Sonnenallergie vorbeugen: 4 praktische Tipps

Für viele von uns ist der Sommer die schönste Zeit. Doch Vorsicht vor der Sonne! Wie wir einer Sonnenallergie vorbeugen können, erfährst du hier.

Sonnenallergie vorbeugen: Einleitung

Die Sonnenallergie ist im engeren Sinne keine Allergie. Sie beschreibt diverse Beschwerden, die durch den Kontakt mit Sonne bei manchen Personen ausgelöst werden.

Eine Gemeinsamkeit ist der nicht funktionierende Schutzmechanismus des Körpers gegen UV-Strahlung. Welche Symptome sich daraus ergeben, wie du den Sonnenschutz erhöhen und somit das Risiko minimieren kannst, erfährst du hier.

Sonnenallergie vorbeugen: Symptome bei PLD

Je nach Ausprägung unterscheiden sich die Symptome einer Sonnenallergie voneinander. Am meisten verbreitet ist die sogenannte Polymorphe Lichtdermatose (PLD), unter der insbesondere junge, hellhäutige Frauen leiden. Der Begriff polymorph bedeutet vielseitig und bezieht sich auf die Vielschichtigkeit potenzieller Symptome:

  • Jucken
  • Brennen
  • Hautrötungen
  • Hautschwellungen
  • Blasen oder Knoten an der Haut

Insbesondere die Stellen, die im Sommer oft in Kontakt mit der Sonne und somit den Sonnenstrahlen kommen (Hals, Schultern, Arme, Beine), sind verstärkt betroffen. Die Anfälligkeit ist auch besonders in Phasen hoch, in der die Haut nach längerer Zeit wieder in stärkeren Kontakt mit der Sonne kommt, etwa im Frühling.

Schonwaschgang am Morgen  Wascht ihr euch zweimal am Tag das Gesicht? Das könnt ihr euch sparen! "Die Haut sollte allabendlich schonend, aber gründlich und mit einem zum Hauttyp passenden Produkt gereinigt werden. Am Morgen reicht warmes Wasser. Ausnahme: sehr fettige Haut; die profitiert auch morgens von einem entsprechenden Reinigungsprodukt", so Dr. Paes. Und wie sieht es mit Gesichtswasser aus? "Bei Reinigungsmilch oder -öl ist es ein absolutes Muss, da Gesichtswasser die Pflegerückstände entfernt. Bei allen anderen Reinigungsprodukten kann es helfen, den pH-Wert der Haut schneller zu stabilisieren. Ist sie gesund, bekommt sie das aber auch allein hin."  Richtig layern - die Reihenfolge ist wichtig!  Erst das Serum und dann die Creme? Oder doch andersrum? Dr. Paes weiß, wie's geht: "Beim täglichen Pflegekonzept kann man sich an der Konsistenz der Produkte orientieren. Flüssigere Texturen sind zuerst dran. Nach der Reinigung kann man mit einem Serum starten und dann ein auf den Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut angepasstes Produkt auftragen. Zum Schluss folgt, bei absehbarer Sonnenexposition, ein guter UV-Schutz." Ganz wichtig: Ihr solltet nicht zu viele verschiedene Produkte benutzen, da es die Haut überfordern könnte. Außerdem solltet ihr die einzelnen Schichten jeweils kurz einwirken lassen.  Sanfter peelen - oder gar nicht  Gepeelte Haut fühlt sich zart an, leuchtet rosig - und nimmt Wirkstoffe besser auf. Gute Gründe also, um ein Peeling ins abendliche Beauty-Ritual einzubauen. "Ein- bis maximal zweimal pro Woche genügen", rät Dr. Pia M. Paes. "Andernfalls kann die Schutzbarriere der Haut geschädigt werden. Meist gut vertragen werden Enzym-Peelings, die eine porentiefe Reinigung ermöglichen, ohne die Haut durch Schleifpartikel zu irritieren. Ist sie sehr empfindlich, sollte man aber ganz aufs Peelen verzichten. Das gilt auch bei entzündlichen Erkrankungen wie Akne oder Rosacea." Weiterer Softie-Tipp: Peeling-Pulver, die mit Wasser angemischt werden.

Sonnenallergie vorbeugen: Weitere bekannte Formen

  • Mallorca-Akne: So lustig der Name auch klingt, die Mallorca-Akne gilt als Spezialform der PLD. Sie ähnelt in der Optik Akne und tritt auch verstärkt bei Personen auf, die zu Akne neigen.
  • Phototoxische Reaktion: Aufgrund von chemischen Substanzen wird die Haut empfindlicher für Sonnenstrahlen und neigt verstärkt zu Sonnenbrand. Die Haut juckt, schmerzt oder verfärbt sich. Die Reaktion kann durch Kontakt mit Parfüms oder speziellen Pflanzen ausgelöst werden.
  • Photoallergische Reaktion: Bei dieser Form handelt es sich tatsächlich um eine Allergie. Dabei entwickelt der Körper Antikörper gegen Medikamente oder etwa Make-up, sodass die Haut beim nächsten Kontakt mit der Substanz und Sonnenstrahlen eine allergische Reaktion auslöst.

Sonnenallergie vorbeugen: 4 praktische Tipps

  1. Sonnencreme: Sonnencreme ist ein wichtiger Faktor, wenn es um Sonnenschutzmittel geht. Wichtig ist, dass du dich bereits 30 Minuten vor dem Gang in die Sonne eincremst und nach jedem Bad im Wasser wieder nachcremst. Der Lichtschutzfaktor sollte mindestens 30, idealerweise 50 betragen. Bevorzuge Sonnenschutzmittel, die frei von Fetten und Emulgatoren sind.
  2. Solarium: Wer zu einer Sonnenallergie neigt, kann sich mit dem Besuch eines Solariums langsam an die Sonne gewöhnen. Dabei solltest du es jedoch nicht übertreiben. Es reichen schon wenige Minuten und je nach Hauttyp solltest du dich vorab mit deinem Hautarzt absprechen. Achte darauf, dass sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen zum Tragen kommen, da die polymorphe Lichtdermatose nur durch beide ausgelöst werden kann.
  3. Phototherapie: Beim Hautarzt kannst du eine Lichtabhärtung durch eine Phototherapie durchführen. Bei der Phototherapie wird die Haut mehrere Wochen vor einem sonnigen Urlaub mit UV-Licht bestrahlt.
  4. Mikronährstoffe: Insbesondere Calcium, Beta-Carotin und manche Vitamine gelten als wirkungsvolle Mikronährstoffe zur Vorbeugung einer Sonnenallergie. Dies ist jedoch nicht wissenschaftlich erwiesen und du solltest dich mit deinem Arzt absprechen, welche Präparate für dich sinnvoll sind.

Zahnschmerzen? Welche Hausmittel bei Zahnschmerzen helfen, erfährst du hier. Zudem zeigen wir dir, was gegen eine trockene Nase hilft. Mehr Informationen zu einer Sonnenallergie bekommst du hier.

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