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Mental Load Dank 1-1-1-Methode weniger Stress im Familienalltag

Erschöpfte Mutter auf dem Sofa
© Drazen Zigic / Shutterstock
Ein Termin jagt den nächsten, die To-do-Liste wird immer länger: Willkommen im normalen, stressigen Alltag vieler Eltern. Meist stehen so viel mehr Aufgaben an, als der Tag Stunden hat. Doch was kann man tun, wenn der Stress überhandnimmt und eine Pause immer dringender wird?

Mama: Head of Care-Arbeit

Mamasein ist ein Mammutjob. Viele Mütter verlieren sich in der pausenlosen Organisation des Familienalltags – schwanken zwischen (emotionaler) Erschöpfung, Glücksgefühlen und schlechtem Gewissen. Doch wie kommt man aus dem Hamsterrad der Care-Arbeit raus? Gar nicht so leicht. Besonders, weil gerade die vielen unsichtbaren Aufgaben, die im Kopf einer Mutter herumschwirren, von vielen Partnern nicht so richtig gesehen werden: Gedanken an zu kaufende Geschenke, das Vereinbaren von Arztterminen für die Familie oder die täglichen Brotdosen nehmen viel Raum ein – und die Liste lässt sich endlos fortführen. Der sogenannte Mental Load belastet nach wie vor überwiegend Mütter, aber auch immer mehr Väter, die sich für eine gleichberechtigte Elternschaft einsetzen.

Was sind die Stressauslöser?

Versuche in einem ruhigen Moment einmal, deine eigentlichen Stressquellen ausfindig zu machen. Nach und nach kannst du dann ergründen, welche Dinge, Aufgaben und auch Menschen den Stress auslösen. Frage dich, wer deine Energieräuber sind. Du wirst merken, dass sich allein durch diese Fragen und das Beschäftigen mit den Ursprüngen deines Stresses etwas ändert. Denn so kannst du die Stressquellen meist klarer definieren – und einige davon vielleicht sogar eliminieren?

Deine Gedanken kannst du nun auch auf den Familienalltag übertragen: Wie sind die Abläufe mit den Kindern? Wer übernimmt welche Aufgaben? Und wie viele? Wo ist eine Umverteilung der Aufgaben möglich? Ist sie möglich? Dabei geht es keinesfalls um die blanke Optimierung des Alltags und seiner Routinen, sondern schlicht um das Ergründen von möglichen Stressfaktoren – und wie du diese minimieren kannst.

Mehr Entspannung durch die 1-1-1-Methode

Klar, es gibt nicht DEN einen Weg, der den Stress verschwinden lässt. Aber die 1-1-1-Methode kann dir beispielsweise dabei helfen, klarer zu sehen und mehr nach deinen eigenen Bedürfnissen zu priorisieren. Und idealerweise senkt sich dann auch dein Stresslevel. Wie das funktioniert?

Im bereits durchgeplanten Tag tauchen auf einmal noch mehr To-dos auf, die erledigt werden wollen? Oder es gibt ein plötzliches Problem, das gelöst werden will? Nimm dir einen Moment und stelle dir folgende Fragen: Ist das Problem oder die Aufgabe in etwa einer Woche noch von Bedeutung? Oder in einem Monat? Oder sogar in einem Jahr? Durch diese Fragen wird dir schnell klar, was in diesem Moment nun wirklich bedeutend ist und auf welchen Stress du vorerst verzichten kannst. Manchmal lösen sich Situationen auch von alleine oder du merkst mit ein bisschen Abstand, dass du dir ganz umsonst viel zu viel Druck und Stress gemacht hättest. 

Diese Methode hilft dabei, eigene Prioritäten und Grenzen besser zu setzen – und auch, die eigenen Bedürfnisse wieder etwas mehr in die Gedankengänge zu integrieren. Sie zeigt dir, dass die Welt nicht untergeht, wenn mal nicht alles perfekt organisiert ist. Wie hilfreich sie genau ist, mag sich von Person zu Person etwas unterscheiden, aber sie verleitet in jedem Fall dazu, eingespielte Prozesse mal kurz zu überdenken und vielleicht sogar zu verändern – weg von so viel Müssen und hin zu stressfreieren Momenten.

Verwendete Quellen: psychologie-heute.de: Unsichtbare Aufgaben & Die Kapitäninnen der Familien, focus.de

lha Brigitte

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