Beauty-Probleme? Werden ab sofort gelöst!

Eine rissige Schnupfennase, feine Narben oder leichte Gesichtsbehaarung: Clevere Experten-Tipps gegen kleine Beauty-Probleme.

Beauty-Problem 1: Rissige Schnupfennase

Die Haut ist vom erhöhten Taschentuch-Einsatz rot und rau, die Lage aber dennoch nicht hoffnungslos. Philipp Koch Verheyens Tipp: "So oft wie möglich Salbe mit Dexpanthenol einmassieren, sie beruhigt die Rötungen und pflegt die Haut." Agnesha Kollien rät: "Wer zudem die Rötungen abdecken will, vermischt Concealer mit Feuchtigkeitscreme und tupft die Farbe mit der Fingerspitze auf. Aber nicht pudern - damit sieht die Haut noch trockener aus!"

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Beauty-Problem 2: Kleine Narben

Zunächst mal sind sie Zeichen gelebten Lebens, mitten im Gesicht (etwa infolge einer Muttermal-Entfernung) können sie aber extrem belasten, besonders wenn sie rot gefärbt sind oder die Pigmentierung der Haut dauerhaft dunkler erscheint (auch zum Teil nach Pickeln). Agnesha Kollien rät: "Heilt eine Narbe nicht 'schön', würde ich immer möglichst zeitnah zum behandelnden Hautarzt gehen. Man kann ihr Aussehen auch durch spezielle Salben beeinflussen. Optisch mildert hautfarbenes Camouflage-Make-up starke Rötungen; es gibt sie zum Beispiel in Apotheken. Ich würde sie aber nur bei sehr störenden Narben benutzen und mir beim Kauf zeigen lassen, wie der Übergang zur übrigen Haut funktioniert, sonst hat man statt der Narbe eine dick geschminkte Stelle im Gesicht." Philipp Koch Verheyen empfiehlt: "Für Fototermine würde ich auch mit Camouflage kaschieren und den Teint danach mit einem etwas deckenderen Make-up ausgleichen. Als Schmink-Laie lieber die Finger von grünen Spezialcremes gegen Rötungen lassen - die Haut wirkt an den bearbeiteten Stellen unecht."

Beauty-Problem 3: Extreme Augenringe

Sehr dunkle, fast braune Schatten lassen jede Frau schwer übernächtigt aussehen. Und wie lichte Wimpern ist auch dieses "Ärgernis" Veranlagung bzw. ein Zeichen von zu wenig Sauerstoff im Blut. Soll helfen: regelmäßig ein paar tiefe Atemzüge am offenen Fenster nehmen. Und so deckt Visagistin Agnesha Kollien Augenringe ab: "Wenn die Haut nicht zu viele Knitterfältchen hat, dann die inneren Augenwinkel mit ganz wenig deckender Korrekturcreme aufhellen. Die Farbe mit einem Pinsel eintupfen, anschließend den Bereich - auch unter den Augen - mit wirklich nur einem Hauch Concealer aufhellen. Bei sehr vielen Knitterfalten etwas Korrekturcreme mit der Fingerspitze eintupfen, danach mit gelblichem Concealer aufhellen - rosa getönter Concealer auf braunen Verfärbungen ergibt einen Grauton. "

Beauty-Problem 4: Die Grundierung hält nicht

Bei der kleinsten Berührung rubbelt das Fluid in Krümeln ab oder verrutscht nach kurzer Zeit, weil Ihnen warm wird oder Sie vielleicht eine ölige Haut haben? "Damit es gar nicht erst anfängt zu krümeln, die Tagescreme gut einmassieren, warten, bis sie gut eingezogen ist, und erst dann Foundation auftragen", sagt Agnesha Kollien. Philipps SOS-Tipp: "Bei öliger Haut und wenn man stark schwitzt statt einer Tagescreme ein Serum benutzen. Es zieht besser ein als eine Creme. Anschließend ein ölfreies Make-up auftragen - am besten nur in der Gesichtsmitte - und es von dort aus zu den Seiten hin verstreichen. Bei zu viel Glanz ölabsorbierende transparente ‚Blotting Paper' benutzen. Das Papier über die glänzenden Stellen tupfen, fertig. Praktischerweise sind die Dinger so klein, sie passen in die winzigste Abend-Clutch."

Beauty-Problem 5: Gesichtsbehaarung

In dem feinen Flaum, der bei vielen Frauen besonders an den Gesichtsseiten oder über der Oberlippe sprießt, fangen sich gern Puderpartikel - und das lässt die Härchen ziemlich auffallen. Damit es nicht so weit kommt, entfernt Philipp Koch Verheyen Puderpartikel aus den Härchen: "Etwas Thermalwasser-Spray auf ein Kleenex sprühen, es auf die bewussten Stellen legen und das Tuch sachte mit der flachen Hand andrücken, abnehmen - fertig." Agnesha Kollien rät dazu, Make-up in Wuchsrichtung der Härchen aufzutragen und es dabei eher in die Haut zu drücken als zu streichen. Von Haarentfernung wie Waxing rät die Visagistin ab. Wenigstens bei empfindlicher Haut: "Die Haut kann sich entzünden, und es gibt kleine Pusteln. "

Beauty-Problem 6: Nur wenige Wimpern

Dicht, lang, bambimäßig: Das ist Veranlagung. Alle anderen können nachhelfen. Philipp Koch Verheyen: "Mit falschen Wimpern! Ziemlich natürlich sieht es aus, wenn man einzelne Wimpernbüschel von etwa 3 bis 5 Härchen in unregelmäßigen Abständen zwischen die eigenen Wimpern klebt und die Kleberänder danach durch eine Eyeliner-Linie versteckt. Das funktioniert aber nur, wenn noch genügend Wimpern da sind, andernfalls sieht es zu sehr nach Schummeln aus." Eine mögliche Alternative, die Zwei-Ton-Technik mit Lidschatten und Gel-Eyeliner, erklärt Agnesha Kollien: "Das Oberlid dicht am Wimpernrand mit nougatbraunem Lidschatten betonen - als wäre das eine natürliche dunklere Tönung der Haut. Auch unten an den äußeren Augenwinkeln etwas Farbe hintupfen. Anschließend eine feine Linie mit dunkelbraunem Gel-Eyeliner zeichnen. Die Linie darf nicht zu hart sein. Alternative: mit Gel-Eyeliner immer dicht zwischen die Wimpern tupfen und am Schluss, wenn nötig, die Punkte zu einer Linie verbinden."

Beauty-Problem 7: Doch zu viel Rouge erwischt

Teint ist super, das komplizierte Augen-Make-up steht auch - für den perfekten Glow fehlt nur noch Rouge, und dann greift man zu tief in den Farbtopf? Philipp Koch Verheyen löst das Problem so: "Mit einem sauberen Puderpinsel und etwas Transparentpuder den Ausrutscher abschwächen. Auch der Rest der Foundation im Foundation-Pinsel hilft - einfach über das Rouge streichen." Wie man das Zuviel vermeiden kann, verrät Agnesha Kollien, überzeugte "Weniger ist mehr"-Vertreterin: "Ob der Finger mit Cremerouge oder der Pinsel mit Puderrouge - die Farbe immer erst noch mal auf dem Handrücken abtupfen. Beim Puder die Pinselhärchen nicht senkrecht auf die Haut setzen, sondern die Farbe streichend und kreisend auftragen. Grundsätzlich Farbe immer sparsam dosieren. Wenn du glaubst, das ist aber wenig, ist die Menge gerade richtig."

Beauty-Problem 8: Pickel-Alarm

Was tun, wenn es über Nacht da, wo gestern noch glatte Haut war, sprießt oder - schlimmer noch - sich puckernd ein richtig dickes Ding ankündigt? Agnesha Kollien: "Bei kleinen Pickeln mit weißem Köpfchen nicht drücken, sondern ziehen. Das geht so: einen Frotteehandtuchzipfel mit sehr warmem Wasser befeuchten und ohne großen Druck auf den Pickel pressen. Danach die Haut zwischen den Zeigefingerspitzen auseinanderziehen - so löst sich das Köpfchen von selbst. Die austretende Flüssigkeit mit einem Kleenex wegtupfen und den Bereich mit etwas Alkoholhaltigem desinfizieren." Philipp Koch Verheyens Tipp: "Gerade bei Pickeln, die sich wie ein Mini-Furunkel ankündigen, nicht noch zusätzlich herumdrücken - das lässt sie innerhalb weniger Stunden garantiert aufblühen. Besser ein antiseptisches Gel drauftupfen, das zusätzlich noch beruhigt. Und dann ganz sanft, ohne Druck den Bereich mit Korrekturfarbe abtönen und diese mit etwas Transparentpuder fixieren."

Text: Angela Schöneck
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