Instagram-Star: Der Selfie-Wahn ruinierte mein Leben!

Essena O'Neill hatte eine halbe Million Follower auf Instagram. Warum sie ihre Social-Media-Karriere plötzlich beendet hat und sich nun endlich frei fühlt.

Das Leben blieb auf der Strecke

Wie viele andere Menschen verbrachte Essana O’Neill viel Zeit damit, sich und ihr Leben im Netz perfekt aussehen zu lassen. Mit großem Erfolg: mehr als eine halbe Million Follower auf Instagram, 200.000 bei Youtube und Tumblr und viele weitere bei Snapchat. Die 19-jährige Australierin verdiente Geld mit Fotos, auf denen sie bestimmte Kleidung trug.

Stundenlange Fotosessions für ein einziges Selfie, wenig Essen und die ewige Suche nach Bestätigung durch die Netzgemeinde: Das bestimmte das Leben der jungen Frau, die von vielen im Netz bewundert wurde.

Dann schmiss Essana ihr virtuelles Leben hin und hängte ihre Social-Media-Karriere an den Nagel. Sie warnt: Social Media ist nicht das echte Leben. Die exzessive Selbstdarstellung im Netz hindert uns sogar daran, zu leben.

Sie löschte 2000 Selfies und benannte ihren Account um in Social Media Is Not Real Life. Die Texte zu den wenigen Fotos, die sie stehen ließ, schrieb sie um, um die Wahrheit dahinter zu offenbaren: Wieviel sie für ein Foto verdiente und vor allem, wie viele Stunden ihres Lebens dafür draufgingen.

So sehr stand Essena unter Druck

"Ich brauchte über 100 Posen, um meinen Bauch gut aussehen zu lassen. Habe kaum etwas gegessen an diesem Tag. Schrie meine kleine Schwester an, dass sie weiterfotografieren soll, bis ich einigermaßen stolz drauf war."

Das Mädchen mit den Muttermalen

Das perfekte Kleid ... brachte 400 Dollar

"Bekam 400 Dollar, um ein Kleid zu posten. Das war, als ich ungefähr 150 000 Follower hatte; mit einer halben Millionen Follower weiß ich von vielen Online-Marken (mit großen Budgets), die bis zu 2000 Dollar pro Post zahlen. Es ist nicht schlimm, Markendeals zu akzeptieren. Ich finde aber, dass es bekannt sein sollte. Dieses Foto hatte keine Substanz ... Mein Punkt ist: SOZIALE MEDIEN sind nicht echt. Sei dir bewusst, was Leute promoten, frag dich, was ist ihre Absicht hinter dem Foto?"

Sexy sein ist ... nicht alles

"BITTE ERKENNT MEIN BEMÜHEN AN, SEXY AUSZUESEHEN; MIT MEINEM HINTERN ALS ZENTRUM DIESES FOTOS. Ich wünschte, jemand hätte mich geschüttelt und mir mit 16 gesagt, "Es steckt so viel mehr in dir als deine Sexualität." Ich dachte, das war alles, was andere von mir wollen, was Likes generieren würde, was cool ist. Es ist nichts cool daran. Das ist ein Foto, das gemacht wurde, um andere dazu zu kriegen, ein Foto zu liken. Es hat nichts Inspirierendes. Soziale Medien sind eine Illusion."

Vorher ... und nachher

Hier zeigt Elena, wie sie wirklich aussieht. Sie will nun ihr Leben leben – und es nicht mehr auf die perfekte Selbstdarstellung im Netz reduzieren.

Auf ihrer Website Let's be Game Changers schreibt sie: "Ich kann euch nicht sagen, wie frei ich mich ohne soziale Medien fühle. Nie wieder werde ich zulassen, dass Zahlen mich definieren. ES HAT MICH ERSTICKT."

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