Sonnencreme fürs Gesicht: Das sind die besten im Redaktionstest

Wir haben Sonnencreme fürs Gesicht getestet. Wochenlang gecremt und uns unterschiedlichen Sonnensituationen ausgesetzt. Die Ergebnisse unseres knallharten Tests 2018!

Sonnencreme fürs Gesicht - welche ist die beste?

Jedes Jahr werden wieder die Sonnenprodukte der Kosmetikhersteller getestet: Luxusmarken und günstige Hersteller – welche Sonnencreme fürs Gesicht ist die beste? Jeden Sommer lesen wir wieder „Die beste Sonnencreme ist gleichzeitig die günstigste“ – klingt doch ganz wunderbar, aber stimmt es auch?

Einige Tests beschäftigen sich lediglich mit der Wirksamkeit der Lichtschutzfilter, andere schließen die Inhaltsstoffe der Sonnencremes mit ein. Stiftung Warentest analysierte zum Beispiel im letzten Jahr 19 verschiedene Cremes und Sprays in den Kategorien Sonnenschutz, Feuchtigkeitsanreicherung, Anwendung und Beschriftung und Verpackung. Dabei wurden die Bereiche UV-Schutz und Feuchtigkeitsanreicherung von freiwilligen Testpersonen bewertet.

Das ist uns beim Sonnencreme-Test 2018 aufgefallen

Neben dem Thema Lichtschutzfaktor – unter 50 geht kaum noch etwas, hohe Lichtschutzfaktoren sind extrem gefragt – sind die Texturen der Sonnencremes 2018 wichtiger geworden. Besonders der viel kritisierte Speckglanz, das fettige Hautgefühl, ist nicht mehr erwünscht. Mattierende Sonnencremes sind 2018 beliebt!

Günstig = gut? Sonnencreme muss nicht teuer sein!

Tatsächlich erstaunt uns jedes Jahr wieder, dass viele günstige Eigenmarken der Supermärkte und Drogerien so gut abschneiden. Und auch im Sommer 2017 ernteten die Sonnencremes von Elkos (Eigenmarke von Edeka) und Sundance (dm) wieder Bestnoten, auch die Produkte von Aldi (Ombra Sonnenmilch von Aldi Nord und Ombia Sonnenmilch von Aldi Süd), Sôl Sonnenspray von Real und Sun Ozon von Rossmann schnitten gut ab. Aber auch die Sonnenlotion von Ladival (ohne Parfum, Farb- und Konservierungsstoffe) aus der Apotheke wurde sehr gut bewertet.

Bei den Sonnencreme-Tests wurde ein Aspekt jedoch als schwierig eingestuft: Sonnencreme, die den Zusatz „wasserfest“ trägt. Hersteller müssen nur recht lockere Vorgaben beachten, um ihn auf die Verpackung schreiben zu dürfen. Und auch wenn nach dem Baden nur noch die Hälfte des Sonnenschutzes gewährleistet wird, darf sie "wasserfest" genannt werden.

Wir haben noch weitere Sonnenprodukte getestet und auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft.

Sonnenschutz - was bedeutet eigentlich der Lichtschutzfaktor? 

Entscheidend beim Schutz vor Sonnenbrand ist der Lichtschutzfaktor (LSF oder engl. SPF). Viele denken, dass ein hoher Lichtschutzfaktor besonders lange und gut vor einem Sonnenbrand schützt. Und dass man nur immer fleißig nachcremen muss, um die abgelaufene Schutzzeit weiter zu verlängern.

Und tatsächlich: Nachcremen ist wichtig! Denn Schwitzen, Abrieb und Schwimmen reduzieren den schützenden Cremefilm. Sonnenschutzmittel müssen öfter (etwa einmal stündlich) aufgetragen werden, damit die Schutzwirkung überhaupt bestehen bleibt.

Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie viel länger man basierend auf der Eigenschutzzeit der Haut in der Sonne bleiben kann. Wenn die Eigenschutzzeit eines hellen Hauttyps zehn Minuten beträgt und er eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 verwendet, kann er 30 Mal länger draußen bleiben, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren.

Wichtig zum Thema Lichtschutzfaktor:

Eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 hält bereits 97 Prozent der Sonnenstrahlen ab, bei Produkten mit höherem Lichtschutzfaktor werden zwar geringfügig mehr Sonnenstrahlen blockiert, aber kein Sonnenschutzmittel kann zu 100 Prozent vor Sonnenstrahlen schützen. Die neuesten Sonnencremes werben zwar mit einem Filter von 90 oder 100. Experten warnen allerdings davor, sich mit diesen extrem hohen Lichtschutzfaktoren in falscher Sicherheit zu wiegen und Sonnenbäder zu verlängern.

Sonnencreme, Sonnenmilch oder Sonnenspray - was ist besser? 

Für welche Textur eines Sonnenschutzmittels ihr euch entscheidet, hängt nicht nur von den persönlichen Vorlieben, sondern auch vom Hauttyp ab. Normale Haut kann alles tragen - entweder wählt dieser Hauttyp seine liebste Textur oder je nach Alter ein Sonnenschutz-Produkt mit kombinierten Anti-Aging-Inhaltsstoffen.

Fettige Haut verträgt eine leichte Gel-Textur besser als eine reichhaltige Creme oder Milch. Es gibt auch mattierende Texturen fürs Gesicht und für Hautunreinheiten getönte BB-Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor.

Trockene Haut ist gut mit Sonnencreme beraten, die pflegende Inhaltsstoffe wie Olivenöl oder Sanddorn enthält. Wer empfindliche Haut hat, greift gern zu mineralischen Filtern oder Produkten, die wenige chemische Filter, keine Parabene und Duftstoffe enthalten. Inhaltsstoffe wie Thermalwasser, Dexpanthenol und Vitamin E stecken in vielen Sonnenprodukten für empfindliche Haut.

Sogar Handcremes enthalten inzwischen häufig Sonnenschutzfilter (Radfahrer wissen das besonders zu schätzen). Aber auch Make-up-Produkte wie Foundations werden mit leichtem Lichtschutz (zwischen LSF 15 und 20) entwickelt. 

Sonnenschutz - mineralisch oder chemisch? 

Wir sind sensibler für das Thema Sonnenschutz als je zuvor. Denn UV-Strahlung lässt die Haut schneller altern und macht sie anfälliger für Hautkrebs. Eine wichtige Frage bei der Wahl des Sonnenschutzes ist die nach dem Filter. Es gibt chemische und mineralische Filter (meist Titandioxid oder Zinkoxid). Alles zum Thema mineralische Sonnencreme erklären wir in unserem Special.

Mineralische Sonnenschutzfilter 

Mineralische Filter enthielten lange grobe Weißteilchen und färbten die eingecremte Haut deshalb weiß. Inzwischen sind die aber auf so geringe Größen reduziert, dass mineralischer Sonnenschutz nicht länger weißelt.

Vorteil: Die mineralische Sonnencreme schützt sofort nach dem Auftragen, weil die Reflektion der Sonnenstrahlen gleich nach dem Auftragen funktioniert. Sie ist kaum allergen und schützt sehr gut, da sie extrem gut an der Haut haftet.

Nachteil: Man muss sie gut einreiben, damit der volle Schutz gewährleistet ist und wirklich kein weißer Film bleibt. Da die Weißpartikel inzwischen auf Nanoteilchen-Größe reduziert wurden, stehen mineralische Filter aber auch in der Kritik: Möglicherweise stellen die Nanopartikel ein gesundheitliches Problem dar. An Studien, die dies belegen, mangelt es allerdings - hier informieren wir euch in einem Artikel über Nanopartikel in Sonnencremes. Es gibt allerdings auch noch viele mineralische Sonnencremes ohne Nanopartikel – die dann allerdings einen leichten weißen Film auf der Haut hinterlassen.

Chemische Sonnenschutzfilter

Chemische Sonnenschutzfilter schützen ebenfalls vor UVA- und UVB-Strahlen und dringen recht gut in die äußere Schicht der Oberhaut ein. Bis sie vollständig wirken, vergehen 20 bis 30 Minuten. Die Zeit solltet ihr einkalkulieren, bevor ihr in die Sonne geht. Aber auch chemische Filter stehen in der Kritik. Bestimmte UV-Filter stehen im Verdacht, hormonell im Körper zu wirken. Andere, Allergien auszulösen.

Chemische UV-Filter erzeugen außerdem Rückstände in der Umwelt, vielen Sonnencremes wird Mikroplastik zugeführt, das später in Fischen und in Muttermilch nachgewiesen werden kann. Welche Schäden sie hervorrufen können, ist noch nicht erwiesen.

Außerdem wichtig: Chemische UV-Filter zersetzen sich nach 3 bis 6 Monaten. Also: regelmäßig das Sonnenschutzprodukt austauschen.

Wer sich unsicher ist, ob seine Sonnenlotion gefährliche Inhaltsstoffe enthält, kann die App Codecheck für die Überprüfung der Inhaltsstoffe anwenden - sie zeigt an, welche Ingredienzien gesundheitsgefährdend wirken können und die Umwelt schädigen.


Und wenn ihr nur eine leichte Sonnencreme fürs Gesicht sucht - oder Foundations, die einen Lichtschutzfaktor enthalten - empfehlen wir euch tolle Produkte und Tipps für Make-up mit Lichtschutzfaktor.  Außerdem: Welche Sonnencreme bei Sonnenallergie geeignet ist, wie wichtig Sonnenschutz für Haare ist und was es bei Sonnencreme für Kinder zu beachten gilt.

Videoempfehlung:

Sonnencreme-Test von Stiftung Warentest überrascht!

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