Diese Wirkung hat Kaffee auf unsere Haut

Wir lieben Kaffee. Wir trinken sogar mehr Kaffee als Wasser. Aber was macht der braune Wachmacher eigentlich mit unserer Haut?

Alles auf Kaffee

162 Liter pro Kopf im Jahr – so viel Kaffee schlürft der Durchschnittsdeutsche. Mehr als Wasser, denn davon trinken wir nur schlappe 143,5 Liter. Filterkaffee, Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso – die Liste der Kaffeespezialitäten ist lang. Seit Jahren trinken wir ihn auch nicht mehr nur zu Hause, sondern ganz en vogue "to go", wo auch immer wir gerade sind. Aber was macht die Bohne eigentlich mit unserer Haut? Schaden oder schmeicheln?

Schonwaschgang am Morgen  Wascht ihr euch zweimal am Tag das Gesicht? Das könnt ihr euch sparen! "Die Haut sollte allabendlich schonend, aber gründlich und mit einem zum Hauttyp passenden Produkt gereinigt werden. Am Morgen reicht warmes Wasser. Ausnahme: sehr fettige Haut; die profitiert auch morgens von einem entsprechenden Reinigungsprodukt", so Dr. Paes. Und wie sieht es mit Gesichtswasser aus? "Bei Reinigungsmilch oder -öl ist es ein absolutes Muss, da Gesichtswasser die Pflegerückstände entfernt. Bei allen anderen Reinigungsprodukten kann es helfen, den pH-Wert der Haut schneller zu stabilisieren. Ist sie gesund, bekommt sie das aber auch allein hin."  Richtig layern - die Reihenfolge ist wichtig!  Erst das Serum und dann die Creme? Oder doch andersrum? Dr. Paes weiß, wie's geht: "Beim täglichen Pflegekonzept kann man sich an der Konsistenz der Produkte orientieren. Flüssigere Texturen sind zuerst dran. Nach der Reinigung kann man mit einem Serum starten und dann ein auf den Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut angepasstes Produkt auftragen. Zum Schluss folgt, bei absehbarer Sonnenexposition, ein guter UV-Schutz." Ganz wichtig: Ihr solltet nicht zu viele verschiedene Produkte benutzen, da es die Haut überfordern könnte. Außerdem solltet ihr die einzelnen Schichten jeweils kurz einwirken lassen.  Sanfter peelen - oder gar nicht  Gepeelte Haut fühlt sich zart an, leuchtet rosig - und nimmt Wirkstoffe besser auf. Gute Gründe also, um ein Peeling ins abendliche Beauty-Ritual einzubauen. "Ein- bis maximal zweimal pro Woche genügen", rät Dr. Pia M. Paes. "Andernfalls kann die Schutzbarriere der Haut geschädigt werden. Meist gut vertragen werden Enzym-Peelings, die eine porentiefe Reinigung ermöglichen, ohne die Haut durch Schleifpartikel zu irritieren. Ist sie sehr empfindlich, sollte man aber ganz aufs Peelen verzichten. Das gilt auch bei entzündlichen Erkrankungen wie Akne oder Rosacea." Weiterer Softie-Tipp: Peeling-Pulver, die mit Wasser angemischt werden.

Ist Kaffee gut für die Haut?

Die Gerüchteküche brodelt wie eine verkalkte Filtermaschine. Trocknet zu viel Kaffee die Haut aus? Verursachen die Massen an Kuhmilch Pickel? Diverse Studien haben sich in den vergangenen Jahren mit dem Verhältnis zwischen Kaffee und Haut beschäftigt und Spannendes herausgefunden.

1. Kaffee kann das Hautkrebsrisiko senken

Das National Cancer Institute in den USA konnte in einer 10-jährigen Studie belegen, dass Kaffeekonsum das Risiko an Hautkrebs zu erkranken um 20% senken kann. Besonders vor der aggressiven Form des malignen Melanoms schütze er die Probanden. Wichtig: Der beste Schutz vor Hautkrebs ist immer noch, die Haut vor UV-Strahlen abzuschirmen – und nicht, die Tassenmenge des Tages zu erhöhen.

2. Kaffee erzeugt Stress - und der macht fahle Haut

Koffein regt die Nebenniere zur Adrenalin- und Cortisolproduktion an – und versetzt uns somit in einen Stresszustand. Das empfinden wir zwar kurzfristig als Kick, aber es bringt uns in eine Koffein-Spirale. Der erhöhte Kaffeekonsum führt schnell zu fahler Haut, denn wenn der Körper mit Stresshormonen überflutet wird, kommt es zu einer Verengung der feinsten Blutgefäße. Das Phänomen kennen wir von Schrecksituationen: Man wirkt blass um die Nase.

3. Trocknet Kaffee die Haut aus?

Die Wissenschaft ist sich sicher: Bei gemäßigtem Kaffeekonsum (ca. 5 bis 7 Tassen) wurde keine entwässernde Wirkung auf den Körper festgestellt. Kaffee hat zwar einen harntreibenden Effekt, denn Koffein signalisiert den Nieren, vermehrt Flüssigkeit auszuscheiden, aber wer täglich Kaffee trinkt, gewöhnt sich aber an den Effekt. Das kurzfristige Ausschwemmen wirkt sich dann nicht mehr auf den Flüssigkeitshaushalt des Körpers und die Haut aus.

4. Die Milch im Kaffee verursacht Pickel

Dermatologen raten Akne-Patienten zu beobachten, ob Milchprodukte einen negativen Einfluss auf ihren Hautzustand haben – und gegebenenfalls auf Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index, Milch und Milchprodukte ganz zu verzichten. Wer viel Latte Macchiato und Co trinkt, und unter Pickeln leidet, sollte es vielleicht mal mit Sojamilch probieren oder schwarz trinken. Die Bohne selbst ist aber unschuldig.

5. Kaffee als Anti-Aging-Waffe

Kann Kaffee unsere Haut verjüngen? Er enthält tatsächlich Antioxidantien, die unserem Körper als Radikalfänger im Kampf gegen den Alterungsprozess zur Seite springen. Die Stärke der antioxidativen Kraft von Kaffee hängt vom Röstgrad ab: Hellere und mittlere Röstungen wirken stärker antioxidativ als dunkle. Als Reparateur für kleine Hautschäden kann Kaffee also prima einspringen.

6. Kaffee schützt die Leber – und damit auch die Haut

Kaffeetrinker leiden bis zu 40 Prozent seltener an Leberkrebs, denn er enthält mehrere Stoffe, die die Leber schützen. Koffein kann einer Leberfibrose entgegen wirken, und Cafestol und Kahweol haben ebenfalls eine antioxidative Wirkung. Was der Leber gut tut, tut auch unserer Haut gut, denn das zentrale Entgiftungsorgan des Körpers hängt eng mit unserem Hautbild zusammen.

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