Periorale Dermatitis: Deshalb ist zu viel Gesichtspflege gefährlich!

Hier ein Serum, da ein Toner, dort eine Creme – doch Vorsicht! Wenn sich kleine Knötchen um Mund und Nase bilden, leidet ihr womöglich an perioraler Dermatitis! 

Was ist eine Periorale Dermatitis?

Bei einer perioralen Dermatitis (auch Mundrose oder Stewardessenkrankheit genannt) handelt es sich um eine nicht ansteckende Hautkrankheit, die sich durch einen Hautausschlag im Gesicht bemerkbar macht und gerade im Anfangsstadium häufig mit Akne verwechselt wird. Die Auslöser kann eine übertriebene Pflege der Gesichtshaut sein. Eine periorale Dermatitis beeinträchtigt vor allem die Psyche und ist in erster Linie ein ästhetisches Problem.

Periorale Dermatitis: Symptome

Typisch für eine periorale Dermatitis ist ein Hautausschlag im Gesicht, der vor allem um Mund und Nase auftritt. Seltener sind Kinn und Wangen sowie Stirn und Augenlider betroffen. Dabei bilden sich kleine, circa zwei Millimeter große, entzündliche Knötchen (Papeln) oder Bläschen (Pusteln), die mit Eiter gefüllt sein können. Die betroffenen Stellen sind meist rot, trocken und schuppig, brennen und spannen. Ein schmaler, etwa zwei Millimeter großer Hautstreifen um die Lippen herum bleibt symptomfrei.

Eine Ähnlichkeit zu Akne besteht, wobei bei der perioralen Dermatitis keine Mitesser zu finden sind.

Periorale Dermatitis: Ursachen

Auslöser der Hauterkrankung ist ein übermäßiger Gebrauch von Hautpflege-Produkten (Cremes und Reinigungsprodukte). Der Teint reagiert dabei auf die Vielzahl unterschiedlicher Kosmetikprodukte und die darin enthaltenen Inhaltsstoffe mit einer gestörten Schutzfunktion. Feuchtigkeit kann entweichen und wichtige Fette werden nicht mehr produziert. Trockene Haut, schuppige Haut oder juckende Haut sind zunächst die Folge. Werden der Haut weiterhin Pflegeprodukte zugeführt, um die Hautprobleme in den Griff zu bekommen, kommt es zu Irritationen wie Papeln und entzündliche Reaktionen rund um Mund und Nase. Der Teufelskreis periorale Dermatitis hat begonnen.

Weitere Ursachen für eine periorale Dermatitis sind:

  • Schwankungen des Hormonspiegels
  • Stress
  • Infektionen (z.B. Hefepilze)
  • Magen-Darm-Erkrankungen

Periorale Dermatitis: Behandlung

Der Gang zum Arzt ist unabdingbar. Nur dieser kann feststellen, ob es sich wirklich um eine periorale Dermatitis oder nicht doch um Rosazea oder Couperose handelt und eine anschließende Therapie mit Medikamenten einleiten.

Um die Symptome der Krankheit zu mindern, ist es immens wichtig, alle Kosmetikprodukte für eine Weile abzusetzen – auch, wenn sich dadurch der Hautausschlag verschlimmern kann.

Dermatologen raten ebenfalls dazu, das Gesicht ausschließlich mit Wasser zu reinigen, um der Mundrose vorzubeugen. Informationen zu weiteren Hautproblemen oder Hautkrankheiten wie Neurodermitis im Gesicht oder Schuppenflechte, findet ihr hier.

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