahr einer bleibenden weißen Stelle mit sich bringt.

Verhalten nach der Behandlung Bei jeder der genannten Behandlungsmethoden sind Sonne, Solarium und Sauna in der Akutphase für einige Tagen bis zu mehreren Wochen tabu. Zu vermeiden ist anfangs immer auch ein intensiver Wasserkontakt. Werden gerade nach Peeling und Laser-Behandlung die ärztlichen Vorschriften missachtet, kann sich die nachwachsende Haut entzünden und später vernarben. Grundsätzlich muss man berücksichtigen, dass alle Prozeduren an den Händen längere Abheilphasen (bis zu drei Wochen) benötigen als im Gesicht aufgrund der genetischen Gegebenheiten. Kosten Laser ab 50 Euro (ein bis zwei Spots) bis 600 Euro für beide Hände. Bei Peelings je nach Substanz und Ausmaß des Eingriffs ab 400 Euro. Kryotherapie ab 50 Euro bis 500 Euro je nach Anzahl der Flecken.

Plasmagel aus Eigenblut

Plasmagel, ein gelartiges Injektionsmaterial, muss vor jeder Behandlung frisch hergestellt werden. Dazu wird dem Patienten Blut abgenommen, um daraus 20 Milliliter Serum zu gewinnen. Das Plasmagel entsteht, indem das Eigenblut zentrifugiert und der gelbliche Blutplasmaüberstand, also das Serum, in definierter Weise hitzebehandelt wird. Die erhaltene Substanz eignet sich zur Faltenbehandlung, ist aber auch großflächig einsetzbar, beispielsweise zum Aufbau der Wangenknochen. Wegen der aufwändigen Herstellung wird die Methode nur von wenigen Ärzten angeboten.

Wirkung In der Wirkung ist das Plasmagel dem Kollagen und der Hyaluronsäure gleichzusetzen.

Effekt Das Resultat ist sofort sichtbar und hält maximal sechs Monate.

Risiken und Nebenwirkungen Nebenwirkungen sind nicht bekannt, auch keine Allergien, da es sich bei Plasmagel um eine körpereigene Substanz handelt. Nach der Injektion kann es eventuell einen kleinen Bluterguss geben.

Verhalten nach der Behandlung Wie bei Kollagen und Hyaluronsäure.

Kosten Die Behandlung mit Plasmagel kostet zwischen 400 und 800 Euro.

Handverjüngung - unterspritzen für jugendliches Volumen

Wir empfinden eine Hand als attraktiv und jugendlich, wenn sie eine leichte Gewebefülle aufweist. Venen und Sehnen auf dem Handrücken sind abgedeckt, aber nicht vollkommen unsichtbar. Doch gerade bei Frauen in den Wechseljahren sorgt der fallende Östrogenspiegel dafür, dass die Haut verstärkt ausdünnt und austrocknet. Kommt der Muskelabbau hinzu, erscheinen die Räume zwischen den Knochen vertieft. Besonders deutlich zeigt sich dieser Verlust zwischen Daumen und Zeigefinger. Zurückgewinnen lässt sich das verloren gegangene Volumen durch eine Handverjüngung, also eine Unterspritzung mit Kollagen, Hyaluronsäure oder Eigenfett. Egal, welche Substanz man auch verwendet, Ziel der Therapie ist es, die Füllsubstanz bei der Handverjüngung so zu bemessen, dass zwischen den einzelnen anatomischen Strukturen der Hand wieder ein harmonischer Übergang entsteht.

Wirkung Die eingesunkenen Stellen auf dem betäubten Handrücken werden bei einer Handverjüngung linear unterspritzt, und die Füllsubstanz dann sofort vom Arzt mit den Fingern ausgestrichen. Bei Hyaluronsäure-Injektionen mit dem Hyal-System ist nach circa vier Wochen eine Nachkorrektur erforderlich.

Effekt Das Resultat ist bei einer Handverjüngung sofort sichtbar. Nachteil bei diesen abbaubaren Materialien ist, dass sie nur eine begrenzte Haltbarkeit haben. In den Händen reicht sie von acht Wochen bis zu einigen Jahren (nur bei Eigenfett).

Risiken und Nebenwirkungen Mit blauen Flecken an den Einstichstellen muss man bei einer Handverjüngung rechnen. Manchmal bilden sich anfangs Knubbel, die sich innerhalb weniger Tage von selbst verteilen. Bei fehlerhafter Injektionstechnik oder bei Unverträglichkeiten können sich auch dauerhafte Knoten, sogenannte Granulome, bilden.

Verhalten nach der Behandlung In den ersten drei bis vier Tagen nach er Handverjüngung ist ein steriler Umgang mit den frisch unterspritzten Händen erforderlich, damit sich die winzigen Wunden nicht infizieren. Kosten Eigenfett mit Fettgewinnung und Erstbehandlung ab 1000 Euro, pro Auffrischung ab 300 Euro. Hyaluronsäure und Kollagen ab 500 Euro.

Fett am Po absaugen - für eine schönere Form

Ein Po kann die verschiedensten Formen haben - von viereckig bis fußballrund. Je nachdem, wo die störenden Fett-Polster am Po sitzen, können sie abgesaugt werden, um den Po zu verkleinern oder die natürlichen Wölbungen zu optimieren. Manchmal kann auch die Absaugung von Reithosen oder Hüftfett bereits genügen, um den Po harmonischer aussehen zu lassen. Im oberen Gesäßanteil kann oberflächlich und in der Tiefe abgesaugt werden, im mittleren Bereich oberflächlich. Im unteren Teil dagegen darf nur ganz oberflächlich gesaugt und wenig ausgedünnt werden, weil das Fettgewebe für den Po als Stütze wirkt und ihn oben hält. Ist die Haut nach der Fettabsaugung nicht elastisch genug, um sich zusammenzuziehen, ist eine zusätzliche Straffung nötig. Die Absaugung dauert je nach Ausmaß zwei bis fünf Stunden und wird meist in Tumeszenz-Lokalanästhesie vorgenommen.

Wirkung Nach Einspritzen der Tumeszenzlösung setzt der Chirurg mehrere kleine Hautschnitte von etwa 0,5 cm Länge und führt dort eine dünne Kanüle (2-4 mm) ein. Mit Hilfe einer Vakuumpumpe wird das Fettgewebe durch die Kanüle abgesaugt. Der Arzt schiebt dabei die Kanüle vor und zurück, um die Fettzellen zu lösen. Die kleinen Wunden können vernäht oder offen gelassen werden. Zum Schluss wird eine eng anliegende Kompressionshose angelegt, um die Schwellneigung zu verringern und die Heilung und Ausformung des behandelten Körperareals zu unterstützen. Sie muss bis zu sechs Wochen nach der Fettabsaugung am Po konsequent getragen werden.

Effekt Weniger Fett am Po? Nach zwei bis drei Wochen lässt sich meist schon das Ausmaß der operationsbedingten Veränderungen erkennen. Das Endergebnis ist aber erst nach sechs bis 12 Monaten vollständig ausgeprägt. Je mehr Fett am Po entfernt wurde, desto länger dauert es, weil die Haut sich stärker zusammenziehen muss. Die einmal abgesaugten Fettzellen im Gesäßbereich kommen nicht zurück, aber bei Gewichtszunahmen können sich Fettdepots an anderen Körperstellen, insbesondere in angrenzenden Zonen, ansiedeln.

Risiken und Nebenwirkungen Wundinfektion, Nachblutung, Thrombose sowie Unebenheiten der Haut sind möglich. Wurde zu viel Fett oder an der falschen Stelle abgesaugt, rutscht der Po nach unten ab und wird flach wie ein Pfannkuchen. Gefühlsstörungen der Haut, überschießende Narbenbildung, Hautverfärbungen oder ein Hängen der Haut sind möglich. Sollten die Narben unschön verheilen oder die Hautstruktur unregelmäßig werden, ist ein Korrektureingriff nötig.

Verhalten nach der Behandlung Die Lokalanästhesie wirkt bis zu 16 Stunden nach, so dass man mit einem leichten Schmerzmittel auskommt. Ein oder zwei Tage ist man müde und abgeschlagen. Hüften und Po können sich steif und gespannt anfühlen. Nach einer Woche Genesungszeit (abhängig vom Ausmaß der Operation) ist man wieder arbeitsfähig. Nach sieben bis zehn Tagen werden die Fäden gezogen. Vier Wochen jede körperliche Anstrengung vermeiden und für drei Monate auf direkte Sonnenbestrahlung verzichten.

Kosten Ab 3000 Euro

Po-Implantat für mehr Volumen

"Hypoplasie" lautet der medizinische Fachausdruck für einen zu flachen Po. Er kann schon bei Jugendlichen erbbedingt sein und ein Problem darstellen. Mit einem Po-Implantat kann ihm der Chirurg zu schöneren Rundungen und mehr Volumen verhelfen. Po-Implantate sind wie die Silikonkissen für die Brust aus einem schnittfesten Gel mit oberflächlich angerauten oder glatten, stärkeren Hüllen. Die speziell für den Po entwickelten Polster gibt es in mehreren Größen für Männer und Frauen von 180 bis 400 Milliliter. Welches Po-Implantat gewählt wird, richtet sich nicht nur nach dem eigenen Geschmack. Ausschlaggebend sind auch Beckendurchmesser und Dehnbarkeit der Muskulatur. Der etwa dreistündige Eingriff findet in Vollnarkose und Bauchlage statt.

Wirkung Um mit dem Po-Implantat ein symmetrisches, ästhetisch perfektes Resultat zu erreichen, zeichnet der Arzt die Lage und Größe der Implantate auf die beiden Gesäßhälften. Die Polster müssen stets oberhalb der sogenannten Trochanterlinie platziert werden, die an der unteren Begrenzung des Steißbeins horizontal über die Gesäßbacken verläuft. Diese Positionierung gewährleistet, dass der Patient später bei aufrechter Sitzhaltung nie auf dem Po-Implantat sitzt. Der Schnitt verläuft in der Po-Falte circa fünf bis sieben Zentimeter ab Steißbeinspitze. Von dieser Öffnung aus wird das Gewebe nach beiden Seiten großzügig gelöst, um Platz für das Po-Implantat zu schaffen. Anders als bei der Brust wird das Lager nicht größer angelegt als das Kissen misst, um die Gefahr des Verrutschens zu minimieren. Sitzt es richtig, können die Nähte in der Pofalte geschlossen und für vier bis fünf Tage ein Tapeverband angelegt werden.

Effekt Nach etwa zwei Monaten ist das Ergebnis zu beurteilen. Der Push-up-Effekt bleibt in der Regel dauerhaft erhalten. Ärzte empfehlen jedoch, das Po-Implantat nach zehn Jahren austauschen zu lassen.

Risiken und Nebenwirkungen Anfangs starke Schmerzen und Schwellungen sind normal. In den ersten drei Wochen nach dem Eingriff, bis das Po-Implantat vom Körper mit einer Bindegewebekapsel endgültig fixiert ist, kann es verrutschen. Die Kapsel kann in seltenen Fällen schrumpfen und wie bei Brustimplantaten zu schmerzhaften Verhärtungen führen, die einen Austausch des Implantats erfordern. Werden die Kissen unmittelbar unter der Haut ins Fettgewebe implantiert, können sich später sichtbare Umrisse abzeichnen. Ischiasschmerzen nach der Operation deuten darauf hin, dass der Ischiasnerv verletzt wurde.

Verhalten nach der Behandlung Drei Wochen lang muss der Operierte Tag und Nacht ein festes Miederhöschen mit Bein tragen. Geschlafen wird anfangs nur in Bauchlage. Schmerzmittel und muskelentspannende Medikamente, die eine starke Anspannung der Gesäßmuskeln verhindern, sind Standard nach einem Po-Lifting. Leichte gymnastische Übungen sind nach drei Wochen wieder erlaubt. Auf anstrengende Sportarten muss man sechs bis acht Wochen verzichten.

Kosten Ab 5000 Euro inklusive Implantate

Schamlippen verkleinern oder auffüllen

Im Idealfall entspricht die Form der weiblichen Schamregion einer Muschel. Dabei werden die inneren Schamlippen von den straff und voll ausgeprägten äußeren Schamlippen vollständig bedeckt. Das kann sich mit zunehmendem Alter stark verändern. Am häufigsten ist eine Größen- und Längenzunahme der inneren Schamlippen. Sie können deutlich hervorstehen und unschön nach unten hängen. Aber auch zu große oder erschlaffte äußere Schamlippen sowie eine Kombination ist möglich. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall, in dem die großen Schamlippen zu wenig entwickelt sind. Hier kommt eine Vergrößerung mit Auffüllung des Volumens durch Eigenfett in Betracht. Alle Korrekturen im äußeren Genitalbereich werden in örtlicher Betäubung durchgeführt. Auf Wunsch auch im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose. Je nach Ausdehnung kann der Eingriff zwischen 40 Minuten und 2,5 Stunden dauern.

Wirkung Vor der Operation muss der Genitalbereich vollständig rasiert sein. Die überflüssige Haut- und Gewebemenge wird genau abgemessen, um ein möglichst symmetrisches Ergebnis zu erzielen. Wenn Sie die inneren oder äußeren Schamlippen verkleinern lassen wollen, wird die überschüssige Haut mit dem Skalpell entfernt. Die Wundränder werden dann mit dünnen, sich selbst auflösenden Fäden verschlossen. Soll eine Volumenvergrößerung der äußeren Schamlippen mit Eigenfett erfolgen, wird das Fett zuvor an den Innenseiten der Knie, an Bauch oder Po entnommen. Über einen winzigen Hautschnitt am Ansatz der großen Schamlippen wird es infiltriert.

Effekt Erst nach etwa drei bis vier Wochen ist ein Grossteil der Schwellungen abgeklungen und das Resultat erkenntlich. Die restlichen, kaum noch sichtbaren Schwellungen bauen sich allerdings nur relativ langsam ab. Das kann bis zu einem halben Jahr dauern.

Risiken und Nebenwirkungen Ein brennender Schmerz nach dem Eingriff sowie ein geringes Pelzigkeitsgefühl ist normal und bildet sich bald zurück. Auch mit Schwellung und einem leichten Bluterguss ist zu rechnen. In der Regel ist beides nach wenigen Tagen abgeklungen. Ernsthafte Risiken und Komplikationen entstehen nicht, wenn Sie Ihre Schamlippen verkleinern oder auffüllen lassen. Ebenso wenig sind Gefühlsstörungen in der Klitoris und sexuelle Empfindungsstörungen zu erwarten. Verhalten nach der Behandlung In den ersten Stunden nach dem Eingriff muss die Genitalregion gekühlt werden. Man sollte vorwiegend liegen und am nächsten Tag einen Verbandswechsel beim Arzt durchführen lassen. Ca. vier Tage lang muss ein Antibiotikum eingenommen werden. Ab dem dritten Tag darf man wieder duschen, allerdings die erste Woche ohne Seife. Auf Geschlechtsverkehr sollte man nach so einer Korrektur mindestens vier Wochen verzichten. Denn auch wenn die Wunden bereits verschlossen sind, sind sie noch nicht sehr stabil. Durch eine mechanische Belastung könnten sie wieder aufreißen. Auch auf Sportarten wie Reiten, Radfahren und Joggen sollte man in dieser Zeit verzichten.

Kosten Innere Schamlippen verkleinern ab 1300 Euro, äußere Schamlippen verkleinern ab 2000 Euro, Auffüllen mit Eigenfett ab 1800 Euro

Po-Straffung für mehr Festigkeit

Ein Hänge-Po wird stets durch lockere Haut verursacht, die mit dem Skalpell entfernt werden muss. Mit einer Po-Straffung kann eine größere Festigkeit und bessere Konturierung der Gesäßbacken erreicht werden, so dass die Proportionen zwischen Hüfte und Hinterseite der Oberschenkel verbessert werden können. Dabei lässt sich gleichzeitig eine zu breite Form verkleinern. Eine Po-Straffung wird in einem leichten Dämmerschlaf oder in einer schonenden Vollnarkose ausgeführt.

Wirkung In der sogenannten Umschlagfalte unter dem Po wird ein spindelförmiger Gewebe- und Hautstreifen von zehn bis 15 Zentimeter Länge herausgeschnitten. Sind die Wundränder verschlossen, wird die neue Po-Form mit Tape fixiert. Bei nicht zu starker Erschlaffung ermöglicht eine neuere Operationsmethode eine minimal invasive Vorgehensweise, bei der der Po mit Hilfe eines speziellen Fadenmaterials innerlich "gerafft" wird. Dafür sind nur wenige Millimeter kurze Schnitte notwendig, gerade so groß, um das erforderliche Instrumentarium einführen zu können. In aller Regel verheilen bei einer Po-Straffung die Narben fast unsichtbar.

Effekt Sämtliche Verfärbungen und Schwellungen nach einer Po-Straffung gehen in der Regel innerhalb von drei Wochen zurück, wobei sie aber auch sechs Monate und länger andauern können. Dann erst ist das endgültige Resultat erreicht. Das Operationsergebnis hält lange vor, kann aber die Zeit und den Alterungsprozess nicht stoppen oder die Bildung weiterer Fettpolster vermeiden.

Risiken und Nebenwirkungen Neben den allgemeinen Risiken operativer Eingriffe wie Thrombosen und Embolien muss mit der Bildung von Blutergüssen (Hämatomen) in verschieden großer Ausdehnung gerechnet werden. Wundinfektionen, die zu Eiterungen führen können, sind dank gewebeschonender, keimfreier Operationstechnik und sehr wirksamer Antibiotika sehr selten geworden. Die Spontanschmerzen nach der Operation sind nur mäßig stark, wobei Schmerzen bei Bewegung und besonders beim Sitzen einige Wochen anhalten können.

Verhalten nach der Behandlung Nach zwei Wochen können die Fäden gezogen werden. Mindestens drei Wochen muss man in halbgestreckter Position sitzen, um die Oberschenkel nicht abzubiegen und keine Spannung auf die frischen Nähte am Po auszuüben. Duschen ist nach Schließung der Hautwunde wieder erlaubt. Während der ersten vier Wochen sollte kein Vollbad genommen werden. Zwei Wochen lang müssen Antithrombose-Strümpfe getragen werden. Nach dieser Zeit ist man auch wieder arbeitsfähig. Bei dem minimal invasiven Eingriff kann die Arbeit schon wenige Tage nach der Operation wieder aufgenommen werden, wenn sie körperlich nicht zu schwer ist. Das Tragen eines Mieders ist wichtig, wobei die Dauer vom Umfang des Eingriffes abhängt. Meist handelt es sich um ca. zwei Monate. Mit sportlichen Aktivitäten und Saunagängen sollte frühestens nach ca. acht bis zehn Wochen wieder begonnen werden.

Kosten Ab 1900 Euro für den minimal invasiven Eingriff, ab 6000 Euro für die größere Operation. Die Gesamtkosten hängen von der Art der Betäubung (örtliche Betäubung, Dämmerschlaf, Vollnarkose), der Nachbehandlung (nur ambulant oder kurzer Klinikaufenthalt) und der Unterbringung (Ein-Bett- oder Zwei-Bett-Zimmer) ab.

Isolagen, gezüchtet im Labor

Das glättende Isolagen-Verfahren ist kein Faltenfüller im herkömmlichen Sinn, sondern setzt genau dort an, wo der Alterungsprozess beginnt: in der Hautzelle. Dazu wird unter lokaler Betäubung eine kleine Gewebeprobe hinter dem Ohr entnommen. Mit Spezialkleber verschlossen und einem Pflaster abgedeckt, ist die Wunde nach fünf Tagen wieder verheilt. Von der Probe werden in einem Speziallabor innerhalb von zwölf Wochen Millionen von Bindegewebszellen (Fibroblasten) gezüchtet und mit Hilfe eines flüssigen Trägermaterials injizierbar gemacht. Die Isolagen-Zelltherapie eignet sich bei Fältchen im Gesicht, an Hals und Dekolleté sowie gegen Aknenarben.

Wirkung Die gezüchteten Fibroblasten werden oberflächlich in die Haut appliziert. Dort produzieren sie neues Kollagen und Elastin. Auf diese Weise wird die Hautstruktur verbessert. Das Gewebe wird fester, Fältchen und Falten reduziert.

Effekt Einen schnellen Erfolg darf man mit Isolagen nicht erwarten. Erste optische Verbesserungen lassen sich nach etwa vier Wochen feststellen, dann findet in der Regel eine zweite Behandlung mit Isolagen statt. Nach etwa sechs Monaten ist ein Rückgang der Narben und eine straffere Haut deutlich erkennbar. Manchmal zeigt sich selbst noch zwei Jahre nach der Erstbehandlung eine kontinuierliche Hautverjüngung, die bis zu zehn Jahren anhalten kann.

Risiken und Nebenwirkungen Vor allem im empfindlichen Augenbereich kann es leichte Schwellungen geben. Auch Rötungen sind möglich. Diese unerwünschten Nebenwirkungen halten mitunter zwei bis drei Tage an. Da körpereigenes Material verwendet wird, sind weder Allergien noch Abstoßungsreaktionen zu befürchten.

Verhalten nach der Behandlung Sofort nach der Unterspritzung müssen die behandelten Stellen gut gekühlt werden. Auf kosmetische Prozeduren wie Gesichtsmassagen etc. sollte man in den ersten Tagen verzichten. Sonne, Sauna und Solarium eine Woche lang meiden. Vorsichtig Haare waschen bis die Wunde hinter dem Ohr verheilt ist. Kosten ca. 4000 Euro für einen Behandlungszyklus. Auf Wunsch lagert das Isolagen®-Labor die entnommenen Zellen auf unbestimmte Zeit. So kann man sich jederzeit mit seinen eigenen jungen Zellen erneut behandeln lassen.

Fett am Rücken absaugen - weg mit den Wülsten

Im Alter verändert sich auch die Knochenstruktur und die Wirbelsäule wird kürzer, wobei die Fettgewebsschicht und der Hautmantel darüber erhalten bleiben. Die Folge sind girlandenförmige Haut- und Fettfalten auf dem Rücken. Diese Wülste sehen wie Tannenbäume aus und verbreitern optisch die Taille. Sie treten auch bei schlanken Personen auf. Die Fettabsaugung wird ambulant in Tumeszenz-Lokalanästhesie durchgeführt und dauert ca. eine Stunde. Nicht zu ausgeprägte Wülste am Rücken lassen sich auch mit der Fett-weg-Spritze (Injektionslipolyse) behandeln.

WirkungSobald die Tumeszenzlösung eingespritzt und eingewirkt ist, setzt der Chirurg in Höhe der Taille je einen kleinen Schnitt rechts und links der Wirbelsäule. Von diesen Öffnungen aus saugt er die Speckröllchen mit feinen Kanülen ab. Die Schnitte werden anschließend vernäht oder nur verklebt. Das Kompressionsmieder, das sofort danach angelegt wird, sollte von der Hüfte bis unter die Brust reichen.

Effekt Nach etwa zwei Wochen, wenn die Hauptschwellungen am Rücken abgeklungen sind, lässt sich das Ergebnis der Korrektur beurteilen. Bei sehr ausgeprägten Fett-Wülsten kann es notwendig sein, dass der Eingriff nach sechs bis 12 Monaten wiederholt wird.

Risiken und Nebenwirkungen Neben den üblichen Risiken einer Operation wie Wundinfektion, Nachblutung, Schwellungen und Blutergüssen kann es zu optischen Fehlergebnissen kommen. Asymmetrien und Wellen treten immer dann auf, wenn die Übergänge im Gewebe nicht sanft genug modelliert wurden.

Verhalten nach der Behandlung Duschen ist nach zwei Tagen wieder erlaubt. Für etwa drei Monate sind intensive Sonnenbäder zu unterlassen, ebenso Sauna und Solarium. Mit leichtem Sport kann man nach vier Wochen wieder anfangen, aber nichts unternehmen, das die Rückenpartie zu stark dehnt. Bis zur vollständigen Abheilung und Rückgang der Schwellungen am Rücken sollte man möglichst nicht auf dem Rücken schlafen.

Kosten Sie wollen sich auch Fett am Rücken entfernen lassen? Dann müssen Sie ab 2000 Euro für die Behandlung einplanen.

Kinnkorrektur - für ein schöneres Profil

Als Profilplastik bezeichnen Ärzte die gleichzeitige Korrektur von Nase und Kinn, um ein ausgewogenes Gesichtsprofil zu erreichen. Aber auch für sich allein kann ein stark fliehendes oder auffällig vorstehendes Kinn dank einer Kinnkorrektur operativ verändert werden. Ist allerdings eine Kieferfehlstellung die Ursache, muss diese zuerst von einem Kieferchirurgen behoben werden. Ein zu kleines oder fliehendes Kinn wird mit einem Implantat vergrößert. Zur Wahl stehen körpereigene Substanzen wie Knochen/Knorpel aus dem Becken, Ohr oder Rippen. Wird gleichzeitig der Nasenhöcker abgetragen, verwendet man dieses Material. Solche Transplantate müssen zwar erst geformt werden, haben aber den Vorteil, dass sie am besten einheilen und nicht abgestoßen werden. Bei vorgeformten Silikonkissen oder künstlichem Knochen (Hydroxylapatit) sind Fremdkörperreaktionen möglich, aber das ästhetische Ergebnis ist oft besser. Soll eine Kinnverkleinerung vorgenommen werden, wird der Knochen entweder abgefeilt oder durch Herausnehmen eines Keils an der Kinnunterseite korrigiert. Beide Methoden der Kinnkorrektur dauern jeweils 40 bis 60 Minuten und können in Vollnarkose oder unter örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf durchgeführt werden.

Wirkung Der Zugang erfolgt bei einer Kinnkorrektur durch einen Schnitt im Mund an der Innenseite der Unterlippe oder von außen durch einen Schnitt unter dem Kinn. Bei der Vergrößerung werden Haut und Unterhautgewebe abgetrennt, um eine Tasche für das Implantat zu schaffen. Kunststoffimplantate werden mit Nähten an der Knochenhaut fixiert, während Knochen-/Knorpeltransplantate mittels einer Platte und Schrauben, die im Gewebe verbleiben, mit dem Kinn verbunden werden. Bei einer Verkleinerung wird der zu stark vorspringende Knochen entfernt und der verbleibende Teil glatt gefeilt. Nähte im Mund werden mit einem selbst auflösenden Faden vernäht. Den äußerlichen Schnitt verschließt ein Faden, der nach etwa einer Woche gezogen wird. Zum Schluss erhält das Kinn eine Stütze durch Pflasterstreifen.

Effekt Etwa fünf Tage nach der Kinnkorrektur beginnen die Schwellungen abzuklingen und die neue Kinnform stellt sich dar. Eine Woche nach der Kinnkorrektur kann man sich auch wieder der Öffentlichkeit zeigen. Ist das Kinn einmal mit Erfolg korrigiert, hält es ein Leben lang.

Risiken und Nebenwirkungen Schmerzen treten vor allem nach Eingriffen am Knochen auf. Komplikationen sind bei einem erfahrenen Chirurgen eher selten. Allerdings kann es wie bei jeder Operation auch bei einer Kinnkorrektur zu Infektionen, Blutungen und Nervenverletzungen kommen. Implantate können sich infizieren oder verrutschen. Bei Abwehrreaktionen des Körpers muss das Polster wieder entfernt werden. Normal ist bei einer Kinnkorrektur ein Taubheitsgefühl an Kinn und Unterlippe für etwa zwei bis drei Wochen.

Verhalten nach der Behandlung Gegen die Schwellungen nach einer Kinnkorrektur hilft ein Hochlagern des Oberkörpers im Liegen und kühlen mit Kältepacks. Zu viel Wärme wie heiße Wannen- oder auch bereits Fußbäder sind in den ersten Tagen eher ungünstig. Lieber nur kurz warm duschen. Das Essen anfangs auf flüssige Nahrung beschränken und körperliche Anstrengungen nach einer Kinnkorrektur vermeiden.

Kosten Eine Kinnkorrektur kostet ab 2000 Euro.

Silikonöl, Dauerfüller mit Risiken

Obwohl in Deutschland viele Ärzteverbände zur Vorsicht raten bei der Anwendung von dauerhaften Füllstoffen, erlebt gerade Silikonöl eine Renaissance. Insbesondere in den USA wird es häufig zur Lippenmodellierung verwendet. Dort ist Silikonöl als "Silikon 1000" zur Behandlung von Netzhautablösung zugelassen. Die Zulassung von Silikonöl zur Faltenunterspritzung unter der Bezeichnung SilSkin steht noch aus. Bei uns ist Flüssigsilikon zur Faltenunterspritzung offiziell zwar nicht erlaubt, trotzdem verwenden es einige Ärzte wegen seiner kosmetisch sehr guten Ergebnisse. Das Risiko liegt auch weniger in der Substanz selbst als in den Qualitätsunterschieden bei Silikonöl. Zur ästhetischen Unterspritzung darf es keinerlei Verunreinigungen enthalten wie es früher oft der Fall war.

Wirkung Auch in reinster Form darf Silikonöl nur in winzigen Tropfen ins Gewebe gespritzt werden, um beispielsweise Nasolabial- oder Stirnfalten aufzufüllen oder das Lippenvolumen zu vergrößern.

Effekt Das Ergebnis zeigt sich sofort. Allerdings sollte man aus Sicherheitsgründen immer mehrere Behandlungen vornehmen, um sich langsam an das gewünschte Resultat heranzutasten.

Risiken und Nebenwirkungen Wird verunreinigtes Silikonöl verwendet oder zu große Mengen auf einmal ins Gewebe eingebracht, können sich noch nach Jahren die gefürchteten Nebenwirkungen einstellen wie Entzündungsreaktionen, Knötchen und Geschwüre in den behandelten Regionen. Das Fatale daran: Einmal injiziertes Silikonöl lässt sich kaum mehr aus dem Gewebe entfernen, ohne dort große Defekte zu verursachen.

Verhalten nach der Behandlung Wie bei jeder Unterspritzung in den ersten Tagen Sonne und andere Hitzeeinwirkungen vermeiden.

Kosten Eine Behandlung mit Silikonöl kostet ab 800 Euro.

Kollagen, der Klassiker

Kollagen ist ein natürlicher Bestandteil der Haut. Mit 60 Prozent hat es den Hauptanteil am Bindegewebe, der mit dem Alter kontinuierlich abnimmt und Falten entstehen lässt. Für die Faltenunterspritzung gilt Kollagen als Klassiker, weil es die Eigenschaften von natürlichem Kollagen nachahmt. Ursprünglich wurde Kollagen aus Haut und Sehnen von speziell gezüchteten Rindern gewonnen, wird aber mit Rücksicht auf die BSE-Problematik von immer weniger Ärzten eingesetzt. Seit 2007 ist ein neues Kollagen aus Schweinesehnen mit dem Handelsnamen "EvolenceTM" auf dem Markt, das aufgrund seiner Quervernetzung auch länger haltbar ist in der Haut. Zudem ist Kollagen besonders gut verträglich und erfordert keinen vorherigen Allergietest wie er beim Rinderkollagen vorgeschrieben ist. Kollagen ist für feine Fältchen in sensiblen Bereichen wie Augen und Mund sehr gut geeignet. Aber auch mittlere bis tiefe Falten an der Stirn, Nasolabialfalten, Linien an den Mundwinkeln und Lippen lassen sich mit Kollagen auffüllen.

Wirkung Das Bio-Implantat wird mit einer feinen Kanüle direkt dort unter die Hautoberfläche eingespritzt, wo sich das körpereigene Kollagen abgeschwächt hat und Falten entstanden sind.

Effekt Indem die Vertiefung mit Kollagen unterfüttert wird, gleicht sich das Hautniveau aus. Die Falte ist sofort verschwunden. Der glättende Effekt durch Kollagen hält bis zu 12 Monate. Über diesen Zeitraum wird der Füller vollständig vom Körper abgebaut. Es kann jederzeit Kollagen nachgespritzt werden.

Risiken und Nebenwirkungen Rötungen und Schwellungen um die Einstichstellen sind normal und meist schon am nächsten Tag wieder verschwunden. Bei Rinder-Kollagen können selbst nach mehreren Injektionen noch Unverträglichkeiten auftreten. Die Allergierate wird mit zwei bis sechs Prozent angegeben.

Verhalten nach der Behandlung Während der ersten Tagen sollte man extreme Temperaturen und intensive Sonne vermeiden, weil sich sonst das Risiko für eine Entzündung erhöht ist.

Kosten Die Behandlung mit Kollagen kostet ab 300 Euro.

Brauen- und Stirnlifting - öffnet den Blick

Ein Stirnlifting glättet nicht nur Denkerfalten, sondern kann auch eine abgesunkene Brauenpartie wieder anheben und an ihre ursprüngliche Position zurückbringen. Oft sind gerade die tiefstehenden Augenbrauen schuld daran, wenn die Oberlider hängen und gibt dem Gesicht einen müden Ausdruck. Nicht selten lässt sich damit ein Lidlifting umgehen.

Wirkung Beim klassischen Coronarschnitt muss die gesamte Stirn abgelöst werden, um einen Hautstreifen von ein bis zwei Zentimetern zu entfernen. Dafür wird im Haaransatz über der Stirn ein Schnitt von Schläfe zu Schläfe gesetzt. Diese Technik wird heute nur noch in Ausnahmefällen bei sehr starkem Hautüberschuss angewendet. Für das moderne endoskopische Verfahren reichen drei bis fünf viereinhalb Zentimeter kleine Schnitte im behaarten Bereich als Zugang bei einem Stirnlifting aus. Bevor der Arzt mit speziellen Mini-Instrumenten die Weichteile unter der Knochenhaut bis zur Nasenwurzel und unterhalb der Augenbrauen abhebt, wird eine Tumeszenzlösung eingespritzt, die das Ablösen des Gewebes erleichtert. Der Muskelanteil, der die Stirnfalten verursacht, wird entfernt. Das Stirngewebe wird um 0,5 bis 1,5 Zentimeter nach oben gestrafft und mit kleinen Schrauben im äußeren Anteil des Schädelknochens verankert. Beide Methoden der Straffung können in Vollnarkose oder Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Effekt Sofort nach dem etwa einstündigen Stirnlifting sieht man das Ergebnis: Der Blick ist offener, die Stirn geglättet. Die Haltbarkeit der Straffung wird mit acht bis zehn Jahren angegeben.

Risiken und Nebenwirkungen Für eine Woche nach dem Stirnlifting kann sich die Region unterhalb der Augen blau verfärben. Kopfschmerzen sind in den ersten 48 Stunden möglich. Spannungsschmerz und Schwellungen sollten nach einer Woche abgeklungen sein. Bei dem endoskopischen Verfahren kommt es seltener zu Haarausfall und Sensibilitätsstörungen als beim Coronarschnitt. Asymmetrische Brauen sind möglich, wenn das Gewebe ungleichmäßig ausgedünnt wurde. Wird beim Stirnlifting mit dem Bohrer zu tief in die Schädeldecke gebohrt, tritt schlimmstenfalls Hirnwasser über die Schraubstelle aus. Nervenverletzungen verursachen eine eingeschränkte Beweglichkeit der betroffenen Augenbraue.

Verhalten nach der Behandlung Nach dem Stirnlifting wird für eine Woche ein Kopfverband angelegt. Um Nachblutungen zu vermeiden, sollte man sich die ersten drei Tage nach dem Stirnlifting ausruhen. Nach einer Woche werden die Schrauben wieder entfernt. Bis dahin keinen Sport treiben und nicht schwer körperlich arbeiten. Nur in Rückenlage schlafen. Das direkte Sonnenlicht sollte man zwei Monate lang meiden.

Kosten Coronarschnitt/endoskopisch ab 3000 Euro

Laser-Typen - für unterschiedliche Hautprobleme

Laser ist die Abkürzung für "Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation". Das bedeutet Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung. Obwohl derzeit Lasergeräte auch von Nicht-Medizinern angewendet werden dürfen, gehören Laser ausschließlich in die Hand von Ärzten oder medizinisch geschultem Personal. Denn jede dieser Laser-Behandlungen führt zu einer - teils erwünschten - Erhitzung der Haut. Daraus resultieren mögliche Nebenwirkungen wie Verbrennungen, Blasen- oder Krustenbildung (bei manchen Lasern unumgänglich), Pigmentverstärkung, aber auch Depigmentierung, Narbenbildung, Schmerzhaftigkeit.

Rubin- und Neodym-YAG-Laser Typ: Beide Laser-Typen sind gütegeschaltete Festkörperlaser, die hohe Energie in sehr kurzer Zeit abgeben. Als abtragende (abladierende) Laser-Typen eignen sie sich für braune, grüne, blaue, schwarze Pigmente aller Art. Sie können ohne Anästhesie angewendet werden. Beim Rubinlaser ist eine Krustenbildung für ein bis zwei Wochen zu erwarten. Einsatzgebiet: Alters- und Sonnenflecken, Sommersprossen, Pigmentverstärkungen. Nur eingeschränkt einsetzbar bei Melasma und Mongolenfleck. Der Rubinlaser ist das Mittel der Wahl zur narbenfreien Entfernung von Tätowierungen und kann auch als Epilationslaser benutzt werden. Der Neodym-Yag wird vorwiegend für blaue Hämangiome und blaue Besenreiser eingesetzt.

ST-Harmony Typ: Ein Basisgerät produziert die Energie. Dazu gibt es verschiedene Handstücke, in denen der eigentliche Laser steckt. Durch die unterschiedlichen Wellenlängen kann ein großes Spektrum von Einsatzgebieten abgedeckt werden. In der Regel sind drei bis fünf Behandlungen in ein- bis zweiwöchigem Abstand notwenig. Einsatzgebiet Wellenlänge 420 - 950 nm: Entzündliche Form der Akne. Zielstrukturen sind die Pigmente der Aknebakterien. Die Behandlung ist ohne Anästhesie möglich. Ausgenommen sind dunkle Hauttypen, da Pigmentstörungen auftreten können. Einsatzgebiet Wellenlänge 570 - 950 nm: Hautverjüngung von lichtgeschädigter und gealterter Haut. Zielstrukturen sind Melanin und Hämoglobin. Anwendung ohne Anästhesie möglich. Behandelt werden können Gesicht, Hände und Dekolleté. Einsatzgebiet Wellenlänge 650 - 950 nm: Hauterschlaffung in Gesicht und Dekolleté beispielsweise durch übermäßige Sonnenexposition. Keine Anästhesie erforderlich, da die Haut nur in der Tiefe erhitzt wird, um den Kollagenaufbau anzuregen. Im gepulsten Energiemodus kann er auch zur Haarentfernung benutzt werden

CO2- und Erbium-YAG-Laser Typ: Die Behandlung mit dem Kohlendioxid-Laser ist schmerzhaft und nur unter Lokalanästhesie oder Narkose möglich. Über der abgetragenen Haut bildet sich eine Kruste. Bei großflächiger Anwendung muss mit Ausfallzeiten bis zu 14 Tagen gerechnet werden. In der Wirkung ähnlich ist der Erbium-YAG, ein Festkörperlaser. Allerdings findet hier keine Koagulation von Blutgefässen statt, daher ist ein blutfreies Arbeiten nicht möglich. Dafür ist die Behandlung gewebeschonender. Neu ist die Technik des ActiveFX, ein Kohlenstoffdioxidsystem, das die Hautoberfläche nicht durchgängig verdampft, sondern schmale, brückenartige Partien von unbehandelten Stellen stehen lässt. Dadurch sind Behandlungsdauer, Heilungsprozess und auch Kosten deutlich reduziert. Einsatzgebiet: Alle gutartigen Hautveränderungen wie Lichtschäden (Keratosen). Im ultrahochgepulsten CO2-Modus kann auch eine Falten- und Narbenbehandlung (Aknenarben) durchgeführt werden. Der ActiveFX eignet sich besonders zur Behandlung von Sonnenfältchen, schwachem Bindegewebe und Pigmentverschiebungen an dünnhäutigen und empfindlichen Hautzonen wie Hals, Dekolleté und Hände.

Light-Sheer Typ: Der Diodenlaser ist ohne Anästhesie anwendbar. Nur an sehr empfindlichen Körperregionen empfiehlt es sich, vorher eine betäubende Creme aufzutragen. Einsatzgebiet: Haarentfernung. Wirkt nur bei dunklen Haaren, weil sie genügend Energie in die Tiefe des Haarschafts leiten. Ziel ist die thermische Zerstörung der Haarpapille. Da jedes Haar zyklisch wächst und ausschließlich in der Wachstumsphase Kontakt mit der Papille hat, sollten die Behandlungen alle drei bis sechs Wochen erfolgen und nur in den sonnenarmen Monaten.

KTP-Laser Typ: Ein Festkörperlaser, bei dem ein KTP-Kristall durch Frequenzverdoppelung aus der Strahlung eines Nd:YAG- Lasers eine grüne Strahlung erzeugt. Einsatzgebiet: Hellrote Gefäße, rote Hämangiome, Rosazea (Couperose), Feuermale, altersbedingte Blutschwämmchen und hellrote Besenreiser.

Cool Touch-Laser Typ: Ein nicht abladierender Nd:YAG-Laser, mit dem eine sehr tiefe Wirkung auf das Bindegewebe und damit eine Kollagenneubildung erreicht werden kann. Wird ohne Betäubung benutzt, da unmittelbar vor bzw. nach jedem Laserimpuls eine Kühlung der Hautoberfläche mittels flüssigem Stickstoff erfolgt. Keine Vor- oder Nachbehandlung der Haut notwendig, keine Krustenbildung, keine Abheilungsphase, keine Ausfallzeit. Einsatzgebiet: Aknenarben, Hautverjüngung bei licht- oder mimisch bedingten Falten und lichtbedingter Hauterschlaffung (solare Elastose).

Kosten ab 80 Euro für eine kleine Fläche bis zu 7000 Euro für eine komplette Gesichtsstraffung

Thermolifting macht die Haut wieder elastisch

Bei den neuen, sanften Straffungsmethoden wie Thermolifting wird die untere Lederhaut aufgeheizt, während die darüber liegende Oberhaut völlig intakt bleibt. Bei der Thermage-Therapie werden hochfrequente Radiowellen eingesetzt ("ThermaCool TC"). Die "Harmony"-Therapie basiert auf einer weiter entwickelten Lichttechnologie. Behandeln lässt sich das ganze Gesicht oder nur erschlaffte Zonen wie Unterlider, Wangen, die untere Wangen-Kinn-Partie und der Hals.

Wirkung Beide Methoden verfolgen das gleiche Ziel: Die Kollagenfasern sollen gestrafft und die Zellregeneration angeregt werden. Durch ein Abflachen der seborrhoischen Drüsen ergibt sich außerdem ein verfeinertes Hautbild. Während das laserähnliche Gerät über die Haut bewegt wird, verspürt man kurzzeitig ein Brennen oder Hitzegefühl. Um es zu reduzieren, kann vorher eine Anästhesiecreme aufgetragen werden.

Effekt Ein Verjüngungseffekt von etwa fünf Jahren ist mit Thermolifting zu erreichen. Die sofortige glättende Wirkung ist eher auf eine leichte Schwellung zurückzuführen und nur vorübergehend. Langzeitergebnisse werden erst nach zwei bis sechs Monaten sichtbar, denn so lange dauert es, bis sich die elastischen Fasern im Bindegewebe neu formiert haben. Mit dem "Thermage"-Gerät ist meist eine einmalige Behandlung ausreichend, während bei "Harmony" drei bis vier Sitzungen erforderlich sind. Die Haltbarkeit wird jeweils mit mehreren Jahren angegeben.

Risiken und Nebenwirkungen Anfangs sind leichte Rötungen und Schwellungen möglich. Etwa 10 Prozent aller Patienten sprechen aus ungeklärten Gründen nicht auf Thermolifting an. Wenig wirksam ist sie auch bei älteren Patienten mit unelastischer Haut. Erfolgt die "Thermage"-Behandlung mit zu hoher Energie, baut sich zu viel Fett ab und es kann zu einem hohlwangigen Aussehen kommen. Ein dunklerer Teint kann bei der "Harmony"-Therapie mit Überpigmentierungen reagieren, die aber nach einigen Tagen wieder verschwinden.

Verhalten nach der Behandlung Sauna und Hitzeanwendungen im Gesicht sollten zwei Tage vor und nach dem Thermolifting nicht durchgeführt werden. Starker Nikotingenuss und regelmäßige UV-Lichteinwirkungen können den Erfolg reduzieren und sollten deshalb im Behandlungszeitraum unterbleiben. Wurde vorher Botox gespritzt, muss eine Wartezeit von zwei Wochen eingehalten werden.

Kosten Je nach Größe der zu behandelnden Hautpartie. Unterliderstraffung mit "Harmony"-Therapie z. B ab 180 Euro pro Sitzung, "Thermage" ab 1200 Euro bis 4000 Euro für das ganze Gesicht.

Venushügel - kleiner saugen

Manche Frauen stören sich daran, dass sich ihr Scham- oder Venushügel gerade in enger Kleidung deutlich abzeichnet. Seine Ausprägung ist zum großen Teil genetisch bedingt, verändert sich aber im Laufe des Lebens. Da es sich um eine Vermehrung des Fettgewebes handelt, können Gewichtszunahmen dafür verantwortlich sein, aber auch die Wechseljahre. Ein voluminöser Venushügel kann durch eine Fettabsaugung, wie sie auch an anderen Körperstellen durchgeführt wird, verkleinert und abgeflacht werden. Sie erfolgt in Form einer Tumeszenzanästhesie mit örtlicher Betäubung. Der Eingriff dauert circa eine Stunde und wird ambulant vorgenommen.

Wirkung Eine komplette Rasur des Intimbereichs sollte vorher durchgeführt werden. Vor der eigentlichen Absaugung wird dann eine spezielle Tumeszenzflüssigkeit in das betreffende Gewebe eingespritzt, die das Fettgewebe verflüssigt. Sobald sie eingewirkt ist, kann die Absaugung am Venushügel erfolgen. Dafür sind zwei kleine, ca. 2 mm lange Schnitte erforderlich, durch die die dünnen Saugkanülen eingeführt werden können. Die Narben verheilen nahezu unsichtbar. Besteht ein Hautüberschuss, kann dieser durch einen zusätzlichen kleinen Schnitt im Schamhaarbereich reduziert werden.

Effekt Wie bei sonstigen Fettabsaugungen ist das Gewebe in den nächsten Tagen geschwollen. Erst nach völligem Abklingen zeigt sich das Ergebnis.

Risiken und Nebenwirkungen In den ersten Tagen ist der Schambereich extrem schmerz- und druckempfindlich. Die Gefahr von Komplikationen bei Operationen im Intimbereich ist eher gering. Sehr selten kann es zu Nachblutungen oder Entzündungen kommen.

Verhalten nach der Behandlung Viele Ärzte verordnen für zwei bis drei Wochen das Tragen eines Kompressionsmieders, damit das Gewebe in Ruhe schrumpfen kann. Von körperlicher Betätigung jeglicher Art wie Sport ist für zwei Wochen abzuraten. Geschlechtsverkehr ist für eine Woche tabu.

Kosten Ab 1200 Euro

Wangen-Implantat - markant geformt

Eine Jochbogenkorrektur wird vorgenommen, wenn die Wangenknochen zu stark hervortreten oder was häufiger ist, wenn sie eine stärkere Betonung erhalten sollen. Denn bei einem zu schwach ausgeprägten Wangenknochen entsteht der Eindruck eines "Tellergesichts". Der Aufbau der Wangen erfolgt wie beim Kinn meist durch Implantation eines kompakten, vorgeformten Silikonkissens. Alternativ, aber auch aufwendiger ist der Einsatz von körpereigenem Knochen/Knorpel-Material. Der Eingriff wird unter Lokalanästhesie mit Dämmerschlaf vorgenommen. Der Schnitt liegt in der oberen Lippenumschlagfalte innen über der oberen Zahnreihe oder unterhalb des Unterlids wie bei einer Lidkorrektur.

Wirkung Sind Haut und Unterhautgewebe abgetrennt, wird zum Wangenaufbau die Gewebetasche für das Wangen-Implantat präpariert. Ist das Polster in die richtige Position gebracht, wird der Haut- bzw. Schleimhautschnitt vernäht. Soll ein zu prägnanter Knochen verkleinert werden, erfolgt das über denselben Zugang. Der Knochen wird mit einer kleinen Säge abgetragen, glatt gefeilt und dann die Wunde vernäht.

Effekt Schwellungen und Blutergüsse lassen anfangs nur wenig von dem Resultat erkennen. Sie sind nach etwa einer Woche abgeklungen. Musste am Knochen gefeilt werden, muss man sich eine Woche länger gedulden. Das endgültige Ergebnis ist dauerhaft.

Risiken und Nebenwirkungen Das Operationsrisiko und die Schmerzen sind bei einem Wangen-Implantat gering. Häufiger kommt es bei einem Wangen-Implantat zu Unzufriedenheiten mit dem optischen Resultat. Ist die Gewebetasche zu groß geraten, kann sich das Polster verschieben und sogar wandern. Eine Korrektur ist dann unumgänglich. Bei Infektion oder Allergie auf ein künstliches Wangen-Implantat kann es zu Abstoßungsreaktionen führen und es muss wieder entfernt werden.

Verhalten nach der Behandlung Damit sich die Schwellungen in Grenzen halten, muss man anfangs viel kühlen. Die äußerlichen Fäden zieht der Arzt nach fünf Tagen, innen liegende werden von selbst resorbiert. Liegt der Schnitt im Mundinneren, muss man bis alles verheilt ist als Schutz vor Infektionen nach jeder Mahlzeit mit einem ärztlich verordneten Mittel den Mund spülen. In dieser Zeit am besten nur weiche und flüssige Speisen zu sich nehmen. Auch eine Überwärmung des Gesichts wie durch Sauna und Sport ist zu vermeiden.

Kosten Eine Behandlung mit einem Wangen-Implantat kostet ab 3000 Euro.

Header-Foto: Corbis

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