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Parfümfehler, die wir im Sommer alle machen – laut Experte

Parfümfehler im Sommer
© DiBeauty / Shutterstock
Wir alle lieben Parfüm – egal zu welcher Jahreszeit. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die wir im Sommer beachten sollten. Ein Experte klärt auf.

Ein Leben ohne Parfüm? Wollen wir nicht! Allerdings kennen sich die meisten von uns in der Welt der Düfte nicht wirklich gut aus – das wollen wir jetzt ändern. Vor allem im Sommer machen wir immer wieder dieselben Fehler – René Dominik, Geschäftsführer von J.F. Schwarzlose Parfums Berlin hat uns im Interview verraten, welche das sind. Er selbst arbeitet schon seit Jahren in der Duftbranche und weiß genau, worauf es ankommt.

Zu süße Düfte

Wenn wir an Sommer denken, denken wir doch irgendwie alle an süße Düfte. Tja, genau hier liegt der Fehler. Blumendüfte sind zum Beispiel sehr süß, allerdings seien die Düfte, wo sehr viele Blumen aufeinander treffen, laut René Dominik nicht die beste Wahl – ebenso wie schwere, opulente Düfte. Die Blumendüfte mögen jetzt die ein oder andere überraschen, schließlich denken wir da ja irgendwie sofort auf den Sommer.  Woran liegt's? 

Bei hohen Temperaturen geht unsere Nase etwas anders mit Düften um. Deshalb bevorzugen die meisten Nasen leichtere, frische Düfte. Die Klassiker sind zum Beispiel die Zitrusdüfte, wie Bergamotte, Mandarine, Orange oder Neroli. Das wird oft kombiniert mit warmen Holznoten oder tropischen Pflanzen. Das weckt im Kopf sofort Assoziationen von Urlaub.

Der zweite Klassiker im Sommer sind übrigens die kühlen, aquatischen Noten. Hier entsteht in unserem Kopf sofort die Verbindung zu Wasser. "Egal ob das der frische Tag am Meer oder am Fluss ist, oder der Spaziergang nach einem frischen Sommerregen. Das erreicht der Parfumeur mit verschiedenen Zutaten. Gurke ist beliebt, wir haben bei Schwarzlose zum Beispiel auch eine Algenessenz. Oft erkennt man das an blauen Flakons." Die Farben der Verpackungen sagen uns also schon eine Menge über den Inhalt, das ist aber nicht bei allen Düften so.

Wir tragbar ein Duft bei Hitze ist, hängt natürlich von der Konzentration ab. Ein Eau de Cologne ist viel leichter als ein Eau de Parfum. Von vielen Düften gibt es zum Beispiel nicht nur ein Eau de Parfum, sondern auch ein Eau de Toilette oder ein Eau Fraîche – die sind perfekt für den Sommer, weil sie nicht so hoch konzentriert sind. 

Nur Bestseller kaufen

Natürlich soll uns ein Duft immer irgendwie individuell machen – auch im Sommer. Trotzdem gibt es (jahreszeitenunabhängig) die typischen Düfte, die jeder dritte trägt. "Wenn man die Topseller kauft, die gerade überall promotet werden, dann ist man damit natürlich nicht allein. Düfte, die schon länger am Markt sind, die haben sich ja schon bewährt – warum also nicht auch hier schauen?", sagt René Dominik. Wen das nicht stört, der kann die Bestseller und Duftneuheiten selbstverständlich tragen und lieben. Duftauswahl ist immer eine Frage des eigenen Geschmacks. Eine Duftberatung sollte deshalb auch nie gegen das eigene Bauchgefühl gehen.

Eine Duftberatung sollte Markenneutral sein. Welcher Name auf dem Flakon steht, sagt nichts darüber aus, ob der Duft auch zu mir passt.

Parfüm + Sonne

Wem am Strand der Duft von Sonnencreme nicht reicht, der hat im Urlaub sicher schon mal zu seinem Lieblingsparfüm gegriffen bevor es zum Strand ging. Prinzipiell spricht nichts dagegen auch am Strand gut zu duften. Was wir laut  René Dominik aber im Kopf behalten müssen: "Jeder Duft, den ich auf die Haut aufsprühe, der reagiert auch mit den Ausdünstungen der Haut. Im Sommer transpirieren wir mehr, das heißt, der Duft wird sehr schnell verfälscht. Das kann in eine gute Richtung gehen – muss es aber nicht."

Er rät deshalb dazu, den Duft eher ins Haar oder auf die Kleidung zu geben (Vorsicht bei dunklen Parfüms und heller Kleidung!). Hier haben wir nicht das Problem, dass sich der Duft mit dem Schweiß vermischt. Außerdem: Die meisten Sonnenschutzmittel sind bereits beduftet – hier würdet ihr eher die Düfte miteinander mischen. 


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