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Bitte lassen! 7 Sätze, die stillenden Frauen auf die Nerven gehen

Mutter stillt Baby
Stillende Mutter mit Baby im Arm
© Nina Buday / Shutterstock
Stillen ist die natürlichste Sache der Welt – könnte man denken. In der Realität sehen sich Stillende oft mit unzähligen ungebetenen Ratschlägen und Kommentaren konfrontiert. Das ist mindestens frustrierend, löst aber oft sogar Unsicherheit oder Wut bei den betroffenen Frauen aus. Diese Sätze wollen wir nicht mehr hören. 

1. "Puh, muss man wirklich in der Öffentlichkeit stillen?"

Puff – so schnell löst sich die eigene Unbedarftheit beim Stillen in der Öffentlichkeit in Luft auf. Zugegeben: Viele Menschen stört es glücklicherweise kein bisschen. Aber die wenigen, die dann doch meinen, etwas sagen zu müssen, bringen gerade Erstlingsmamas anfangs oft völlig aus dem Konzept. Und die verrücktspielenden Hormone sorgen leider auch nicht gerade dafür, total entspannt zu bleiben.

2. "Wenn du das so machst, klappt es gleich viel besser."

Gut gemeinte Tipps wie diese sind einfach überflüssig. Denn nach anfänglichem (vielleicht auch zögerlichem) Ausprobieren entwickelt jede Mama ein individuelles Gefühl dafür, wie und wo das Stillen am besten klappt und welche Vorlieben das eigene Kind hat.

3. "Wie lange dauert das denn noch?"

Vielleicht dauert es noch ein Weilchen. Vielleicht auch nicht. Denn im Laufe der Stillbeziehung verändern sich auch die Stillabstände. Darauf muss sich die stillende Mama immer wieder neu einstellen – und die Umgebung bitte auch. Mit Stress geht’s garantiert nicht schneller.

4. "Stillst du immer noch?"

Gerne gefolgt von: "Aber der Kleine ist doch schon so alt. Der könnte jetzt auch schon was Richtiges essen, oder?" Gibt es den für alle geltenden, perfekten Stillzeitraum? Wohl eher nicht. Bitte getrost ignorieren und das eigene Gefühl machen lassen. Ist manchmal schwer, lohnt sich aber meistens.

5. "Wie? Du liebst es etwa nicht (mehr), zu stillen?"

Und das Ganze geht auch umgekehrt: Wenn Mütter in den Augen der anderen nicht lange genug stillen, gibt’s ebenfalls oft fragende Gesichter. Leider manchmal mit dem Ergebnis, dass Mütter an sich zweifeln und sich mit ihrer persönlichen Entscheidung unsicher fühlen. Unnötig! Lieber auf die eigene Intuition hören und einfach machen.

6. "Hast du auch genügend Milch?"

Die frischgebackene Mama fühlt sich vielleicht unsicher und ist gestresst, weil das Stillen nicht ganz so funktioniert, wie sie es sich wünscht. Ungefragte Kommentare verändern die Situation definitiv nicht zum Besseren. Einschätzungen zu Gewicht, Milchproduktion und Co, übernehmen am besten die Profis, also vor allem Hebammen oder Stillberater:innen. So sind Stillende auf der sicheren Seite.

7. "Stillen und arbeiten gehen – echt jetzt?"

Der Wiedereinstieg in den Job naht und das Baby und die Mama genießen ihre Stillbeziehung noch sehr? Es geht auch beides! So einen Satz muss man sich als Stillende nicht gefallen lassen. Es sind zwar gute Absprachen und Organisationsgeschick gefragt – funktioniert aber!

lha Brigitte

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