Tipps für störrisches Haar

Frauen mit dickem Haar sind eigentlich beneidenswert - aber oft sind die Strähnen widerspenstig und neigen zu Trockenheit. Hier ein paar Vorschläge zum Bändigen

Der richtige Schnitt

Es ist gar nicht so einfach, einen geübten Experten zu finden: Friseure, die bereits in Südeuropa gearbeitet haben, kennen sich mit üppigen Mähnen oft besser aus, weil sie dort viel häufiger vorkommen. Dickes Haar hat meistens leichte Wellen oder Naturlocken. Es sollte so geschnitten sein, dass die Frisur mit wenig Zeitaufwand sitzt. Auf Ausdünnen mit dem Messer lieber verzichten, das Haar erscheint dann eher noch plustiger.

Pflege und Styling

Ein gutes Shampoo (z. B. „Glatt & Glossy“ von Schwarzkopf) plus Spülung und ein (!) Stylingprodukt reichen aus, für intensive Pflegewirkstoffe alle vier Wochen eine Kur (z.B. „Oléo-Relax“ von Kérastase) verwenden. Zu viel des Guten kann das Haar nicht aufnehmen, z. B. können sich Silikone anlagern, die nicht wasserlöslich sind. Sprühkuren können die Haare regelrecht „verstopfen“. Bei Stylingprodukten achten Sie im Winter auf Feuchtigkeit spendende Inhaltsstoffe, damit das Haar bei Kälte und trockener Heizungsluft nicht noch trockener wird.

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Waschen und Trocknen

Dicke Haare sind meistens trocken und sollten nicht so häufig gewaschen werden. Um Föhnstress zu vermeiden, die Haare vorher antrocknen lassen. Ins feuchte Haar ein glättendes Produkt von den Spitzen zum Ansatz kneten: Perfekt für trockene Haare sind pflegende Sojakeim- oder Jojobaöle (z. B. in „Heat-Protective Silk traightening Cream“ von Kiehl’s).

Lieber nicht!

Häufiges Glätten stresst das Haar. Deshalb vorher immer ein Hitzeschutzspray benutzen. Ein Glätteisen mit Wärmeschutz senkt automatisch die Temperatur, wenn das Haar zu heiß wird.

Korrekt bürsten

Beim Föhnen gilt: Je länger das Haar, umso größer der Durchmesser der Rundbürste. Mit Metallbürsten (z. B. „Termix Evolution“ von T-Flon) trocknet das Haar schneller, weil Luft durch die Bürste gepustet wird und Metall Wärme speichert. Sie sind auch leichter zu handhaben als Naturbürsten. Wildschweinborsten laden das Haar nicht statisch auf.

>> Auf der nächsten Seite: Haarbändiger im Beauty-Test

Beauty Test: Haarbändiger

Stefanie Höfle, Beauty-Redakteurin, testete, ob die neuen Glättungsprodukte ihre Naturwellen beeindrucken:

Geschmeidigkeits-Garantie: Die Creme ist eine gute Föhnhilfe, die splissige Härchen glatt zieht. Tipp: Sparsam dosieren, sonst beschwert sie das Haar.

Glattmacher: Meine Haare sind nach dem Föhnen seidig und kaum wellig. Und das Glätteisen kommt nur ganz kurz zum Einsatz.

Glanzverstärker: Tatsächlich überzeugt die Kur mein rebellisches Haar: nach zehn Minuten Wirkzeit ausspülen, trocknen – und es strahlt.

Text Bettina Koch
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