Gefahr in Zahnpasta – steckt in fast allen ein krebserregender Stoff?

Eine neue Studie warnt vor Titandioxid - ein Stoff, der in fast allen Zahnpasten vorkommt – auch in Kinderzahnpasta! 

Die Gefahr lauert in der Tube – JEDEN MORGEN und JEDEN ABEND!

Eine neue Studie warnt eindringlich vor einem Inhalt, der in fast allen Zahnpasten steckt: Der weiß machende Farbstoff Titandioxid steht schon seit Jahren im Verdacht, karzinogen zu wirken. Eine neue Studie beweist dies nun erstmals für die orale Aufnahme. Die Ergebnisse wurden in Versuchen mit Ratten gewonnen – was Kritiker der Studie dazu bewegt, vor Panikmache zu warnen.

Titandioxid - schon lange umstritten

Bereits 1989 bewies eine Untersuchung der Internationalen Agentur für Krebsforschung, dass das Inhalieren von Titandioxid für Versuchstiere krebserregend ist - für den Menschen aber nicht zwingend abgeleitet werden könne. 2010 erschien eine weitere Studie zur Wirkung von Titandioxid, die die Wirkung im menschlichen Körper mit jener von Asbest gleichsetzte, wie ein Forscherteam der Universität Lausanne berichtete.

Was ist neu an der aktuellen Studie?

Die aktuellste Studie erschien online auf der Homepage der Zeitschrift Nature. Ein französisches Forscherteam der Universität von Toulouse verabreichte 100 Tage lang einer Gruppe von Ratten so viel Titandioxid (E171) mit dem Trinkwasser, wie es Menschen proportional gesehen über Kosmetika oder Lebensmittel aufnehmen. Bei rund 40 Prozent der Tiere bildeten sich Tumore im Darmtrakt. Folgerung war, dass das Titandioxid die Entwicklung dieser Wucherungen beschleunige, wobei einige zunächst nur gutartige Tumorzellen aufwiesen, aber ein großes Potenzial gehabt hätten, bösartig zu werden.

Experten warnen vor Panikmache

Wissenschaftler wiesen nach Erscheinen der Studie sofort darauf hin, dass die Ergebnisse der Studie nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragbar sind. Unsere Organismen zeigen ganz andere Stoffwechselmuster und weisen extreme physiologische Unterschiede auf, insbesondere, wenn es um Abbau oder um Ausscheidung von Schadstoffen geht. Offizielle Stellen wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit haben noch im September Entwarnung gegeben und Titandioxid als unbedenklich in Lebensmitteln eingestuft.  

Unsere Alarmglocken schrillen dennoch. Denn der weiße Lebensmittelfarbstoff E171 ist aktuell ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis = qs) in Lebensmitteln zugelassen und aufgrund seiner Eigenschaften auch oft als Käse- oder Soßenaufheller, für Überzüge von Dragees und Kaugummis oder eben in Zahnpasta zu finden. Sogar in Kinderzahnpasta steckt er. Einzelne Zahnpasta-Hersteller betonen jetzt, dass die Studie sich auf Nanopartikel von Titandioxid bezieht – man setze sowieso nur Titandioxid in wesentlich größerer Mikrometergröße ein.

Produkte ohne Titandioxid

Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt eine Zahnpasta ohne Titandioxid. Alternativen sind zum Beispiel Zahnpasten von Naturkosmetikherstellern wie Weleda, Lavera oder Urtekram (beide bieten auch Kinderzahnpasta an).

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