Piercing entzündet: So pflegst du es richtig!

Ist ein Piercing entzündet, ist das meist unangenehm und manchmal auch schmerzhaft. Was du tun kannst und wann du auf jeden Fall zum Arzt gehen solltest. 

Ein Piercing entzündet sich gerne mal nachdem es frisch gestochen wurde, aber auch später kann es zu Entzündungen kommen.

Piercing entzündet – Ursache

Eine mögliche Ursache könnte eine allergische Reaktion auf das Piercing sein oder mangelnde Hygiene – durch vieles Anfassen, jedoch auch beim Stechen. Auch ständige Reibung könnte das Piercing reizen und zu einer Entzündung führen, z. B. der BH beim Nippelpiercing.

Piercing entzündet – Symptome

Deinem Körper wurde mit dem Stechen des Piercings eine Wunde zugefügt – dass der Körper reagiert, ist erst mal normal. Doch manche Anzeichen sind ein Warnsignal. Bei einer Entzündung können folgende Symptome auftreten:

  • Rötung: Die Haut um das Piercing rötet sich stark.
  • Hitze: Die Stelle ist wärmer als normal.
  • Schwellung: Das Areal des Piercings schwillt an.
  • Eiter: Wenn sich die Entzündung ausbreitet, kann es zur Eiterbildung kommen.
  • Schmerzen: Das Piercing schmerzt bei Druck oder Berührung.

Piercing entzündet – das kannst du tun

Ist dein Piercing entzündet, können dir folgende Maßnahmen helfen:

  • Salzwasser: Eine Salzwasserlösung kannst du dir leicht selber herstellen. Dazu gibst du etwa einen Teelöffel Salz auf ein Glas lauwarmes Wasser. Tunke ein Wattepad in der Lösung und bestreiche damit vorsichtig die entzündete Stelle.
  • Kamillentee: Auch Kamillentee kann helfen, wenn dein Ohrloch entzündet ist, denn dieser wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Auch hier vorsichtig mit einem getränkten Pad die Stelle benetzen.
  • Pflegespray: Ein solches desinfizierendes Spray erhältst du normalerweise direkt beim Piercer, welches du etwa zwei Mal am Tag auf der Piercingstelle anwenden solltest.
  • Wundgel: Auch ein Wundgel kann bei der Heilung unterstützen.

Vorsicht: Eitert dein entzündetes Piercing, solltest du direkt zum Arzt gehen.

Was tun, damit sich das Piercing nicht entzündet?

Die wohl wichtigste Voraussetzung ist das saubere Stechen des Piercings. Woran erkenne ich einen guten Piercer? Unter anderem daran, dass derjenige dich über Risiken aufklärt, dich nach Krankheiten und Allergien fragt und dich hinsichtlich des Schmuckes berät. Zudem müssen die benutzten Materialien steril verpackt sein und der Piercer sollte neue Handschuhe beim Stechen tragen. Und: Ein guter Piercer erklärt dir, wie du die frische Wunde und den Piercing richtig pflegst! Die Deutsche Gesellschaft für Piercing hat hier eine Checkliste zusammengestellt. 

Auch die tägliche Pflege des frischgestochenen Piercings ist von Bedeutung. Die Wunde sollte in der Anfangszeit zwei Mal täglich, morgens und abends, desinfiziert werden. Die gesamte Heilungszeit hängt von der gepiercten Stelle ab. An diesen Zeiten kannst du dich orientieren:

  • Ohrläppchen: 6 Wochen bis zu 3 Monate
  • Knorpel (z. B. Helix): bis zu 5 Monate
  • Augenbrauen: 6 bis 8 Wochen
  • Nasenflügel: 2 bis 4 Monate
  • Lippen: 2 bis 3 Monate
  • Zunge: 4 Wochen
  • Bauchnabel: 1 bis 12 Monate
  • Brustwarzen: 6 bis 32 Wochen

Pflege des Piercings: Das ist noch wichtig

Halte dich an die Pflegehinweise vom Piercingstudio. Vermeide vier Wochen lang nach dem Stechen Sauna-, Solarium- und Schwimmbadbesuch. Wechsele oder entferne den Stecker nicht bevor die Heilung abgeschlossen ist. Drehe bei einem frisch gestochenen Piercing den Ring oder Stab regelmäßig, damit es sich nicht verwächst. Es sei denn, der Piercer empfiehlt dir für dein Piercing etwas anderes.

Versuche, den Piercing möglichst nicht ständig anzufassen und wenn, dann nur mit desinfizierten Händen. In einigen Fällen ist es sinnvoll, das Piercing mit einem Pflaster zu schützen, z. B. beim Sport, wenn die Kleidung zusätzlich reiben und die Stelle reizen könnte. Bei einem Bauchnabelpiercing ist bspw. weite Kleidung hilfreich.

Wann zum Arzt beim entzündeten Piercing?

Hast du den Eindruck, dass sich das Piercing entzündet, warte nicht zu lange, bist du einen Spezialisten aufsuchst. Eitert dein Piercing, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Dieser kann dir z. B. ein Antibiotikum in Form einer Salbe empfehlen.

Ob Piercing oder Tattoo, Körperschmuck gehört längst zum Alltag vieler Menschen. Und mit der richtigen Pflege hat man noch viele Jahre Freude daran! Wenn du z. B. Lust auf ein neues Watercolor-Tattoo oder Koordinaten-Tattoo hast, findest du hier Informationen zur Tattoo-Pflege.

Tipp: In der Brigitte Community kannst du dich mit anderen rund um das Thema Hautpflege austauschen.

jd
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