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Mama-Herz 7 Dinge, für die wir unseren Müttern heute dankbar sind

Mama-Herz: Frau umarmt ihre Mutter herzlich und beide lachen in die Kamera
© peopleimages.com / Adobe Stock
Als Erwachsene wissen wir vieles, was unsere Mütter früher getan haben, erst heute richtig wertzuschätzen. Etwas, dass auch einige unsere Kinder vielleicht erst später, wenn sie längst aus dem Elternhaus entflogen sind, lernen werden.

Es können Dinge sein, die wir als Kinder für selbstverständlich gehalten haben, wie die eigene Geburtstagsparty – oder Situationen, in die wir erst viel später in unserem Leben gekommen sind, wie die eigene Schwangerschaft oder die ersten Momente als Elternteil. Momente, die wir selbst erfahren und mit ihnen feststellen, wie viel Liebe und Hingabe unsere Mütter damals durch diese Zeit gebracht haben muss und was sie für uns auf sich genommen haben.

Wir haben sieben Geschichten von Redakteurinnen gesammelt, in denen sie erzählen, für was sie ihren Müttern heute dankbar sind. Jetzt, wo sie es besser verstehen als noch zu Kinder- und Jugendzeiten.

Neue Generation mit alter Tradition

"Seit ich sechs Jahre alt bin, verbringe ich die Ferien auf einem Campingplatz an der Ostsee. Ich weiß gar nicht, wie viele Wochenenden wir mit der Familie dort waren. Es müssten aber weit über 1000 Brötchen gewesen sein, die ich gekauft und auf dem Platz an die Camper verteilt habe, um mein Taschengeld aufzubessern. Als Kinder haben wir das alles geliebt, aber mit 15 war es dann nicht mehr so cool, die Wochenenden getrennt von den Freundinnen verbringen zu müssen. Ich erinnere mich an viel Gejammer und Geheule, bevor es Freitagnachmittag in Papas Kombi auf die A1 in Richtung Lübecker Bucht ging.

Seit fünf Jahren bin ich selbst Mutter und seit vier Wochen stolze Besitzerin eines Wohnwagens auf dem schönsten Campingplatz der Welt. Jetzt sammelt meine Tochter hier Erinnerungen und ich kann es gar nicht oft genug sagen: 'Danke, Mama! Für eine Kindheit am Strand und den kuscheligsten Wohnwagen mit dem stolzen Baujahr 1978!'"

Eine Schwangerschaft kann nicht nur schön sein

"Ich konnte mir nicht vorstellen, was Schwangerschaftsübelkeit wirklich bedeutet, bis ich selbst schwanger geworden bin. 24/7 ein magengrippeartiger Zustand – und das nicht für kurze Zeit, sondern über Monate! Jetzt weiß ich umso mehr zu schätzen, was meine Mutter für mich auf sich genommen hat. Danke Mama für dein Durchhaltevermögen!"

Viel Arbeit – mit einem Lächeln

"Meine Mutter hat für meine Schwester und mich immer unheimlich liebevolle Geburtstagsfeiern auf die Beine gestellt. Als Faschingssonntagskind bekam ich immer Krapfen als Geburtstagskuchen – selbst gebacken mitten in der Nacht, es sollte ja eine Überraschung sein. Von diesem Duft bin ich morgens aufgewacht, und Krapfen gehören noch heute zu meinem Geburtstag dazu. Als Kind gab es am Nachmittag natürlich immer ein Faschingsfest – mit allen Freundinnen, die ich einladen wollte, mit Girlanden und Verkleidung und Konfetti, Spielen und Gewinnen – gerne auch mit einem Motto, und selbstverständlich war auch meine Mutter immer verkleidet. Und das alles komprimiert in einer 65 Quadratmeter großen Wohnung. Meine Schwester hatte immer in den Sommerferien Geburtstag und meine Mutter schleppte wirklich alles mit, was für sie (und uns) dazu gehörte. Kerzen, Kuchen, Geschenke – egal ob auf den Campingplatz in Jugoslawien oder an die holländische Nordsee. Gepackt in einen Käfer. Und ich hatte NIE den Eindruck, dass Kindergeburtstage für sie Stress waren.

Heute, mit drei eigenen Kindern und entsprechend vielen Kindergeburtstagen weiß ich erst richtig zu schätzen, was sie da geleistet und auf sich genommen hat, um uns Kindern einen schönen Tag zu machen. Ich erinnere mich immer noch gerne an die schönen Geburtstagsfeiern. Danke, Mama."

Die Liebe hat viele verschiedene Seiten

"Wenn ich mich mal wieder darüber aufregte, dass mein kleiner Bruder mit irgendwelchen Dingen durchkam, sagte meine Mutter immer: 'Ich muss jeden von euch so behandeln, wie ihr es braucht.' Früher verstand ich nicht, was sie damit meinte, ich empfand es einfach nur als unfair.

Heute verstehe ich es. Mein Bruder und ich sind vollkommen unterschiedlich. Ich war immer zielstrebig, habe meine Hausaufgaben gemacht, weil ich es mochte, habe gelernt, weil ich es liebte – und ich habe mein Leben früh selbst in die Hand genommen. Meine Mutter war wie ein Netz, sie hätte mich jederzeit aufgefangen. Ich hatte ihre Stärke, Ruhe und Liebe immer an meiner Seite, aber auf die stille Art. Meinen Bruder hingegen musste sie immer wieder auffangen und auf die Füße stellen. Genau das Gleiche hätte sie auch bei mir getan, wenn es nötig gewesen wäre. Ich weiß jetzt: Ungleiche Behandlung hat nichts mit ungleicher Liebe zu tun, sondern damit, dass meine Mutter genau wusste, was sie uns jeweils zutrauen kann und was nicht."

Die Anstrengung, die man ihr nie ansah

"Als ich geboren wurde, musste meine Mutter nicht nur mich umsorgen, sie musste auch ihre Mutter pflegen – und das ziemlich lange. Mein Vater war beruflich oft unterwegs und sie teilweise allein zu Hause. Heute weiß ich ihre Liebe und Zuneigung, die sie in dieser so wertvollen (Wochenbett-)zeit aufteilen musste, enorm zu schätzen.
Dazu kommen all die besonderen Urlaubsmomente, die mir meine Eltern ermöglicht haben und damit eine erlebnisreiche Kindheit am Strand. Danke, Mama – und danke, Papa!"

Dass sie für uns so stark war

"Unmittelbar nach meiner Geburt musste meine Mutter notoperiert werden, weil die Plazenta an der Gebärmutter festgewachsen war. Eine Situation, die zu schweren Blutungen und Infektionen führen kann. Mir war lange Zeit gar nicht bewusst, was meine Mutter da auf sich nehmen musste und wie knapp es für sie war. Ich bin so dankbar, dass sie all das durchgestanden hat und es trotzdem, wie sie sagt, 'immer wieder tun würde.'"

Geburt und Wochenbett sind nicht wie im Film

"Dass es mit der Geburt nicht einfach vorbei ist, war mir früher nicht bewusst. Erst als ich erwachsen wurde, habe ich von Dingen wie Nachwehen und (mehr oder weniger starken) Blutungen nach der Geburt gehört. Der sogenannte Wochenfluss kann bis zu sechs Wochen anhalten, und eine Geburt kann eben nicht nur schön, sondern auch sehr schwierig sein. Als Kind habe ich all das nicht realisiert. Das, was unsere Mamas teilweise durchgemacht haben. Als mir das später irgendwann klar wurde, habe ich mich direkt per Sprachnachricht bei meiner Mama bedankt. Ihre Antwort: 'Wenn das Kind erst einmal da ist, ist einem alles andere so was von wumpe! Und das habe ich doch gerne gemacht für euch beiden hübschen Kinder.' Trotzdem: Danke."

lkl / slr / as / dsm / lhu / lvt Brigitte

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