Tattoo-Ideen: Diese Motive geben euch Kraft!

Unsere Tattoo-Ideen haben nichts mit einem Arschgeweih gemein. Diese Motive spenden uns Kraft für den Tag und sehen richtig hübsch aus.

Die Zeiten, sich den Namen des Liebsten auf den Oberarm stechen zu lassen, sind vorbei. Zu schmerzhaft ist die Entfernung, wenn es dann doch aus und vorbei ist mit der großen Liebe. Die Wahl eines Motivs will gut überlegt sein, denn ein Tattoo begleitet uns meist ein Leben lang. Im Jahr 2014 wurde erstmals eine Statistik zum Thema Tätowierung veröffentlicht, die besagt: Acht Millionen Deutsche tragen ein Tattoo, überwiegend sind es Frauen. Am häufigsten lassen sich junge Menschen zwischen 25 und 34 Jahren tätowieren, ab 45 Jahren nimmt das Interesse ab, so die Untersuchung im Auftrag von Dermatologen des Uniklinikums St.-Josef-Hospital Bochum. Zwischen 5 und 15 % der Tätowierten bereuen es später, sich ein Tattoo stechen haben zu lassen. So ganz gesellschaftlich akzeptiert ist das Tattoo (zumindest das für alle sichtbare) nämlich immer noch nicht. Zu den beliebtesten Tätowierungen gehören Schwalben, Sterne und Totenköpfe – aber fast immer steckt eine persönliche Geschichte hinter dem auserwählten Bild.

Oft sind Tattoo-Motive spirituell inspiriert, denn ein dauerhaftes Kunstwerk auf der Haut soll ja auch Sinn machen. Zu den Klassikern gehören zum Beispiel Tribals, zu denen auch das in den Neunzigern recht beliebte und nun als prollig verschriene Arschgeweih gehört. Sie stammen von den indigenen Völkern Polynesiens und haben eine Jahrhunderte alte Tradition. Ebenfalls ein Motiv mit Geschichte ist der Anker. Laut "Guardian" waren Ende des 19. Jahrhunderts 90 Prozent der britischen Marine-Soldaten tätowiert. Für sie bedeutete das Anker-Tattoo, dass ein Seemann den Atlantik überquert hat. Schmetterlinge oder Delfine gelten als typisch weibliche Tattoo-Motive unserer Zeit. Der Schmetterling steht für Wiedergeburt und Verwandlung, der Delfin symbolisiert die Liebe zum Leben.

Eine kleine Tattoo-Psychologie

Die Wahl des Tattoos sagt eine Menge über den Träger aus: Wählt er ein Tier, gilt er als besonders sozial. Träger asiatischer Schriftzeichen gelten als tolerant, weltoffen und spirituell, wer das Konterfei des Liebsten trägt, gilt zwar als leidenschaftlich, aber auch kapriziös. Kindlich-naive Motive (wie Sterne, Blumen, Herzchen) beschreiben die tätowierte Person als optimistisch und romantisch.

Warum tätowieren sich so viele Menschen?

Tattoos werden positive Eigenschaften zugeschrieben, sie dienen als Form des Ausdrucks persönlicher Einzigartigkeit, wollen dem Betrachter Botschaften senden, uns Kraft geben und unsere Erinnerung stärken. Untersuchungen belegen, dass Menschen sich häufig tätowieren lassen, wenn sie durch eine Krise gegangen sind oder eine Krankheit überstanden haben. Der Soziologe Jerome Koch von der Texas Tech Universität hat sogar herausgefunden, dass Frauen, die eine Tätowierung am Körper tragen, ein höheres Selbstbewusstsein haben. Koch erklärte es sich so: "Tattoos symbolisieren einen Akt der Stärke, indem sie vorübergehenden Schmerz in Kunst und Ausdruck der Persönlichkeit verwandeln. Tatsächlich erkannten wir bei den beobachteten Frauen, wie sie sich damit selbst ihrer Stärke bewusst wurden und sich durch das Tattoo immer wieder emotional daran erinnerten." Es gibt aber auch Menschen, die nach einer Tätowierung immer weiter machen und sich am ganzen Körper stechen lassen. Dahinter kann laut Psychologen der Wunsch stecken, mit diesem besonderen Schmuck körperliche Makel auszugleichen. Body-Modification nennen Anhänger diese extreme Form der Körperveränderung mithilfe von Tätowierungen.

Auch angeregt von Promis boomen in den letzten Jahren vor allem Tattoo-Ideen, die eine tiefere persönliche Bedeutung haben: Angelina Jolie trägt traditionelle, buddhistische Symbole und Mantras zum Schutz gegen Böses, Heidi Klum trägt vier Sterne, die für ihre Kinder stehen. Das Tattoo als Kraftquelle im stressigen Alltag ist en vogue. Wir stellen euch die schönsten Tattoo-Ideen jenseits von Arschgeweih und Anker vor. Ein bisschen eso, aber sehr hübsch!

Die Lotusblüte

Asiens Sinnbild für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Erleuchtung: die Lotusblume. In China gilt sie als Symbol einer guten Ehe. Außerdem steht der Lotus für Vollkommenheit, Fruchtbarkeit, Wiedergeburt, Treue und den Beginn eines neuen Lebensabschnitts.

Der Buddha

Spiritueller Schick überall: Der Buddhakopf zeigt sich in jeder Zone unseres stressigen Alltags (Gartendeko, modische Zierde auf Klamotten, Kraft spendender Schmuck) – immer begleitet von der Hoffnung, etwas Ruhe in unser Leben zu bringen. Traditionell steht die Buddha-Figur nämlich für Meditation, die Zentrierung unserer Kraft und die Erleuchtung.

Mandala

Im Hinduismus und Buddhismus haben Mandala eine magische Bedeutung. Sie sollen uns zu vertiefter geistiger Konzentrationsfähigkeit bringen. Die Symbolik eines Mandalas soll direkt auf das Unbewusste zielen, sodass durch bestimmte Farben und Formen bestimmte Bereiche der Psyche angesprochen und stimuliert werden sollen.

Ferderleicht

Die Feder hatte bereits bei den alten Ägyptern eine religiöse Bedeutung. Nach dem Tod wurde die Seele mit einer Feder geprüft: War die Seele unbelastet, konnte sie nicht schwerer als die Feder sein. Wie bei den Indianern soll das Tattoo seiner Trägerin Mut, Stärke und Tapferkeit verleihen.

Mondphasen

Wer an die Macht des Mondes glaubt, kann ihn in allen Phasen auf den Körper tätowieren. Vorher nicht vergessen, welcher Tag nach dem Mondkalender fürs Stechen geeignet ist.

Elefantenrunde

Der Elefant ist im Hinduismus von großer Bedeutung. Hindugott Ganesha hat einen Elefantenkopf und mit seinem gewaltigen Bauch steht er für Wachstum und Güte. Er steht für die Übergänge von einem Lebensstadium ins andere, für Schutz und Intelligenz.

Sternbilder

Großer Bär, kleiner Hund, südlicher Fisch – die Internationale Astronomischen Union (IAU) hat 88 Sternbilder definiert. Als Motivvorlage für Tattoos also mehr als ausreichend – was für Astrologiefreunde.

Chakrenbilder

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Die Esotherik definiert Chakren als Energiepunkte, die entlang der Wirbelsäule zentriert sind. Die Tattoos am Rücken sollen daran erinnern, die Chakren im Fluss zu halten. Verschiedene Symbole sollen uns in unterschiedlichen Lebensbereichen stärken. Beliebt bei Yoga-Fans.

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