Make-up oder kein Make-up - das ist hier die Frage

Geschminkt oder ungeschminkt? Mit seiner Make-up-Studie fand Psychologe Alex Jones heraus, wie viel Schminke als schön angesehen wird.

"Der No-Make-up-Look als neuer Beauty-Standard." Diese Zeile warf die New York Times jüngst in den medialen Raum und berief sich auf namhafte Make-up-Artists, New Yorker Schauspielerinnen und Bloggerinen wie Emily Weiss von intothegloss.com oder Leandra Medine von manrepeller.com. Wir lesen: Ungeschminkt ist das neue Cool. Nicht zuletzt haben auch die #nomakeupselfies in sozialen Netzwerken zum temporären Boykott von Make-up aufgerufen. Ist das der offizielle Befreiungsschlag von Lidstrich und Lippenstift? Wie viel Make-up wird überhaupt als schön und attraktiv erachtet?

Wer ist attraktiver: Frauen mit viel, wenig oder ohne Make-up?

Dieser Frage nahm sich Alex Jones an. Der Psychologe der Bangor Universität in Wales wollte herausfinden, wie viel Make-up wir schön finden. Wer wirkt attraktiver? Frauen mit viel, mit wenig oder komplett ohne Make-up? Für seine Studie, die im Quarterly Journal of Experimental Psychology publiziert wurde, fotografierte Jones 44 Studentinnen - einmal mit Make-up und einmal komplett ohne (s. Bild oben). Daraus kreierte er realistische Fotos, auf denen die Frauen jeweils eine abgestufte Menge an Make-up trugen. Diese Bilder wurden weiblichen und männlichen College-Studenten gezeigt. Sie sollten drei Aufnahmen auswählen: das Bild, das sie am attraktivsten fanden. Das Bild, von dem sie meinten, es würde den meisten Frauen gefallen. Und das Bild, von dem sie glaubten, es würde den meisten Männern gefallen.

Die Studie ergab Verblüffendes

Die Probanden waren sich einig: Frauen und vor allem Männer würden die stark geschminkten Bilder bevorzugen. Falsch gedacht! Tatsächlich favorisierten alle Teilnehmer die Fotos, auf denen lediglich 40 Prozent des Make-ups genutzt wurde.

"Oft liegen wir mit unseren Annahmen, was das andere Geschlecht attraktiv findet, völlig falsch. Ob es um Größe, Gewicht oder Make-up geht - es gibt viele Missverständnisse", so Jones über die Ergebnisse seiner Studie, die bewies: Weniger ist mehr! Ein überschminktes Gesicht gefällt den wenigsten. Und doch geht es letztlich nicht um irgendeinen Trend oder ein Studienergebnis, sondern um die eigene Zufriedenheit und das eigene Selbstwertgefühl. "Ich fühle mich wohl mit meinem Aussehen. Ich hasse nicht, was ich sehe, wenn ich in den Spiegel schaue", schrieb Bloggerin Leandra Medine, die sich so gut wie nie schminkt, in ihrem Nomakeup-Manifest. Sollte diese Selbstzufriedenheit nicht die Basis für jeden Pinselstrich im Gesicht sein?

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