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Beauty-Helfer: Diese Wirkstoffe glätten, straffen und formen


Von Antioxidanzien über Fruchtsäuren bis Vitamine: die schlausten Beauty-Helfer.

Schlaue Wirkstoffe sorgen für eine glattere, straffere Haut und einen strahlenden Teint. Außerdem schützen sie unsere Haut vor äußeren Angriffen und bewahren ihre Jugendlichkeit. Lesen Sie auf den nächsten Seiten alles über Vitamin A, Vitamin C, Fruchtsäure, Salicylsäure und Q10.

Allantoin

Allantoin (engl.) ist ein kosmetischer Wirkstoff, der unter anderem aus Weizenkeimen, Beinwellwurzeln oder Rosskastanienrinde gewonnen wird, heute aber auch synthetisch hergestellt werden kann. Allantoin unterstützt die Haut, Feuchtigkeit zu binden, und ist mit seinen reizlindernden und regenerierenden Eigenschaften wertvoll für die Pflege sensibler Haut, für die Sonnenpflege und für After-Sun-Produkte, fördert die Regeneration der Zellen bei Rötungen und Narben.

Antioxidanzien

Antioxidanzien (griech. anti: gegen; oxys: scharf, sauer) sind chemische Verbindungen, die im Körper u.a. gegen zellschädliche Freie Radikale (eine Art Abfallstoff unseres Stoffwechsels) arbeiten. Zur Gruppe der Antioxidanzien gehören u.a. die Vitamine C und E, der sekundäre Pflanzenstoff Beta Carotin, Flavonoide sowie die Spurenelemente Zink, Mangan, Kupfer und Selen. Eine ausgewogene Ernährung kann daher den Bedarf zuverlässig decken. Auch für die Kosmetik spielen Antioxidanzien eine wichtige Rolle: Als Wirkstoff in Cremes werden sie der Haut von außen zugeführt, um dort als Radikalfänger zu wirken und gegen Falten zu schützen.

Biotin

Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin aus dem B-Komplex und steckt z.B. in Eigelb, Haferflocken, Reis oder Erdnüssen. Es unterstützt den Zellaufbau und die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln. Ob als kosmetischer Wirkstoff oder in Nahrungsergänzungsmitteln, kräftigt Biotin die Zellstruktur und ist besonders bei brüchigen Nägeln oder geschädigtem Haar empfehlenswert.

Enzyme

Die in der Zelle gebildeten Eiweißkörper sind an fast allen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt. Jedes Enzym hat eine spezielle Funktion, so gibt es z.B. Enzyme, die die Bildung von Kollagenfasern fördern, andere, die an der Regeneration der Zellen beteiligt sind. Enzyme wirken u.a. in sanften Peelings oder in Masken gegen unreine Haut. Zudem arbeitet die Wissenschaft stetig an neuen Wirkstoffkomplexen, welche körpereigene Enzyme, die an der Reperatur der Zellen beteiligt sind, stimulieren sollen.

Flavonoide

Flavonoide (lat. flavus: gelb) gehören zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe und sind u.a. als Pigmente im Zellsaft der Pflanzen vorhanden. Sie gelten als entzündungshemmend, stärken die Gefäße und sind wertvoll für den Schutz der Zellen gegen Freie Radikale. Flavonoide finden sich z.B. in Zitrusfrüchten, Äpfeln, Blaubeeren, Zwiebeln, roten Trauben sowie in Grünem Tee und Rotwein. Als Wirkstoff in Cremes können sie der Haut von außen zugeführt werden.

Fruchtsäuren

Fruchtsäuren stecken in Äpfeln, Zitronen, Papayas, Zuckerrohr, oder im Wein. Man holt sie direkt aus der Natur oder baut sie im Labor nach. Die kleinsten Moleküle hat die Säure aus dem Zuckerrohr (Glykolsäure), die deshalb gut in die Haut einzieht. Wissenschaftler entdeckten, dass Fruchtsäuren (chemisch: Alpha-Hydroxy-Säuren, kurz AHAs) krankhaftes Schuppen und übermäßige Verhornung der Haut stoppen können. Kleine Narben, Hautveränderungen wie schuppige Wucherungen, Warzen, Pigmentierungsstörungen, Sonnenschäden werden seitdem damit behandelt. Bei Akne wird die Säure direkt auf die Pusteln getupft. In hohen Konzentrationen (bis zu 70 Prozent) wirken die AHAs als chemisches Peeling, das die oberste Hautschicht verätzt. In niedriger Dosis lösen die Säuren verstopfte Talgdrüsen und bremsen neue Mitesser. Hoch dosiert werden die AHAs bisher von Hautärzten und Kosmetikerinnen in Kliniken oder Praxen eingesetzt. Wesentlich schwächer konzentriert stecken sie z.B. in Anti-Age-Cremes oder in Cremes für unreine Haut. Meistens werden sie zur kurmäßigen Anwendung empfohlen. Speziell für sensible Haut gibt es Produkte, die nicht reizen.

Jojoba

Das pflegende Wachs (wird aufgrund seiner weichen Konsistenz Öl genannt) wird aus den olivenähnlichen Früchten des Jojoba-Baums gewonnen, der u.a. in Kalifornien, Arizona und Mexiko wächst. Pur angewandt, lässt es sich leicht auftragen und wird gut von der Haut aufgenommen. Das geruchlose Jojoba-Öl eignet sich hervorragend als Basis, um darin ätherische Öle zu mischen, z.B. für Massagen, Körper- und Gesichtspflege. Trockene Haut macht es wieder geschmeidig, außerdem kommt es, z.B. in Kombination mit Calendula oder Mandelöl, für die Pflege gegen Dehnungsstreifen zum Einsatz.

Kollagen

Kollagene (griech. kolla: Leim; kollagen: Leimbildner) sind Strukturproteine und bilden den größten Teil des Bindegewebes und der Knochensubstanz. Wenn die Haut altert, reduziert sich der Kollagen-Anteil im Gewebe und verändert seine Struktur (u.a. durch Sonneneinstrahlung) – doch diese veränderten Proteine können Feuchtigkeit nicht mehr optimal speichern. Für die Kosmetik werden Kollagene überwiegend aus jungen Tierhäuten oder -sehnen gewonnen. Als Pflege-Wirkstoff helfen sie der Haut, Feuchtigkeit zu binden. Auch eignen sich Kollagene für diverse kosmetische Eingriffe gegen Falten.

Mineralstoffe

Der Körper selbst kann keine Mineralstoffe produzieren, sondern wird durch die Nahrung mit ihnen versorgt. Nicht nur für die Funktionen des Organismus, sondern auch für die Hautpflege, hat die Schönheitsforschung entdeckt, sind Mineralstoffe wertvoll. So wirkt z.B. Zink entzündungshemmend und fördert die Wundheilung, Silizium festigt das Bindegewebe, Kalzium soll straffend und feuchtigkeitsbindend wirken und Selen die Zellen vor Freien Radikalen schützen.

Panthenol

Panthenol wird auch als Provitamin B 5 oder D-Panthenol bezeichnet. Enzyme wandeln es im Körper zu D-Pantothensäure um. Als kosmetischer Wirkstoff kann es entzündungslindernd, glättend und regenerierend wirken und kommt in Pflege-Substanzen für trockene Haut, im Lippenstift oder -Balsam und in der Haarpflege zum Einsatz.

Peptide

Die körpereigenen Eiweißbausteine (genau: Palmitoyl-Pentapeptide) signalisieren den Zellen, ihre natürliche Regeneration in Gang zu setzen. Ursprünglich für die Wundheilung erforscht, erkannten Kosmetikhersteller, dass Peptide auch für die Anti-Aging-Pflege wertvoll sein können – da sie den Kollagenaufbau anregen. Zudem haben sie den Vorteil, empfindliche Haut nicht zu reizen, sondern die Schutzbarriere noch zu verbessern.

Q 10

Der körpereigene Stoff Q 10 (auch Ubichinon genannt) gilt als Jungbrunnen für die Zellen. Das Coenzym (vitaminähnliche Substanz) spielt eine entscheidene Rolle für die zelleigene Energiegewinnung und neutralisiert Freie Radikale. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass der Alterungsprozess auch mit einem sinkenden Q 10-Spiegel in den Zellen einhergeht. In Cremes soll deshalb Q 10 die biologische Uhr langsamer ticken lassen.

Salicylsäure

Tagescremes mit Salicylsäure wirken ähnlich wie Fruchtsäure. Sie lösen überschüssige Hornschüppchen, machen die Hornschicht insgesamt weicher, und die Haut sieht glatt und rosig aus. In der Natur kommt sie im Weidenbaum vor, heute gewinnt man sie jedoch synthetisch im Labor. Kosmetik-Chemiker haben entdeckt, dass Salicylsäure, eingebettet in Spezialemulsionen, sanft und wirksam zugleich ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Creme keine Konservierungsstoffe braucht, weil Salicylsäure ein guter Bakterienkiller ist.

Urea

Der Harnstoff ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und wird für kosmetische Produkte synthetisch hergestellt. Urea unterstützt die Haut dabei, Feuchtigkeit zu binden, fördert die Regeneration, lindert Reizungen und ist deshalb besonders für trockene, sensible Typen geeignet.

Vitamin A

Vitamin A regt müde Hautzellen an, sich wieder regelmäßig zu teilen. Dadurch wachsen von unten junge Zellen nach, die oberste Hautschicht wird widerstandsfähiger, der Teint sieht regelmäßiger und glatter aus, erweiterte Äderchen können gestoppt und Pigmentflecken aufgehellt werden. Vitamin-A-Cremes sind aber nicht nur für reife Haut oder Trockene Haut gedacht, sondern wirken auch bei fetter Haut oder Mischhaut: Sie lösen verstopfte Poren und können das Hautbild verfeinern. Da sich die Vitamin-A-Wirkung in tieferen Hautschichten abspielt, zeigt sich die Wirkung frühestens nach vier Wochen - so lange dauert es nämlich, bis die frisch gestärkten Zellen an die Hautoberfläche gewandert sind.

Vitamin C

Vitamin C kurbelt die Kollagenproduktion der Haut an und lässt Wunden schneller heilen. Für die Kosmetik bedeutet das: Wird frisches Kollagen im Bindegewebe aufgebaut, sieht die Haut jünger aus. Alterungsprozesse sollen sich abbremsen oder sogar begrenzt rückgängig machen lassen. Außerdem ist Vitamin C ein unschlagbarer Radikal-Fänger: Es schützt die Haut vor Attacken von Sauerstoffradikalen, die durch zuviel Sonne, Rauch oder Umweltgifte entstehen. Am besten: viel vitaminreiches Obst und Gemüse essen - und die Haut mit Vitamincremes pflegen.

Vitamin E

Vitamin E ist ein regelrechter Radikalkiller und kann, verpackt in eine Creme, die Haut von außen vor Freien Radikalen schützen - und damit auch vor vorzeitiger Alterung. Freie Radikale entstehen im normalen Stoffwechsel - und zwar um so mehr, je älter wir werden. Besonders gefährlich wird es, wenn wir außerdem rauchen, Abgase einatmen, Alkohol trinken oder eben zu lange in der Sonne liegen. Freie Radikale machen gesunde Haut- oder Bindegewebszellen kaputt. Vitamin E kann aber noch viel mehr: Es ist ein sehr guter Feuchtigkeitsbinder in der Haut und hilft damit, Trockenheitsfältchen auszubügeln. Es wirkt entzündungshemmend und schützt sogar ein wenig vor Sonne. Hier geht es zurück zu unserem Special!


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