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Henna-Tattoo Das steckt hinter der Körperverzierung mit Henna-Farbe

Henna-Tattoo: Henna-Paste wird aufgetragen
© ninelutsk / Adobe Stock
Henna-Tattoos sind eine echte Alternative zu permanenten Körperbemalungen. Wie du es selbst machst und was es zu beachten gibt, erfährst du hier.

Inhaltsverzeichnis

Henna-Tattoos haben sich heutzutage zu einer echten Alternative zu permanenten Tattoos etabliert. Vor allem als Urlaubsmitbringsel sind die vielfältigen Körperbemalungen populär und auch im Beauty- und Make-up-Bereich entwickelt sich die Tattoo-Technik zunehmend zu einem angesagten Tool. Doch wie sicher ist die Anwendung des Henna-Tattoos? Und wie genau funktioniert diese Art der Körperbemalung? Alles Wichtige zum Thema Henna-Tattoo findest du hier. 

Was genau ist ein Henna-Tattoo? 

Bei einem Henna-Tattoo, auch Mehndi genannt, handelt es sich um eine Hautverzierung aus Henna-Paste, die im Gegensatz zu einem echten Tattoo nicht permanent ist.  

Die Bedeutung von Henna-Tattoos unterscheidet sich je nach Kultur und Religion. In den meisten Fällen gelten sie als traditionelle Körperkunst, die Glück, Schutz und Gesundheit verheißen sollen. Vor allem auf Hochzeiten sind sie ein gern gesehener Brauch und zieren vorrangig Hände und Füße. In nordafrikanischen Ländern trifft man eher auf großflächigere Muster, während in Indien verstärkt auf florale, filigrane Verzierungen gesetzt wird. Darüber hinaus bekommt der Henna-Farbstoff auch im Beauty-Bereich immer mehr Aufmerksamkeit und wird zum Beispiel zum Färben der Haare oder auch für die Konturierung des Gesichts benutzt. 

Wie entsteht Henna-Farbstoff? 

Bei Henna handelt es sich um ein reines Naturprodukt, das sich vor allem durch seinen rot bis rotbraunen Farbton definiert. Für die Entstehung der Henna-Paste werden Blätter des Hennastrauchs zu Pulver verarbeitet und mit Wasser angerührt. Natur-Henna hat bei der Anwendung einen grün-braunen Farbton und verändert sich erst auf der Haut rötlich. Je nach Farbe handelt es sich aber nicht bei jeder Henna-Farbe um ein Naturprodukt. Vor allem die Farben Schwarz und Weiß weisen synthetische Bestandteile auf, weshalb du beim Kauf von Henna-Produkten unbedingt genau hinschauen solltest.

Henna-Tattoo: Wie gesund ist die Verzierungstechnik? 

Eine lange Zeit stand Henna-Farbe im Verdacht, schädlich zu sein. Dies konnte aber durch mehrere Studien widerlegt werden, sofern es sich um reines, natürliches Henna handelt. Wie bei allen neuen Inhaltsstoffen solltest du besser vorab an einer kleinen Stelle testen, wie deine Haut auf das Produkt reagiert, denn auch bei Naturprodukten kann es zu allergischen Reaktionen kommen. 

Anders sieht es bei Henna-Farben aus, die nicht dem natürlichen Henna-Ton gleichen. Um den Farbton zu verändern und zum Beispiel abzudunkeln, wird hier auf chemische Substanzen wie PPD zurückgegriffen. Diese können unter anderem Reize und Allergien auslösen und stellen ein allgemeines Risiko für deine Gesundheit dar. Davon solltest du also unbedingt die Finger lassen. 

Reines Henna lässt sich übrigens auch wunderbar für die Färbung von Haaren nutzen und gilt als chemiefreies Haarfärbemittel. Es pflegt das Haar, lässt es glänzen und sorgt gleichzeitig für eine gesunde Kopfhaut. 

Henna-Tattoo selbst machen: Das benötigst du 

Um dir selbst ein Henna-Tattoo zu machen, benötigst du folgende Dinge: 

  • eine Henna-Tube zum Auftragen (Alternativ eignet sich auch ein Zahnstocher) 

  • reines Henna-Pulver für die Haut 

  • heißes Wasser oder Schwarztee (intensiviert die Farbe) 

  • eine Schablone 

  • Wattestäbchen (für Korrekturen) 

  • Haut-Öl (zur abschließenden Pflege) 

Nachdem du das Henna-Pulver angerührt und an einer Körperstelle getestet hast, kann es losgehen: 

  • Bevor du mit dem Tattoo beginnst, achte darauf, dass deine Haut sauber und trocken ist. 

  • Nutze die Schablone, um die freien Stellen gleichmäßig auszumalen und achte darauf, dass die Henna-Paste immer etwas feucht bleibt. Nur so garantierst du, dass sich die Farbe auf deiner Haut abfärbt. 

  • Wenn du fertig bist, ziehe die Schablone ab und lasse das fertige Kunstwerk ein paar Stunden einziehen, bis die Paste abbröckelt. Dabei gilt: Je länger die Einwirkzeit, desto intensiver und kräftiger wird dein Tattoo. 

Tipp: Damit dein Tattoo so lange wie möglich feucht bleibt, kannst du dein Kunstwerk mit etwas Frischhaltefolie abdecken. In den nächsten 24-48 Stunden nach Entfernen der Paste kannst du damit rechnen, dass die Farbe deines Tattoos noch etwas dunkler wird. 

Wie lange hält das Henna-Tattoo? 

Dadurch, dass sich die Henna-Farbe nur an der obersten Hautschicht festsetzt, kannst du davon ausgehen, dass dein Henna-Tattoo ein bis zwei Wochen halten wird. Um die Dauer zu verlängern, achte darauf, nicht allzu oft mit Wasser in Berührung zu kommen. 

Quellen:

Brigitte

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