Welch haarige Angelenheit!

Wachs, Cremes oder scharfe Messer: Es gibt viele Methoden, um sich von lästigen Härchen an Arm, Bein und Bikinizone zu befreien. Welches Verfahren für euch das richtige ist? Wir geben Tipps und Anregungen zu diesem haarigen Thema

Diese Problem kennt jedes Mädchen: Das Date, der Diskoabend oder gar der Besuch im Schwimmbad steht schon fast vor der Tür - und an Beinen, Armen und Bikinizone sprießen kleine, aber hartnäckige Härchen. Um diese Nervtöter schleunigst zu entfernen, gibt es viele Möglichkeiten. Doch nicht alle sind auch für jedes Mädchen geeignet. Wir stellen euch hier Vor- und Nachteile der einzelnen Haarentfernungsmethoden vor.

Nassrasur

Shower & Shave Cream (250 ml ca. 1,99 Euro)

Die Nassrasur ist die klassischste aller Haarentfernungsmethoden. Bei dieser Methode werden die Haare mit einem scharfen Rasiermesser an der Hautoberfläche abgeschnitten. Wenn die Haare nachwachsen, fühlen sie sich meist "stoppelig" an, da sie nicht mit einer feinen Spitze, sondern mit einem stumpfen Haarende sprießen.

Zum Rasieren könnt ihr einen Einmalrasierer aus der Drogerie oder eine Rasierer mit einer auswechselbaren Klinge (diese bleibt etwa eine Woche lang scharf) benutzen. Am besten rasiert ihr euch gleich unter der Dusche, das spart Zeit und Geld. Für diesen Zweck gibt es zum Beispiel von bebe das Shower and Shave Duschgel - Rasierschaum und Duschgel in einem.

Aber Achtung: Immer mit der Wuchsrichtung - nicht dagegen - rasieren, sonst wird die Haut zu stark gereitzt und es bilden sich kleine rote Pickelchen.

Tipp: Um die Haut auf das Rasieren vorzubereiten, könnt ihr euch mit Eiswürfeln behelfen, die ihr kurz vorher auf die entsprechenden Stellen legt - so schließen sich die Poren und die Haut wird beruhigt. Auch Zinkoxidsalbe aus der Apotheke wirkt entzündungshemmend.

Vorteil:günstig, schmerzfrei
Nachteil:Haare wachsen schnell wieder nach
Zeitaufwand:gering
Kostenaufwand:gering
Wie lange haarlos?1-2 Tage

Epilation

Diese Methode tut ein wenig weh, ist aber umso effektiver: Bei der Epilation werden durch viele kleine Pinzetten im Gerät die Haare an der Wurzel aus der Haut herausgerissen. Die Haare wachsen spät wieder nach und sind weich und dünn.

Epilierer gibt es von vielen Firmen (ca. 30-50 Euro)

Epiliergeräte gibt es von vielen Firmen, zum Beispiel von Philips - das Modell hat sogar eine Massagefunktion. Der Epilierer von Braun beleuchtet mit einer kleinen Lampe die Fläche, die ihr gerade enthaart.

Vorteil:Haare wachsen erst spät nach, trocken, gut für unterwegs
Nachteil:ziept heftig
Zeitaufwand:gering
Kostenaufwand:mittel
Wie lange haarlos?3-4 Wochen

Enthaarungscreme

Enthaarungscreme von Veet

Wenn euch scharfe Messer oder ziepende Pinzetten zu schmerzhaft und zu gefährlich sind, ist vielleicht die Methode mit Enthaarungscreme besser für euch geeignet. Allerdings braucht ihr dafür ein bisschen Geduld: Die Cremes enthalten Thypglycol, eine Säure, die das Keratin (den Hauptbestandteil der Haare) angreift. Die Haare werden von der aufgetragenen Creme so "aufgelöst" - und dieser Prozess benötigt eben Zeit. Nach einer Einwirkzeit von 5-15 Minuten könnt ihr die Creme mit den entfernten Haaren zusammen abspachteln. Den meisten Packungen liegt noch eine beruhigende Extra-Creme bei, auf jeden Fall solltet ihr die enthaarten Stellen pflegen.

Vorteil:Haare wachsen erst spät nach
Nachteil:braucht Geduld, Geruch kann ein wenig penetrant sein
Zeitaufwand:mittel
Kostenaufwand:mittel
Wie lange haarlos?2-3 Wochen

Kalt- und Warmwachs

Warmwachs von Hildegard Brauckmann

Aua, aua! Bei dieser Methode müsst ihr schon sehr hart im Nehmen sein und die Zähne zusammenbeißen können. Beim Wachsen wird zuerst kaltes oder warmes Wachs auf die Haut aufgetragen. Dann wird ein Baumwollstreifen auf die Haut gedrückt, mit dem Wachs verbunden und mit einem kräftigen - und sehr schmerzhaften - Ruck abgezogen. Die Härchen werden dabei an der Wurzel herausgerissen. Für große Flächen wie die Beine benötigt man viele kleine Baumwollstreifen - das kostet viel Zeit.

Da die Haare beim nächsten Wachsen mindestens einen halben Zentimeter lang sein sollten, braucht ihr auch ein wenig Geduld.

Um euch nicht zu verletzten und möglichst wenig Schmerzen zu erleiden, sucht für diese Methode eine professionelle Kosmetikerin auf. Ihr könnt aber auch Produkte für Zuhause benutzen (z.B. von Veet, Aloe Vera Essentiel oder Hildegard Brauckmann), allerdings solltet ihr diese nicht im Gesicht anwenden. Dafür ist die Haut zu sensibel.

Vorteil:Haare wachsen erst spät nach
Nachteil:sehr schmerzhaft, bei der Kosmetikerin sehr teuer
Zeitaufwand:hoch
Kostenaufwand:hoch
Wie lange haarlos?3-4 Wochen

Laserbehandlung

Die Laserbehandlung sollte nur der letzte Schritt bei der Haarentfernung sein, denn sie ist sehr kostenspielig. Bei dieser Methode wird zunächst ein kühlendes Gel auf die Haut aufgetragen - dann kommt ein Alexandrit- oder Diodenlaser auf die Haut. Durch die entstehende Wärme wird die Haarwurzel somit gezielt zerstört und wächst so nicht weiter. Das umliegende Gewebe wird so aber nicht geschädigt.

Manche Menschen brauchen viele Anwendungen, andere weniger. Doch nach Ende der Entfernung sind die Haare dauerhaft fort. Die Behandlung ist schwerzfrei und nicht unangenehm.

Übrigens: Wenn der Haarwuchs entstellend oder störend wirkt, übernimmt meist die Krankenkasse die Kosten.

Vorteil:Haare wachsen erst spät nach
Nachteil:dauert sehr lang, sehr teuer, muss von Ärzten druchgeführt werden
Zeitaufwand:sehr hoch
Kostenaufwand:sehr hoch
Wie lange haarlos?dauerhaft

Zucker, Honig, Wasser

Bei dieser Methode heißt es: Ran an den Herd liebe Damen! Wer genug Geduld hat, kann sich sein Enthaarungswachs selbst herstellen.

Zutaten: - etwas Wasser - Zitronensaft - Honig - doppelt so viel Zucker wie Honig

Zubereitung: Alle Zutaten in einem Topf möglichst schnell auf ca. 140 Grad Celsius erhitzen. Die Masse muss goldgelb werden, das bedarf ein wenig Übung. Dann ein Backblech oder eine Steinplatte mit ein wenig Öl bepinseln und die noch heiße Masse darauf schütten. Diese dann sofort (!) mit einem großen Messer oder einem Spachtel hin und her kratzen. Wenn die Masse so weit abgekühlt ist, dass ihr euch mit euren Fingern dran wagen könnt, heißt es: Kneten, kneten, kneten bis die Masse leicht silbergelb erscheint.

Anwendung: Die Knete auf der entsprechenden Hautpartie ausbreiten, gut andrücken und mit einem kräftigen Ruck abreißen. Die Haare werden wie beim Wachsen an der Wurzel herausgerissen und wachsen deshalb erst spät wieder nach.

Vorteil:Haare wachsen erst spät nach
Nachteil:bedarf einigen Übungsläufen
Zeitaufwand:hoch
Kostenaufwand:gering
Wie lange haarlos?3-4 Wochen
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