Das hilft gegen trockene Winterhaut

Wenn es draußen kalt ist, braucht die Haut besonders viel Aufmerksamkeit und eine ganz intensive Pflege. Wir sagen euch, was gegen raue Hände, spröde Lippen und trockene Stellen hilft

Keine rote Nase, bitte!

In der dunklen Jahreszeit freut man sich über jeden Sonnenstrahl. Aber die Haut ist nicht ans Licht gewöhnt und extrem empfindlich. Wintercremes enthalten hohen Lichtschutz und pflegendes Dexpanthenol (z. B. "Winter Creme" von Ilrido, "Sonnen- und Kälteschutz" von Ladival, beides Apotheke). Wer zu erweiterten Äderchen (Couperose) neigt, sollte eine Kälteschutzcreme auftragen.

Trockene Haut

Wenn die Temperaturen unter acht Grad sinken, verlangsamen die Talgdrüsen ihre Produktion, dafür gibt die Haut aber auch weniger Feuchtigkeit ab. Problematisch wird es, wenn wir von draußen ins Warme kommen. Die Wasserverdunstung steigt, die Haut wird trocken. Ein Effekt, der auch bei Wind entsteht. Unterstützung bekommt der Teint durch reichhaltigere Pflege und pflanzliche Fette wie z. B. Nachtkerzenöl. Mikro-Silber (z. B. in ("MikroSilber Creme" von Multilind/Apotheke) soll auch vor Keimen von außen schützen – normale gesunde Haut hat eine intakte Barriere, bei sehr trockener Haut ist diese aber durchlässiger, so dass Keime leichter eindringen können. Süßholzwurzel lindert Rötungen (z. B. in "Hautberuhigende Gesichtscreme 12 % Omega" von Eucerin/Apotheke). Für den Körper steigern Cremes mit Urea, Macadamia-Öl und Glycerin die Feuchtigkeit (z. B. "Lipidiose Nutritive" von Vichy/Apotheke).

Aufgesprungene Hände

Bei Kälte entzieht der Stoffwechsel den Händen als Erstes die Wärme, Gefäße verengen sich, und die Durchblutung wird schlechter. Erste Maßnahme: Handschuhe tragen. Und häufig eincremen, besonders nach dem Waschen, der Handrücken besitzt kaum Talgdrüsen und Unterhautfettgewebe. Handmassagen mit reichhaltiger Creme (z. B. "Intensiv Hand- Creme" von Dove, "Handcreme Olivenöl" von Florena oder "Ultimate Strength Hand Salve" von Kiehl’s) halten die Haut geschmeidig. Ein SOS-Balsam mit heilendem Ringelblumenextrakt (z. B. "Ringelblumen Balsam" von Tautropfen) mildert kleine Risse und trockene Stellen.

Raue Lippen

Nur rund um den Mund sind vereinzelt Talgdrüsen, die zarte Lippenhaut selbst hat gar keine. Deshalb ist Fett von außen so wichtig. Lipbalms und Stifte mit pflanzlichen Wachsen und Ölen kümmern sich um die Reparatur spröder Lippen (z. B. "Nutritic Lippen" von La Roche-Posay/ Apotheke). Wenn die Lippen schon spröde sind, ganz regelmäßig pflegen, bis sie wieder schön geschmeidig sind. Und: Rissige Lippenhaut nicht mit der Zunge benetzen, anschließend trocknet sie nur noch mehr aus.

Lieber nicht!

Die falsche Creme kann die Haut noch mehr austrocknen, z. B. wenn sie nicht reichhaltig genug ist, die Haut im Gesicht oder am Körper schon nach drei Stunden wieder spannt und man ständig nachcremt. Dann lieber eine reichhaltigere Pflege benutzen.

Beauty-Test: Intensive Pflegecremes

Christa Möller, Beauty-Ressortleiterin, hat im Winter besonders trockene Haut und testete reichhaltige Pflegeprodukte für Gesicht, Hände und Körper.

Gesichtscreme: Die Creme wird sogar für empfindliche Neurodermitis-Haut empfohlen - da bin ich erst skeptisch. Überraschung gleich beim ersten Auftrag: Die Creme ist wirklich reichhaltig und fettet kein bisschen. Prima!

Handcreme: Dank viel Glycerin, das reichlich Feuchtigkeit bindet, fühlt sich die Handcreme sofort gut an. Sie ist nicht glitschig, zieht relativ schnell ein und macht für Stunden seidig weiche Haut.

Körpercreme: Die reichhaltige Bodycreme mit Urea liegt zunächst sehr cremig auf der Haut, zieht aber während des Zähneputzens vollständig ein. Sie hinterlässt bei meiner trockenen Haut den ganzen Tag ein Rundum-Versorgt-Gefühl.

Stills: Alan Ginsburg; Illustration: Armin Metzger; Text: Bettina Koch

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