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Aprikosenkernöl: Beautyprodukt für Haut und Haare

Aprikosenkernöl: Kleine Flasche mit Öl und Aprikosen darum
© AS Food studio / Shutterstock
Aprikosenkernöl ist ein Pflegeprodukt für Haut und Haare und entfaltet auch in der Küche und der Aromatherapie seine gesundheitsfördernden Eigenschaften. Erfahre hier alles über Wirkung und Anwendung des ätherischen Öls.

Aprikosenkernöl: Was ist das?

Aprikosenkernöl (auch als Aprikosenöl bezeichnet) wird aus den Steinen der Aprikosen gepresst. Zuerst müssen die Früchte getrocknet werden, woraufhin der Stein herausgelöst und erneut getrocknet wird. Danach findet eine Kaltpressung statt, wodurch der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren beibehalten wird. Allerdings kann dadurch das Öl auch schnell ranzig werden. Eine längere Haltbarkeit liegt nur bei raffiniertem Aprikosenkernöl vor – bei der Raffination gehen aber einige wertvolle Inhaltsstoffe verloren.

Tipp: Achte beim Kauf auf Bio-Qualität! Nur so stellst du sicher, dass keine Pestizide enthalten sind.

Aprikosenkernöl: Inhaltsstoffe 

  • Oleinsäure: Wird auch als Ölsäure bezeichnet und zählt zu den ungesättigten Fettsäuren. Sie gehört zu den Omega-9-Fettsäuren und kann vom menschlichen Organismus nicht selbst hergestellt werden. Die Ölsäure spendet der Haut Feuchtigkeit und mindert Alterserscheinungen. Auch zur Pflege der Haare ist sie ein wirksames Mittel, das für Volumen sorgt.
  • Linolsäure: Linolsäure ist eine Omega-6-Fettsäure, die für eine gesunde Haut essenziell ist. Auch sie spendet Feuchtigkeit, soll Akne reduzieren und das Haarwachstum ankurbeln.
  • Stearinsäure: Dieser Inhaltsstoff gehört zu den gesättigten Carbon- und Fettsäuren. Stearinsäure dient der Reinigung der Haut.
  • Aprikosenkernöl besitzt eine Jodzahl von 96-109, die als Qualitätsmerkmal den hohen Anteil von ungesättigten Fetten beschreibt.
  • Palmitinsäure: Diese ungesättigte Omega-7-Fettsäure schützt die Haut vor äußeren Einflüssen.
  • Vitamin E: Dieses Vitamin wirkt antioxidativ und wehrt freie Radikale ab.
  • Dazu ist im Aprikosenöl noch Vitamin A und B enthalten. Gerade Vitamin B3 (Niacin) und B17 (Amygdalin) sind bei der Einnahme des Öls von Bedeutung

Wirkung des Aprikosenkernöls

  • Aufgrund der gehaltvollen, natürlichen Inhaltsstoffe ist Aprikosenkernöl bestens zur Hautpflege geeignet: Es spendet Feuchtigkeit besonders bei trockener Haut und reduziert zudem Mitesser. Es mildert altersbedingte Pigmentflecken und repariert geschädigte Hautzellen. Allerdings kann es äußerlich nicht präventiv Hautschäden verhindern: Die Moleküle der Linolsäure wären zu groß, um bei intakter Haut einzudringen und Schäden vorzubeugen. In dem Fall muss das Aprikosenkernöl eingenommen werden. Bei bereits geschädigter Haut zeigt es jedoch auch äußerlich angewendet seine heilende Wirkung. Demnach kann es auch bei Sonnenbrand zur Linderung beitragen und bei Kontaktdermatitis zur Heilung verhelfen. Selbst starken Juckreiz kann es mindern. Dazu ist Aprikosenkernöl noch bestens als Make-up-Entferner geeignet.
  • Als Haarpflege verleiht es ebenfalls Feuchtigkeit, reduziert Spliss und macht die Haare glänzend und geschmeidig. Auch bei juckender oder schuppiger Kopfhaut ist das Aprikosenkernöl ein geeignetes Mittel.
  • Auch in der Aromatherapie ist das Aprikosenkernöl ein gern eingesetztes ätherisches Öl: Es unterstützt das Immunsystem und wirkt stimulierend.
  • Zudem soll eingenommenes Aprikosenöl aufgrund des hohen Vitamin B17-Gehalts vorbeugend gegen Krebs wirken, so die Naturheilkunde. Allerdings soll es in einer sehr gemäßigten Dosierung nur zur Vorsorge dienen – bei einer bestehenden Krankheit verursacht die Vitamin B17-Dosis eher Schäden in Leber und endokrinen Drüsen.

Aprikosenkernöl: Anwendung

  • Das Öl kann entweder auf den jeweiligen Stellen angewendet oder im Bereich der Haarpflege großflächig in die Haare einmassiert werden. Das Öl zieht schnell ein und wirkt auf der Haut kühlend.
  • In der Ernährung kann das Öl gerade im Salat oder in Süßspeisen zum Einsatz kommen. Innerlich eingenommen wirkt die Linolsäure von innen und beugt so Hautkrankheiten vor. Am besten wird es hier im nativen, kaltgepressten Zustand verwendet und nicht erhitzt. Raffinierte Varianten hingegen sind zwar zum Braten und Kochen geeignet und länger haltbar, büßen aber an wertvollen Inhaltsstoffen und Geschmack ein!
  • In der Aromatherapie wird es inhaliert, als Massageöl angewendet oder als Badezusatz eingesetzt.

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