Trend-Looks zum Nachstylen - Schritt für Schritt

Make-up und Frisuren: Schritt für Schritt zeigt Profi-Visagist Bert Kietzerow, wie man die Trend-Looks ganz leicht nachschminkt und die Haare dazu stylt.

Steckbrief Profi-Visagist Bert Kietzerow

Bert Kietzerow, gebürtiger Oldenburger mit altpreußischem Namen, ist Spezialist für unkomplizierte aber effektvolle Make-ups – und Frisuren. Viele Jahre war der heute 42-jährige Leiter des Internationalen Teams bei Wella, verantwortlich für alle Trend-Looks des Unternehmens in Sachen Schnitt und Farbe und ebenso zuständig für die dazu passenden Make-up-Töne. Weil er die Looks nicht nur nach Bauchgefühl bestimmen, sondern das Handwerk dazu lernen wollte, absolvierte er eine Ausbildung zum Visagisten an einer Hamburger Visagistenschule. Danach hieß es für ihn: Den festen Job aufgeben und viele, teils unbezahlte Einsätze annehmen für befreundete Fotografen, die wie er neben guten Aufnahmen für die Präsentationsmappe vor allem erst mal Praxis bekommen wollten. Seit acht Jahren ist Bert Kietzerow nun als freiberuflicher Haar- und Make-up-Stylist unterwegs, lebt mit seiner Freundin, einer Mode-Stylistin, seit drei Jahren in New York und reist nur noch für einzelne Aufträge nach Deutschland.

Fotoshootings hauptsächlich, wie für das Mode-Beauty-Extra der BRIGITTE. Studioaufnahmen liegen ihm. Viel eher als hektisches Schminken für Modenschauen. Obwohl... Auf der New Yorker Fashion Week 2009 gelang ihm das, wovon viele Visagisten nur träumen: für Modemacher Alexander Berardi „Head Stylist“ zu sein – der Mensch, der bestimmt, mit welcher Frisur und mit welchem Make-up die Models über den Laufsteg schweben. Mehr Infos zur Arbeit von Bert Kietzerow unter www.liganord.de oder www.jamarts.com

Film zum Look: Smart Classic

Alt Bewährtes neu in Szene gesetzt. So präsentiert sich der Anzug-Stil in diesem Sommer. Mal ein extremes Revers, mal eine kürzere Hose, Aber immer Ganz straight in sommerlich leichten Stoffen – und in brillantem Schwarz.

Beauty: Trendlooks: Smart Classic

Die Haare: so lässig wie möglich (und ohne Scheitel!). Bei einer Naturwelle und langen Stufenschnitten einfach nur ein leichtes Stylingspray ins trockene Haar kneten, das die Spitzen bzw. Stufen optisch herausholt und Struktur gibt.

Das Make-up: Die Augenschatten unter etwas Concealer verschwinden lassen – am inneren Augenwinkel auftupfen, mit der Ringfingerspitze sanft einklopfen. Dann den Teint mit einer leichten Flüssigfoundation grundieren und mit Transparentpuder mattieren. Die Brauen mit einem leicht getönten Brauengel in Form bringen. Fürs Augen-Make-up nur einen Hauch weißen Lidschatten auf die Oberlider geben – das hellt ganz leicht auf, so, als hätten Sie einfach ein Licht angeknipst. Kakaobraunen Puderlidschatten nur am Unterlid auftragen, das betont die Augen ausreichend, wenn die Wimpern stark getuscht werden. Darüber hinaus erscheint das Auge offener, gerade bei den aktuellen Hornbrillen. Die Lippen mit einer warmen Rosenholznuance betonen. Die Wangen mit Puderrouge in Apricot konturieren. Damit die Wimpern so aussehen wie gemalt, das Mascara-Bürstchen senkrecht ansetzen: So kleben sie ganz leicht zusammen.

Film zum Look: Soft Elegance

Rosé und Creme. Kitt und Nude. Leise, aber beständig avancieren pudrige Pastelltöne zu den Klassikern der Mode – gleich nach Schwarz und Weiss. Ihre Stärke: Sie wirken klar und feminin und stellen die Persönlichkeit der Trägerin in den Vordergrund.

Beauty: Trendlooks: Soft Elegance

Die Haare: Der Bob wird einfach nur über eine Rundbürste glatt und leicht nach innen geföhnt. Mit den Fingern den tiefen Pony aus dem Gesicht streichen. Bei feuchtem Wetter besonders praktisch: eine „Glatt- Versiegelung“ mit einem Anti-Frizz- Haarspray.

Das Make-up: Unreinheiten? Äderchen? Etwas Concealer verbirgt sie und lässt den Teint gleichmäßiger wirken: An den inneren und äußeren Augenwinkeln und – als Highlighter – unter den Brauen einklopfen. Dann wie gewohnt die Grundierung auftragen. Die Lider mit Puderlidschatten in Braun (z. B. „Accords Naturels Nr. 401“ von L’Oréal Paris) betonen, das bewegliche Lid bis zur Lidfalte ausfüllen. Auch die Partie am unteren Wimpernkranz zart betonen. Zum Schluss eine helle Kajallinie am inneren Augenlid ziehen, damit die Augen nicht optisch unterm Pony verschwinden, Wimpern nur oben schwarz tuschen. Die Lippen bekommen einen Bordeauxton mit leichtem Metallicschimmer; auf den Nägeln glänzt ein Dunkelbraun.

Film zum Look: Lingerie-Stil

Ein frischer Look in klarem Weiss, transparent, aber nicht durchsichtig. Mit spielerischer Leichtigkeit werden mehrere Lagen übereinandergezogen, immer blitzt ein bisschen Spitze durch. Dazu passen Accessoires aus Leder und Bast.

Beauty: Trendlooks: Lingerie-Stil

Die Haare: Tollen sind ein Riesentrend! Und diese hier geht besonders einfach: Haare über Kopf bürsten, oben mit dem Zopfgummi seitlich zusammennehmen. Über den Handrücken zu einem Knoten schlagen und mit zwei Haarklemmen feststecken. Einzelne Spitzensträhnen herauszupfen.

Das Make-up: Für den zarten Teint erst eine helle Flüssigfoundation auftragen, dann alles abpudern. Die Brauen nicht betonen, allenfalls in Form bürsten – nichts soll zu perfekt werden. Auf die Lider Lidschattenbase tupfen. Kurz warten und mit schwarzem Flüssig- Eyeliner einen rasanten Rockabilly- Lidstrich zeichnen. Der ist etwa drei Millimeter breit und bekommt am Ende einen deutlichen Kick nach oben, Richtung Braue. Die Wimpern nur oben zart tuschen und die Lippen mit Gloss in hellem Pink betonen. Auf die Wangen zartrosa Rouge geben, auf die Nägel silbernen Lack pinseln.

Film zum Look: Aqua-Look

Eintauchen in die wunderbaren Farben des Meeres. klare Blau- und Grüntöne werden jetzt im cleanen Stil der 60er kombiniert – eine schöne Einstimmung auf den Sommer.

Beauty: Trendlooks: Aqua-Look

Die Haare: Für die volle Innenwelle den Bob an den Seiten und auch am Hinterkopf auf dicke Heizwickler legen – alternativ Klettwickler (dann warm anföhnen) –, etwa eine halbe Stunde drinlassen und nach dem Herausdrehen nur noch mit den Fingern in Form zupfen. Zuletzt eine breite Strähne über der Stirn glatt nach hinten kämmen und mit einer Haarspange am Hinterkopf feststecken.

Das Make-up: Ausdrucksstarke Wimpern, Lippen in hellen Tönen, das sind echte Sixties-Details. Deshalb ist der Teint mit einer Cremefoundation grundiert, nur die T-Zone, also Stirn, Nase und Kinn, ist leicht abgepudert. Edel dazu das Rouge: eine klare Pfirsichnuance. Auf den Oberlidern schimmert bis knapp über die Lidfalte ein Hauch von Gold. Die Brauen nur bürsten, kleine Lücken mit dem Brauenstift korrigieren. Die Wimpern schwarz tuschen, immer senkrecht, damit sie sich kunstvoll trennen. Die Lippen bekommen, ganz Sixties, einen pastelligen Roséton.

Film zum Look: Neo-Bohemian

Dezent sieht anders aus: Eine farbenfrohe Mischung aus Batik- Effekten, großen Blumendrucken und üppigen Paisleymustern, ganz im Stil der 70er Jahre.

Beauty: Trendlooks: Neo-Bohemian

Die Haare: Her mit dem trendigen Mittelscheitel! Ins trockene Haar kommen ein paar Spritzer Hitzeschutz- Styling (z. B. „Heat Seal“ von Paul Mitchell), dann werden Naturwellen über eine große Rundbürste etwas glatter geföhnt, der Pony bekommt eine leichte Außenwelle.

Das Make-up: Leichte Foundation gleicht Unregelmäßigkeiten im Teint aus. Auf den Wangen pfirsichfarbenes Rouge großflächig verteilen, damit bekommt der Look mehr Präsenz. Den Brauen mit Brauengel schönen Schwung geben. Die Augen oben und auch am Unterlid mit Puderlidschatten in kühlem Zartrosa betonen und die Wimpern kräftig schwarz tuschen. Die Lippen glänzen rostrot.

Text: Angela Schöneck Film&Fotos: Jaan-Eric Fischer Haare und Make-up: Bert Kietzerow/Liganord Produktion: Merle Rebentisch/Jessica Feix
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