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Linda Evangelista Sie zeigt ihren "entstellten" Körper

Linda Evangelista
© imago images
Beinahe fünf Jahre hat sich Linda Evangelista aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Grund dafür: Beauty-Eingriffe haben sie "entstellt", so ihre eigene Aussage. Jetzt macht das einstige Supermodel mit dem Versteckspiel ein Ende. Im US-amerikanischen "People"-Magazin erzählt sie nicht nur ihre Story, sie zeigt auch, was die Schönheitseingriffe mit ihr und ihrem Körper gemacht haben.

Linda Evangelista, 56, gehörte zu der berühmten Topmodel-Riege der 90er-Jahre. Während ihre Kolleginnen noch immer im Rampenlicht stehen, ist es um die gebürtige Kanadierin ruhig geworden. Seit fast fünf Jahren hat sie sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, sich weder bei Events gezeigt, noch wurde sie privat von Paparazzi abgelichtet. Im September letzten Jahres hatte sie in einem ausführlichen Instagram-Posting den Grund dafür öffentlich gemacht. Eine Beauty-Methode zur Behandlung von Fettgewebe habe sie "brutal entstellt" und ihre "Existenz zerstört". 

Jetzt wendet sich die 56-Jährige wieder an die Öffentlichkeit. Im "People"-Magazin erzählt sie, was ihr widerfahren ist und zeigt ihren "entstellten" Körper.

Linda Evangelista: CoolSculpting hat ihr Leben zerstört

Evangelista macht CoolSculpting, eine beliebte Methode der Fettreduktion, für ihr "entstelltes" Aussehen verantwortlich. Von August 2015 bis Februar 2016 habe sie sich sieben Behandlungen in der Praxis eines Dermatologen unterzogen, seitdem sei nichts mehr wie es war.  

"Ich habe es geliebt, auf dem Laufsteg zu stehen. Jetzt fürchte ich mich davor, jemandem über den Weg zu laufen, den ich kenne. Ich kann so nicht mehr leben, in Verstecken und Scham", erklärt das ehemalige Model gegenüber "People". Drei Monate nach der Behandlung habe sie "Ausbeulungen an ihrem Kinn, an den Oberschenkeln und im BH-Bereich" bemerkt. Mit Sport und Diäten habe sie versucht gegenzusteuern – ohne Erfolg. Auch zwei weitere Schönheitseingriffe, die die Firma CoolSculpting durch einen Chirurgen ihrer Wahl durchführen lassen wollte, hätten keinen Erfolg erzielt. Acht Wochen lang habe sie nach der OP Kompressionskleidung, Mieder und einen Kinnriemen tragen müssen – die Beulen seien wieder gekommen. "Es war nicht einmal ein kleines bisschen besser", sagt sie. "Die Beulen sind steinhart. Wenn ich ohne Mieder in einem Kleid laufe, habe ich Scheuerstellen, die fast bluten."  

Ich schaue nicht in den Spiegel. Ich sehe nicht mehr aus wie ich selbst.

Im "People"-Magazin zeigt sie ihren neuen Körper nun ganz offen. Sie möchte sich nicht mehr verstecken, anderen Frauen Mut machen. Und sie möchte sich ihr Leben zurückholen.

Topmodel kämpft vor Gericht für ihr Recht und um ihr Leben

Linda Evangelista steht im Rechtsstreit mit CoolSculpting. Sie kämpft dafür, dass die Firma anerkennt, einen Fehler gemacht zu haben. So sehr es ihr zu wünschen ist, dass sie Recht bekommt, so sehr kann man hoffen, dass sie lernt, ihren Körper zu lieben – auch mit den Makeln, die der Eingriff hinterlassen hat. Damit tut sie sich nämlich mehr als schwer, wie sie selbst sagt: "Ich erkenne mich körperlich nicht wieder, aber ich erkenne mich auch nicht mehr als Person. Sie (Linda Evangelista, das Supermodel, Anm. d. Red.) ist irgendwie verschwunden." 

Dieser Artikel ist zuerst auf gala.de erschienen

Verwendete Quelle: people.com

abl


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