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Rote Pünktchen am Arm? Das hat es mit der Reibeisenhaut auf sich!

Reibeisenhaut: rote Pünktchen, junge Frau
© Kostiantyn / Shutterstock
Reibeisenhaut, weiße oder rote Pünktchen, an den Oberarmen ist nicht besonders schön, leider aber eine weit verbreitete Verhornungsstörung. Wir erklären, was das für Pickel sind und was du gegen Reibeisenhaut tun kannst.

Was ist Reibeisenhaut (Keratosis pilaris)?

Die meisten von uns werden die genetisch bedingte Hautveränderung, Reibeisenhaut, auch als Keratosis pilarsis bekannt, sicher kennen: diese kleinen, weißen oder roten Pickelchen an den Oberarmen, Beinen, am Po oder gar im Gesicht. Sie sehen aus wie eine Gänsehaut und fühlen sich rau an wie ein Reibeisen, daher auch der Name. An den betroffenen Stellen erscheint die Haut nahezu haarlos. Die Pickelchen jucken nicht, tun nicht weh und verschwinden in den meisten Fällen einfach wieder. Was hat es mit den Pickelchen also auf sich?

Im Prinzip ist alles ganz harmlos: Die sogenannte Reibeisenhaut, auch Keratosis pilaris genannt, entsteht, wenn die Haarfolikel durch Keratin-Ablagerungen verstopfen. Statt unauffällig zu wachsen, lagert sich Talg um selbst noch so kleine Härchen herum. Der Grund: Die Talgdrüsen am Haarbalg verstopfen. Die Härchen wachsen aber auch oft ein, sodass nicht nur eine Verhärtung der Hautzellen stattfindet, sondern auch die Hautzellen sich entzünden.

Faktoren wie Stress und trockene Luft können die Reibeisenhaut ebenfalls rauer machen.

Besonders häufig tritt Reibeisenhaut erstmals im Kindes- und Jugendalter ab einem Alter von 10 Jahren auf. Betroffen von Keratosis pilaris sind vor allem Mädchen und junge Frauen in der Pubertät. In der Regel bildet sich die Hautstörung mit zunehmendem Alter wieder von selbst zurück. Während einige Betroffene die Reibeisenhaut sofort bemerken und sie als störend empfinden, fällt sie anderen kaum auf.

Welche Ursachen stecken dahinter?

Die genaue Ursache für die Verhornungsstörung ist noch nicht abschließend geklärt. Häufig tritt sie jedoch im Zusammenhang mit trockener Haut auf oder bei Personen, die unter Hautkrankheiten wie Neurodermitis leiden.

Erforscht ist aber, dass Reibeneisenhaut auf eine Überproduktion von Keratin zurückzuführen ist. Hierbei handelt es sich um ein Eiweiß, das dem Körpergewebe Stabilität verleiht und zugleich Bestandteil der äußeren Hautschicht (Hornschicht) ist und nebenher auch in Nägeln und Haaren vorkommt. Tritt die Reibeisenhaut in Erscheinung, verklumpt das Keratin zu kleinen Knötchen. Die Folge: Die Haarfollikel können verstopfen.

Die Chance, dass weitere Familienmitglieder gelegentlich unter Reibeisenhaut leiden, liegt bei 30 bis 50 Prozent.

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Wie behandelt man Reibeisenhaut?

Ansteckend ist die Reibeisenhaut zum Glück nicht, dafür aber sehr wahrscheinlich vererbbar und nicht heilbar, denn es gibt keine allgemein wirksame Behandlung. Deswegen gibt es bislang auch noch kein Patentrezept gegen die unschönen Pickelchen. In den meisten Fällen bildet sich die Verhornungsstörung jedoch im Laufe der Jahre wieder zurück.

Sind Anzeichen einer Entzündung wie eine errötete und warme Haut sowie ein Jucken und Kratzen erkennbar, ist eine Behandlung gegen die Reibeisenhaut erforderlich. Eine mehrmals tägliche und gründliche Pflege ist dabei das A und O. Spezielle Feuchtigkeitscremes, rückfettende Salben, Peelings und Öle, die Salicylsäure, Lactat, Urea oder Vitamine enthalten, können das überschüssige Keratin aus der Haut herausspülen und so gegebenenfalls die Symptome mildern. Urea bindet die Feuchtigkeit in der Haut, wirkt Verhornungen effektiv entgegen und beruhigt die Haut. Verzichtet in jedem Fall auf Lotionen, Cremes und Co. mit Duft- und Farbstoffen.

Milde Seife und feuchtigkeitsbindende Lotionen können sich bei Reibeisenhaut ebenfalls positiv auswirken. Zur Verbesserung der rauen Haut können aber auch die Sommermonate durch eine höhere Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung beitragen. Vollständig verschwinden wird die Verhornungsstörung jedoch nicht gleich. Sind keine auffälligen Symptome der Reibeisenhaut zu spüren, ist keine Behandlung notwendig.

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Treten im Erwachsenenalter neben der Reibeisenhaut zusätzliche Beschwerden auf oder ist keine Heilung in Sicht, solltet ihr zu einem Dermatologen gehen und euch untersuchen lassen, um sicherzustellen, dass keine weitere Erkrankung vorliegt.

Folgende Tipps können gegen Reibeisenhaut ebenfalls helfen

Probiert unbedingt mehrere Behandlungen gegen Reibeisenhaut aus, denn jeder Körper ist und reagiert anders.

  • Peeling mit Meersalz: Peelings entfernen sanft abgestorbene Hautschüppchen und pflegen zugleich die Haut. Besonders bei Reibeisenhaut sollten jedoch nicht allzu oft und nur sparsam angewendet werden, damit die Haut nicht unnötig zusätzlich gereizt wird.
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  • Sauna: Betroffene berichten, dass regelmäßige Saunagänge gegen Reibeisenhaut helfen. Durch das Schwitzen und die Entgiftung des Körpers verbessert sich das Hautbild. In einigen Saunen ist es zudem üblich, ein Peeling mit zum Beispiel Salz zu machen, da die Haut gut aufgeweicht ist.
  • Solarium: Im Sommer wird die Reibeisenhaut meist durch Sonneneinstrahlung verbessert, das fehlt den Betroffenen natürlich vor allem in den kalten Monaten. Solarium-Besuche können Abhilfe schaffen. Dieser ist jedoch nur mit Vorsicht zu genießen, schließlich fördert die künstliche Sonne frühzeitige Hautalterungen und die Gefahr an Krebs zu erkranken, wird erhöht.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen und Nährstoffen sowie ausreichend zu trinken (mindestens zwei Liter am Tag und am besten Wasser) ist unverzichtbar für eine strahlend schöne Haut und somit auch für Reibeisenhaut.

Wir haben tolle DIY-Rezepte für Peeling zum Selbermachen. Es hilft außerdem, sich immer gut einzucremen, denn vor allem trockene Haut – besonders im Winter! – fördert Keratosis Pilaris. Wir haben noch weitere Hausmittel, die gegen die Pickel am Oberarm helfen können.


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