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LED-Maske So funktioniert die Lichttherapie für verbesserte Haut zu Hause

Frau liegt auf Bett mit LED-Maske im Gesicht
© as-artmedia / Shutterstock
Eine LED-Maske verspricht ebenmäßige Haut innerhalb kürzester Zeit. Was kann die Lichttherapie wirklich? Wie funktioniert eine LED-Maske und ist das Beauty-Tool schädlich? Hier gibt es alle Antworten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine LED-Maske?

LED-Masken sind Lichttherapiegeräte. Mit ihnen sollen sich Unreinheiten, Falten und sogar Akne reduzieren lassen. Außerdem sollen die Masken, die häufig aus Kunststoff oder Silikon bestehen und die Form eines Gesichts haben, gegen Hautkrankheiten wie Schuppenflechte und Rosazea wirksam sein. Zum Großteil kommen LED-Masken im Kosmetikstudio zum Einsatz. Mittlerweile gibt es aber auch solche, die für den Heimgebrauch bestimmt sind. 

Wie funktioniert eine LED-Maske?

LED-Masken besitzen mehr als 100 kleine LED-Lämpchen (Light Emitting Diodes) an ihrer Innenseite. Sie können bis zu zehn Millimeter tief in die Haut eindringen und erreichen damit auch die tieferliegenden Hautschichten, wo sie Stoffwechselprozesse anregen. Die LEDs erzeugen Licht in verschiedensten Farben und Wellenlängen, was den Vorteil hat, dass mit einer LED-Maske unterschiedliche Hautprobleme bekämpft werden können. 

Welche Wirkung hat LED-Licht auf die Haut?

Wer sich schonmal genauer mit LEDs beschäftigt hat, weiß, dass jede Lichtfarbe eine bestimmte Wellenlänge besitzt. So können diese unterschiedlich tief in die Hautoberfläche eindringen und dort ihre Wirkung entfalten. Wie das genau funktioniert, ist gar nicht so kompliziert. Durch die freigesetzte Energie wird ein elektrisches Spannungssignal unter der Haut erzeugt, was bestimmte Effekte auf unsere Haut hat. Hier kommt es auf die Wellenlänge an, die in Nanometern angegeben wird. Einfacher gesagt: Im Grunde wird immer die gleiche Energiemenge abgegeben. Allerdings entfalten die Lichtwellen ihre Wirkung an unterschiedlichen Orten, was den Effekt der Behandlung variieren lässt.

Welche Wirkung haben die einzelnen Lichtfarben?

Um den Bedürfnissen deiner Haut gerecht zu werden, ist es bei der Lichttherapie wichtig zu wissen, welche Wirkungen die einzelnen Lichtfarben haben. Die meisten Masken kommen mit einem großen Farbspektrum daher, doch nur bei den wenigsten Farben ist die Wirkung auf die Haut wissenschaftlich nachgewiesen. Am häufigsten wird daher blaues und rotes Licht verwendet. Daneben gibt es aber auch grünes, gelbes, pinkes und weißes Licht – deren Wirksamkeit nicht bewiesen ist.

Rotes Licht (etwa 550 bis 640 Nanometer)

Das rote Licht der LED-Masken ist ein beliebtes Anti-Aging-Tool. Rotes Licht dringt am tiefsten in die Haut und kurbelt dort die Kollagenproduktion an. So sollen feine Linien aufgepolstert und die Entstehung neuer Falten verlangsamt werden. Das rote Licht regt die Durchblutung und Mikrozirkulation an, was zur Entgiftung der Haut führt und gleichzeitig für einen frischen, gesunden Teint sorgt. Langfristig und regelmäßig angewendet kann sich die Haut im Rahmen einer Rotlichttherapie gut regenerieren.

Blaues Licht (etwa 420 bis 490 Nanometer)

Blaues Licht dringt nicht so tief in die Haut ein wie rotes Licht. Trotzdem darf die Wirkung nicht unterschätzt werden. Diese Lichtfarbe der LEDs wirkt entzündungshemmend und desinfizierend. Daher ist es die ideale Lichttherapie bei Unreinheiten oder zu Akne neigender Haut. Dank der talgregulierenden Wirkung können Mitesser, Pickel und ölige Haut reduziert werden. Was nicht direkt wissenschaftlich bewiesen ist, aber immer mal wieder aufkommt, ist die Annahme, dass blaues Licht den Hormonhaushalt beeinflusse. Demnach kann es vielleicht bei Winterdepressionen und Schlafstörungen helfen. 

Grünes Licht (etwa 490 bis 575 Nanometer)

Die Wirksamkeit von grünem Licht ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Trotzdem kommt die Lichtfarbe bei vielen LED-Masken zum Einsatz. Hauptsächlich soll das grüne Licht den Teint zum Strahlen bringen, indem Bakterien und Zellmüll abtransportiert werden. Vor allem aber dient das grüne Licht der Ruhe und Entspannung, da wir es mit der Natur in Verbindung bringen. Es kann auch eine Hilfe bei Migräne sein.

Welche LED-Maske ist die beste?

Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten LED-Masken in verschiedenen Preiskategorien. Aber welches ist das beste Lichttherapiegerät für zu Hause? Eines für 50 Euro oder lieber solche, die mehrere hundert Euro kosten? In erster Linie sollte beachtet werden, welches Gerät für die individuellen Hautprobleme geeignet ist. Und: Nicht alle Lichter haben eine nachgewiesene Wirkung. Die Anzahl der unterschiedlichen Lichtfarben ist kein ausschlaggebendes Kriterium bei der Suche nach der besten LED-Maske.

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Das MZ Skin Light-Therapy Golden Facial Treatment Device ist eine LED-Maske mit fünf verschiedenen Lichtfarben. Die heilende Kombination des LED-Lichts beruhigt und verjüngt, während Hyperpigmentierung sichtbar gemindert werden soll. Die Maske besitzt an ihrer Innenseite insgesamt 150 Dioden.

Dr. Dennis Gross

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Die LED-Maske von Dr. Dennis Gross verfügt über blaues und rotes Licht. Dr. Dennis Gross gilt übrigens als Pionier der LED-Masken für die Heimanwendung. Das Gerät erfreut sich internationaler Beliebtheit und ist eines der wenigen frei verkäuflichen LED-Tools, welche auch in Kosmetikstudios verwendet werden. Was die LED-Maske von Dr. Dennis Gross von vielen anderen Produkten abgrenzt, ist, dass hier das rote und blaue Licht gleichzeitig verwendet werden. Somit kannst du parallel gegen Hyperpigmentierung, Entzündungen, Faltenbildung und Akne kämpfen. Der Hersteller empfiehlt übrigens eine tägliche Anwendung von zwei Minuten. 

Project E Beauty LED Maske

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Die Project E Beauty LED Maske kommt mit sieben unterschiedlichen Lichtfarben daher. Das Besondere an der Maske: Sie funktioniert ohne Kabel. Stattdessen gibt es eine Fernbedienung. Zusätzlich wird ein Gerät für den Hals mitgeliefert.

Was muss man bei der Anwendung beachten?

Bevor du mit der Lichttherapie zu Hause beginnst, solltest du die folgenden Sicherheitsaspekte berücksichtigen:

  • Halte deine Augen während der Behandlung immer geschlossen.
  • Trage im besten Fall zusätzlich eine Augenmaske, um deine Augen vor dem LED-Licht zu schützen.
  • Nutze die LED-Maske nicht, wenn du schwanger bist oder Medikamente einnimmst, welche die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen (z.B. Johanniskraut).
  • Wenn du dir unsicher bist, kannst du auch eine Behandlung in einer dermatologischen Praxis oder bei der Kosmetik vereinbaren – so können Anwendungsfehler komplett vermieden werden.

Anwendung: So benutzt du die LED-Maske für das Gesicht

  1. Befreie dein Gesicht gründlich von Talg, Make-up und anderen Produktrückständen. Bei der Anwendung sollte dein Gesicht sauber und trocken sein.
  2. Um die Haut gut auf die intensive Lichttherapie vorzubereiten, kannst du ein beruhigendes Pflegeserum auftragen.
  3. Stelle nun die gewünschte Dauer und Lichtfarbe ein. Hierbei solltest du unbedingt die Anleitung des Herstellers beachten – jede LED-Maske funktioniert anders.
  4. Setze jetzt eine Schutzbrille auf und mache es dir bequem. Dann die Maske mit den passenden Öffnungen für Mund, Augen und Nase auf dem Gesicht platzieren, befestigen und einschalten.
  5. Versuche, während der gesamten Lichttherapie zu entspannen. Ein Podcast, eine Meditation oder Musik können dir dabei helfen.
  6. Setze die Maske nach der Anwendung wieder ab. Wenn du magst, kannst du die Lichttherapie noch mit weiteren Anwendungen unterstützen. So könntest du dir ein Serum auftragen, eine Gesichtsmassage machen oder mit Anti-Aging-Cremes nachhelfen.

Wie oft sollte man eine LED-Maske anwenden?

Eine regelmäßige und korrekte Anwendung der LED-Maske ist für sichtbare Veränderungen unerlässlich. In der Regel solltest du die Lichttherapie zwei bis dreimal pro Woche für jeweils 20 Minuten durchführen.

Sind LED-Masken schädlich?

Bezüglich der Benutzung von LED-Masken zu Hause gibt es nicht nur positive, sondern auch kritische Stimmen. So gibt es verschiedene Studien, die LED-Masken untersucht haben und beängstigende Ergebnisse aufzeigen. Das Licht soll schädlich für die Augen und die Netzhaut sein. Laut einer französischen Studie kann blaues LED-Licht die Entstehung der altersbedingten Makuladegeneration (Augenkrankheit, die die Netzhaut im hinteren Bereich des Auges angreift) fördern. Zudem könnte es oxidativen Stress auslösen, was uns schneller altern lässt – demnach wird genau das erreicht, was eigentlich verhindert werden soll. Außerdem kann die Lichttherapie Nebenwirkungen wie Schmerzen der Augen, Tränen, verschwommenes Sehen, Flecken im Sichtfeld oder eine veränderte Farbwahrnehmung hervorrufen.

Fazit: LED-Masken für zu Hause – ja oder nein?

Sind LED-Masken nun gut oder schlecht? Pauschal kann man das nicht beantworten – schließlich spielen viele Faktoren in die Bewertung ein. Wichtig ist jedenfalls, sich immer genauestens an die Anleitung der Hersteller zu halten sowie die Augen gut zu schützen. Darüber hinaus lohnt es sich, die Geräte vor dem Kauf gut unter die Lupe zu nehmen. Sind die LED-Masken klinisch getestet? Wenn du dir unsicher bist, solltest du die Lichttherapie lieber einem Profi überlassen. Kosmetikstudios haben in den meisten Fällen LED-Masken, die auf dem Markt nicht frei verkäuflich sind und können diese fehlerfrei bedienen. 

Verwendete Quellen: chemie.de, pubmed.gov

Brigitte

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