Haare selber färben: Foliensträhnchen

Leichte Farbreflexe, dezente Aufhellung oder facettenreiche Kontraste gefällig? Und das zu einem kleinen Preis? Überhaupt kein Problem! Wir zeigen euch, wie ihr Foliensträhnchen ganz einfach selbst machen könnt. Und das Beste: So schwer ist es eigentlich gar nicht

All jenen, denen eine Färbung zu gewagt, eine Tönung zu sprunghaft und der Gang zum Friseur zu teuer ist, aufgepasst: Wir zeigen euch, wie ihr Foliensträhnchen ganz einfach selbst machen könnt.

Na gut, ein wenig Fingerspitzengefühl und handwerkliches Geschick solltet ihr schon mitbringen. Aber mit unserer Anleitung steht dem natürlichen - und vor allem im Sommer total angesagten - gesträhnten Haar nichts mehr im Weg.

Tipp: Foliensträhnchen solltet ihr unbedingt mit einer Freundin zusammen machen. Diese Technik ist ziemlich kompliziert und am besten nehmt ihr euch einen ganzen Nachmittag Zeit. So geht ihr sicher, dass das Ergebnis perfekt wird.
Auf der nächsten Seite: Und so geht's

Schritt 1

Besonders bei blonden Strähnchen solltet ihr in jedem Fall am Hinterkopf anfangen. Am Oberkopf sind die Haare meist durch diverse äußere Einflüsse wie zum Beispiel die Sonneneinstrahlung strapazierter und nehmen die Farbe viel schneller auf als am Hinterkopf.

Das Haar zunächst in vier etwa gleich große Bereiche unterteilen. Mit einem Stielkamm ziehst du zuerst eine horizontale Linie am Hinterkopf vom einen zum anderen Ohr.

Schritt 2

Nun diesen unteren Bereich mit einer vertikalen Linie bis zum Nacken hin teilen, so dass am Hinterkopf zwei etwa gleich große Haarpartien entstehen. Feststecken. Auch das Haar am Oberkopf durch einen verlängerten Mittelscheitel in zwei ungefähr gleich große Partien teilen.

Unser Tipp: Bei Foliensträhnchen ist es wichtig, dass du dir vorher überlegst, welchen Effekt sie haben sollen. Willst du deine Haare nur um ein bis zwei Nuancen aufhellen oder ein paar interessante Akzente setzen? Dann solltest du lieber kleiner Strähnchen färben. Möchtest du krassere Kontraste, sind größere Strähnchen optimal. Doch Vorsicht: Zu große Strähnchen in einer sehr hellen oder dunklen Nuance haben schnell einen Streifenhörnchen-Effekt!
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Schritt 3

Beginne also am Hinterkopf. Zunächst löst du die Klammer einer der abgeteilten Haarpartien. Mit einem Stielkamm trennst du eine etwa einen halben Zentimeter große Partie der Haare ab. Die restlichen Haare steckst du wieder fest. Nun teilst du die abgeteilte Partie in zwei etwa gleich große, parallel zum Haaransatz. Die untere Partie lässt du hängen, die obere ziehst du in einen rechten Winkel zum Kopf.

Schritt 4

Jetzt "webst" du mit einem Stielkamm gleich große Strähnchen aus dieser Partie. Nimm die erste Folie, knicke das Ende einmal etwa einen Zentimeter breit um deinen Kamm und setze es direkt an den Ansatz unter die gewebten Strähnchen.

Schritt 5

Die Strähnchen jetzt sorgfältig mit Hilfe des Pinsels mit Farbe betreichen. Immer vom Ansatz bis in die Spitzen, es sei denn, ihr wollt nur euren Ansatz mit Strähnchen angleichen. So nah wie möglich mit der Farbe an den Ansatz gehen, hier aber darauf achten, dass die Farbe dort nicht verschmiert. Das sieht furchtbar fleckig aus.

Tipp: Blondierung quillt durch die Wärme an der Kopfhaut auf. Damit das keine Flecken am Ansatz verursacht, ein bisschen Watte am Ansatz auf die Folie legen. Falten.
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Schritt 6

Falte die Folie einmal in der Mitte und klappe sie in Richtung Ansatz hoch. Auch links und rechts faltest du die Folie. Besonders gut geht das mit Hilfe des Stielkamms, den du links und rechts ein wenig fester an die Folie drückst und so ganz leicht die Enden hochklappen kannst. Glückwunsch, dein erstes Strähnchen-Paket hast du geschafft!

Schritt 7

Jetzt wieder eine etwa eine halbe Zentimeter breite Partie abteilen. In der Mitte teilen, die untere Partie fallen lassen, oben gleichmäßig Strähnchen weben. Folie darunter, mit Farbe bepinseln und Folie falten.

In diesem Schema verfährst du erst an der einen, dann an der anderen Partie am Hinterkopf. Dann erst machst du dich an den Oberkopf.

Tipp: Zwischendurch immer mal wieder das Ergebnis der Strähnchen, die du als allererstes gemacht hast, kontrollieren. Haben diese den gewünschten Farbton erreicht, bevor du den ganzen Kopf mit Folien bedeckt hast? Ausspülen!

Und noch ein Tipp zum Schluss: Die meisten Frauen tragen heute einen Seitenscheitel. Deswegen ist die Aufteilung zur Mitte hin optimal. Solltest du jedoch einen Mittelscheitel tragen, achte darauf, dass du dein Haar nicht hier abteilst. Denn wenn du die Strähnchen direkt an den Scheitel platzierst, sieht das sehr schnell unnatürlich aus.

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Mit diesen Produkten klappt's

Das Highlights-Set von Viva, um 6 Euro, verleiht dem Haar natürliche Reflexe. Mit der Strähnchen-Haube ist das Färben selbst ohne Hilfe der besten Freundin möglich. Nur allzu schmerzempfindliche Damen sollten der Hauben-Variante immer die Alufolie vorziehen.

Das Highlights-Set von Garnier Nutrisse, um 5,50 Euro, erhältlich in vier verschiedenen Nuancen, kommt mit einer praktischen Bürste daher, die Alufolie unnötig macht. Für kürzere Haare oder den Ansatz unheimlich praktisch! Unser Tipp: Ab schulterlangem Haar trotzdem Alufolie verwenden, denn nur so ist das Ergebnis wirklich gleichmäßig.

Ganze vier bis sechs Nuancen hellt der Strähnchen-Aufheller von Londacolor das Haar auf und verlieht ihm so natürliche Blond-Reflexe. Um 4 Euro. Unser Tipp: Sollte euer Haar nach dem Blondieren einen leichten Rotstich haben, helfen so genannten "Silber-Shampoos", zum Beispiel von Guhl oder John Frieda. Nicht erschrecken, sie sind meist lila, aber äußerst wirksam!

Illustrationen Alena Zielinski
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