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Hautunreinheiten: Davor wollen sie dich warnen 🆘

Hautunreinheiten: Davor wollen sie dich warnen 🆘
© BiterBig / Shutterstock
An welcher Stelle eures Körpers sich ein Pickel bildet, verrät eine Menge über eure Gesundheit. Wir navigieren euch durch die Body-Map der Hautunreiheiten und erklären, wie ihr eure Haut strahlen lasst. Außerdem: Das kannst du tun, wenn die Haut verrückt spielt.

Schon wieder Hautunreinheiten am Kinn? Immer einen Pickelausbruch an der selben Stelle am Rücken? Oder eine Inselbildung am Dekolletee? Wir klären das spannende Phänomen, was die Lage des Pickels am Körper über deine Gesundheit verrät. Und: wir geben euch die besten Tipps, wie ihr eure Haut wieder zum Strahlen bringt.

1. Pickel am Kinn

Der typische Periodenpickel siedelt sich am Kinn an. Hormone durchfluten den Körper, bevor die Blutung kommt. Testosteron zum Beispiel. Durch die vermehrte Produktion männlicher Hormone kommt es zu einer Stimulation der Talgdrüsenzellen und daraufhin zu einer erhöhten Talgproduktion. Der Mangel an Östrogen ist zu diesem Zeitpunkt besonders ausgeprägt – dabei wären Östrogene in der Lage, die Talgproduktion zu hemmen.

Was hilft? Eine gründliche Reinigung kann zumindest verhindern, dass Bakterien in die Talgdrüse gelangen und es zu einer Entzündung mit Eiterbildung kommt. Gönnt euch einen Gang ins Dampfbad und lasst eure Haut mal so richtig durchatmen. Gleichzeitig wirkt ein Dampfbad krampflösend. Ideal bei Periode! Wer keine Zeit, der sollte sich ein DIY-Dampfbad machen: Kocht Wasser und füllt es in eine große Schüssel. Nun atmet den Dampf ein. Die Poren öffnen sich und der Pickel verschwindet genauso schnell, wie er gekommen ist.

Trost: Ist die Monatsblutung beendet, verbessert sich auch das Hautbild wieder.

2. Irritationen am Dekolletee

Ein Phänomen, das uns besonders im Sommer nervt, denn bei heißen Temperaturen schwitzen wir besonders am Dekolletee und zwischen den Brüsten. Nicht nur der Schweiß, auch der Mix aus Beautyprodukten wie Sonnencreme, Parfüms oder Sprays mit Duftstoffen (die wir besonders gerne verwenden, wenn's heiß wird) können Talgdrüsen verstopfen. Die Haut ist an dieser Stelle dünn und anfällig.

Das Dekolletee ist natürlich auch eine beliebte Stelle, an der eine Sonnenallergie ausbrechen kann. Dann reagiert die Haut mit Pickeln und Rötungen und juckt – die Sonne sollte sofort gemieden werden.

Unser Tipp: Thermalwasserspray fürs Büro, den Strand, das Auto – reichlich sprühen und mit einem Wattepad abtupfen. Auf wirkstoffreduzierte Pflege achten und abends ganz gründlich reinigen. Wer auf ein wenig Bräune nicht verzichten möchte, der kann sich bei zum Beispiel Benefit oder St. Tropez unter die Bräunungsdusche stellen und sich Braun ansprayen lassen.

3. Pusteln am Bauch

Wir gehen mal davon aus, dass es keine Windpocken oder Röteln sind. Kleine Pickelchen am Bauch können durch Schweiß entstehen oder durch Unverträglichkeiten ausgelöst werden. Dann gilt es zu checken, ob ihr euer Waschpulver oder den Weichspüler gewechselt habt – und die darin enthaltenen Duftstoffe vielleicht nicht vertragt. Oder habt ihr neue Klamotten angezogen, ohne sie vorher zu waschen? Auch reibende Knöpfe können Reaktionen der Haut am Bauch auslösen.

Unser Tipp: Unterwäsche, Tops und Pullover unbedingt vor dem ersten Tragen waschen. Und wählt eine Bodylotion ohne Geruchsstoffe. So kann eine allergische Reaktion ausgeschlossen werden. 

4. Pickel an den Oberarmen

Die sogenannte Reibeisenhaut entsteht, wenn die Haarfolikel durch Keratin-Ablagerungen verstopfen. Die Hautzellen verhärten sich und werden rau – diese kleinen roten Punkte an den Oberarmen sind also keine Pickel im klassischen Sinn.

Was hilft dagegen? Diese Hautpartien können täglich unter der Dusche gepeelt werden, wer weniger empfindliche Haut hat, greift zum Fruchtsäurepeeling. Die roten Punkte an den Oberarmen sind hartnäckig, sie loszuwerden erfordert einige Geduld. Meist treten die Pickelchen bei trockener Haut auf, es ist also wichtig, diesen Stellen viel Feuchtigkeit zuzuführen. Leichte Lotionen mit Urea passen zu jedem Hauttyp, Milchsäure und Fruchtsäure helfen gleichzeitig gegen verhornte Haut. Aber auch Öle können Gutes tun: Vitamin E zum Beispiel mit seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung. 

5. Pickel an den Schultern und Rücken

Leider siedeln sich hier oft besonders dicke Exemplare an. Die Haut kommt selten an die Luft, erst im Sommer, wenn wir leichtere Kleidung tragen, ändert sich das. Wollen wir dann schulter- und rückenfreie Oberteile tragen, bereiten wir uns am besten schon frühzeitig darauf vor.

Was hilft dagegen? An der Ernährung schrauben ist eine Möglichkeit, dabei sollten Fett, Zucker und Milchprodukte reduziert werden. Besonders wichtig: keine Kunstfaserklamotten tragen. Die saugen den Schweiß nicht auf, er kann nicht abfließen und verstopft unsere Poren. Besser sind Baumwolltextilien.

6. Pickel am Popo

Hier trifft das Luft-Problem natürlich doppelt zu. Unsere Pobacken sind nicht nur verhüllt, wir sitzen auch viel auf ihnen. Gerade im Sommer merken wir, wie stark wir auch am Po und den Oberschenkeln schwitzen. Keine guten Voraussetzungen für makellose Haut. 

Was hilft? Es klingt unsexy, aber Baumwollunterwäsche kann eine Menge bringen. Denn sie saugt den Schweiß besser auf als Spitzentextilien aus Kunstfasern. Sitzbäder in Kamille tun entzündeten Hautstellen gut. Tägliches Reinigen ist wichtig (dazu nehmt ihr am besten keine stark duftenden Duschgels, sondern ein gutes Reinigungsgel, das fürs Gesicht konzipiert wurde oder ein seifenfreies Waschstück). Regelmäßige Peelings helfen, die abgestorbenen Hautzellen zu lösen – Vorsicht aber, wenn sich die Pickel entzündet haben, ein mechanisches Peeling kann dann die Entzündung verschlimmern. Sanfter sind immer Enzympeelings.

7. Unreinheiten oder trockene Stellen am Ellenbogen

Stresst ihr euch oder macht ihr euch schnell Sorgen?
Wer unter trockenen und empfindlichen Ellenbogen leidet, der sollte sich Gedanken machen, ob er gerade in einer Lebensphase steckt, die extrem stressig ist oder ob ihr euch unter Druck gesetzt fühlt. Denn ist das Leben im Ungleichgewicht, dann zeichnet sich das auch bei der Haut wieder. Sie wird trockener, rissiger und kann zu jucken beginnen. Ein negativer Stresspegel führt zudem dazu, dass die Haut spannt, juckt und fahl wirkt.

Das will die Haut dir sagen: Achtet mehr auf euch und eure Gesundheit. Lasst euch nicht stressen. Und denkt öfters an euch. Ein Peeling aus Zucker und Olivenöl löst die abgestorbenen Hautschüppchen. Danach mit Kokosnussöl (zum Beispiel von Alverde) dick einschmieren und ein langarmiges Baumwoll-Shirt tragen.

8. Schuppige Haut - raue Rötungen

Deine Haut fängt auf einmal an, sich zu schuppen, wirkt trocken und ist gerötet? Zeit, die Hauptpflege genau zu hinterfragen. Passt das Produkt wirklich zu deiner Haut, ist die Pflegeroutine darauf abgestimmt? Sind deine Lebensgewohnheiten vielleicht schuld an den schuppenden Hautstellen?

Das will die Haut dir sagen: Wenn klar ist, dass es sich nicht um eine Hautkrankheit wie Schuppenflechte oder Neurodermitis (wir erklären die Neurodermitis-Symptome) handelt, ist kann es unterschiedliche Ursachen geben: zu häufiges oder heißes Baden, sehr kalkhaltiges Wasser, zu trockene Heizungsluft, sehr heiße oder kalte Temperaturen. Wenn Duftstoffe oder Konservierungsstoffe die Haut reizen, ist die Hautbarriere gestört. Also: Die INCI-Liste der Lieblingscreme checken. Und im Winter auf fetthaltigere Cremes setzen.

9. Milien – was kann man gegen den Hautgrieß tun?

Die weißen Knötchen, die sich rund ums Auge bilden, können sehr hartnäckig sein. Wir erklären, warum Milien plötzlich auftreten und was man gegen sie tatsächlich tun kann. 

Milien können durch Hautverletzungen entstehen. Kleine Schnitte, Aufschürfungen, aber auch Sonnenbrand oder Entzündungen können schuld an den Hautveränderungen sein.

Was hilft? UV-Schutz ist natürlich oberstes Gebot. Es kann helfen, auf eine weniger fettreiche Tagespflege umzusteigen. Peelings und Gesichtsdampfbäder öffnen die Poren und lösen Verhärtungen.


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