"How the sun sees you" - so schädlich kann Sonnenlicht sein

Durch eine Spezialkamera macht Thomas Leveritt tief unter der Haut verborgene Sonnenschäden sichtbar. Kollegin Nicole Lötters hat die Methode getestet.

Das Projekt: Der britisch-amerikanische Künstler Thomas Leveritt malt die Zukunft mit unsichtbaren Farben. Für sein Projekt "How the sun sees you" baut er seine Kamera aufwändig mit einem UV-Filter um. Warum? Weil UV-Licht Hautschichten durchdringen und auf diese Weise sichtbar machen kann, was sonst erst später offenbar werden würde: Jedes Pünktchen, jede einzelne Sommersprosse unter der Oberfläche ist ein Sonnenschaden, der in einigen Jahren als Altersfleck auf der Haut erscheinen könnte. Nivea hat sich dem Projekt des Fotografen angeschlossen, um auf die Bedeutung von Sonnenschutz aufmerksam zu machen.

Mein Test: Kamera an, Spots drauf!

Bei Tageslicht ist der Teint des Models noch unauffällig, im UV-Licht sieht man bereits die Sonnenschädigungen als Punkte.

Das UV-Licht enthüllt mein Leben auf der Sonnenseite. Ich gehöre zu der Generation, die in den 70er und 80er Jahren von den Eltern unterm Sonnenschirm hervorgezerrt wurde, damit die Bräune den Urlaub an der Adria sichtbar dokumentiert. Zwar halte ich mich seitdem meistens im Schatten auf und benutze sogar eine regelmäßige Tagespflege mit LSF, doch ich weiß: Die meisten Sonnenschäden bekommt die Haut unter 18 Jahren. Entsprechend vorgewarnt riskiere ich einen Blick auf mein UV-Foto. Mal davon abgesehen, dass ich aussehe wie eine Außerirdische mit tief violettem Gesicht, entdecke ich einige kleine Sonnenflecken um den Mund und auf der Stirn, ein paar große auf den Wangen. Werden die später einmal etwa für alle sichtbar sein?

Kann ich denn gar nichts gegen UV-Schäden tun?

Das beeindruckendste Erlebnis ist dann für mich das Auftragen einer Sonnencreme, ein ultraleichtes Gel mit LSF 50. Auf der Haut ist es kaum zu spüren, doch durchs Auge der UV-Kamera sieht es aus, als würde mich dickes Schmieröl vor der Sonne schützen. "Je höher der Lichtschutzfaktor in Produkten desto mehr UV-Licht wird absorbiert – und umso dunkler erscheint das Ganze auf den Bildern", erklären Dr. Frank Schwanke und Ralf Hagens aus der Forschung und Entwicklung bei Beiersdorf. Hätte ich mein Leben lang Sonnenschutz benutzt, wären jetzt wohl weniger unterirdische Sommersprossen da. Die Zukunft: Da lauern Punkte in meiner Haut. Beunruhigend! Kann ich denn gar nichts dagegen unternehmen? "Doch", sagt Prof. Dr. med. Berthold Rzany aus Berlin. "Es gilt, die Haut weiterhin mit Sonnencreme zu schützen und die Hauterneuerung zu stimulieren. Dafür kann man Fruchtsäuren, auch als Peels, oder Vitamin-A-Derivate in Kosmetika oder als Medikamente einsetzen." Auch Tagescremes gegen Pigmentflecken können helfen, müssen aber täglich aufgetragen werden.

Das Fazit:

Realistischerweise werde ich nicht täglich etwas gegen vorhandene Sonnenflecken tun, aber etwas gegen weitere. Pflege mit LSF hilft nicht nur gegen Pigmentflecken und Sonnenbrand, sie sind auch das beste Anti-Aging-Mittel. Und meine Kinder lasse ich nie ungeschützt in die Sonne.

Text: Nicole Lötters
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Durch eine Spezialkamera macht Thomas Leveritt tief unter der Haut verborgene Sonnenschäden sichtbar. Kollegin Nicole Lötters hat die Methode getestet.

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