Teebaumöl - so kann es unserer Haut helfen

Teebaumöl gilt als Wundermittel für unsere Haut. Weil es uns vor Pickeln bewahrt, antibakteriell gegen Hauterkrankungen wirkt und unsere Kopfhaut vor Schuppen schützt.

Teebaumöl und seine Wirkung auf unsere Haut

Teebaumöl stammt aus Australien und wurde als traditionelles Heilmittel der Aborigines berühmt. Sie schätzten den Teebaum und sein Öl für seine antiseptische, bakterizide und fungizide Wirkung. Die Aborigines zerrieben die Blätter, um Wunden, Insektenstiche und Hautinfektionen zu behandeln. Oder bereiteten Aufgüsse, die Husten, Erkältungen, Hals- und Zahnfleischentzündungen und Muskelschmerzen lindern sollten. 

Auch bei uns ist Teebaumöl etabliert – kursieren doch um das berühmte Öl sowohl Wahrheiten als auch Mythen. Wir erklären, was Teebaumöl tatsächlich für eure Haut tun kann.  

Die Qualität von Teebaumöl entscheidet – darauf solltet ihr achten

Reines Teebaumöl hat eine klare bis leicht gelbe Farbe und riecht frisch, herb und würzig – für sensible Nasen kein Wohlfühlduft. Vielleicht trauen wir ihm gerade deshalb eine hohe medizinische Kompetenz zu. Wichtig für seine Wirkung ist die Qualität des Öls: 

  • Teebaumöl ist in der Gewinnung relativ teuer, gerade wenn es ökologisch angebaut wird. 
  • Es sollte 100% naturrein sein, denn Mischöle sind oft von niedriger Qualität. 
  • Wird auf der Flasche die Pflanzengattung "Melaleuca Alternifolia" genannt, ist das ursprüngliche Teebaumöl gemeint.
  • Einige Hersteller deklarieren ihr Öl mit dem Zusatz "therapeutic grade", das bedeutet, dass das Öl rein ist und von "therapeutisch geprüfter Qualität".
  • Ein Blick aufs Etikett beweist maximale Qualität: Der Anteil an dem Wirkstoff Terpinen-4-ol (sekundärer Pflanzenstoff) sollte mindestens 30 Prozent betragen, der Stoff Cineol (kann in zu hoher Konzentration die Atemwege reizen und Allergien auslösen) sollte unter 5 Prozent liegen.

Das kann Teebaumöl für unsere Haut tun

Viel hilft viel, ist bei Teebaumöl nicht das richtige Verbraucher-Credo. Denn es kann unsere Atemwege und die Haut auch reizen, die mit Allergien, Ekzemen und Rötungen reagiert, besonders wenn sie kleine Verletzungen aufweist. Es darf auch nicht in die Augen kommen, weil es die sensible Bindehaut viel zu stark reizt. Sehr empfindliche Haut kann besser mit Lotionen und Cremes von der Wirkung des Teebaumöls profitieren, darin wird es stark verdünnt. Einige Hersteller bieten Teebaumöl-Produkte nun aber speziell für die sehr empfindliche Haut an (zum Beispiel für Neurodermitiker), weil es Rötungen und Juckreiz mildert. Tipp: Erst einmal vorsichtig verdünnt mit der Behandlung beginnen, und probieren, wie die Haut darauf reagiert.

Teebaumöl gegen Pickel und Hautunreinheiten

Unbestritten ist schon lange die antiseptische Wirkung des Öls. Es vernichtet Bakterien und Pilze - das wurde sogar in Studien bewiesen. Besonders spannend fanden die Wissenschaftler, dass Teebaumöl gegen Aknebakterien hilft. In einer australischen Untersuchung war Teebaumöl genauso wirksam bei unreiner Haut wie das bekannte, aber auch aggressivere Mittel Benzoylperoxid (das juckt, brennt und im Tierversuch Hauttumoren gefördert hat). Die australischen Forscher empfehlen Teebaumöl-Produkte deshalb bei leichter bis mäßig schwerer Akne und für unreine Haut - die Konzentration des Öls darf allerdings nicht unter fünf Prozent liegen.

Teebaumöl gegen Haut- und Fußpilz 

Teebaumöl wirkt antimykotisch, gerade bei Hautpilzen wie Fußpilz oder Nagelpilz ist es ein natürlicher Pilzbekämpfer. Wer empfindliche Haut hat, sollte ein paar Tropfen mit einer neutralen Lotion mischen, um Reizungen – die bei häufiger Anwendung auftreten können – zu vermeiden. Auch bei Warzen wird Teebaumöl oft als erste Maßnahme eingesetzt, wer allerdings nach einigen Tagen keine Besserung feststellt, sollte in die Apotheke oder zum Dermatologen gehen.

Teebaumöl für die Lippen

Ein Hausmittel, das präventiv gegen das Kribbeln hilft: Wer Herpes-anfällig ist, kann mit einem Lippenpflegestift, der Teebaumöl enthält, dem nächsten Ausbruch vorbeugen

Schnelle Hilfe bei Insektenstichen

Ein Tropfen Teebaumöl auf einem Insektenstich soll nicht nur den Juckreiz bekämpfen, es kann auch Entzündungen an der Einstichstelle verhindern.

Teebaumöl für die Haare 

Teebaumöl kann noch viel mehr: Es wird zum Beispiel in Anti-Schuppen-Shampoos und -Kuren eingearbeitet, weil seine Wirkung die Durchblutung der Kopfhaut fördert und Pilze abtötet. Auch wenn Studien noch ausstehen: Teebaumöl steht im Ruf – zumindest präventiv – gegen Läuse zu wirken. Bei Kindern, in deren Umgebung Läuse festgestellt wurden, empfehlen Naturheilkundler, dem Shampoo drei Tropfen Teebaumöl beizumischen.

Vorsicht mit der Haltbarkeit von Teebaumöl

Teebaumöl sollte möglichst kühl, dunkel und nicht länger als etwa ein halbes Jahr aufbewahrt werden. Und lieber nicht da kaufen, wo es in den Regalen schon einstaubt oder in der Schaufensterauslage steht. Unser Tipp: Am besten in einer Apotheke kaufen, dort kennt man sich mit Lagerung und auch Wirkungsweise von Teebaumöl bestens aus.

saro

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