Cellulite-Massage: Mit diesen Griffen werden Oberschenkel straff

Unsere Cellulite-Massage tut Oberschenkeln und Po einfach gut und regt Durchblutung und Lymphfluss an. Plus: weitere Massagen im Kampf gegen Orangenhaut.

Cellulite-Massage – das kann die Tunia-Technik

Bei der Bekämpfung von hartnäckigen Fettpölsterchen an den Beinen gibt es die abenteuerlichsten Strategien: Mit nassen Tüchern auf die Schenkel einschlagen. Wickeln, pieksen, rollern, unter Strom setzen. Oder die Gliedmaßen schütteln, bis sich die Cellulite ganz von allein dünne macht. Dermatologen haben zum Dellen-Desaster meist nicht viel Aufbauendes zu sagen - die Hautstruktur sei schuld. Punkt.

Schonwaschgang am Morgen  Wascht ihr euch zweimal am Tag das Gesicht? Das könnt ihr euch sparen! "Die Haut sollte allabendlich schonend, aber gründlich und mit einem zum Hauttyp passenden Produkt gereinigt werden. Am Morgen reicht warmes Wasser. Ausnahme: sehr fettige Haut; die profitiert auch morgens von einem entsprechenden Reinigungsprodukt", so Dr. Paes. Und wie sieht es mit Gesichtswasser aus? "Bei Reinigungsmilch oder -öl ist es ein absolutes Muss, da Gesichtswasser die Pflegerückstände entfernt. Bei allen anderen Reinigungsprodukten kann es helfen, den pH-Wert der Haut schneller zu stabilisieren. Ist sie gesund, bekommt sie das aber auch allein hin."  Richtig layern - die Reihenfolge ist wichtig!  Erst das Serum und dann die Creme? Oder doch andersrum? Dr. Paes weiß, wie's geht: "Beim täglichen Pflegekonzept kann man sich an der Konsistenz der Produkte orientieren. Flüssigere Texturen sind zuerst dran. Nach der Reinigung kann man mit einem Serum starten und dann ein auf den Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut angepasstes Produkt auftragen. Zum Schluss folgt, bei absehbarer Sonnenexposition, ein guter UV-Schutz." Ganz wichtig: Ihr solltet nicht zu viele verschiedene Produkte benutzen, da es die Haut überfordern könnte. Außerdem solltet ihr die einzelnen Schichten jeweils kurz einwirken lassen.  Sanfter peelen - oder gar nicht  Gepeelte Haut fühlt sich zart an, leuchtet rosig - und nimmt Wirkstoffe besser auf. Gute Gründe also, um ein Peeling ins abendliche Beauty-Ritual einzubauen. "Ein- bis maximal zweimal pro Woche genügen", rät Dr. Pia M. Paes. "Andernfalls kann die Schutzbarriere der Haut geschädigt werden. Meist gut vertragen werden Enzym-Peelings, die eine porentiefe Reinigung ermöglichen, ohne die Haut durch Schleifpartikel zu irritieren. Ist sie sehr empfindlich, sollte man aber ganz aufs Peelen verzichten. Das gilt auch bei entzündlichen Erkrankungen wie Akne oder Rosacea." Weiterer Softie-Tipp: Peeling-Pulver, die mit Wasser angemischt werden.

Sind wir bei Orangenhaut wirklich machtlos?

Das Bindegewebe ist eben eine äußerst flexible Angelegenheit. Seine Stützen aus Kollagen und elastischen Fasern sind extrem dehnbar, damit sie bei Schwangerschaften ordentlich nachgeben können. Gemeinerweise sind bei Männern die netzartig übereinander liegenden Fasern fester miteinander verbunden, bieten also nicht so viel Spielraum. Die weibliche Nachgiebigkeit nutzen Fettzellen gnadenlos aus und drängeln sich zwischen die Lücken. Sobald sie sich dort breit machen, können sie sich durch die Haut drücken und sogar Durchblutung und Lymphfluss behindern. Funktioniert der Abtransport nicht mehr richtig, wird alles noch schlimmer.

So geht die Cellulite-Massage aus China

Eine spezielle Massage-Technik aus dem alten China aktiviert den Stoffwechsel und hilft gegen Cellulite.

Die Tuina-Massage (tui = schieben, na = greifen) gehört zu den Säulen der Chinesischen Medizin und wird traditionell zur Entspannung und Schmerzlinderung eingesetzt. Auf "Chinesisch" bedeutet das: den Fluss von Energien im Körper harmonisieren und mögliche Störungen oder Blockaden beseitigen. Doch die asiatische Knetkur kann noch mehr: Die Massage hilft bei Orangenhaut und schlaffer Haut. Weil sie den Stoffwechsel in Gang setzt, Wassereinlagerungen abtransportiert und das Gewebe strafft.

Die Cellulite-Massage berücksichtigt dabei wichtige Akupunkturpunkte und arbeitet mit unterschiedlichen Techniken wie Kneten, Streichen, Kneifen oder Pressen. Lass die Tuina-Massage zu deinem täglichen Ritual werden, morgens oder abends - und schon nach vier Wochen lassen sich Verbesserungen an Oberschenkeln, Po und Bauch bemerken. Wie du dein Bindegewebe stärken kannst, verraten wir dir in 10 Tipps.

Massieren – so geht die spezielle chinesische Technik
Step 1. Rollen, vorwärts!

Mit "Fingerrollen am Oberschenkel" geht es los: Eine lockere Faust machen, End- und Mittelglieder der Finger aufsetzen und über die Knöchel abrollen. Relativ schnell die Vorder-, Außen- und Innenseiten der Oberschenkel bearbeiten. Und zwar so lange, bis ein Wärmegefühl entsteht. So wird der "Energiefluss" angeregt. Diese Massage verbessert auch die Hautfeuchtigkeit. Wer mag, kann zusätzlich ein Hautöl benutzen, am besten Sesamöl.

Step 2. Gegen Schwellungen

"Geradliniges Reiben" nennt sich ein besonders angenehmer Massagegriff: einfach die flache Hand oder den Handballen mit sanftem Druck auf den Oberschenkel legen und in einer fließenden Bewegung vom Körper wegstreichen - vorn, seitlich, hinten. So oft wie möglich pro Minute, abwechselnd mit beiden Händen. Ein paar Minuten lang pro Bein. So werden Schwellungen reduziert, Haut und Gewebe stimuliert, der Stoffwechsel unterstützt.

Step 3: Gewebe straffen

Mit dem Daumen und mehreren Fingern einen Hautwulst greifen, abheben, leicht wegziehen und "zurückschnellen" lassen. Mit zunächst mäßiger, dann stärkerer Kraft, bis sich alles schön warm anfühlt. Falls es weh tut, nicht aufhören, sondern etwas sanfter weitermachen. Am Oberschenkel starten und bis zu den Waden vorarbeiten - pro Region jeweils 1 bis 2 Minuten lang. So verschwinden Staus, die durch zu viel oder zu wenig Laufen, Stehen oder Sitzen entstehen.

Step 4: Für kräftige Gelenke

Dieser Griff wird im Sitzen angewandt: mit beiden Handflächen seitlich des Knies und auf dem Knie sanft auf- und abstreichen. Hier befinden sich wichtige Energieleitbahnen. Etwa 1 bis 2 Minuten pro Bein.

Step 5: Punkte fürs Wohlbefinden

Das Beste zum Schluss: zwei Druckpunkte, deren Bearbeitung einfach gut tut. Beide ergänzen sich und sollen den Energiefluss harmonisieren.

Der erste nennt sich "Dritter Weiler am Fuß" und liegt vier Fingerbreit unterhalb der Kniescheibe (dort, wo sich das Schienbein ein bisschen rau anfühlt) und einen Fingerbreit nach außen.

Die "Emporsprudelnde Quelle" befindet sich im oberen Drittel der Fußsohle (dort, wo sich zwei imaginäre Linien vom großen Zeh und seinem Nachbarn unterhalb des Ballens treffen).

Die beiden Punkte nacheinander an beiden Beinen, bzw. den Füßen, pressen und kneten: mit dem Mittelfinger bzw. dem Daumen langsam Druck aufbauen, 1 Minute halten, lösen. Anschließend kurze Zeit locker kneten, um den Druck wieder aufzuheben. Jeweils 4- bis 6-mal pro Punkt.

Massagegeräte gegen Cellulite

Ein elektrisches Massagegerät massiert das Bindegewebe, soll die Durchblutung und die Ausscheidung von Giftstoffen fördern. Viele Geräte funktionieren zusätzlich mit Infrarotwärme, die auf Körperfettzellen einwirken, es erwärmen und so in den Stoffwechsel ableiten soll. Auch Massageroller sollen Oberschenkel, Po und Bauch straffer machen – mit Noppen oder Nadeln gespickt, regen sie zumindest während und nach der Massage die Durchblutung der Haut an. Dauerhaft den Kampf gegen die Cellulite gewinnen können sie allerdings nicht.

Lymphdrainage – alles im Fluss

Die Lymphdrainage wird von einem Physiotherapeuten oder Masseur durchgeführt, dabei werden durch Massagegriffe und Drucktechniken Verklebungen im Gewebe gelöst, die Durchblutung und der Lymphfluss angeregt. Das Lymphgefäßsystem ist neben dem Blutkreislauf das wichtigste Transportsystem im Körper. Ist der Lymphabfluss gestört, kann sich die Flüssigkeit im Gewebe stauen, was zu Schwellungen unter der Haut führt. Die manuelle Lymphdrainage dauert etwa 30 Minuten und kostet zwischen 30 und 60 Euro.

Bürstenmassage tut gut

Sie regt die Durchblutung an und verfeinert gleichzeitig das Hautbild: die Bürstenmassage kann täglich vor oder nach dem Duschen den ganzen Körper beleben. Tipp: Bei trockener Haut besser vor dem Duschen massieren, dann die Haut später nicht ganz abtrocknen, und die restliche Feuchtigkeit nutzen, um ein belebendes Öl einzumassieren.

Können Anti-Cellulite-Cremes es richten?

Keine Frage, was in den Labors der Kosmetikhersteller ausgetüftelt wird, klingt einleuchtend und verkauft sich gut: Straffungs- und Cellulite-Produkte bringen jährlich in Deutschland etwa 58 Millionen Euro Umsatz. Wunder darf man trotzdem von keinem der Mittel erwarten. Tiefer gehende Erfolge hängen nämlich davon ab, in welchem Stadium sich die Cellulite befindet. Je weniger fortgeschritten, desto besser sind die Chancen, sie mit entsprechender Pflege in den Griff zu kriegen.

Außerdem verkünden Experten unisono: Hoffnung auf Wirkung gibt es nur, wenn dem Körper nicht gleichzeitig immer mehr Fett angeboten wird.

Für die Belebung des Stoffwechsels können wir aber einiges tun:

  • mit Abreibungen, Wechselduschen oder gezielten Griffen, wie der Cellulite-Massage. So können Stauungen gelöst werden, die Fettdepots zeichnen sich weniger deutlich ab.
  • Unterstützt werden kann diese Wirkung durch Duschgele mit durchblutungsfördernden Zutaten (z. B. Ginko, Efeu oder Algen), auch wenn die nur kurz auf der Haut bleiben. Werden sie regelmäßig aufmassiert, am besten in kreisenden Bewegungen, können sie eine leichte Straffung bewirken (z. B. mit Hilfe eines integrierten Noppen-Aufsatzes).
  • Hinterher immer gut eincremen oder -ölen, damit die Haut nicht austrocknet.
  • Um den entwässernden Effekt zu verstärken, eignen sich Körperöle mit Extrakten aus Birkenblättern, Rosmarin oder Lemongras.

Ohne Sport und Ernährung klappt es nicht…

Ohne ausgewogene Ernährung und reichlich Bewegung funktioniert's nicht! Besonders Ausdauersportarten wie Schwimmen, Laufen, Walken und Gymnastik mit gezieltem Muskelaufbau an Beinen, Bauch und Po sind ideal. Schließlich sammeln sich Fettpolster besonders gern über Muskeln, die nicht so aktiv sind. Wir haben euch die Sportarten, die am effektivsten gegen Cellulite helfen, aufgelistet: Cellulite bekämpfen mit Sport.

saro
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