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"Coole Tigerstreifen": Dieses Foto ist ein mutiges Statement!


"Model treibt ab, um Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden!": Diese dreiste Falschmeldung führte zu einer wunderbaren Stellungnahme von Model Robyn Lawley.

Nach einem Interview verzerrte ein britisches Klatschmagazin Aussagen des australischen Models Robyn Lawley zu einer absurden Schlagzeile: "Robyn zieht eine Abtreibung in Erwägung, um Dehnungsstreifen zu vermeiden", hieß es dort. Eine Unverschämtheit, die Robyn wütend machte. Die Spuren ihrer Schwangerschaft trägt sie mit Stolz, schließlich gehören sie zu ihrer geliebten Tochter Rip.

Sie machte ein unretuschiertes Foto von sich und ihrem Bauch, veröffentlichte es auf ihrem Facebook-Profil und ergänzte es um folgende Worte:

"Ich bin es gewohnt, fertig gemacht zu werden"

Vor etwa einem Jahr wurde ein Interview, das bei einem offenen -vielleicht zu offenen - Gespräch mit einer Freundin entstanden war, so herzlos von einer britischen Klatschzeitung manipuliert und auseinandergenommen, dass ich im siebten Schwangerschaftsmonat, nachdem ich gerade einen meiner engsten Verwandten verloren hatte, lesen musste: "Robyn denkt über Abtreibung nach, um Dehnungsstreifen zu vermeiden". Ich war schockiert, nicht nur, weil ich das nie gesagt hatte, ganz zu Schweigen davon, dass ich schon vorher eine Menge Dehnungsstreifen hatte, wie 90 Prozent aller Frauen. Aber den ganzen Artikel zu lesen, während ich schon so weit in meiner Schwangerschaft bin - was sollte das?

Es tat sehr weh, die folgenden Kommentare waren im günstigsten Fall nur abfällig. Ich bin es gewohnt, fertig gemacht zu werden, einst dafür, dass ich keine "Thigh Gap" habe (hier mal Hand an die Stirn klatschen). Aber mich für etwas anzugreifen, das ich nie gesagt habe ... ganz zu Schweigen davon, dass meine Entscheidung, mich um das Leben eines Menschen zu kümmern, niemals allein davon abhängen würde, ob ich Dehnungsstreifen kriege.

"Es sind verdammt coole Tigerstreifen. Ich habe sie mir verdient!"

Ich glaube, bevor der Artikel entfernt wurde, hatte er mehr als 500 sehr beleidigende Kommentare, ohne jede Unterstützung von dem Herausgeber oder meiner Freundin. Ich schrieb der Autorin der Klatschseite per Twitter, dass sie "ein Herz haben" möge, da das Ganze mich sehr stresste und ich mich um die Gesundheit meines ungeborenen Babys sorgte.

Die Autorin war Australierin und gab an, dass sie es gar nicht geschrieben habe - jemand anderes in England wäre das gewesen. Der Artikel wurde gelöscht. Diese Klatschseiten tun alles, um gelesen zu werden - aber nicht einmal unter deinem wahren Namen zu schreiben, ist feige.

Was meine Dehnungsstreifen angeht: Ich wusste, dass sie kommen würden, und da sie langsam verblassen, dachte ich, dass ich sie mit einem Bild festhalte. Denn das sind echt coole Tigerstreifen. Und ich habe sie mir verdient!

Du bist eine Kämpferin, du hast ein Leben in dir erzeugt, das ist keine einfache Sache!

Wir verbringen so unglaublich viel Zeit damit, Druck auf Frauen auszuüben, dass sie sich so sehr auf ihre "Mängel" konzentrieren sollen, dass sie vergessen, wie wunderschön sie (Du!) heute sind!

F*ckt sie, wen interessiert das schon, sei einfach du, sei laut, sei stolz!

Und wenn sich irgendwer schlecht mit seinem Körper fühlt, insbesondere nach einem Baby: Du bist eine Kämpferin, du hast ein Leben in dir erzeugt, das ist keine einfache Sache!

Frauenrechte sollten nicht so albern benutzt und so armselig besprochen werden!

Es macht mich wütend zu sehen, wie Abtreibung als politischer Spielball diskutiert wird und die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen zum Stimmenfang missbraucht wird. Ich werde immer für das Recht auf Abtreibung sein. Niemand macht sowas gerne, aber wenn du nicht bereit bist, sollte niemand über eine Abtreibung urteilen.

Frauenrechte sollten nicht so albern benutzt und so armselig besprochen werden.

Jetzt gerade gibt es Millionen von obdachlosen Kindern allein in Amerika - warum konzentrieren wir uns nicht auf die? Wir vergessen oft die Frauen, die ein Kind haben, weil sie keinen Zugang zu einer Abtreibung hatten. Weil die Gesetze vor Ort es verhinderten, und niemand für sie da war, wenn ihnen eine medizinische Versorgung verwehrt wurde oder wenn sie wegen explodierender Kosten ihre berufliche Laufbahn ändern müssen, oder gar obdachlos werden. Es ist 2015, wir müssen dringend Frauen das Gefühl geben, dass ihr Geist und ihr Körper ihnen Stärke verleiht. Wir sollten ihnen nicht ihre Rechte und Möglichkeiten wegnehmen!

Ich liebe meine Tochter, aber ich liebe auch meine Menschenrechte.

Ich liebe euch alle

xxx

Ein tolles Foto und eine tolle Stellungnahme: Niemand sollte sich für Dehnungsstreifen oder andere Spuren einer Schwangerschaft angreifen lassen. Denn was sind diese Spuren schon anderes als der Beweis dafür, einen wunderbaren neuen Menschen auf die Welt gebracht zu haben?

Jede Geburt ist ein Wunder des Lebens! Hier findet ihr die schönsten und bewegendsten Geburtsfotos des Jahres.

heh

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