"Sind Falten wirklich so unattraktiv?" 3 Generationen erzählen

Immer früher beginnen wir, gegen unsere Falten anzukämpfen - mit immer mehr Anti-Aging-Produkten. Sind Falten wirklich so schlimm?

Unsere Serie "3 Generationen erzählen"

In der Redaktion diskutieren wir regelmäßig über Themen, die uns selbst bewegen und beschäftigen - die Partnersuche, die Liebe, die Eltern, die Schönheit, der Sinn des Lebens oder unser Verhältnis zum Job. Dabei fällt immer wieder auf, dass die verschiedenen Generationen, die in unserer Redaktion vertreten sind, ganz unterschiedlich ticken.

Amy Schumer auf Filmpremiere mit Décolleté

Daher haben wir die Serie "3 Generationen erzählen" ins Leben gerufen, in der Frauen aus dem BRIGITTE-Kosmos zu Wort kommen. Es lohnt sich, immer wieder reinzuschauen!

Heute geht's um Äußerlichkeiten. Wir haben drei Frauen gefragt: "Sind Falten wirklich so unattraktiv?"

Für Friederike (25) sind Falten gelebtes Leben

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir bisher nicht wirklich Gedanken über Falten gemacht. Meine Mama hat sie, meine Oma hat sie, und ich werde sie auch irgendwann haben. Aber kann ich das verhindern? Vermutlich nicht. Und ehrlich gesagt will ich auch gar nicht, dass meine Stirn mit 65 aussieht, als wäre ich 35.

Zugegeben, ich benutze täglich Anti-Aging-Cremes – aber nicht, weil ich mich vor Falten fürchte. Damit zögern wir die Hautalterung im besten Falle doch nur hinaus. Früher oder später sind die Falten einfach da.

Ich stelle mir immer vor, dass ich im Alter auf meine Falten schaue und daran zurückdenke, was ich alles erlebt habe. Aber vielleicht ist das auch nur so eine Bilderbuchvorstellung. Mag sein, dass ich in 20 Jahren ganz anders über Falten denke.

Wenn mich aber heute jemand fragt, ob Falten unattraktiv sind, dann würde ich sagen: Nein, sind sie nicht. Warum? Weil sie zum Leben dazugehören. Und wie könnte Leben jemals unattraktiv sein?

Glatte Gesichter machen Sabine (42) misstrauisch

Obwohl ich mich als Beauty-Redakteurin seit Jahren mit dem Thema Anti-Aging beschäftige, habe ich ein Herz für Falten. Ich mag sie – an mir, an anderen. Sie erzählen schöne und vielleicht auch weniger schöne Geschichten, und sie gehören zum Leben dazu.

Sehe ich in ein Gesicht jenseits der 40, das faltenfrei ist, irritiert mich das. Nicht, weil ich es verurteilen würde, wenn Botox oder Hyaluronsäure im Spiel sind. Aber ich kann in diesen Gesichtern so wenig lesen. Und das stimmt mich misstrauisch.

Dann lieber hier und da ein Fältchen oder eine fette Linie – meinetwegen auch die viel gehasste Zornesfalte. Hauptsache authentisch und ehrlich.

Trotzdem kann ich morgens manchmal sehr gut verstehen, was Dagmar Berghoff mit ihrem in die Hose gegangenen Lifting vor 32 Jahren beabsichtigte: einfach frischer aussehen. Da reicht mir aber ein Kaffee. Oder zwei. Oder drei.

Für Katarina (62) kommt Kaschieren nicht infrage

Ich habe zum Glück von Natur aus eine sehr gute und feine Haut. Zusätzlich pflege ich sie  immer mit hochwertiger Creme, auch wenn ich in die Sonne gehe. Ja, ich gehe in die Sonne, denn mit etwas Farbe finde ich mein Aussehen einfach besser.

Aber so vor etwa einem Jahr habe ich sie entdeckt – die Falten am Hals und an den Armen. Oh Schreck, was tun? Rollkragenpullover und Halstücher tragen? Und nur noch langärmelige Oberteile? Nein, das kommt nicht infrage! Ich stelle mich den Falten, denn insgesamt kommt es doch auf die positive Einstellung an – und die überstrahlt dann auch ein paar Falten.

Was mir aber gar nicht gefällt, ist, dass sich die Hände so verändern. Die Haut auf dem Handrücken wird dünner und es sind immer mehr Adern und Falten zu sehen. Aber es wie Diane Keaton zu machen und immer Handschuhe tragen? Nein, das ist keine Option. Ich bleibe dabei – von innen strahlen und von außen cremen. Dann sind Falten gar nicht so schlimm!


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