Warum Selfies die Hautalterung beschleunigen

Selfies und Surfen machen Spaß – und gleichzeitig lassen sie unsere Haut altern. Schuld ist das HEV-Licht, dass Handys und Computer ausstrahlen. Was wir dagegen tun können.

Warum machen uns Selfies und Surfen alt?

Das blaue Licht von unseren Bildschirmen wird high-energy visible (HEV), oder auch hochenergetisches Licht genannt und seine Auswirkungen auf unsere Körper werden derzeit gründlich erforscht. Aktuelle Vermutung: HEV-Licht soll für unsere Haut sogar schlechter sein als die UV-Strahlen der Sonne. Falten, Pigmentstörungen und Altersflecken können die Folgen von dauerhafter HEV-Bestrahlung sein. Und da wir alle locker mehr als sechs Stunden täglich am Bildschirm sitzen und unser Handy für Selfies und Surfen nutzen, sind wir den Strahlen dauerhaft ausgesetzt.

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Auch Hautunreinheiten gehen auf das Konto des Blaulichts

Das untermauert ein Fall aus Großbritannien. Die Londoner Bloggerin Mehreen Baig macht rund 50 Selfies am Tag und stellte Hautunreinheiten, Pigmentflecken und Fältchen an ihrer Haut fest. Ihr Dermatologe nannte als Ursache das HEV-Licht ihres Handys. Sein Rat: Antioxidantien einnehmen, um den Regenerationsprozess der Haut wieder in Gang zu bringen.

Unser Tipp: Ran ans Handy. Das neue iOS 9.3 von Apple hat eine Funktion namens Night Shift. Sie kann in den "Einstellungen" unter "Anzeige & Helligkeit" aktiviert werden. Dann werden die Blautöne im Display stark reduziert. Der Bildschirm sieht dadurch bei gleicher Helligkeit-Einstellung dann dunkler und oranger aus. Um Night Shift nutzen zu können, braucht man mindestens ein iPhone 5S, ein iPad Air oder ein iPad mini 2.

Für andere Smartphones gibt es Android-Apps wie "Lux Lite", die ebenfalls die Blaulicht-Anteile verringern können. Das hilft zwar, reicht aber insgesamt nicht aus, einfach nur die Helligkeit seines Displays herunterzuregeln. Nur wenn tatsächlich das blaue Licht reduziert wird, kann uns das vor den Konsequenzen schützen.

Was ist die Lösung des Strahlungsproblems? Surfen nur noch mit Sonnenschutz?

Ja, es gibt sie schon, die Breitband-Sonnenschutz-Filter, die uns nicht nur vor UVA und UVB, sondern auch vor HEV schützen. Allerdings sind sie in unsere herkömmlichen Sonnencremes noch nicht integriert. Aber es gibt erste Produkte, die uns vor der Bildschirmgefahr schützen sollen: Die Firma Make Beauty hat einen "Moonlight Primer" (ca. 50 Euro) entwickelt, der unser Gesicht mit Meeresalgen, Melanin und Shea-Butter vor Falten durch die HEV-Strahlung bewahren will. Auch für die Augen soll das HEV-Licht schädlich sein – um die Strahlen zu filtern, wurden Brillen mit Melanin-beschichteten Gläsern entwickelt, die die Augen vor dem Blaulicht schützen.

Text: Sabine Rodenbäck

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