Globale Duftvorlieben: Andere Länder, andere Nasen

Wie eine Blumenwiese mit Vanillezucker wollen US-Amerikanerinnen duften. Die Französinnen lieben es zitronig und extravagant. Und welche Duftvorlieben haben deutsche Frauen? Frische in Fläschchen mit einem Schuss Fernweh.

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Duftvorlieben der Britinnen: Bitte einmal English Rose!

Wie ein englischer Garten wollen die Britinnen duften: einer, in dem es gerade ordentlich geregnet hat und die aromatisch duftenden Rosen tropfnass sind. Und neben dem Rosenstock wächst frische Minze, die hilft, einen kühlen Kopf zu bewahren. Cool sein wie Kate, das mögen englische Frauen. Die Rosenliebe hat ihren Ursprung übrigens bei den Kreuzrittern - die brachten einst Rosenwasser auf die Insel. Ach ja, ein Hauch Earl Grey sei auch gern hinzugefügt.

Beliebte Düfte in England, z. B.:

Laura Mercier "Verbena Infusion", ca. 55 Euro.

Bestseller Unisex: "Café Rose" von Tom Ford, ca. 170 Euro

Deutschland liebt: sportliche Frische und exotisches Obst

Fruchtig frische Zutaten gepaart mit Exotik, das mögen deutsche Frauen. Aber bitte leicht, eher Zurückhaltung statt Duftdröhnung. Die Deutschen, Männer wie Frauen, lieben Sport, ganz gleich, ob aktiv oder passiv. Daher die große Liebe zu erfrischenden Nuancen. Cool Water hat seit seiner Lancierung 1988 in Deutschland ein Dauerabo in den Top Ten der Parfumverkäufe gebucht: eben die perfekte Mixtur aus blauem Ozean und schäumender Nordsee. Für beide Geschlechter. Deutsche Frauen greifen aber auch immer öfter zu fruchtig, blumigen Düften, gern mit Aprikosen-, Himbeer-, oder Jasminanteilen. Bei jüngereren Frauen stehen zuckrige Zutaten wie Karamell und Schokolade hoch im Kurs.

Beliebte Düfte in Deutschland z. B.:

"Light Blue" von Dolce und Gabbana, ca. 50 Euro

"Coco Madmoiselle" von Chanel, ca. 77 Euro

"Cool Water" EdT für Männer von Davidoff, ca. 35 Euro

Schokoduft steht bei Dufteinsteigerinnen nicht nur um die Adventszeit hoch im Kurs.

Frankreich liebt: Lavendel und Jasmin gepaart mit Zitrusfrische

Die Französinnen sind verwöhnt mit guten Riechwässerchen, nirgendwo gibt es ein größeres Parfümangebot und vor allem Nischendüfte als in Frankreich. Auch der Grund, warum sie sprühtechnisch mehr wagen als andere Nationen: Sie trauen sich Düfte zu tragen, die vor ihnen durch die Tür treten, und experimentieren gern. Was das in Zutaten bedeutet? Gern Aromatisches, das in der Provence wächst, z. B. Lavendel und Mimosa, im Zusammenspiel mit Chypre-Noten wie Zitrone, erdigem Eichenmoos und Hölzern.

Beliebte Düfte in Frankreich z. B.:

"Rosabotanica" von Balenciaga, ca. 40 Euro

"Aqua Allegoria Tiaré Mimosa" von Guerlain, ca. 72 Euro

Sie lieben ihren Lavendel, die Französinnen - gern mit extravaganten Zutaten kombiniert.

Italien und Spanien lieben: Frischmacher mit Erotikhölzern

In den südlichen Regionen Europas halten sich Frauen wie Männer gern mit Zitrusaroma und Mittelmeerkräutern die Hitze vom Hals, gern gepaart holzigen Noten - die verleihen dem Duft Erotik. Heißt in Inhaltsstoffe übersetzt: Rosmarin, Orange und beispielsweise Sandelholz.

Beliebte Düfte in Italien und Spanien z. B.:

"N° 06 Notre Temps", Nischenduft von "Frau Tonis Parfum Berlin" (frau-tonis-parfum.com), ca. 58 Euro

Duftvorlieben in Brasilien: Frisches, aber bitte mit Temperament!

Die Zutaten aus der zitrischen Duftfamilie werden in heißen Ländern immer gern gesprüht, im WM-Land 2014 oft in Kombi mit temperamentvollen Komponenten. Zum Beispiel mit einer Prise rosa Pfeffer oder Extrakten aus Orchideen, Tiaréblüten und Wasserhyzinthe. Olè!

Beliebte Düfte im WM-Land z. B.:

"Trésor" von Lancôme, ca. 30 Euro

"Vitória Régia" Aqua de Colonia von L'Occitane, ca. 32 Euro

Orchideen gedeihen ganz wunderbar in Brasilien - und sind eine beliebte Ingredienzie für Parfüms.

Duftvorlieben in den USA: Vanille und weiße Unschuldsblumen

Seit dem 11. September 2001 gilt für Duftvorlieben in den USA, aber auch weltweit: mehr Vanille. Grund: der süßliche Vanilleduft gibt den meisten Menschen ein heimeliges Wohlgefühl. Genau das, was durch die Terroranschläge eingeschränkt wurde. Ansonsten gilt für nordamerikanische Großstädte: Es ist laut und man muss noch lauter sprechen, um die Konkurrenz zu übertönen. Und es riecht nach hunderten Dingen in NY wie in L.A., also muss auch die eigene Geruchsnote laut sein. Die Duft-Devise lautet daher: Auffallen. Und zwar gern mit Vanille, Tuberose, Jasmin - die Amerikanerinnen wollen nach unschuldigen weißen Blütenblättern riechen, aber das bitte so richtig.

Beliebte Düfte in den USA z. B.:

"I love NY" von Bond N°9, ca. 110 Euro

"Sensuos" von Estée Lauder, ca. 47 Euro

Duftvorlieben in Japan: wie frisch gebadet, ganz dezent

Die Japaner mögen es noch leichter als die Deutschen. Möglichst unaufdringlich soll der Duft sein. Und er darf gern heimische Zutaten enthalten: Ingwer, Bambus und ein Schuss Nashi-Birne.

Beliebte Düfte in Japan z. B.:

"Pleats Please" von Issey Miyake, ca. 40 Euro

"Five o'clock au gingembre" von Serge Lutens, ca. 85 Euro

Duftvorlieben in China: Pflaume, Ingwer und französisch

Seit in China der Luxusmarkt boomt, klatschen die Franzosen in die Hände. Denn in Shanghai oder Hongkong verkaufen sich französische High End Label wie warme Semmeln. Das gilt auch für Duftwässerchen de la France. Parfüms aus den Häusern Dior oder Chanel laufen wie von selbst. Allerdings eher die leichteren, also die Eau-Versionen. Ansonsten mögen Chinesinnen gern Extrakte aus Pflaumeblüten, Lotus und Ingwer.

Beliebte Düfte in China z. B.:

"Chance" von Chanel, ca. 80 Euro

"Miss Dior Blooming Bouquet" von Dior, ca. 85 Euro

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