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Menstruation? Dehnungsstreifen? So werden Tabus zur kunterbunten Kunst!


Warum schweigen wir im Jahr 2017 immer noch über ganz normale Tatsachen, die uns Frauen betreffen? Menstruation und Dehnungsstreifen werden jetzt von einer spanischen Künstlerin KNALLBUNT in Szene gesetzt.

Dehnungsstreifen? Coole Kunst!

Die Body Positivity-Bewegung rollt seit Jahren durchs Netz. Message: Frauen sollen endlich ihren Körper akzeptieren, wie er ist, und nicht mehr am Vergleich mit industriell vorgegebenen Schönheitsidealen zerbrechen. Love your Body ist das Gebot der 2010er. Chrissy Teigen feiert ihre Dehnungsstreifen auf Instagram, Ashley Graham steht öffentlich zu ihrer Cellulite. Firmen wie Dove und Asos setzen ebenfalls in ihren Werbekampagnen auf das Thema Körper-Akzeptanz. Doch trotz aller Hashtags und Aktionen tun sich Frauen – und auch Männer – mit dem Thema Bodylove im Alltag schwer. Das stieß auch der spanischen Künstlerin Cinta Tort Cartró, die den Künstlernamen Zinteta trägt, auf – die nun mit Regenbogenfarben scheinbare Makel zu wunderschönen Kunstwerken werden lässt.

Makel? Gibt es nicht!

Wie sie auf die Idee kam, erklärt Zinteta in einem Interview mit Yahoo:

Als ich aufgewachsen bin, habe ich mich manchmal nicht dazugehörig gefühlt. Ich bin groß und etwas kräftiger – es ist mir wichtig, mit meiner Kunst zu verdeutlichen, dass jeder wunderschön ist und dass diese Makel keine sind. Sie machen uns einfach einzigartig und zu etwas Besonderem.

Menstruation – Blutung ist BUNT

Auch das Thema Menstruation macht die 21-Jährige auf diese wunderbare Art ganz neu sichtbar. Ihre Fotoserie will das Thema Periode bunt und positiv besetzen. 

Wir leben im Jahr 2017. Warum ist die Periode immer noch ein Stigma?

Ihre Bilder sind absolute Highlights – optisch und inhaltlich. Inwieweit sie der Enttabuisierung der "Frauenthemen" dienen, muss sich noch zeigen. Wir wünschen Zinteta jedenfalls viel Erfolg damit.

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