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Erziehung Diese Dinge haben Eltern selbstbewusster Kinder richtig gemacht

Erziehung: Diese Dinge haben Eltern erfolgreicher Kinder richtig gemacht
Eltern erzählen, was sie in der Erziehung richtig gemacht haben
© Jacob Lund / Adobe Stock
Was falsch in einer Erziehung laufen kann, davon wissen Eltern eine Menge – aber was kann man alles richtig machen?

Die "richtige" Erziehung ist ein heikles Thema für Eltern, schließlich gibt es nicht den einen richtigen Weg. Weder für jeden Elternteil noch für jedes Kind. Wohl gerade deswegen werden Eltern von allen Seiten mit Tipps und Ratschlägen überschüttet. Alle mit dem Ziel, dass aus dem Kind irgendwann ein glücklicher und selbstbewusster Erwachsener mit einem erfüllten Leben wird. 

Aber wie ist es eigentlich andersherum: Auf welche Dinge sollte man vielleicht lieber in der Erziehung verzichten, damit das Kind gut aufwächst? Dieser Frage ging Autorin Margot Machol Bisnow für ihre Recherche am Buch "Raising an Entrepreneur" (zu Deutsch etwa: "Wie man einen erfolgreichen Menschen großzieht") nach. Sie interviewte dabei 70 Elternteile und deren Kinder immer mit der Frage im Hinterkopf: Wie haben es diese Menschen geschafft, Kinder zu erziehen, die sich ihre eigenen Träume erfüllt haben und damit zu glücklichen Menschen geworden sind?

Wie die Autorin feststellte, gab es zwar teils große ethnische, sozioökonomische und religiöse Unterschiede, was die meisten aber einte, waren genau vier Dinge, die Eltern von klugen, engagierten und erfolgreichen Menschen in der Erziehung nie getan haben.

1. Die Hobbys ihrer Kinder als Zeitverschwendung betrachten

Eltern erfolgreicher Kinder wissen um die Wichtigkeit von Hobbys
Eltern erfolgreicher Kinder wissen um die Wichtigkeit von Hobbys
© AboutLife / Adobe Stock

Welchem Hobby das Kind auch immer nachging – ob es das Vogelbeobachten, eine Sportart oder Videospiele waren – keiner der Elternteile, die Bisnow interviewte, hat das eigene Kind davon abgehalten oder versucht, es den Kindern auszureden. Sie wussten um die große Bedeutung von Hobbys für die mentale Aktivität.

Radha Agrawal ist die Gründerin einer globalen Morgentanzbewegung mit einer halben Million Mitglieder auf der ganzen Welt und die ehemalige CEO von "Super Sprowtz", einer Kinderunterhaltung, die sich auf gesunde Ernährung spezialisiert. Zusammen mit ihrer Schwester war sie begeisterte Fußballspielerin als Kind und konnte viel aus dem Sport mitnehmen.

Wie sie selbst in einem Interview mit Bisnow erzählt, habe sie durch den Sport eine Menge Widerstandsfähigkeit und Durchhaltevermögen entwickeln können: "Man muss diszipliniert sein. Man lernt, organisiert und konzentriert zu sein. Und man lernt, wie wichtig Teamarbeit ist und was es bedeutet, Kapitänin zu sein."

2. Ihren Kindern jede Entscheidung abnehmen

Verständlicherweise neigen Eltern dazu, ihren Kindern Entscheidungen abzunehmen – schließlich sind sie die Erwachsenen, tragen Verantwortung für ihre Kinder und kennen sie besser als jeder andere Mensch. Vor allem wollen sie nicht, dass ihre Sprösslinge verletzt werden. Aber der Versuchung zu widerstehen ist ein lohnenswertes Unterfangen, wie Maura bestätigt. Sie ist die Mutter von Ellen Gustafson, Mitbegründerin des "FEED Projects", einer Organisation, die Kinder in Schulen mit Nahrungsmitteln versorgt.

"Wir haben sie ermutigt, unabhängig zu sein und selbstständig zu denken", sagt Maura im Interview. "Ich habe ihr immer gesagt: 'Vertraue anderen, aber überprüfe ihre Aussagen. Sieh selbst genau hin. Sei dir sicher, dass es wahr ist. Nur weil alle anderen es tun, musst du es nicht selbst tun.' Man möchte schließlich ein Kind großziehen, dass vorsichtig, aber nicht ängstlich ist."

Auch wenn man als Elternteil die Stärken des eigenen Kindes erkennen könne, müsse man es diese selbst herausfinden lassen. Dabei helfe es, Fragen an das Kind zu stellen wie: "Was denkst du, welche Wahl für dich in Zukunft hilfreicher ist?"

3. Einen gut bezahlten Abschluss oder Geld vor das Glück des Kindes stellen

Gegen einen akademischen bzw. beruflichen Abschluss spreche natürlich nichts, betont die Autorin, aber "ein Abschluss kann eine teure Zeitverschwendung für ein Kind sein, wenn dieser keinen Bezug zu seinen Interessen hat". Wenn der Mensch eine Sache sehr liebe und hart daran arbeite, fährt Bisnow fort, "wird er einen Weg finden damit den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, auch ohne einen Abschluss in diesem Bereich".

4. Die finanzielle Bildung in der Erziehung zu vernachlässigen

Eltern erfolgreicher Kinder bringen ihnen früh den Wert des Geldes bei
Eltern erfolgreicher Kinder bringen ihnen früh den Wert des Geldes bei
© sally anscombe/Stocksy / Adobe Stock

Apropos Geld und Bildung: Niemand der interviewten Elternteile habe das eigene Kind dazu gedrängt, einen hoch bezahlten Job anzunehmen. "Aber sie haben sich alle bemüht, ihren Kindern in der ein oder anderen Form etwas über Geld beizubringen."

2012 verkaufte Joel Holland die Hälfte seines Unternehmens "Storyblocks" für 10 Millionen US-Dollar. Schon als Kind entwickelte er zusammen mit seiner Schwester eine starke Arbeitsmoral, denn die Geschwister mussten für ihr Taschengeld fegen. "Die Böden mussten so sauber sein, dass man davon essen konnte", erzählt der Unternehmer im Interview. Das habe ihn gelehrt, was harte Arbeit bedeuten würde.

Als alle Kinder in seiner Schule Rollschuhe hatten, haben seine Eltern ihm diese nicht kaufen wollen. "Wenn du sie haben willst, musst du dein Geld sparen", hätten sie damals zu ihm gesagt. "Das hat mich damals wütend gemacht, aber ich habe auch den Wert des Geldes dadurch zu schätzen gelernt."

Verwendete Quelle: cnbc.com

cs Brigitte

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